Norwegen Angelfreunde

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Hitra - Fjellværøy - Knarrlagsund

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Hitra - Fjellværøy - Knarrlagsund 2009


Benno
Ende Mai 2009 sollte es für mich zum ersten Mal nach Hitra gehen.
Genauer gesagt an den Knarrlagsund auf die Insel Fjellværøy.
Relativ kurzfristig vor Reisebeginn wurde noch beschlossen, vor
der eigentlichen Angeltour noch eine kleine Sigh-Seeing-Tour
einzubauen. Da ja der Vatertag Feiertag ist und alle für den Freitag
ja schon Urlaub genommen hatten, bot sich dies nun gradewegs an.
Beschlossen wurde den Geirangerfjord und den Trollstigen einen Besuch
abzustatten, sowie über die Atlantikstraße hinwegzufahren.

Am Mittwoch den 20. Mai traf ich mich mit Jörg ( Nord63 ) und Crew gegen
23 Uhr in Hildesheim und die Reise gen Norden begann.

Jörg
Und bevor es zum Benno ging, hatten wir noch eine Aufgabe zu erfüllen.
Der ganze Kram mußte noch ins Auto.




Benno
Über die dänischen Brücken gings nach Schweden und dann die endlose
Eierei Richtung Norge.
Unser Ziel für den ersten Tag war möglichst weit in Norwegen vorzustoßen,
um reichlich Zeit zum Landschaft-Gucken am folgenden Tag zu haben.

Dieses gelang uns auch recht gut. Wir schafften es bis Otta an der Abzwei-
gung von der E6 zur RV 15.
Wir fanden auch sogleich auf einem Campingplatz ein Quatier für die Nacht.
Nix dolles, war aber okay.
Wir bezogen eine Ferienwohnung, da diese nur für 4 Personen ausgerichtet ist,
gab uns die Chefin vom Ganzen noch eine einfache Hütte gratis dazu.
Paßte also perfekt.





Übrigens, die rot-weißen zylindrischen Körper, waren uns auf der Reise stets treue Begleiter




Der Zeltplatz war unser erstes Lager:



Benno
Am nächsten Morgen ging´s weiter, zunächst Richtung Geiranger.
Auf dem Weg dahin gab´s auch schon was zum Gucken
:



Jörg
Das war ein technischer Halt. Unser Campingkocher hatte den Geist aufgegeben. Wir haben einen Neuen bekommen. Der war so schön klein und leicht, dass man sein Gewicht kaum spürt.
Gott sei Dank haben wir noch einmal in die Schachtel gesehen! Die war leer!!
Der Verkäufer hatte uns das Austellungsstück verkauft - bzw. stand das gute Stück noch im Regal!

Technische Bauwerke gab es auch zu sehen




Na dann, avanti galoppi !!



Benno
Auf der südlich Anfahrt hoch zum Djupvatnet auf der RV 63 kam dann der Winter zurück





 


Oben am Djupvatnet



Einfach gigantisch hier oben







Benno
Dank dieses Apparates hatten wir das Vergnügen hier oben zu sein.
Die Straße wurde wohl erst zwei Tage vorher geöffnet !




Abfahrt zum Geirangerfjord



Ist das nicht toll?





Benno
Dieses Bild kennt wohl jeder !
Ist in jedem Norwegen-Katalog zu sehen !




Jörg
Leider waren keine Kreuzfahrtschiffe im Fjord.
Das wäre dann wohl auch zu kitschig geworden.




Benno
Am rechten Bildrand schon zu erkennen : der Ørneveien
Da geht´s gleich rauf !




Unten am Geirangerfjord



Auf der Aussichtsplattform vom Ørneveien
Eine grandiose Aussicht war das von hier aus!
Das Wetter hat auch mitgespielt




Blick in den Fjord



Der Blick zurück





Oben auf´n Ørneveien
Einer der besten Rastplätze, die es geben kann!!




So ersma Mittagspause !
Nur nicht so einfach, an das leckere Essen heranzukommen.
Jetzt hatten wir einen neuen Kocher, jedoch brach der Büchsenöffner.





