Norwegen Angelfreunde

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Mit Seekarte und GPS

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Auch wenn es etwas umständlich ist, so lange noch nicht alle Karten auf das WGS-84 umgestellt sind, werden wir bei Benutzung eines GPS und einer nicht WGS-84 basierten Karte mit den hier beschriebenen Problemen zu tun haben.

 

Um es noch einmal klar herauszustellen:

 

Legt man z.B. zwei Karten gleichen Maßstabs und des gleichen Gebietes, eine mit dem Kartendatum ED-50 und eine mit dem Kartendatum WGS-84 nebeneinander und sucht sich z.B. eine Insel im Fjord heraus dann wird sie sich auf beiden Karten an der gleichen Position – rein oberflächlich betrachtet – befinden.

 

Macht man sich nun aber die Mühe und bestimmt auf beiden Kartenblättern nacheinander die Koordinaten (die Position) der Insel, dann wird man feststellen das die Koordinaten verschieden sind. Dieser Unterschied liegt zwar meist nur im Sekundenbereich, ist also nicht wirklich dramatisch. Aber es können je nach Gebiet und Kartendatum immerhin bis zu mehreren hundert Metern Unterschied zwischen den Positionsangaben liegen.

 

Entschuldigung, dass dieser Teil nun doch so lang geworden ist! Aber ich wusste nicht wirklich, was ich hätte weglassen können, ohne den Zusammenhang zu zerreißen und damit dann sofort wieder Verständnisprobleme und neue Fragen aufzuwerfen.

 

Also, erstmal kurz Luft holen und dann schauen wir uns mal eine typische Situation in Norwegen an, die der ein oder andere so ähnlich vielleicht schon erlebt hat.

 

Lasst uns an einem Beispiel mal untersuchen was die ganze, oben beschriebene, Theorie und die ganzen trockenen Grundlagen für Konsequenzen auf dem Wasser haben können, wenn man sie nicht beachtet.

 

Was bedeutet das nun in der Praxis?

 

Ein Angler sucht sich aus einer Seekarte ein Plateau heraus, bei 65m Tiefe. Er achtet nicht auf das Kartendatum seiner Seekarte -Norsk Gradnett- denn davon hat er noch nie etwas gehört. Wie er es gelernt hat, ermittelt er die Koordinate (siehe Kapitel 2) des Plateaus und schreibt sie sich auf. Anschließend gibt er die gerade ermittelte Koordinate in sein GPS ein (siehe Kapitel 4) nennt sie „Plateau 65m“ und versieht sie noch zusätzlich mit einem Fischsymbol. Der Punkt den er eine Stunde später anfahren möchte wird ihm nun auf dem Display seines GPS angezeigt. Er überprüft noch einige Einstellungen und Anzeigen, übersieht aber – weil er die Bedeutung nicht kennt – das im Menü „Kartendatum“ seines GPS-Gerätes WGS-84 eingestellt ist.

 

Nachdem er seinen beiden Angelkollegen von seiner Idee erzählt hatte und sie zustimmten mal ihr Glück an dieser Stelle zu probieren, ging es sofort los.

 

Zuversichtlich wurde das Echolot vorbereitet, das GPS so eingestellt das es die Besatzung zum „Plateau 65“ führt und die Fahrt begann. Nach einiger Zeit meldete das GPS die Annäherung an den Zielpunkt und bei einer Entfernung von nur noch 100m wurde das Tempo gedrosselt, ein Blick auf das Echolot geworfen und darauf gewartet das sich die angezeigte Tiefe von momentan etwa 200m schnell auf nur noch 65m reduzieren würde. Die Richtung wurde beibehalten, der GPS-Besitzer sah auf dem Display wie der gesuchte Punkt erreicht wurde und . . mmhhh . . man sich langsam wieder davon entfernte.

 

Das Echolot zeigte zwar eine Änderung der Tiefe an, aber leider nicht in die erwartete Richtung. Mittlerweile konnte man schon 250m Tiefe ablesen. Etwas ratlos schaute man sich an, versuchte noch einmal das Plateau mit Hilfe des GPS und des Echolotes zu finden, aber Fehlanzeige. Das 65m Plateau wurde nicht gefunden.

 

 

 

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