Norwegen Angelfreunde

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Hitra - Fjellværøy - Knarrlagsund

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Teil III

Nach 3 Tagen eingeklemmt im Auto, hatten wir nun auch die Nase vom Fahren voll.
Daher war es auch eine echte Erleichterung, endlich auf Hitra zu sein.
Empfangen wurden wir von einem Traumwetter!
Zuerst wollten wir wissen, wie sich momentan die Angelei so gestaltet.
So eine richtige Wende gegenüber den vergangenen Wochen gab es aber nicht.
Die Köhler kommen wohl so langsam, die Heringe sind noch da und da Naturköder-Angeln geht wohl auch ganz gut.
Die größten Fische werden wohl aber immer noch durch`s Schleppen mit Wobbler gefangen.
Na gu, aber Schleppen steht nun nicht gerade auf unserer Liste ganz vorn.
Das Wetter soll in den nächsten Tagen sich auch verschlechtern. Der Wind kündigt sich mit 5-10 m/s an.
Also auf zum Haus.
Bei der Brückenüberquerung nach Fjellværøya zeigt sich die See in einem tiefen Blau - einfach schön!
Unsere größte Überraschung- unser Vermieter hat einen eigenen I-Net Anschluß!
So zeigte sich der Himmel bei der Ankuft.



Jetzt war erst einmal Ausladen, Auspacken und Bastelstunde angesagt.
Durch die relativ frühe Ankunft, stand einer ersten Ausfahrt für heute, nichts im Weg.




Die erste Ausfahrt gind auf die Westseite von Ulvøya.
Der Wind stand so bei 4-5-m/s. und kam aus Ost.
Dennoch hatten wir einen ordentlichen Wellengang.
Das Angeln war daher nicht ganz so einfach.
Nach 4 Stunden, haben wir den ersten Versuch, mit mäßigem Erfolg, abgebrochen. Die Entscheidung war, am Abend noch einmal `rauszufahren.
Alle gefangenen Fische schwimmen wieder!

Nun hatte sich der Wind ein wenig gelegt und gab uns Hoffnung, die nordöstliche Ausfahrt am Leuchtfeuer Grønnholmen nehmen zu können.



Die Ausfahrt klappte - die Drift war aber so stark, daß an ein Tief-Angeln nicht so recht funktionierte.
Ohne Erfolge ging der erste Versuch zu Ende.

Der Sonntag zeigte sich aber dafür von seiner schönsten Seite. Der Wind kam von Nord und war moderat.
Also raus zum tieferen Wasser.
Die leichten Ruten in die Hand genommen und mal probiert, ob sich die Köhler, wie im letzten Jahr, sehr flach über tiefen Wasser aufhalten.
Und wir hatten Recht!
Jetzt waren wir auf Hitra angekommen!
Die 6 -10 kg Klasse machten ordentlich Druck auf die leichten Ruten.



Nach dem Filetieren und Einschweißen waren wir ganz schön geschafft.

Unser zweites Boot hatte sich auf Naturköder-Angeln spezialisiert und bracht kurz danach sehr schöne Lumb mit nach Hause.
Der größte so um die 8 kg.
Jedes Ablassen in 200m Tiefe brachte einen Biß!
So haben wir uns das vorgestellt!!
Die Truhe war schon gut gefüllt. Daher haben wir uns schon für den Rest der Woche schon ausgemalt, wie wir ganz entspannt auf unseren Zielfisch (Heilbutt) gehen können.
Wir haben aber die Rechnung nicht mit dem Wind gemacht.
Der legte jetzt richtig los und eine Ausfahrt auf die offene See war absolut nicht mehr möglich.



Aber zu Hause hocken wollten wir auch nicht.
Also ab durch die kleine Brücke in den Fillfjord und die Bucht angesteuert.
Hier ging es mit dem Wind.
Das Echolot zeigte Massen von Fisch. Die Heringe waren tatsächlich noch reichlich da.
Die einzigste Möglichkeit, einen Hering ins Boot zu bekommen, wäre wohl der Kescher gewesen.

