Warum es in Fjordnorwegen so schön ist

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SchwachSuper 

 

Geschichten aus dem Alltag und andere

Hier werdet Ihr - immer wieder neue - Alltagsgeschichten lesen können, die schon sehr deutlich machen, dass man Fjordnorwegen einfach lieben muß. Lieben muß auch, wenn es mal keine Meterfische gibt, wenn der rauhe Wind mal das Rausfahren zum Fischen verhindert.

Wie sagt unser Sven doch so schön und absolut treffend:

Wer bei Norwegen an Fisch denkt, hat noch einen langen Weg vor sich.

Und das gilt für Fjordnorwegen ganz besonders.


Themen:

 

  • Grüne Augen, rote Fjorde
    - die Geschichte eines Angelalltags mit angenehmen "Nebenerscheinungen"
  • Die Geschichte vom Lyr
    - ein etwas anderer Angeltag
  • Hyllestad 1997 - Norwegenvirus gefangen
    - es war einmal
  • Mein Fjordnorwegen
    - eine Liebeserklärung 
  • Ein Nachmittag in Fitjar

 


 

 

Grüne Augen und rote Fjorde - ein Bilderbericht ohne Fisch

 
Vielleicht etwas für die Norwegenlose Zeit für viele nun - ansonsten total langweilig
 
Tag eins, Teil eins...der Ködertag
 
Nach 24h Dauerunwohlsein (in dem der Gedanke - wo nimmt der Verdauungstrakt das alles her? - nahe liegend war) war viel Schlappheit und noch Unwohlsein vorhanden, was hilft da besser als Tage auf dem Boot, der Natur und dem Fisch nachjagen?
 
Zumal bei einem Traumherbstwetter, Sonnenschein, wenn auch kühl, und fast still liegenden Fjord, Idealbedingungen für Kamera und leichte Gewichte auf Idealdriften.
 
Also aufs Arbeitspensum geschaut, heute bis Mittag, morgen bis Mittag - das geht und dann Plan geschmiedet - am ersten Tag mit ganz feinen Geschirr ein paar nette Köder jagen und am nächsten dann damit mal in die richtige Tiefe schauen.
 
Zügig die " Dicke " klar machen - ist ja nicht viel zu tun, Tanks prüfen, Motor warmlaufen lassen und Echolot schon an, nebenbei die Bilge auspumpen.
 
 
Dabei lässt sich in Ruhe laden, am ersten Tag geht das rasch, die Tasche mit den kleinen Zockerpilkern, dazu die Spinnrute, Messer, Fischkiste, Eimer - fertig.
 
Kamera steckt ja sowieso in der Beintasche.
 
An einem solchen Tag geht’s auch mal ohne die vorschriftsmäßige Kleidung... soll ja eher ein Bootsausflug mit Angeln werden, als Angeln pur. (Dieser Gedanke ist absolut sträflich und zeigt beginnende Überheblichkeit, absolut nicht zur Nachahmung empfohlen)
 
Also nur Handschuhe und Mütze auf...und raus aus dem Hafen.
 
Auf Stordseite hat sich die Sonne schon hinter dem Fjell versteckt - unser Ufer liegt im Schatten, gefällt mir nicht...also rüber nach Tysnes, direkt vor den Leuchtturm, die Stelle reizt mich schon lange auf der Seekarte.
 
Mal langsam anfahren, und ja - auf dem Echo zeigt sich bei den Suchschleifen ganz klar das Relief - ein steil abfallender Unterwasserberg mit zwei kleineren Plateaus dazwischen, eine Traumstelle.
 
 
 
Sagt das Echo auch und zeigt ganz klare Fischsymbole, die ich als reale Fische einstufe und nicht als die üblichen "Scheinfische"
 
Dann wollen wir mal, in dieser herrlichen Kulisse, Leuchtturm hinter mir, dazu Steilwand, vor mir dass von der tief stehenden Sonne überschienene Stordfjell - einmalig.
 
Heute ist ein Tag für Blödsinn, ich entscheide mich für rot / silber, obwohl eigentlich noch Briesling als Futterfisch dienen sollte, welcher bekanntlich bläulich silbrig schimmert - aber manchmal macht Ungewöhnliches neugierig.
 
Erster Wurf auf 120m , die Kante entlangtingelnd....Biss - Drill mit wenig Aufregung - feine Kopfstösse, sanft abfederbare Fluchten...eine interessante Sache trotzdem.
 
An der Bordwand zeigt sich ein wunderschöner Sei, genau passend für die Pfanne, das nenn ich das Nützliche mit dem Praktischen verbinden, neben Köder auch gleich das Abendbrot ins Boot hieven.
 
Als Begrüßung spuckt mir der Geselle aber erst einmal eine Fuhre Mini- Brieslinge in den Eimer, Manieren hat der....
 
Eigentlich sollte der umsichtige und fischverrückte Angler spätestens nun die Farbe wechseln....aber wozu, ich gehe nur mit dem Gewicht runter ein schöner schlanker und schnell führbarer 40g Sølvkroken mit leicht rötlichen Rücken und silbrigen Bauch kommt nun zum Einsatz - die Dinger gefallen mir durch ihre S - Form, richtige Zocker halt.
 
Etwas dichter an die steil abfallende Kante, so bei 90 m ansetzen...ein wenig Bootsfahrkunst also, genau draufsetzen.....ist ja Zeit für solche Experimente.
 
Dann zeigt das Echo zwei Dinge, genau die Kante und Fischschwarm bei 60 - bis 90 m ...was ist denn das für ein Unfug? 30m Fisch ?
 
Probieren, Motor auf Leerlauf, Zocker raus...absinken lassen...bei 75m ist Schluss - nimmt keine Schnurr mehr, Blick zum Echo:-98 und fallend...aha?
 
Naja, langsam in die offene Schnur greifen, mal straffen--- klar der Trick klappt doch immer wieder...Anbiss - und sofort ist der Übeltäter erkannt, Streifentiger der Marke "wieviel Schnur haben’s denn?"
 
Dollen Drill liefern diese Kämpfer, ich mag sie eigentlich nur, wenn der Leng drauf gebissen hat - aber sie machen soviel Spaß - dass sie dadurch auch immer wieder Pfannengast werden.
 
Ein beachtliches Exemplar kommt an Bord...Fettmakrele?
 
Also Köder Nummer eins...neuer Anlauf, selbe Stelle - noeh - das kann jeder.
 
Ich tukker mal ein wenig weiter nordwärts...mir die andere Kante des Berges ansehen, hier lauft er flacher aus...in den Langenuen geht’s scheinbar ins unendliche sanft ab...interessant, zu Tysnes hin langsam flacher.
 
Steilkante dann flach auslaufend? mein Freund der Lyr fällt mir ein...mal probieren - bei knapp 50m kommt ein brutaler Griff nach meinem Zocker, Anschlag - wech - der Bruder war besser wie ich...aber - die Vermutung stimmte also.
 
Das Echo zeigt plötzlich aufgeregt wieder Schwarm...na mal sehen
Wieder Streifentiger...dasselbe Spiel...wunderbarer Drill, ein Köder mehr...
 
Danach mal umsetzen, rüber zum Kraftwerk, sollte der ganze Fjord voll sein...?
 