Und hier endet der erste Teil des Berichtes.

 

 


 

Teil II

Warten auf die Fähre Eidsdal - Linge.



Weiter zum Trollstigen hinauf.
Und wieder wird es Winter!







Benno
Blick vom Trollstigen. Die weißen Punkte sind der Ort Åndalsnes.
Der Wasserschnippel darüber ist der Romsdalfjord. Mein Stamm- und Lieblingsrevier.



Jörg
Eigentlich ist dieser Platz eine große Baustelle.
Es werden einige interessante Aussichtsplattformen errichtet. Auf einer stehen wir gerade.


Benno
Jetzt ging´s die, ich glaube es sind wohl 13, Spitzkehren den
Trollstigen hinunter.
Jörg
Und das war wirklich ein Erlebnis! Vor lauter Filmen und Knipsen, habe ich nur teilweise die Steilheit dieser Straße gar nicht mitbekommen. Aber dann habe ich doch mal nach unten gesehen.
Meine Herren, wenn da die Bremsen versagen!


Benno
Weiter über Åndalsnes nach Åfarnes.
Ab Holmen immer mein Lieblings-Angelrevier im Blick.
Ist schon zermürbend. Da liegt das Traumrevier zum Greifen
nahe, und doch anglerisch unerreichbar.

Okay, nützt ja nix !
Geangelt sollte diesmal rund um Hitra.

In Åfarnes nahmen wir die Fähre nach Sølsnes und weiter ging´s
direkt nach Molde.
Kurzer Einkaufs-Stop und restlichen Kilometer zum heutigen Etappen-
ziel wurden schnell bewältigt.
Jörg hatte am Malmefjorden ein Nachtquatier gebucht.
Nach einer kleiner Extra-Runde am Fjord lang ( unfreiwillig- fünf Leute
reichen anscheinend nicht um das Schild zum Campingplatz zu sehen )
erreichten wir unsere Hütte.


Jörg
Eigentlich eine tolle Sache, diese Hütten.
Nur für das Übernachten völlig ausreichend.
Diese Hütte hatte eine kleine Küche und sogar Fernsehen.
Und bei dem Wetter konnten wir sogar noch draußen sitzen.

Auch hier gab es wieder die kleinen roten Zylinder!


Benno
Am nächsten Morgen wurde um Sechse aufgestanden. gefrühstückt und
über die Atlantikstraße Richtung Hitra aufgebrochen.


Benno
Da der neue Tunnel von Averøy nach Kristiansund erst im Sommer geöffnet
wird, mußten wir die Fähre von Bremsnes nach K-sund nehmen.
Durch die Warterei verloren wir gut eine Stunde.

Von Kristiansund ging´s über ein paar Brücken zur E39.
Am Halsafjord fuhr uns die Fähre mehr oder weniger vor der Nase weg,
was uns wieder eine Stunde nervende Warterei einbrachte.




Benno
Dann war plötzlich die E39 voll gesperrt, und man mußte eine Umleitung
irgentwo durch die Wallachei nehmen.
Auch das hat mit Sicherheit kostbare Zeit gekostet.
Egal.
Fakt ist, irgentwann stand ich dann zum ersten Mal im Leben vor dieser Bude.
Jörg
Bude? Das habe ich überlesen!



Benno
Ich denke mal wenn man diese Bude erreicht hat, machen alle Hitra-Fahrer
drei Kreuze, schicken Stoßgebete zum Himmel, oder was auch immer, vor
Erleichterung endlich das Gröbste geschafft zu haben und heilige Erde betreten
zu haben.
Meine Reaktion fiel hingegen erheblich dezenter aus.
Sehr zum Missfallen von Jörg ( diesen kleinen Nadelstich konnte ich mir jetzt
nicht verkneifen ).
Jörg
Es sei Dir gestattet.
Benno
Nichtsdestotrotz nach Erledigen der Formalitäten sind wir dann am Ziel angekommen.