Also aus der Bucht raus und sich treiben lassen.
Ein schöner Pollack hatte sich dann doch entschlossen, an den Haken zu gehen.
Ansonsten wäre nur richtiges Fliegen schöner gewesen.

Die weiteren Tage waren ähnlich. Regen und Wind machten uns einen Strich durch die Rechnung.
Wenn wir `rausfahren konnten, bissen die Fische nicht.
Auch das Schleppen brachte keine Erfolge.

Nun war es schon Freitag, als sich der Wind mal richtig gelegt hat.
Rein in die Boote und 5 km auf die offene See.
Heute gibt es Leng und Lumb!!

Was soll ich sagen - Nicht`s

Nach 3 Stunden erfolglosen Rumstochern, wollten wir endlich mal einen Fisch an die Angel.
Um ganz sicher zu gehen, steuerten wir Skatran an.
Das Echolot zeigte Fisch stapelweise an!!
Also durch den Schwarm durch und auf die Großen gewartet.
So langsam platzte mir der Kragen!!
Was geht hier ab? Weder auf Tiefe noch auf Skatran bissen die Fische. Gut, ein paar kleinere waren immer mal ´dran.
Aber was war insgesamt hier los???
Jedenfalls brachen wir diese Angelei ebenfalls erfolglos ab.

Es war schon sehr ungewöhnlich dieses Jahr.
War es das anfänglich trübe Wasser, der permanent wechselnde, relativ starke Wind, ein Überfluß an Grill oder war alles noch zu früh?
Keiner konnte uns die Antwort geben.

Aber was soll`s.
Es war trotzdem ein wunderschöner Urlaub.
Die Kisten waren gut gefüllt - jedoch hätten wir beim Zoll keine Probleme bekommen.

Die Insel ist eben immer für Überraschungen gut!
Angeln ist doch nicht alles, oder?

Zu Hause kommt das zweite Angeln!



Hitra - bis zum nächsten Jahr!


Benno

Ein Fazit meines ersten Aufenthalt auf Hitra möchte ich aber noch ziehen.
Hitra hat sich wenig Mühe gegeben, mich als neuen Stammgast zu gewinnen.
Das es mit der Angelei nicht so dolle war, haben wir in unserem Live-Bericht
schon verraten.
Im Grunde genommen hatten wir nur einen guten Angeltag und auch Fangtag.
Das war unsere zweiter Tag auf der Insel.
Hier spielte der Wind mit und wir konnten die Angelgebiete weiter draußen
anlaufen.
Wir fanden in der Rinne zwischen zwei Bergen die vernüfttigen Seelachse.
Herrliche Angelei mit leichtem Gerät. Genau mein Ding !

Die nächsten Tage war uns der Wind dann nicht mehr gesonnen.
Angeln konnte man meist noch in geschützten Bereichen, dort war aber
nix brauchbares zu holen.
Das frustrierensde war allerdings, wir konnten zweimal nachts, der Wind ließ
es dann zu, weiter raus, aber es biss überhaupt nix. Warum auch immer.

Hitra erscheint mir als ein Revier, wo der Fangerfolg mehr oder weniger von der
Stärke des Windes abhängt.
Das ist aber in den meisten Angelrevieren direkt an der Küste so.
Ärgerlicher war da schon, daß auch an den geschüzten Gebieten nix zu holen war.

Trotz allem hat es mir auf der Insel gefallen.
Ich bin fest davon überzeugt, das Angelrevier hat mir sein wahres Gesicht noch nicht
gezeigt.
Ich denke mal, ich werde mit Sicherheit nochmal nach Hitra reisen.
Dann bei optimalen Bedingungen ( hoffentlich ).
Und dann geht da die Luzie ab. Ich schwör !

Jörg, ich glaube bei meinem Fazit ist deine Traum-Insel so schlecht nicht wegge-
kommen (davor hatte er mächtig Angst) !

Das war´s von mir !



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Gruß Jörg 

 Nordbilder.com

 

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