An meinem Lieblingshang am Kraftwerk, mit der Postkartenkulisse des Hardangermassivs im Hintergrund, wieder volles Echolot, Schwarm...nun baue ich mal um...meine kleine Geheimwaffe kommt zum Einsatz: Makrelenvorfach in Rekerdekor, selbst leuchtend...eine "todsichere Sache".
 
Ab damit...der Vorteil von Colorschnur, man sieht schön wie man sich dem Schwarm nähert...die Spannung steigt...dann Biss...aber hallo, wer wird so reinballern und dermaßen mit dem Schädel schlagen?
 
Und auf dem Weg nach oben so vehement das Weite suchen wollen, Streifentiger ist das nicht, dazu ist das zu behäbig.
 
Während ich drille, versuche ich im Kopf meinen Essensplan der Woche zu überarbeiten.
 
Aber Hochmut kommt vor dem Fall - zwei Miniseis haben sich auf die Rekerimitationen gestürzt, dass war nicht im Plan, der Schwarm ist also ein Kindergarten.
 
Leider war’s für einen der Winzlinge zu arg, also gibt’s die Gnade und den Weg in den Ködereimer, sein Kumpel bekommt nen vorwurfsvollen Blick wegen Verfressenheit und die Freiheit.
 
Miniköhler am Ort? Kein Platz für meine Pilker...ich überschlage mal, drei Fische, gute Größe, sechs Filets, dass langt doch dicke, also Rückmarsch antreten.
 
Vor einem wundertätigen Herbstabendrot laufe ich ein, die Stille ist greifbar, ein sich vom Lärm der Angelsaison erholendes Land, Norge pur.
 
Und ein Superangeltag, jeder zweite Wurf ein Treffer, feine Drills ...ein Fisch zum Abend - (Angeltouristen würden von einem verlorenem Tag sprechen? Betrachtungsfragen der Wertigkeit gehen mir durch den Kopf.) - und für morgen schöne Köder...die bei den anstehenden Nachttemperaturen abgedeckt im Hafen ihrem Einsatz entgegenschummern.
 
 
 grüne Augen und rote Fjorde - ein Bilderbericht ohne Fisch
 
Nun Teil 2 also
 
Nächsten Mittag, neue Runde, diesmal dauert das Laden länger - heute soll’s ja " zur Sache " gehen - wobei, bis Mittag wars perfekt, gerade kommt Stroemung auf, aus Nord...es gibt besseres.
 
Also, alles an Bord hieven...die Bleisammlung, ein paar Montagen der Klasse - bitte lass den Fisch so groß wie den Haken werden...zwei Grundruten dazu ( klugerweise bleibt die Spinnrute an Bord, wie man sehen wird ) - extra Batterie - nicht wegen dem Boot....ich bin über vierzig, ich darf die Köderkontrollen elektrisch begleiten, sagt mein Arzt.
 
Dann los, wieder zum Leuchtturm, man sollte Stellen mal ausangeln und wirklich testen, wenn Zeit dazu ist.
 
Ein wenig kreisen, Drift probieren, wie ich dachte die Nordströmung macht Kummer...nach mehreren Anläufen (bin ich U - 96?) liegt die " Dicke " richtig...beginnend bei 120m und abfallend soll’s gehen.
 
Also das Filet des Unglückskleinseis rauf, gut mit Draht verzwirbeln und ab damit...Leng ahoi!
 
 
Buff - die 300 Gramm schlagen fühlbar am Felsen auf.also mal knapp einen Meter hoch, dann sollte das ganze schoen and er Wand entlangtingeln...
 
Ja Essig ist’s, da hängt was.merklich schwerer ploetlich aber nicht deutliches...nen Pillie???
 
Bitte nicht diese Plagegeister...nicht heute...mein Sinn steht auf anderes.
 
Also ein Drill der Klasse - kurbel’ doch du Ochse...ich lass mich hängen. Ab und an macht man sich mal bermerkbar.damit sowas wie Spannung aufkommen koennte...aber auch nur koennte.
 
Kurz vor Ultimo schaue ich ns Wasser...Rotbarsch mit graue Rücken und so lang? Eher selten...es ist, die Landplage der Grundangelei, ein Hai...wir schauen uns beide gleich beleidigt an.
 
Und, der freche Hund hängt zwar sauber gehakt, aber mein Filet hat er deutlich schon im Wanst. die Reste könnte man fürs Kinderangeln auf Lippfische vom Steg verwenden...na bravo.
 
 
An Bord mit ihm - Hände ins Wasser, ihn in die Kiste, abfummeln und ab dafür, er taucht gemütlich wieder ab...der hat Nerven.
 
Ich fummele also das Makrelenfilet auf, wieder schön festzwirbeln, neuer Anlauf...mal tiefer beginnen - so um die 180 und fallend...das Ziel heißt heute ja " die Grossen der Tiefe " die Drift sollte mich dorthin bringen.
 
198m - Anschlag des Bleis am Grund..dann mal schön nachgeben - ja was ist das? Biss...aber was für einer - ne Seejungfrau mit Kuchengabel?
 
Anhiebchen dagegen...da zappelt was, ganz leicht, kaum zu bemerken - ochneeeee ne?
 
Wieder dieses Kurbeln und mal gucken ob überhaupt wer da...der ist netter, er schüttelt unterwegs wenigstens mal verneinend den Schädel. Mir schwant Böses, und es kommt auch, wieder sehen mich zwei große, kalt wirkende grüne Augen an...nur eine Nummer größer...und wieder, fehlt das Filet...wie machen die Brüder das?
 
 
Dieser etwas größere Geselle muss erst noch für nen Fotoshooting herhalten, was ihm durch Zwischenpausen im Eimer auch gelingt, geht auch schnell...dann fort mit ihm...er taucht eher grummelig ab...fragt sich sicher was der Quatsch nun sollte.
 
Ich grübele über Landplagen und Schwimmen in Fjorden nach...und über ungewöhnlichen Köderschwund.
 
Nebenbei ziehe ich das nächste Filet auf.
 
Das Ergebnis - man darf raten...Grund, Biss, Einschlafdrill, grüne Augen - Filet weg, abhaken....grummelige Blicke auf beiden Seiten.
 
 
Jetzt habe ich die Faxen dicke, also noch weiter raus, bei 260m beginnend, hier geht’s dann tief in Fjord, nun sollte wohl Schluss sein mit den Jungs....also Filet Nummer 4 ran - mit noch mal bekannten Ergebnis - dunkelgrauer Köderdieb aus dem Keller...
 
Okay, Okay...ihr habt gewonnen, ich verziehe mich ja schon...ich bin Angler, kein Haifischdompteur.
 
Fahr ich eben zum Kraftwerk, da ist es auch schön - und Leng gibt’s da nachweislich auch, ihr Spaßverderber, mit provokant hoher Hecksee rausche ich majestätisch davon ( die Biester haben sicher gefeixt - gucke mal die beleidigte Leberwurst )
 
 
Am Kraftwerk setze ich mich punktgenau auf meine 137m Rinne hier reicht ein Blick ans Ufer und auf die kleinen Wellchen und ich finde fast blind die richtige Ansatzstelle, ein nächstes Seifilet rauf, stammt ja von hier, im Eimer liegt nun noch einsam eine Makrelenseite und lockt eine einzelne Möwe ums Boot, soviel zum Thema reichlich Köder.
 
