Region Trondheim

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Trondheim

 

Am 11. Mai früh morgens um 4.00 Uhr war es endlich soweit: Die Vorbereitungen hatten ein Ende, der Wagen war gepackt und Gerd und ich starteten Richtung Norwegen!
In Hamburg trafen wir uns mit weiteren sieben Anglern. Nach einem gemeinsamen Frühstück starteten wir dann mit vier PKW’s in Richtung Kiel, wo die „Kronprinz Harald“ das Ziel unserer ersten Etappe sein sollte. Das Einschiffen verlief problemlos und pünktlich um 14.00 Uhr legte die gewaltige Fähre ab. Alleine die Autodecks erstrecken sich über drei Etagen und man tut gut daran, sich die Sektion, in der der PKW steht, zu merken.

Die Autofahrt bis Kiel war von starken und andauernden Regenfällen geprägt, aber ein schöner Sonnenuntergang auf der Fähre entschädigte und gab einem das Gefühl, dass nun der Urlaub wirklich begann.

 



Am nächsten Morgen liefen wir bereits in den Oslo-Fjord ein und ein tolles Panorama lieferte die Kulisse für unser Frühstück an Bord.

 

 



In Oslo angekommen hatten wir bereits 400 Kilometer Auto- und 1.000 Kilometer Schiffsfahrt hinter uns. Nun lagen noch 600 Kilometer Autofahrt vor uns, die wir bis zum Abend bewältigten. Die gemütliche Autofahrt (Durchschnittstempo 80 km/h) war eine reine Augenweide. Lichte Bebauung (außer Elverum sahen wir keine größere Ortschaft mehr), die immer karger werdende Landschaft, sehenswerte Lachsflüsse und Schnee auf den Bergen in den höheren Regionen ließen uns aus dem Staunen nicht mehr heraus kommen. Leider war uns der Wettergott auch hier nicht hold und so prasselten immer wieder starke Regen und Graupelschauer auf uns hernieder, aber wenigstens ab und zu kam die Sonne durch und beleuchtete eine wunderbare Kulisse. Der stark wechselnde Himmel tat ein Übriges, die Landschaft wenigstens ab und zu in ein traumhaftes Licht zu setzen. Auch ein paar Elche durften wir im Vorbeifahren bestaunen, und so verflog die Zeit wie im Fluge.

Am späten Nachmittag erreichten wir dann nach einer weiteren kurzen Fährüberfahrt unser Ziel, eine Halbinsel auf der Höhe von Trondheim. Eine wunderschöne Anlage aus mehreren Ferienhäusern mit Blick auf den Fjord ließ unsere Herzen in der warmen Abendsonne höher schlagen: Hier konnte man es 2 Wochen aushalten und sich wohl fühlen!

 

 

 




Natürlich wurde auch sofort der Hafen, der etwa 400 Meter von der Wohnanlage entfernt liegt, besucht. Alles machte einen guten, gepflegten Eindruck.

 



Der Abendhimmel ließ aber bereits erkennen, dass Norwegen für uns nicht nur ruhiges, mildes Wetter bereithalten würde:

 
Am nächsten Morgen ging es aber erstmal bei ruhigem Wetter mit vier Booten auf den Atlantik. Das Gefühl, endlich am Ziel seiner Träume bei herrlichem Wetter aufs Meer zum Fischfang zu fahren, ist unbeschreiblich! Das muss man wirklich selbst erleben.
 

 



Um es vorweg zu nehmen: Es blieb nicht bei dem ruhigen Wetter und auch die Fische sprangen uns nicht freiwillig in die Boote.
Michael aus Hamburg, der bereits zum siebten mal in dieser Anlage Urlaub machte und das Gewässer bereits sehr gut kennt, fuhr mit uns nach und nach seine Hotspots an, wo auch immer wieder der ein oder andere Fisch gefangen wurde, Massenfänge haben wir aber in der ganzen Zeit nicht erlebt. Die Fische standen wohl noch zu weit im offenen Atlantik, jedenfalls was die wirklich großen Schwärme betrifft.

