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Lyngenfjord

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Lyngenfjord 2004

 

Nachdem ich nun endlich dazu komme (sch..... Jobstress)  , hier mein Bericht von meiner Tour an den Lyngenfjord bei Tromsö vom 28.05.-03.06.2004!
Per Flugzeug ging es von Frankfurt aus Richtung Tromsö. Beim Gepäckwiegen dann der erste Schock: 56 kg und das bei 40 kg Freigepäck; 50 Euronen hat mich der Spass dann gekostet!
In Olderdalen am Lyngenfjord angekommen gab es dann leider erste Probleme. Es fehlten diverse Gegenstände (z. B. Bratpfannen, Mülleimer, etc.) in den Hütten. Da es sich um eine Gruppenreise handelte (DIN-TUR-Steinbeissercup)
wurden diese Dinge dann teilweise unter den einzelnen Appartments hin und hergetauscht und der norwegische Betreuer versprach auch das Filetierhaus wieder benutzbar zu machen, dessen Abflussrohr verstopft war. Ich hatte Manfred, dem Betreuer dieser Gruppenreise angeboten ihm u. a. beim Guiding zu helfen, da ich im letzten Jahr schon mal im Lyngenfjord geangelt habe und mich deshalb schon ganz gut auskannte. Ich stand also den anderen Mitreisenden mit Rat und Tat zur Seite, schilderte Angelstellen, etc..

Nachdem das Gerät zusammen gabeut und etwas Schlaf nachgeholt wurde ging es raus auf den Lyngenfjord. Ich steuerte heute das 50PS-Polar-Cirkle-Boot und war mit Reinhold auf dem Boot. Ich war mit Manfreds Truppe auf 2 Boote verteilt und die Besatzung der Boote hat täglich gewechselt. Vor allem das 50 PS-Boot war einsame Klasse; sogar mit integrierten Fischkiste, die ausserbords an der Reling angebracht war.
Nach einigen vergeblichen Versuchen konnten wir dann doch einige Dorsche und Lumbs verhaften. 2 Steinbeisser kamen auch ins Boot. Gut so; war ja der Steinbeisser-Cup! 
Trotzdem waren alles in allem die Fangerei recht mau; auch in den anderen Booten. Es war zwar viel kleiner Seelachs im Fjord, aber die grossen waren doch recht rar gesät.
Im Hafen angekommen stand Volker Dapoz am Kai und begrüßte uns. Ein längeres Gespräch ergab, daß die Beisserei erst seit einigen Tagen wieder einigermaßen in Ordnung sei. Er gab mir u. a. den Tip den kleinen Seelachs mit dem Pilker unter den Schwarm abzulassen.
-Diese Tips wurden am nächsten Tag gleich in die Tat umgesetzt. Nachdem wir hinter der Insel Aerohyl (oder so ähnlich) einen Schwarm kleiner Seelachse gefunden hatten krümmte sich die Rute von Peter Richtung Wasseroberfläche; das ganze natürlich nach dem Biss des Seelachses! Die Dorsche nahmen in der Regel entweder den Pilker oder den Seelachs mitsamt dem Beifänger.
-Kurzum : Mehrere schöner Dorsche zwischen 5 und 10 kg kamen ins Boot. Ich habe übrigens keinen einzigen davon erwischt; war eigentlich mehr damit beschäftigt den Fisch zu suchen. War aber egal, hauptsache Peter der Norwegenneuling hatte seinen Spaß. 
Die nächste Ausfahrt brachten dann wieder einige schöne Steinbeisser und Dorsche bis 12kg. Dieses mal fing aber das andere Boot mit Manfred und Rudi, unser Boot blieb Schneider, obwohl wir die selben Driften ausfischten. Sogar ein kleiner Heilbutt, der natürlich von Manfred schonend zurückgesetzt wurde.