Nun aber ab dafür...runter mit dem Geroedel...ich lasse ab und betrachte dabei die vorbeilaufende MS " Bergensfjord " , egal was man über die inneren Werte der betagten Dame sagen mag oder die Preisgestaltung ihrer Reeder, ein hübscher Anblick vor diesem Panorama ist sie, die Designer haben eine prima Winterjob gemacht.
 
 
In ihre Hecksee hinein, die das Boot schön hebt : Naturköderpilken? - kommt ein zaghafter Biss und dann nichts mehr...ich habe einen Moment durch das Geschaukel Problem bei der klaren Köderkennung...und spure dann - mein Blei ist schwerer geworden...neeeeeeeeeeee, nicht doch. hör doch auf!
 
Tatsächlich glotzen mich am Ende der Kurbelei wieder diese grünen Augen an...langsam wächst der Verdacht in mir, die kenne ich...der grinst doch, oder?
 
Nachdem ich ihm ins Gewissen geredet habe, dass sich das nicht gehört und er sich den Wanst überfressen wird, ( ich kann ihm die Auswirkungen noch gut schildern ) geht er wieder zurück, wobei ich einen Moment versucht bin, ihm ein Zeichen auf den Rücken zu malen, als Kontrolle.
 
Neuer Versuch, ich betrachte missmutig das letzte Filetstück, die Möwe über mir protestiert, die hat sich das sicher auch anders gedacht, ich einen großen Leng, sie die restlichen Köder...
 
 
Nun gehe ich auf Nummer sicher, beginne meinen Anlauf auf 70m an der anderen Flanke des Berges am Kraftwerk, dort gelangen mir vergangenen Winter in knapp 90m schön Fänge, mal sehen...und die Landplagen scheinen ja derzeit die Tiefe zu mögen.
 
Also geht neu los, geht auch, der Köder rollt brav die Wand herab...dann die unebenen Felsstellen in 107m Tiefe...eigentlich immer ne gute Adresse für meine beiden Kumpels.....ja wenn, ja wenn da nicht wieder dieses doofe Beissverhalten, dass ich nun schon im Handgelenk habe, wäre
 
Ich bin fast versucht, alle guten Vorsätze fallen zu lassen und auf den Knopf der E-Rolle zu drücken.
 
Aber ein Blick hoch genügt, nein, Respekt geht vor...wer hier so hantiert, sollte abreisen...endgültig.
 
Also kurbel ich unter dem brummeln von netten Fischvornamen hoch - um wieder diese Augen zu sehen - und diesmal bin ich mir ganz sicher...der grinst - und wie der grinst....
 
Gehabtes Spiel, er ist satt, schwimmt davon, schaut bockig und ich bin auch satt...und gucke auch bockig.
 
Sooo - meine Köder sind alle, ich habe die Faxen vom Grundangeln für deute dicke.
 
Wobei, statistisch bin ich ein Held...sechsmal ablassen in Tiefe über 100m, sechs Fische...das nenn ich mal hundertprozentige Trefferrate...ich sollte Guide werden, der Weg zu Ruhm und Geld läge golden vor mir.
 
Erstmal guide ich mich selbst, nämlich schön weit weg von diesem heute haiverseuchten Grund.
 
Ich fahre an eine meiner geliebten Steilkanten, dort scheint noch ein Rest Sonne hin...Ententeichwasser, dabei aber stetiger Zug im Wasser - durch die dortigen Gegebenheiten (der Platz ist Privatwissen - nachfragen zwecklos) und werfe die sofort 90m steil abfallende Kante an.
 
 
Beim ersten zügigen Einholen gibt es einen schönen Biss...kraftvolles Einsteigen, rasante Fluchtversuche, ich muss nach dem stumpfsinnigen Gekurbel erstmal umschalten...dass nenn
ich mal einen Drill.
 
Am Ende landet ein schöner Lyr vor mir. na also...wenigstens keine grünen Augen und was absolut essbares...der Tag ist gerettet.
 
Nebenbei zeigt das Echo einen Schwarm, ich überlege, morgen soll noch gutes Wetter sein, warum also nicht?
 
Ein zwei Würfe später...ein Streifentiger bietet seinen dankbaren Renndrill und sich selbst für die Köderkiste an.
 
Das Ganze noch zweimal wiederholen, 3 Fische, sechs Filets als Köder, das sollte dicke langen für den nächsten Tag.
 
Und genau bei dem Gedanken habe ich das Gefühl mich sehen zwei grüne Augen an und der grinst...
 
Nach einem sehr merkwürdigen und denkwürdigen Nachmittag wieder dieses Einlaufen bei Klischeeanblick.
 
Einen Moment steh ich noch im Hafen und sehe hinaus...in zwei grüne Augen...ich mag diese Landplagen ja doch, sie gehören seit Millionen Jahren genau hier hin...wahrscheinlich grinst er darum - über meine Unvollkommenheit bei seinem täglichen Geschäft - der Jagd auf Fisch.
 
Waren zwei für mich perfekte Angeltage ( besser Nachmittage ), wenn auch nur zwei Pfannenfische raus sprangen...wer bei Norwegen an Fisch denkt, haben noch einen langen Weg vor sich....

Euer Fjordsven

 

 


 

 

Die Geschichte vom Lyr

Kerls was macht Ihr auf dem Wasser


Bericht eines, der zum leben am Fjord verdammt ist.

Da schreibt der Kalender 30.mai – und keiner geht hin, jedenfalls das Thermometer nicht.
Die Sonne weiß das und scheint seit Tagen brav, nur irgendwie wird das nicht warm.

Nach einer langen Woche Arbeit , die alles andere als niedlich war, will ich mal alleine raus – mal alleine mit Boot durch die Fjordlandschaft fahren, sehen, spüren, genießen...abschalten.

Und das Gefühl genießen, wenn Wasser das Boot umspült, wenn Gischt zischt und Hecksee den Fjord zerschneidet.

Zum anderem, die Woche und ihre Arbeit war stressig – unangenehme und mistige Arbeit – im wahrsten Sinne des Wortes, so was macht irgendwie immer so....wütend.

Und dagegen hilft bekanntlich ein gutes Maß körperlicher Ausgleichbewegung, wie wäre es also damit, das mit einem Versuch zu verbinden.

Der Versuch lautet: mit leichtem Gerät viel Spaß zu haben.....klappte schon zweimal bei kleinen Touren mit Gästen hier, nun aber mal ganz gezielt.

Da wir seit Tagen am mittleren Langenuenfjord hier in Sunnhordaland recht ruhige Winde haben – und auch die Tidenhübe mäßig sind, sollte das mal klappen.

Als Anmerkung - leicht bedeutet oftmals in Norwegen Köder bis 125gr in Tiefen bis 150m anzubieten...nicht das wer denkt wir sind hier die Weicheier und spielen mit zwanzig Gramm rum...das geht nur an ganz besonderen Stellen zu ganz besonderen Zeiten.

Zum anderen, bei diesem Leichtgefische, kann ja mal --- oder soll?? --- was Grosses einsteigen...oder halt Größeres.

