Hitra

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Endlich war es wieder soweit!

 

Am 11.07.2008 fiel der Startschuss für 2 Wochen Sommer-Angel-Urlaub auf der wunderschönen Insel Hitra. Genauer gesagt, auf der Insel Fjellveroy. 2 Wochen Entspannung und vor allem raus auf das große Wasser!

Die Route führte uns wieder über Hamburg, Dänemark mit Storebælt- und Øresundbrückenach Schweden. Die E6 bis Göteborg und danach ging es quer durch Schweden bis zur norwegischen Grenze.

Leider hatten wir vor Hamburg 20 km Stau zu bewältigen und haben 2 Stunden wertvolle Zeit verloren. Auch der Versuch, die Autobahn zu verlassen und durch Hamburg Innenstadt zu fahren, brachte rein gar nichts. War aber alles nicht so schlimm, denn wir haben ja Urlaub!

Nach 28 Stunden Fahrt und reichlich Pausen, haben wir endlich unser Ziel erreicht! Kurzer Stopp bei Hitraturistservice und nun war es geschafft!

 

Unser Haus für die nächste Zeit

 

Der Blick von der Terrasse entschädigte sofort für die ganzen Strapazen.   

Hat da jemand was zu meckern?

Ein tolles neu gebautes Haus, ein nagelneues Boot, eine Landschaft wie aus dem Bilderbuch und dazu noch ein super netter Vermieter!

Na gut, den kennen wir schon lange, aber man kann es ja `mal erwähnen.

Der Lachs liegt zur Begrüßung im Kühlschrank und die Heringe als Köderfisch im Bootshaus. So fängt der Urlaub perfekt an.

 

Das die Natur nicht nur freundlich sein kann, haben wir gleich am Dienstag zu spüren bekommen. Ich sag es vorneweg – wenn wir die SMS von Hitraturistservice nicht bekommen hätten, hätte es uns schwer erwischen können.

Für Montag war schon starker Wind bis 11 m/s angesagt – er kam aber nicht. Was dann am Dienstag abging, war schon heftig. Aber zurück zur SMS. „…Wind bis 20 m/s… Diese Meldung haben wir sehr ernst genommen und haben uns schleunigst verdrückt. Gerade wieder am Bootssteg angekommen, ging die Post ab. Und wie…!

Blick von der Terrasse auf eine Insel im Fillfjord

Selbst der Grill hinterm Haus, die Mülltonne und die Stühle hielt es nicht mehr.

Unser Vermieter erzählte uns, dass es sich dabei um einen „Liten Storm“ handelte. Immerhin Windstärke 9.

Nichts Besonderes in dieser Region, so die Einheimischen – ich habe so etwas noch nicht erlebt. Die Schnelligkeit, in der der Sturm einsetzte, war für ein völlig neues Erlebnis.

 

Gott sei Dank war gerade Ebbe!

 

Es flog zu ziemlich alles durch die Gegend, was nicht angebunden war. Schaurig schön!!

Das ging aber auch alles so schnell. Binnen von Sekunden war der „Teufel los“ Wer jetzt noch auf See war, dem kann man nur die Daumen drücken. Am nächsten Tag hatten wir die Bestätigung, dass zwar noch Boote draußen waren, aber alle sind sie mit dem Schrecken davon gekommen. Bei 3 m Wellen kein Vergnügen.

Hier noch mal der Dank an Hitraturistservice für diese Vorwarnung – die hat uns vor dem Schlimmsten bewahrt!!!

Am nächsten Tag fand dann im Knarrlagsund eine große Rettungsübung statt. Wir haben uns eine gute Position gesucht und konnten somit alles gut beobachten.

Beste Sicht über den Knarrlagsund

 

Die West-Ausfahrt

 

Presse und Film waren ebenfalls anwesend

 

Wie ein nasser Sack!

 

Bergung geglückt.

Anflug des Rettungshubschraubers

 

Die Jungs haben nicht getrödelt – hier ging es gleich zur Sache.

 

Die Rettungstaucher war blitzschnell fertig.

 

2 Minuten nach der Landung ging es ab ins Wasser

 

SAR in Richtung West- Ausfahrt Knarrlagsund

 

Abflug des Rettungshubschraubers – und hoffentlich brauchen wir ihn nie!

 

Das Angeln hat dieses Mal wieder richtig Spaß gemacht! Fische gibt es im Überfluss. Besonders Köhler stehen an allen Stellen und in vernünftigen Größen.

Manchmal gibt es aber auch wieder tolle Überraschungen.

Da steht man bei absoluter Flaute über 230m und badet seinen Köder und nichts passiert. Also Abbruch und Stelle wechseln. Oh man, es sind 230m! Also los und hochkurbeln. Noch 150m, noch 80m noch 40m, noch…. Peng!!!!  Gar nicht darauf eingerichtet und die Bremse festgestellt, knallt die Rutenspitze ins Wasser. 5 Sekunden später biegt sich auch die Angel meines Kumpels Richtung Wasser. In 40 m 2 Köhler von 8 kg. Was war hier los? Sollten dies zwei  Einzelgänger gewesen sein? Wir stehen über keinem Plateau. Auf dem Echolot keine Spur eines Schwarms. Also doch Einzelfische. Was wir auf dem Echolot sehen konnten, waren lediglich winzig kleine Punkte, wie sie so oft zu sehen sind.  Aber was soll`s – wir probieren mal einen Pilker an der 80g Rute. Ab ging es und nach ca. 40m wieder Peng!!!  Das gibt es doch gar nicht – die Köhler stehen unter unserem Boot!!  Jedes Pünktchen ein Köhler!! Massen an Fisch!

Eine 80g Rute und ein 6 kg Köhler- ein wahres Vergnügen. Aber wem erzähle ich das? Nach 13 Köhlern hatten wir dann genug. Uns taten die Arme langsam weh und filettiern müssen wir auch noch – und es ist schon 3:30 Uhr.

 

Es kann losgehen!

 

Aber auch die anderen Fischarten waren mit von der Partie

Ein Dorsch von 9kg, ein Leng mit 9kg und ein Lumb mit 6kg

 

Oder mal ein 6kg Leng

Ansonsten verbrachten wir viel Zeit mit Fische - Suchen.

 

… und haben auch welche gefunden!

Es gibt hier sogar Meerjungfrauen…

…und weitere andere Fabelwesen

 

Das waren 14 Tage pures Norwegen – ein toller Urlaub!

Nun heißt es wieder ein Jahr warten – aber dafür gibt es ja zum Glück Norwegen-Angelfreunde.de