Benno
Hier ist mein Bericht zu Ende.
Den Rest des Urlaubs schildert uns dann Jörg.


 

Teil III

Nach 3 Tagen eingeklemmt im Auto, hatten wir nun auch die Nase vom Fahren voll.
Daher war es auch eine echte Erleichterung, endlich auf Hitra zu sein.
Empfangen wurden wir von einem Traumwetter!
Zuerst wollten wir wissen, wie sich momentan die Angelei so gestaltet.
So eine richtige Wende gegenüber den vergangenen Wochen gab es aber nicht.
Die Köhler kommen wohl so langsam, die Heringe sind noch da und da Naturköder-Angeln geht wohl auch ganz gut.
Die größten Fische werden wohl aber immer noch durch`s Schleppen mit Wobbler gefangen.
Na gu, aber Schleppen steht nun nicht gerade auf unserer Liste ganz vorn.
Das Wetter soll in den nächsten Tagen sich auch verschlechtern. Der Wind kündigt sich mit 5-10 m/s an.
Also auf zum Haus.
Bei der Brückenüberquerung nach Fjellværøya zeigt sich die See in einem tiefen Blau - einfach schön!
Unsere größte Überraschung- unser Vermieter hat einen eigenen I-Net Anschluß!
So zeigte sich der Himmel bei der Ankuft.



Jetzt war erst einmal Ausladen, Auspacken und Bastelstunde angesagt.
Durch die relativ frühe Ankunft, stand einer ersten Ausfahrt für heute, nichts im Weg.




Die erste Ausfahrt gind auf die Westseite von Ulvøya.
Der Wind stand so bei 4-5-m/s. und kam aus Ost.
Dennoch hatten wir einen ordentlichen Wellengang.
Das Angeln war daher nicht ganz so einfach.
Nach 4 Stunden, haben wir den ersten Versuch, mit mäßigem Erfolg, abgebrochen. Die Entscheidung war, am Abend noch einmal `rauszufahren.
Alle gefangenen Fische schwimmen wieder!

Nun hatte sich der Wind ein wenig gelegt und gab uns Hoffnung, die nordöstliche Ausfahrt am Leuchtfeuer Grønnholmen nehmen zu können.



Die Ausfahrt klappte - die Drift war aber so stark, daß an ein Tief-Angeln nicht so recht funktionierte.
Ohne Erfolge ging der erste Versuch zu Ende.

Der Sonntag zeigte sich aber dafür von seiner schönsten Seite. Der Wind kam von Nord und war moderat.
Also raus zum tieferen Wasser.
Die leichten Ruten in die Hand genommen und mal probiert, ob sich die Köhler, wie im letzten Jahr, sehr flach über tiefen Wasser aufhalten.
Und wir hatten Recht!
Jetzt waren wir auf Hitra angekommen!
Die 6 -10 kg Klasse machten ordentlich Druck auf die leichten Ruten.



Nach dem Filetieren und Einschweißen waren wir ganz schön geschafft.

Unser zweites Boot hatte sich auf Naturköder-Angeln spezialisiert und bracht kurz danach sehr schöne Lumb mit nach Hause.
Der größte so um die 8 kg.
Jedes Ablassen in 200m Tiefe brachte einen Biß!
So haben wir uns das vorgestellt!!
Die Truhe war schon gut gefüllt. Daher haben wir uns schon für den Rest der Woche schon ausgemalt, wie wir ganz entspannt auf unseren Zielfisch (Heilbutt) gehen können.
Wir haben aber die Rechnung nicht mit dem Wind gemacht.
Der legte jetzt richtig los und eine Ausfahrt auf die offene See war absolut nicht mehr möglich.



Aber zu Hause hocken wollten wir auch nicht.
Also ab durch die kleine Brücke in den Fillfjord und die Bucht angesteuert.
Hier ging es mit dem Wind.
Das Echolot zeigte Massen von Fisch. Die Heringe waren tatsächlich noch reichlich da.
Die einzigste Möglichkeit, einen Hering ins Boot zu bekommen, wäre wohl der Kescher gewesen.