Öhm...ne Forellenrute ist dann eher spaßlos ..außer für den Rutendealer zu Hause...das gilt übrigens auch für die Rolle und die Strippe drauf.....es soll das ganze Paket zu stimmen, sonst wird´s albern und nicht fair ( mit  ner Spatzenflinte auf Büffeljagd in Afrika ist ja auch albern...gut unsere Biesters können ihren Unmut über eine unsinnige Verletzung nicht so äußern wie ein Kaffernbüffel...aber trotzdem ).

Demzufolge, gegen 18:00 Uhr und irgendwas...warum ist Zeit in Norge bloß so relativ? ...runter zum Hafen – Floater übers Shirt und die Unterbuxe ( scheint ja doch schon wärmer zu sein ? ) ein siebzehnfüßiges Boot klargemacht ( also gar nichts gemacht, war klar ) und raus auf den Fjord.
 


Erst einmal ein paar Runden gedreht, einfach fahren...schauen genießen – abschalten, eins werden mit Wasser, Bergen, Landschaft. Treiben lassen
( sinnbildlich...ich fuhr ja )
 


Irgendwie mag ich schon lange nicht mehr anders zum Fischen raus – sicher mit dem Vorsatz einen Fisch zu erbeuten ( und das meist noch mit Berechnung ) – doch im Vordergrund steht : Fjordlandet wo es am schönsten ist, mit dem Småbåt auf dem Wasser.
 


Nach diesem so kurzen Auftakt eines Sonntagsfeierabends (manche Leute haben sonntags Ideen!) - zum anderem erwähnte ich ja schon, Zeit ist relativ – also war das kurze Fahren relativ kurz...sehr relativ.

Somit kam ich zum zweiten Teil des selbst gewählten Feierabendprogramms – und das sah dann so aus - strömungstechnisch jedenfalls anders wie gedacht:

Wir haben aktuell 11,2 Grad Wassertemperatur, es zog dann ein drei bis vier m/s Wind auf aus Nord, dazu setzte der Tidenstrom aus Nord ein, was es kompliziert machte, da die Driftgeschwindigkeit eher einer Trollinggeschwindigkeit glich - oder noch eher der Geschwindigkeit mit der ich sonst Kanten suche und Unterwasserreliefs - Vermessung betreibe.
 

Und trotzdem...es war nicht möglich eine Drift ohne Fisch zu bleiben.....in Tiefen um 25m bei 50 - 60m unterm Kiel trieben sich Jungseis herum ( die bekamen nen Backs und durften dahin wo sie hingehören - ins Wasserbett - die Erziehung der Seis ist mir zu antiauthoritär - um die Zeit die Kinder noch spielen lassen ! )

Ein wenig rausrutschen, so mit 70 - bis 120m Wasser unterm Kiel - dabei schön über Unterwasserberge und -Schluchten brachte dann erst einmal Seis der Klasse - wenn du mich filetierst, biste heute abend satt....aber Kartoffeln und Soße passt auch noch in den Wanst.

Diese Halbstarken-Bande trieb sich so in 50m rum....war nicht das Ziel, darum wurde ihr typisches "Einschlagen" in die Rute und das " Rumgehopse " im Drill von mir eher mit "ochnee...was willst du den nun?“ abgebrummt.

Zwei durften denn mit - will übrigens jemand wissen, wattes bei mir heute zum Mittag gibt??
 

An der dann folgenden Abbruchkante ins " Tiefennirwana " standen dann die Zielfische Seis und Lyrs der Kategorie " fang mich - und ich lasse dir die Slammer jaulen ".

Ich nenne die Bande ja immer " Kampffische " - allein deren Biss ist ein Genuss - und macht süchtig, wenn erst einmal so 15 bis 20m Schnur haltlos verschwinden - und sich der Einfallwinkel selbiger ins Wasser radikal verändert.


Ebenso ihr Drill.....wenn sicher ist, zieh sie einfach stupide hoch und du verlierst nen guten Fisch ( bei meinem Gerät ist dessen Schaden eher auszuschließen - aber Rute und Rolle einer geringeren Qualitätsklasse könnte bei " Durchdrehen " dieser Biester sicher mal vom Ableben Gebrauch machen).

Nachdem das ganze an zwei Stellen im Gewässer ( das Versetzen war eher dem " Fahrspaß " als der Angelei geschuldet ) sechsmal klappte und die auch an Bord blieben - schließlich erwarte ich Fisch verzehrenden Besuch, der ja auch in meinen florierenden Privateinzelhandel eingebunden ist - kleine leckere Mitbringsel aus bestimmten Regionen, gegen leckere Mitbringsel vom Fjord. nenene....da kriegt niemand was ab...alles was da kommt, landet in meinem Kühlschrank...betteln sinnlos!!
 
Nun jedenfalls wollte ich Feierabend machen, eine rauchen, lümmelnd auf der Heckbank, noch mal das Echo/GPS modifiziert....den Kompromiss gesucht, zwischen Grundverfolgung und Genauigkeit anders zu gestalten und somit Abrisse in dieser Unterwasserbergwelt weiter zurück zu drängen ( ein sinnloses Spiel übrigens - aber ich kann’s nicht lassen, das Optimale noch mal optimieren zu wollen - leider denken dann immer irgendwelche Komiker, sie sind besser wie ich....).

Nebenbei trieb das Schiffchen dann über ne Tiefstelle an die sich eine Terrasse und dann ein kleines Plateau und anschließend eine Schlucht reiht....geht dann auf dem Echo so : 87 - 290 - 150...120 - 70 - 145......anschließend " Nirwana "

Bei hundertundvierzig dachte ich: na komm, letzter Wurf für heute, dann langer Bogen in Fjordmitte und heimjumpen...
 


Also raus mit dem Dingens und ablassen, ablassen, ablassen.....bei der Drift und dem Geläuf, keine Gefahr. bei 150m Leine hab ich dichtgemacht (nach wie vor, die colorierte Schnur ist für mich das non plus ultra um zu wissen, wo ich rumeier da unten ).

Dann mal angefangen zu " präsentieren " dabei die stille Hoffnung...schön die Kanten abzugrasen - sie nicht zu berühren, sondern leicht dahinter im Freiwasser das Eisending jemanden vors Maul zu bringen - der blöde genug ist, dass auch noch für fressbar zu halten....

Bei so 125m Schnur im Wasser tat’s nen Hieb....ein paar kleinere Ruckler......und dann - ging’s rund.......
Vollverneigung der wft baltic-spinn. die schon weit offene Bremse der Slammer weiter auf...rasch.

Da verschwanden dann erst einmal 25m...mehr als 25m.....stopp! jetzt mal ich - also Bremse etwas dichter....aber nur etwas - mal gegendrücken....
Kopfschläge und verneigen der Rute - kein heben möglich.....jedenfalls keine ohne die Sorge...der schlitzt aus.

Abwarten, lass ihn mal wieder machen, er bleibt stur, der erste Gewaltakt ist aber vorbei.

Dann step by step los.....Weitanheben des 2,95m langen Steckens war nicht drin...nur immer halbbogenweise...
und eine Hand an der Bremse ( nein, ich habe keine drei Hände ) weil...ab und an war da jemand nicht einverstanden, sich der Wasseroberfläche zu nähern.