Die nächsten Tage waren sehr schlecht, es wurde sehr windig und wir waren gezwungen vor Olderdalen zu bleiben. Man mußte sehr viel arbeiten, um irgendwie an Fisch zu kommen. Steinbeisser, Dorsche und einige Lumb waren die magere Ausbeute. Ein Highlight hierbei war ein Nachläufer, den Manfred an seiner Rute hatte. ein Heilbutt verfolgte den von Manfred gehakten Dorsch bis unter das Boot1 -Schöne Grüße an Cermit! 
Bei ruhigerem Wetter wurde auch wieder ein Versuch an der Insel gestartet. Bis auf Kleinköhler und den ein oder anderen Steinbeisser aber nichts. Ich habe sämtliche Untiefen vor der Insel mit dem Kartenplotter angefahren. -Nichts! wir standen mit unseren Booten teilweise im Kleinfisch, das Wasser kochte; selbst die beigeeilten Norweger hatten nichts!
Dann der vorletzte Tag, bzw. die letzte Nacht der Tour. Man vergisst irgendwann die Uhr, wenn es 24 Stunden hell ist.
Peter und Rudi hatten versucht an eine Stelle im Kafjord anzufahren und von super-Anzeigen auf dem Farb-Echolot berichtet. Ans fischen war jedoch wegen des starken Wellenganges nicht zu denken. Wir beschlossen diese Stelle anzufahren, man mußte hierzu ein Riff umfahren; deshalb war das bei stärkeren Wellengang auch so gefährlich. Dort angekommen waren die Fische jedoch weg. Lediglich 2 Stonies gingen ans Band. Einen davon fing Peter; sein erster Steinbeisser. Ich freute mich mit ihm! Wir beschlossen, daß ich mit dem einen Boot zu einem Unterwasserberg weiter im Fjordinneren fahren sollte und Manfred wollte es an der gegenüberliegenden Steilwand versuchen. Als ich an dem Riff vorbeifuhr dachte ich:"Wir haben auflaufendes Wasser und hinter dem Riff ist Strömungsschatten. -Da muß doch Fisch stehen!" Gesagt, getan; Pilker runter und rums beide Ruten krumm. Dorsch und Stonie rein und Peter per Handy informiert. Wir fingen in kurzer Zeit grosse Dorsche bis 11 kg und schöne Stonies und endlich konnte ich auch mal wieder beweisen, daß ich zu den guten Meeresanglern gehöre.  Ein Steinbeisser war über 1m und ich dachte schon: "Jow, der Steinbeissercup ist deiner! Bei näherem hinsehen stellte sich aber heraus, daß der Kamerad anscheinend gerade von der Ernährungskur kam; ein Kopf wie ein Stier und nichts auf den Rippen. Durch das Filet konnte ich nachher faßt Zeitung durch lesen!  . Leider mußten wir wegen des auffrischenden Windes wieder abbrechen! Naja, wir hatten ja gut Fische gefangen. Am Filetierplatz angekommen war das staunen angesichts des guten Fanges dann groß. Ich schilderte den Mitanglern die Stelle und versprach einigen, sie abends dann auch evt. mitzunehmen. Das Wetter liess eine abendliche Ausfahrt jedoch eher nicht zu. Wir beschlossen in der Nähe von Olderdalen zu bleiben und das Wetter zu beobachten. Nachdem wir einige Stonies erbeutet hatten, beschlossen wir die Fahrt an das Riff zu wagen. Ich hatte übrigens kurz zuvor einen Hammer-Biss. Der 11kg-Dorsch vom Vormittag war gegen diese Attacke reiner Kindergeburtstag! 
Am Riff angekommen standen bereits 3 Boote dort, hatten aber nichts gefangen. Weil das Wasser nun faßt stand, dachte ich mir, daß ich es mal vor dem Riff versuchen sollte. Wenn irgendwo Strömung ist, dann dort und da ist auch Nahrung und somit Fisch. So stellte ich das Boot direkt vor die Stange, die das Ende des Riffs anzeigte über ca. 60 Meter Tiefe. erste Drift wieder ein Schlag in der Rute und nach hartem Drill konnte ich einen Dorsch von 8 kg landen. Wir beschlossen reinzufahren, da der Wind wieder stärker wurde. Ich sagte den anderen noch, wie sich sich in die Drift sellen müssen und ab nach Hause. Die Jungs konnten dann noch ein paar Stonies erbeuten.

So, das wars!
Fazit: Auch in Nordnorge springen einem die Fische nicht ins Boot. Ich werde evt. im nächsten Jahr mein Glück eher zum offenen Meer hin versuchen. die Angler mit denen ich auf dem Rückflug gesprochen habe, haben ausnahmsweise zum offenen Meer hin gut gefangen und hatte komischerweise weniger Ausfall durch Wind als wir. Ich denke, daß hängt damit zusammen, daß sich um diese Jahreszeit die Luft in den umliegenden Bergen erwärmt und dann Richtung Fjord rauscht. Schön war, ddaß relativ viele Steinbeisser erbeutet wurden. Den schwersten konnte mein Hüttenkollege Ernst erbeuten. Er fing gleich 2 Stonies von je 6,5 kg. >Ich muß leider noch immer auf meinen zweistelligen Steinbeisser warten! 
Die Fischerei mit den Jungs um Mandfred (Schelli) aus Regensburg hat riesigen Spass gemacht! -Nochmal Danke. Auch mit meinen Hüttengenossen aus der Kölner Gegend hatte ich viel Fun! Was in diesem Gebiet möglich ist beweist der Heili von Cermit. Wir hatten mehrere Grossfischattacken, wo der Kapitale leider ausnahmslos als Sieger hervorging!

 

 

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