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Mit Seekarte und GPS

Bewertung:  / 7
SchwachSuper 

 

Das folgende Kapitel ist mit Sicherheit etwas trocken, aber es ist für das Grundverständnis der Gesamtproblematik absolut unerlässlich. Ich habe es darum an den Anfang gestellt, wo der geneigte Leser hoffentlich noch fit und aufnahmefähig genug ist.

 

 

Jede Karte ist eigentlich der Versuch der zweidimensionalen Darstellung unserer dreidimensionalen Umwelt. Das dies nicht ohne weiteres funktioniert ist wahrscheinlich jedem klar. Wenn nicht, versucht doch einfach mal ein Blatt Papier um eine Kugel zu „wickeln“. Ohne Falten, Knicke und Überlappungen wird es nicht gehen.

 

 

 

Was bleibt ist also das praktische und technische Problem der Umsetzung unserer dreidimensionalen Umgebung in die Zweidimensionalität einer Karte. Der Vergleich - er stammt nicht von mir - mit der Schale einer Orange, die sich nicht so ohne weiteres auf dem Tisch zweidimensional flach ausbreiten lässt, erklärt das Problem in meinen Augen sehr anschaulich.

 

 

 

Man spricht, bei der Umsetzung der Wirklichkeit in die Karte, von der so genannten Projektion. Bei dieser Projektion kommt es natürlich zu Einbußen in der Realitätstreue. Idealerweise sollte eine Karte längen-, flächen- und winkeltreu sein. Die einzige „Karte“, die das alles annähernd gleichzeitig erfüllt ist ein Globus, aber der ist ja nun auch wieder eine dreidimensionale Karte und im Boot hilft der uns auch kein Stück weiter – von einem tauglichen Maßstab mal ganz abgesehen.

 

 

 

So dient z.B. die so genannte Mercator – Projektion den meisten Seekarten wegen ihrer Winkeltreue als Grundlage. Ein großer Nachteil der Mercator – Projektion ist dafür aber die gravierende Größenverzerrung zu den Polen hin.

 

 

 

 

 Mercator-Projektion (Quelle: www.aquarius.geomar.de)

 

Entstehung einer Mercator-Karte (Quelle: www.kowoma.de)

 

 

 

Ich möchte hier jetzt nicht weiter auf die verschiedenen Projektionsarten eingehen, das ist wirklich ein Kapitel für sich - siehe dazu bitte: www.kowoma.de

 

Für den Hersteller und den Nutzer einer Karte bedeutet das aber, sich entscheiden zu müssen, wofür die Karte später gebraucht wird und welche Informationen dann wirklich wichtig, oder aber auch vernachlässigbar sind.

 

Um die Erde bestmöglich zweidimensional auf das Papier zu bringen, musste sie natürlich vorher so genau wie möglich vermessen und erfasst werden. Nur so konnte sicher gestellt werden, das eine zehn Kilometer lange Straße auch in der Karte zehn Kilometer lang ist – selbstverständlich im entsprechenden Maßstab (siehe Kapitel 3) dargestellt. Diese Aufgabe übernahmen die Landesvermesser und Kartographen und hier begann „unser Problem“ seinen Lauf zu nehmen!

 

Die Wissenschaftler von damals wussten schon, dass die Erde eine Kugel und das diese Kugel leider nicht so perfekt ist, wie uns z.B. ein Globus glauben macht.

 

 

 

 

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