Nebenbei Blick aufs Echo...oh mamamiamadonnagottverfluchtnochmal! - 70 m....das Plateau --- und da sind immer noch 125m draußen...und die zeigen halbsenkrecht, der da unten wird doch jetzt nicht...er wird doch nicht???

Er tut’s nicht, er geht nicht gegen die Wand...er zieht für den Kampf das Freiwasser vor, watt een Glück...braver Bursche...er bleibt fair.

Also weiter im Ringen.....Rutenspitze für Rutenspitze hoch....runter...kurbeln...immer wieder abwarten, dabei nicht in eine seiner Gegenattacken zu geraten, sondern ihn die bei gesenkter Spitze und offner Bremse reiten zu lassen, damit sie schön ins Leere gehen.

Laut Farbe auf der Colorschnur noch fünfzig draußen...da kommt eine dieser Atacken, mächtig...unangekündigt, kein Schlag vorneweg....zum Glück sind wir eh gerade bei "Spitze unten - dein Auftritt" - 25m Schnur verschwinden.....ich sehe "rot abfleuchen und blau" über 75m wieder raus...der Sauhund...was ein Kämpfer.

Also noch mal...weiter im Text...nebenbei ein Rundblick....ne Fjordwand weit wech, die Strömung ist mit mir...in Strömungsrichtung alles frei...wir haben Zeit, viel Zeit...es bleibt auch lange helle.

Endlich...meine Schnur wird gelb...25m noch....die Attaken werden schwächer....aber dem Kumpel trau ich nicht. und das zu recht - da kommt die wohl letzte, sie ist behäbiger.....lässt sich austarieren...leichtes Gegenbremsen beendet sie.
Also Spannung und trotzdem Konzentration...was bis du, bei allen Teufeln ??

Und dann erscheint die Seite eines grünlichmarmorierten Fisches ( quatsch--- kein Karpfen, wenn auch die erste Färbung und selbst die Form dahin geht )''

Lyr, ein Lyr....jo, ein klasse Lyr....ein Kampflyr, ein Fightinglyr, einer dieser einsamen Patroulliengänger.

Gar nicht so groß...80cm zeigt das eingeklebte Maß an der Bordwand...aber hochrückig......jeder Zentimeter Fisch reine Muskelmasse.

Schwer für seine Grosse....und sein Fleisch ..fest, da gibt nirgends was nach.

Ich betrachte ihn da vorne in der Wanne - eine rauchend und mir eins grinsend.....ihm anerkennend in die toten Augen schauend - Junge, du warst nicht der gesuchte Zielfisch - Metersei zum Kampf...aber du hast ihn eins zu eins ersetzt. und besser schmeckst du allemal ( Vorsicht, dass war subjektiv )

Respektvoll neige ich den Kopf vor ihm... Junge was musst du für ein Leben geführt haben, bevor du Sonntagabend besoffen dich auf ein Stückerl Eisen stürztest.....frei und ungehemmt in diesem Dschungel da unten, dich langsam hoch gefressen und geschwommen zu so einem Kraftklotz - oder gibbet da bei euch im Keller Muckibuden ??

Ab geht’s...ein Blick über dieses, über mein Fjordnorwegen....über das schönste Stück Welt , dass Gott je schuf.

Mein Hafen ist verschwunden - liegt irgendwo unter diesem gleißendem Gegenlicht der tief stehenden Spätabendsonne da...

Also erst einmal mehrfach lange Blicke über die Wasserwelt....nein - ich bin alleine, da hinten verschwindet der letzte Cabincruiser, weit von unten kommt ein Frachter auf....aller Platz ist mir.

Also...kleiner Bogen.....den Fjord anschnippeln...Richtung nördlich eines vermuteten Zieles.....und in netten Winkel zu den kleinen Wellchen......und ab.

Nochmals genießen – nochmals fahren durch diese Landschaft – meinen Heimvorteil dabei ausspielend und Landschaft, Boot, Mensch und Natur eins werden lassen

Und mit großer Hecksee verschwindet das ganze als Boot Gischt sprühend in der gleißenden und flimmernden Reflektion der 21:45 Uhr hellen Sonne in Fjordland.

Zurück bleibt eine wunderschöne Natur, eine himmlische Wasserfläche und ein Fjord, der um einen großen Kämpfer ärmer ist – Odin verzeih!

und nun Fakten und Zahlen :

Gedanken zum angeln – oder was man daraus machen kann.

Ich habe drei Tage zu jeweils drei Stunden " gefischt " , bei zwei dieser Touren hatte ich Gäste zum "Anlernen" an Bord.....also eher kein bewusstes Angeln bei mir.

Das Ziel war bei mir, dem Sinn "mit leichtem Zeug auf schwere Jungs" zu frönen, also stärkere Seis und Lyrs mit Spinngerät war anvisiert ( wobei durch die Verhältnisse hier dann leicht Zocker zwischen 75g bis 125g beinhalten - muss ).

Bei allen drei Angeleien hatte ich genau eine Rute, ein Vorfach und sieben Zockerpilker mit - dazu sicherheitshalber einen Karabiner inklusive no-knoth in der rechten Hosentasche.

Mein Filetiermesser, das ganze in meiner eigenen Fischkiste (ner echten weißen, nach drei Jahren immer noch!), Handtuch, Eimer mit Stahlbürste und ne Cola....fertig!

Diese Ausrüstung fürs „leichte Fischen“ ist in fünf Minuten zusammengekramt, wiegt maximal 5kg und nimmt null Platz im Boot weg, die Pilker hängen eh an den dafür vorgesehenen Softhalterungen an der Reeling.

Ich bin im Unterwassergebirge siebenmal hängen geblieben...und habe alle beschriebenen Ausrüstungsgegenstände wieder im Hafen hängend.

Ich habe bei diesen Touren gesamt 14 Fische gefangen.

Die ersten fünf ergaben eine Filetmenge von 5,74 kg, das von gestern konnte ich nur schätzen...ich denke um die acht Kilogramm.

Ergo...so satte dreizehn Kilo in sagen wir: 7h angeln ( und die sieben ist hoch gegriffen)

Kerls - was macht ihr auf dem Wasser ???!!!
 
 
 
Euer Fjordsven
 

 


 

 

 

Hyllestad 1997 – Norwegenvirus gefangen

Es war einmal.

Nachdem ich mehrmals in Dänemark und einmal in den Niederlanden im Urlaub war und vom Service der Touristinformationen bzw. Hüttenvermittlungen, im Besonderen in Dänemark, „angenehm“(!) überrascht wurde:
überschwemmte Duschkabinen mit verstopftem Ablauf,
ein defektes Boot ohne jegliche Bemühungen zur Reparatur oder zum Ersatz und kilometerlang knietiefes Wasser,
ein extra vermitteltes Boot neben der Hütte, aber zwischen der Hütte und dem Wasser 30 Meter Steilhang und die nächste Slipstelle kilometerweit entfernt, aber keine Anhängekupplung
angeltechnisch also voll auf die „Sch....e“ gefallen, die Freundlichkeit und unkomplizierte Lebensart der Skandinavienbewohner jedoch kennen gelernt hatte, sollte es im Jahr 1997 vom 9. bis 23. August nach Norwegen gehen.