Also aus der Bucht raus und sich treiben lassen.
Ein schöner Pollack hatte sich dann doch entschlossen, an den Haken zu gehen.
Ansonsten wäre nur richtiges Fliegen schöner gewesen.

Die weiteren Tage waren ähnlich. Regen und Wind machten uns einen Strich durch die Rechnung.
Wenn wir `rausfahren konnten, bissen die Fische nicht.
Auch das Schleppen brachte keine Erfolge.

Nun war es schon Freitag, als sich der Wind mal richtig gelegt hat.
Rein in die Boote und 5 km auf die offene See.
Heute gibt es Leng und Lumb!!

Was soll ich sagen - Nicht`s

Nach 3 Stunden erfolglosen Rumstochern, wollten wir endlich mal einen Fisch an die Angel.
Um ganz sicher zu gehen, steuerten wir Skatran an.
Das Echolot zeigte Fisch stapelweise an!!
Also durch den Schwarm durch und auf die Großen gewartet.
So langsam platzte mir der Kragen!!
Was geht hier ab? Weder auf Tiefe noch auf Skatran bissen die Fische. Gut, ein paar kleinere waren immer mal ´dran.
Aber was war insgesamt hier los???
Jedenfalls brachen wir diese Angelei ebenfalls erfolglos ab.

Es war schon sehr ungewöhnlich dieses Jahr.
War es das anfänglich trübe Wasser, der permanent wechselnde, relativ starke Wind, ein Überfluß an Grill oder war alles noch zu früh?
Keiner konnte uns die Antwort geben.

Aber was soll`s.
Es war trotzdem ein wunderschöner Urlaub.
Die Kisten waren gut gefüllt - jedoch hätten wir beim Zoll keine Probleme bekommen.

Die Insel ist eben immer für Überraschungen gut!
Angeln ist doch nicht alles, oder?

Zu Hause kommt das zweite Angeln!



Hitra - bis zum nächsten Jahr!


Benno

Ein Fazit meines ersten Aufenthalt auf Hitra möchte ich aber noch ziehen.
Hitra hat sich wenig Mühe gegeben, mich als neuen Stammgast zu gewinnen.
Das es mit der Angelei nicht so dolle war, haben wir in unserem Live-Bericht
schon verraten.
Im Grunde genommen hatten wir nur einen guten Angeltag und auch Fangtag.
Das war unsere zweiter Tag auf der Insel.
Hier spielte der Wind mit und wir konnten die Angelgebiete weiter draußen
anlaufen.
Wir fanden in der Rinne zwischen zwei Bergen die vernüfttigen Seelachse.
Herrliche Angelei mit leichtem Gerät. Genau mein Ding !

Die nächsten Tage war uns der Wind dann nicht mehr gesonnen.
Angeln konnte man meist noch in geschützten Bereichen, dort war aber
nix brauchbares zu holen.
Das frustrierensde war allerdings, wir konnten zweimal nachts, der Wind ließ
es dann zu, weiter raus, aber es biss überhaupt nix. Warum auch immer.

Hitra erscheint mir als ein Revier, wo der Fangerfolg mehr oder weniger von der
Stärke des Windes abhängt.
Das ist aber in den meisten Angelrevieren direkt an der Küste so.
Ärgerlicher war da schon, daß auch an den geschüzten Gebieten nix zu holen war.

Trotz allem hat es mir auf der Insel gefallen.
Ich bin fest davon überzeugt, das Angelrevier hat mir sein wahres Gesicht noch nicht
gezeigt.
Ich denke mal, ich werde mit Sicherheit nochmal nach Hitra reisen.
Dann bei optimalen Bedingungen ( hoffentlich ).
Und dann geht da die Luzie ab. Ich schwör !

Jörg, ich glaube bei meinem Fazit ist deine Traum-Insel so schlecht nicht wegge-
kommen (davor hatte er mächtig Angst) !

Das war´s von mir !



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Gruß Jörg 

 Nordbilder.com

 

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