Trotzdem fingen wir immer mal wieder Dorsch, Pollack, Seelachs, Rotbarsch, Leng und Lumb. Rotbarsch und Leng entstammten ausschließlich der Kinderstube, dafür fischten wir wohl noch nicht tief genug. Aber Dorsche, Pollack, Seelachs und Lumb wurden allesamt in ordentlichen Gewichten und sehr gut für die Küche verwertbaren Größen gefangen.

 

 

 

 

 

 

 



Erstaunlich, wie sich schon die kleinen Räuber hemmungslos auf die Pilker stürzten.



 

Dorsche wurden noch an Bord ausgenommen, die Seelachse lediglich gekehlt, damit sie ausbluten können. Ansonsten besteht die Gefahr, dass das Blut ins Fleisch gerät. Auf dem Meer geht nichts verloren und auch, wenn vorher weit und breit keine Möwe zu sehen war, sind sie sofort da, wenn Fressbares über Bord geht.


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Tage mit starkem Wind, der ein Angeln im Meer unmöglich machte, verbrachten wir mit der Erkundung der Halbinsel, wollten wir den Urlaub doch auch nutzen, um etwas von der bizarren Landschaft, die sich von der uns bekannten völlig unterscheidet, mitzubekommen.
Der Wettergott hatte ein Einsehen und schickte wenigstens ab und zu ein paar Sonnenstrahlen vorbei, damit wir ein paar Fotos schießen konnten:

 


 


 

 

 




Aber auch auf See gelangen durch das wechselhafte Aprilwetter ein paar schöne Aufnahmen:

 


 

 


 




Nach dem Fang wurden die Fische in der hervorragend ausgestatteten Hafenanlage sofort filetiert, die Filets in Gefrierbeutel verpackt, beschriftet und in der jeweils zur Ferienwohnung gehörenden Tiefkühltruhe eingefroren. Die Fischreste wurden anschließend aufs Meer gefahren und den bereits zahlreich wartenden Möwen übergeben. So fand der komplette Fisch seine Verwertung.

 


 


 




Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell ein Urlaub, auf den man sich monatelang gefreut hat, wieder vorbei ist und so traten wir nach zwei Wochen die Rückreise an. Auf der Rückfahrt gönnten wir uns noch eine Übernachtung in Elversum, 150 Kilometer vor Oslo. Dies hatte den großen Vorteil, die Strecke nicht nachts fahren zu müssen und so konnten wir uns noch einmal an der fantastischen Landschaft Norwegens, schneededeckten Bergen, fantastischen Lachsflüssen und der kargen Landschaft berauschen.




Von Oslo aus ging es diesmal mit der neuen Fähre der Color Line, der „Color Fantasy“ per 20-Stunden-Trip nach Kiel. Die Fähre ist ein Erlebnis für sich und man kann sich kaum sattsehen an der fantastischen Ausstattung. 13 Decks hoch, davon alleine drei für LKW’s und PKW’s, eine unglaubliche Ausstattung mit bequemen Kabinen (Dusche, WC, Fernsehen, Telefon) eine tolle Einkaufsstraße (die Preise sind allerdings nur für die Norweger toll, die ein noch höheres Preisniveau gewöhnt sind) und Essen von Feinsten in sehr angenehmer Umgebung machten die Rückfahrt noch einmal zu einem Highlight dieses Urlaubs.
Schon die äußeren Abmessungen dieser Fähren sind gewaltig,

 

 




Und so sitzt der Autor auch Gedanken versunken im Hafen und bestaunt die Kulisse:



Die inneren Qualitäten dieser Schiffe sind schon überwältigend:

 

 



 

 

 





Donnerstag gegen Mittag gestartet waren wir dann Samstag gegen Nachmittag wieder zu Hause. Das Wetter hätten wir uns sicherlich schöner gewünscht, auch auf der Rückreise waren wir wieder überwiegend vom Regen begleitet; trotzdem hat dieser Urlaub Erlebnisse und Bilder in den Köpfen hinterlassen, die noch einen langen Urlaubswert garantieren.

 

 

Fragen nicht nur zu diesem Thema werden hier gern Beantwortet:

http://www.norwegen-angelfreunde.de