Bei Recherchen im Internet war mir die, damals noch in Norwegen existierende, große Hüttenvermittlung „Fjordhytter“ aufgefallen. Also her mit dem Katalog. Über 250 Seiten; Hütten über Hütten; Wohin nun ?? Nach langer Suche war ein passendes Haus am äußeren Sogne in Hyllestad gefunden. Da ich einen gewissen Komfort nicht vermissen wollte, hatte ich das Haus bewusst etwas größer ausgewählt; sechs Personen, obwohl ich nur mit meinen „alten Herrschaften“ unterwegs war. Da ich mit der Buchung recht früh dran war, gab es keinerlei Probleme. Laut Katalog, sollte der Hauseigentümer neben norwegisch auch englisch und deutsch sprechen. Wichtig für mich, da auf Grund meiner „Vorbildung“ als Ossi, alles außer deutsch im wahrsten Sinne ein Fremdwort war. Auch die Fähre von Hirtshals nach
Kristiansand und die Rückfahrt wurde gleich mit gebucht. Bei 1500 km einfache Strecke brauchte ich natürlich noch Zwischenübernachtungen, also wieder ins Internet und die Informationsbroschüren des Norwegischen Fremdenverkehrsbüros studieren. Schließlich hatte ich für die Hinfahrt in Røldal ein geeignetes kleines Hotel gefunden. Rückwärts sollte die Übernachtung ab 22:00 Uhr bei Hirtshals erfolgen. Es könnte also los gehen ?!?

Halt! Da war doch noch was!!!
Ich wollte ja auch ein paar Fische fangen. Meine Ausrüstung bestand aus „hervorragenden“ Ruten und Rollen (Plaste) aus Produktion der DDR und Tschechien’s. Alles ausgelegt für die Zeit, in der ich noch aktiv im Süßwasser gefischt hatte. Also her mit dem ultimativen Meeresgerät.
„Den Anbieter“, dessen Konkursmasse jetzt von Gerlinger mit verkauft wird, hatte ich schnell gefunden. Her mit den Teleskop(wegen der notwendigen Transporteinschränkungen) -ruten in knapp vier Meter Länge und den Pilkern, Marke Kindersarg. Schließlich hatte ich gesehen, dass es in „meinem“ Angelrevier bis 160 Meter tief sein sollte. Ich wollte ja auch am Grund angeln. Meine Rollen hatten mehr als 10 Jahre Angeln bereits überstanden, also würden sie auch diesen Test gut überstehen. Ich war zumindest so schlau, dass ich mir ein paar Meter geflochtene Schnur besorgt habe.
Die Fischtransportfrage war auch leicht zu klären. Eine elektrische Kühlbox gab es im Handel und eine Zigarettenanzünderdose hatte ich im Auto selbstverständlich frei.
Alles klar; jetzt geht es los.

Die Hinfahrt verlief bis Hirtshals problemlos. Zu der Zeit musste man an der dänischen Grenze noch den Ausweis vorzeigen. Nachdem ich um 15:00 Uhr von der „Silvia Ana“ runter war und den
Zoll problemlos passiert hatte, ging es durch’s Setesdal Richtung Hardanger. Irgendwann merkte ich, dass mir ein Geräusch im Auto fehlte. Nach längerem Suchen war klar, es war der Lüfter der Kühlbox. Das Kühlteil war hin. Die mitgeführten Getränke waren mittlerweile auf Umgebungstemperatur von über 20 Grad. Also Stecker raus und gut. Weiter ging es. Nach der Übernachtung in Røldal habe ich mir vorgenommen, hier nie wieder. Die Chefin des Hauses (schon etwas älter) verstand jedes Wort in deutsch, sprach jedoch offensichtlich aus Prinzip nur „norenglisch Slang“ und mischte einige Worte hinein, welche ich wegen der Etikette hier nicht wiedergeben möchte. Am nächsten Morgen kam es Dicke. Das Wetter war umgeschlagen, es goss wie aus Gießkannen. Also ab über den Berg und auf der anderen Seite Richtung Odda – Kinsarvik. Zwischen Odda und Kinsarvik nutzte ich eine kleine Regenpause für eine Rast. Links und rechts neben mir standen Tische mit Schirmen, unter denen Körbe mit Kirschen u. a. leckeren Früchtchen warteten, daneben Holzkästchen bzw. Einmachgläser mit Geldstücken. Dahinter mit Netzen abgedeckte Obstplantagen. Es war warm, fast schwül. Über den Fjord hinweg konnte ich in relativ geringer Entfernung einen Gletscher entdecken, den Folgefonna. Was für ein Anblick.

Da war er, der Norwegenvirus. Das wusste ich aber damals noch nicht.


Ab zur Fähre und weiter über Utne – Kvanndal zum Mautring Bergen und dann auf der E 39 an den Sogne. Dank der relativ guten Wegebeschreibung hatte ich Hyllestad schnell gefunden. Hier musste es irgendwo nach links in eine Seitenstraße gehen. Auch diese war schließlich erreicht. Nach dem Durchfahren mehrerer Tore (welche ich ordnungsgemäß wieder geschlossen habe – soviel wusste ich), dann auf der linken Seite am Fjord eine Blechhütte. Meine „alte Dame“ bekam fast einen hysterischen Anfall, da sie ein halbverfallenes Bootshaus für die Hütte gehalten hatte. Es war 3 Minuten vor 15:00 Uhr. Um 15:00 Uhr war ich brieflich angemeldet. Die Hütte sah wirklich gut aus. Direkt am Fjord und offensichtlich im Umbau. Im Katalog war noch nicht vermerkt, dass das Haus ab dem darauffolgenden Jahr für 8 Personen „aufgestockt“ war. Dann kam der „Chef“, Bjarne hatte uns gesehen. Was ich nicht wusste, ich war 200 Meter vorher an seinem Haus vorbeigefahren und auf diese Weise bereits avisiert. Es erfolgte eine kurze Einweisung in einem Gemisch aus norwegisch und englisch. Deutsch - Fehlanzeige. Machte aber gar nichts. Wo es anders nicht weiter ging, halfen die Hände und die Füße. Irgendwie verstand man sich. Auch bei kleineren späteren Problemchen, wie einer kurzen Unterbrechung der Warmwasserzufuhr. Der mitgebrachte Hochprozentige hat ihm auch geschmeckt.

Der Regen hörte auf, während wir das Auto leer räumten und das Haus bezogen.
Petrus hatte beschlossen, dass es Sommer werden sollte. Ab diesem Zeitpunkt kein Regen mehr und bis zu 26 Grad im Schatten. Petrus hatte seinen Willen durchgesetzt. Es war Sommer.

Am nächsten Morgen wurde die Angelausrüstung fertig gemacht und ins Boot geräumt. 14
Fuß und 4 PS, das war doch was !!
Nach zwei Stunden hatte ich Schweißperlen auf der Stirn, dicke Oberarme und einige Meter (!) weniger monofile (Süßwasser-) Schnur. Also zurück zur Hütte und neu bespulen. Für zwei Rollen reichte die Geflochtene. Auf der Dritten blieben 50 Meter Monofil.

