Ein Mofafahrer in Norwegen

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Hallo,
lang ist´s her, dass ich mich gemeldet habe bei euch. Aber heute schreib ich euch endlich den Bericht über meine Norwegen-Tour 2007.
Angefangen hat die Reise wie immer mit dem Flug. Am 29. Juli gings von Nürnberg los, mit einer Zwischenstation in Kopenhagen und weiter nach Trondheim. Dort holten mein Opa und meine Oma, die zu dieser Zeit schon 4 Wochen in Norwegen waren, mich ab. Die Fahrt zur Insel Hitra verlief reibungslos, und so konnten wir noch am Abend Angeln gehen, wie auch den Rest des Urlaubs vom Ufer aus.

An diesem Abend fingen Ichunter der Krabsundbrua im Osten der Insel einen kleinen, aber schön gefärbten Tang-Dorsch, ein paar Seelachse und Makrelen. Mein Opa konnte einen schönen Pollack mit 2 Kilogramm vorzeigen.

Der nächste Tag brachte 2 mittlere Dorsche und die üblichen Seelachse und Makrelen mit sich, wobei ich einen Dorsch auf Fetzen an der Pose fing, den Rest auf kleine Pilker um die 50 Gramm. Das Wetter war regnerisch und es hatte um die 15 Grad, nicht gerade angenehm, aber es ging.

Am 31. Juli gingen die Makrelen, dafür kamen die Pollacks. Mit 2, 25kg und 1,75kg zwar nicht die größten, aber das war ja schon einmal ein Anfang. Die großen konnten kommen!

Aber sie kamen noch nicht. Der 1. August hielt leider nur 2 Dorsche um die 45cm für mich bereit. Das machte aber nichts, der nächste Tag hielt Entschädigung genug für mich bereit.

Und zwar eine schöne, in Form eines Dorsches mit 70cm und 3,25 Kilogramm bei der Mastadsvabrua der auf einen neonfarbenen 50-Gramm-Pilker biss. Ein freundlicher Schwede half mir beim Landen des Fisches. Leider hatte er in seinem Urlaub nicht so viel Glück wie Ich. Hinzu gesellten sich noch ein kleiner Dorsch und ein Baby-Pollack sowie die üblichen Seelachse.

Am 3. August fing ich gleich noch so einen schönen Fisch, einen Pollack von 75cm und 3,5 Kg. Beim Ausnehmen kam ein Seelachs von ca. 30 Zentimetern zum Vorschein. Gierschlund!

Das lang ersehnte schöne Wetter kam dann am 4. August nach einem verregnetem Vormittag. Die Freude darüber wurde noch durch einen schönen Dorsch mit 64 Zentimetern und 2 Kilogramm verstärkt.

Nach einem Tag Fangpause fuhren wir dann am 5 August in den Westen Hitras nach Melandsjö. Dort konnte ich meine lang gehegten Naturköder-Pläne verwirklichen und fing mit Schrimps am Paternoster vom Bootssteg aus 2 kleine Heilbutts(ich denke zumindest dass es welche waren) und einen 1,5kg-Dorsch. Das Wetter war mit 30 Grad und fast wolkenlosem Himmel traumhaft.

Das Wetter änderte sich von einem Tag auf den anderen schlagartig und es zog ein frischer Wind auf, der viele Wolken mit sich brachte. Den Fischen gefiel das Wetter, sie bissen schlag auf Schlag. Bis Mittag hatte ich 4 kleine Heilbutts und mehrere Dorsche auf meinem Konto. Nach diesem schönem Vormittag, bei dem ich leider auch eine Rute opfern musste, fuhren wir weiter nach Kvaenvaer. Mit dem Tag wurde das Wetter immer schlechter, meine Fänge auch. Doch während ich nurnoch haufenweise kleine aber farbenfrohe Lippfische fing, bekam mein Großvater einen kleinen Leng und einen schönen Dorsch an die Angel (jedoch auch wie ich viele Lippfische)

Nach einer stürmischen Nacht im Wohnmobil gingen wir am Morgen noch einmal zum Angeln. Dabei konnte ich noch einen schön gefärbten Knurrhan fangen, der auf einen silbernen 50-Gramm-Pilker biss.
Da wir immer schlechter fingen, wollten wir wieder zu unserem alten Stellplatz an der Mastadsvabrua fahren. Während der Fahrt machten wir noch einen kleinen Zwischenstopp zu einem kleinem Strom bei Helgebostädoya, was eine goldrichtige Entscheidung meines Großvaters war. Nachdem wir 2 Stunden nichts gefangen hatten, ging ich gelangweilt auf die Brücke. Als ich mehrere große Schatten in Ufernähe sah, warf ich einen gold/grünen 60-Grammer direkt neben diese. Nach ein paar auf-und ab -Bewegungen öffnete sich eine weißes Maul und attackierte meinen Pilker. Nun begann ein spannender Drill, bei dem ich die Rute um etliche Querstreben reichen musste, um den Fisch an das andere Ufer zu ziehen, an dem mein Großvater ihn dann landete. Es war ein schöner Lachs! Mit 64cm und 1,5 kg ein toller Fisch wie ich finde.

Kaum hatte ich diesen tollen Fang über die Nacht mental verarbeitet, kam schon der nächste Fang. Der beste in diesem Urlaub. Es war der letzte Tag auf Hitra, und wir wollten es noch einmal an der großen Krabsundbrua versuchen. Gleich beim ersten Wurf bekam ich einen harten Biss, wobei der Drill aber eher wie Kartoffelsackeinholen anfühlte. Erst kurz vom Ufer gab der Gegner noch einmal Vollgas und wollte mit aller Kraft ins Kraut am Ufer. Doch das gelang ihm nicht, und er landete im Kescher. Er maß 87 Zentimeter und hatte fast 5 Kilogramm! Nach diesem Fang fischten wir 2 Stunden vergeblich, bis wir die üblichen letzen 5 Würfe dieses Tages machen wollten. Beim 3. Wurf bog sich kurz vor dem Ufer die Rute auf einmal gewaltig und der unter Wasser versuchte mit aller Gewalt zu entkommen. Vergeblich. Auch er landete im Kescher. Es war ein Dorsch 70 Zentimetern und hatte 3 Kilogramm. Ein toller Abschluss für Hitra!

Die letzten 4 Tage unseres Urlaubs wollten wir wie im letztem Jahr in Vaernes bei Agdenes verbringen. Diese waren jedoch bis auf einen Pollack mit 76cm und 3,75 Kg den ich auf einen 25-Gramm Pilker fing ein Reinfall. Es war verregnet und die Fänge schlecht.

Zum Schluss möchte ich mich noch bei meinen Großeltern bedanken, die mir diesen tollen Urlaub ermöglichten.

Mit freundlichen Grüßen
Mofafahrer

 

 

 

 

 

 

Informationen zum Angeln und zur Umgebung gibt es hier:

Norwegen Angelfreunde

Das Forum der norwegen-angelfreunde® e.V.