Dann erst mal Einkaufen. In der Kaufhalle ging das Suchen los. Ich fand den Würfelzucker nicht. Irgendwann muss ich dann sehr hilflos ausgesehen haben. Ich wurde von einem weiblichen Wesen, ca. 16 – 17 Jahre und mit einem Kittel bekleidet, angesprochen. Leider gelang eine Verständigung auch dieses Mal nur mit Händen und Füßen. Auf diese Art und Weise machte sie mir deutlich klar, dass ich mich zwischen den Regalen nicht von der Stelle rühren sollte. Kurze Zeit später war sie wieder da. Sie hatte aus dem Büro ein Wörterbuch geholt !!!!!! Deutsch – Norwegisch / Norwegisch – Deutsch. Nun war sukkerbitter schnell gefunden. Sie rief „etwas“ quer durch den ganzen Laden (wie ich mir irgendwann viel später zusammenreimte, fragte sie ihren Vater und Chef des Ladens, nach dem entsprechenden Regal) und „zerrte“ mich dann hinterher, um mich genau richtig abzustellen. Könnte ich mir das auch in Deutschland vorstellen ??? Ich glaube es bis heute nicht.

Ist das ein Teil des Virus?

Die Gegend war herrlich. Fische waren auch da. Also zwischendurch auch mal etwas von dem herrlichen Land sehen. Bis zum Jostedalsbreen und nach Lærdal ins Lachsmuseum ging es. Auf dem Heimweg unterwegs noch ein „Heimatmuseum“ besichtigen, kein Problem. Neben einer Ausstellung zu alten Trachten, Handwerk u. a. waren auch aus dem gesamten Fylke eingesammelte uralte Häuser zu besichtigen. Selbstverständlich wollte ich diese auch von innen sehen, als mich das nette Mädel an der Kasse, auf deutsch, danach fragte. Eli Aase nahm den großen Schlüsselbund mit den riesigen Schlüsseln. Es ging los. Da wo deutsch und englisch bei Eli nicht mehr ging, kam norwegisch und schließlich die Hände und Füße hinzu, um mir alle meine Fragen zu beantworten. Nach Ende des Rundgangs bei der Verabschiedung entschuldigte sie sich mit den Worten, es tut mir leid, dass ich so schlecht deutsch spreche, die Kollegin, die es gut kann, hat heute frei.

Wieder ein Stück Virus?

Irgendwann habe ich mich dann auch noch nach Holmedal aufgemacht. Ich hatte ja noch den Artikel aus einer bekannten deutschen Anglerzeitschrift in der Tasche, in welchem erwähnt wurde, dass man dort in der Messerfabrik „Helle“ sehr gute Messer im Fabrikverkauf preisgünstig erwerben kann. Dort angekommen und die Auslagen besichtigt, war ich sprachlos. Nachdem ich in deutsch begrüßt wurde und mir einige Messer ausgesucht hatte, erwähnte ich nebenbei den Artikel. Dies rief sofort den Verkaufsmanager auf den Plan, welcher mich ausdrücklich nach dem Artikel befragte. Ich habe ihm dann das Original in die Hand gedrückt. Die Freude war ihm anzusehen.

Langsam rückte das Datum der Abreise näher. Wie kriege ich nur die Fische nach Hause. Ich hatte sie lediglich ausgenommen, die Köpfe entfernt und dann eingefroren. Ich habe dann die letzten drei Tage meine Kühlbox mit Eis runtergekühlt, meine Fische in Haushaltsfolie und Zeitungspapier gewickelt und alles so gut es ging in die Box gequetscht.

In jedem Abschied liegt ein Stückchen Sterben.

Beim Packen wurde es dunkler. Petrus hatte den Sommer abgestellt. Ich bin die ganze Strecke bis
Kristiansand im Regen gefahren. Dann auf die Fähre. Es war die „Christian IV“. Als ich dann gegen Mitternacht und nicht wie von mir angenommen gegen 22:00 Uhr ins Hotel kam, lag der Schlüssel auf dem Tresen. Daneben ein Zettel „Für Familie..“. Die weitere Heimfahrt verlief problemlos und der Fisch war sogar noch gefroren.

Der Virus hat mich nicht mehr losgelassen. Ich suche weiter nach der Infektionsquelle. Zwischenzeitlich war ich bis einschließlich Herbst vorigen Jahres (2005)15 mal in Norwegen. Gefunden habe ich ihn jedoch nicht. Vielleicht klappt es dieses Mal – ab 24.05.06 in Valen am Høylandsundet. Wenn nicht auch gut. Dann habe ich Grund zum Weitersuchen.

 

Ich habe die Infektionsquelle bis heute nicht gefunden und suche immer noch.


Euer Nisse

 


 

 

 

Mein Fjordnorwegen

- eine Liebeserklärung an meine zweite Heimat

 
 
 
Dieses traumhafte Stückchen Erde hat mich vor vielen Jahren in seinen Bann gezogen. Ob es nun die krassen Unterschiede der Natur sind- karger Fels an den Küsten, wo das Meer mit seiner ganzen Kraft auf das Land aufschlägt
 
 
 
oder aber auch das ganze Gegenteil, wie z.B. der Hardangerfjord- wo alles grünt und blüht.
 
 
 
 
 
Ewiges Eis auf dem Folgefonn- eine halbe Stunde später dann baden im Fjord.
 
 
 
 
 
Wasserfälle-
 
Naturschauspiele die es zu erleben und bestaunen gibt sind so zahlreich vorhanden, dass man sich nur schwer entscheiden kann, welcher nun der Favorit sein soll.
 
z.B. der Langfossen
 
 
 
der Furebergfossen
 
 
 
 
der Låtefossen
 
 
 
 
 
 
Alte Städte-
 
mit sehr viel Geschichte. Ob es sich nun um Bergen, Skudeneshavn oder auch nur kleine Ortschaften oder Bunkerstationen handelt- teilweise auch als Unesco Weltkulturerbe ausgezeichnet. An so vielen Orten kann man sich in die Zeit zurück versetzen und einen Überblick an das Leben von damals gewinnen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Angeln-
 
 
 
So abwechslungsreich wie die Landschaft. Ob nun im Fjord oder an den Küsten am offenen Meer. Man braucht nicht lang, um sich ein leckeres Abendbrot zu fangen.
 
 
 
 
 
 
 
Mit einem Boot sind viel versprechende Stellen schnell erreicht.
 
 
 
 
 
Sunde, Straumen und Schären-
 
bieten nicht nur einen traumhaften Blick. In so manchen Straumen und Sunden wurde schon so manches Prachtexemplar gefangen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Lichtspiele der besonderen Art
 
 
Sonnenaufgänge
 
 
 
 
 
und Sonnenuntergänge dieser Art
 
 
 
bringen ein wohliges Gefühl. Wobei es dann schon sehr spät ist.
 

 
 
Inseln und Inselchen
 
 
gibt es so viele.
 
Traumhaft! Wunderschöne Häuser in die Natur integriert, liefern einen Anblick der Extra- Klasse.
 
 
 
 
 
 
 
Sehenswürdigkeiten
 
 
um diese zu besichtigen- ist keine weite Anfahrt nötig.
 
So z.B. die Baronie in Rosendal am Hardangerfjord.
 
Von hohen Bergen umgeben- wo auch heute noch in Gewächshäusern und auf Feldern Gemüse angebaut wird. Inmitten eines großen Rosengartens liegt dieses Kleinod zu Füßen hoher Berge- an dem wie könnte es anders sein ein Wasserfall den Weg ins Tal findet.
 
 
 
 
 
 
 
Tja- es gibt so vieles was ich daran liebe- was soll ich weiter dazu sagen, ausser:
 
 
Jeg elsker dette Landet!
 
Euer Frank auf Bømlo
 

 


 

 

Ein Nachmittag in Fitjar  

Eine Nachmittagsepisode, die das Leben schreibt:

Da mache ich heute früher Feierabend, da ich tief in der Nacht nach Flesland darf und denke mir, fährst'e noch rasch was einkaufen und das Leergut mal verpengern.

So halte ich vorm Spar bei mir in Fitjar, haste durch den beginnenden Sturzregen in selbigen und begebe mich der Dinge lustig zum Leergutautomat - im Koppe eine Einkaufsliste erstellend ( jede Hausfrau würde mich lynchen ).

Da beides ein Umherschauen erlaubt, wandert mein Blick zur Eingangstür, die sich justament öffnet und drei Krieger ins Portal spuckt.

Sie tragen gefleckte Uniformteile mit dem Hoheitswappen god old Germanys am durchnässten Körper, sind laut wie eine Panzerdivision und unorientiert wie eine Phantom ohne Radar.

Nun ja, früher hätte mich die Uniform-Maskerade mal genervt, heute grins ich mir eins und seh‘ es so: ich bin ja auch noch in Arbeitskluft und für sie ist es eben auch eine Art Arbeitskluft im Urlaub - also bitte - ein jeder werde glücklich nach seiner Fasson ( das war glaube ich auch ein urdeutsches Zitat ).

Also betrachte ich die drei eher lächelnd und denke noch bei mir, da habt ihr aber Elend mit dem Wetter - da kannste maximal, in der Fitjarbucht rumdümpeln...und selbst das nur mit gutem Boot.

Nun, meine drei Helden stolzieren so durch den Spar, leider waren sie selbst gegen meinen Willen nun ständig lokalisierbar...wegen immer noch Panzerdivisionslautstärke und da ich.....in dem Moment leider....auch noch jedes Wort glasklar verstand - sprachlich gesehen ( den Dialekt behalte ich mal für mich ).

Fast jede Warengruppe wurde angefahren - die Preisschilder bewertet und alles als zu teuer, sehr teuer und wirklich außerordentlich teuer bewertet - auch hier verkneif ich mir mal den O - Ton.

Insbesondere die Getränkeabteilung und hier das Øl-Lager hatten es ihnen dann angetan....., mit entsprechendem ( für alle Kunden nachvollziehbaren ) Unmut.

Die drei wackeren kriegerischen Preisvergleicher schafften einen selten Umstand - sich umsehende Norweger und hochgezogene Brauen sowie hier und da ein sanftes Kopfschütteln...für doch eher zurückhaltende nordische Emotionen in der Öffentlichkeit fast Tour de France Feeling...nur negativ.

Meine gute Laune war mittlerweile auch im Eimer und irgendwie hatte ich den Gedanken "dieser Boden hier muss doch aufgehen...um das zu beenden ?" - der Boden wollte das aber auch nicht.

So durfte ich und andere Kunden, diese Warenprüfung bis zum Ende erfahren...inklusive einer Bewertung des Tabak, Sigaretter und anderer Kleinwaren Automaten - das Dingens hat die nächsten Tage sicher nen Wutanfall nach dem anderen, was der sich alles anhören musste....

Am Ende gingen meine drei Wackeren an die Kasse - und der Deibel will‘s, ich bin auch grad fertig und stehe hinter ihnen in der Schlange.

An der Kasse dann....nun dachte ich wird’s heftig, ein mir persönlich mittlerweile gut bekannter junger Mitarbeiter des Spar, hilfsbereit und freundlich...nach meinem Wissen, drei vier Brocken deutsch verstehend und sprechend.

Der Kriegerclan zeigte dann seine Bereitwilligkeit diese überteuerten Waren zu erwerben ( nach wie vor formuliere ich hier um ) allerdings in Euros.

Natürlicherweise lehnte das der Kassierer ab.....wie auch,  glaube nicht, dass seine Supermarktkasse den aktuellen Wechselkurs intus hat.

Also bestand er, sich vorsichtig englisch versuchend verständig zu machen, auf norske Krone oder aber eine Creditkort oder so.

Ich verstand seinen englischen Wortschatz und auch seinen Satzbau... Meine drei Pappenheimer scheinbar nicht.

Der Blick des Kassierers ging nun hilfesuchend zu mir, da er weiß - ich verstand zumindest die Sprache der Drei... wenn zum glücke auch derzeit die einzige Gemeinsamkeit, wie ich fand.

Tja...und da - da schüttelte ich verneinend und dafür entschuldigend gleichzeitig den Kopf.... irgendwie wollte ich in diesem Moment gerade diese Sprache nicht mehr verstehen.

Zwar kriegte mein Kassierer noch größere Augen - aber irgendwie auch ein verstehendes Nicken hin...zu mir.

Und quälte sich also noch ne Weile mit den drei Kriegern, bis alles über die Bühne.....mehr schlecht als recht mit Händen.

Naja...die Burschen packten ein, dabei nun auch die Service- und Urlauberfreundlichkeit des Sparmarktes Fitjar beurteilend.....nach wie vor...in Panzerdivisionslautsstaerke.

Und da....da tat sich irgendwas vor meinen Verstand schieben und mir entfleuchte doch ( in bestem norddeutschen Akzent ): "armes Billigland Deutschland...das keine Kinderstuben mehr hat und nur Analphabeten "

Ich hoffe alle Freunde in Deutschland - meine geliebte Boddenheimat und der Dom von Kölle verzeihen mir dies........aber mir brannte die Sicherung schlicht weg.

Aber das Gute an diesen kurzen, völlig danebengegriffenen Worten ...... meine drei Helden waren schlagartig still - sahen mich an, wie einen Troll und gaben Fersengeld wie die Türken ehedem vor Wien.....

Nach dem Bezahlen meiner drei Waren, fühlte ich mich irgendwie genötigt, dem Kassierer ein "beklager" zuzuwerfen......er durfte wählen, für meine verweigerte Dolmetscherhilfe oder das, was da abging...stellvertretend.

Und trotzdem bin ich bei weitem nicht so sauer wie ich das bei solchen Dingen vielleicht früher mal gewesen wäre...ich weiss nämlich eines: wir haben da heute in Fitjar eine ganz, ganz kleine und zum glücke aussterbende Abordnung Menschen getroffen.

Wie gesagt....die Uniformaffinität hätte keinem Menschen was entlockt, außer vielleicht ein Schmunzeln....

In dem Sinne...einen weiterhin beschaulichen Nachmittag - ich hole dann nachher norwegisch sprechenden, deutsche kleine Leckereien mitbringenden, freundlich erwarteten und netten Besuch aus Deutschland ab.
Gruß Fjordsven