Norwegen Angelfreunde

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Koppangen/ Lyngenfjord 2005

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Koppangen / Lyngenfjord 2005

 

16.07. Anreise

Um 13 Uhr war Jörn bei mir und wir verluden mein Gepäck in seinen neuen Sharan. Ich ging sicherheitshalber noch mal meine Checkliste durch und hatte meiner Meinung nach alles dabei. Um 13:30 Uhr fuhren wir los zu Stefan. Auf dem Weg fiel mir ein, dass mir ein Koffergurt und ein Schloß fehlten. Den Gurt vergesse ich wohl öfter, denn Jörn hatte den vom letzten Mal mit, und ein Schloß braucht man ja in Norwegen wirklich nicht. Bevor wir Stefans Gepäck einluden, fuhren wir erst noch zum Aldi zum Einkaufen. Nach dem Einkaufen ging es zurück zu ihm und wir füllten die Styroporboxen mit den Lebensmitteln. Um ca. 15 Uhr war der Wagen gepackt, wirklich genug Platz für drei Angler mit Ausrüstung und Gepäck. Unterwegs gab es keine Staus, wir konnten sogar ruhig einen kurzen Halt bei Burger King einlegen. Ankunft am Flughafen kurz nach 17 Uhr. Während Jörn den Wagen wegbringt, gehen wir schon zum Check-In von Hapag-Fly und warten auf Jörns Bruder Frank, der mit der Bahn um 17 Uhr aus Bremen angekommen sein müsste. Jörn hatte mir seinen Pass dagelassen, damit wir auch ohne in Einchecken konnten. Frank fand uns kurze Zeit später, er hatte bereits eingecheckt (ohne Ticket), und wartete nun mit seinem Kumpel Thorsten Arens (Betreuer KingFisher Dorschfestival Skjervöy) auf uns, um noch sein Ticket zu bekommen. Er reservierte auch schon Sitzplätze für uns in derselben Reihe. Wir wollten erst noch warten, weil eine Dame von der Security meinte, Jörn müsste persönlich beim Checkin dabei sein, doch die freundlichen Damen der Fluggesellschaft sagten, dass es auch ohne geht, wenn wir den Pass und das Gepäck dabei haben. Wir checkten also ohne Jörn ein: 10 Gepäckstücke insgesamt, der Schaltermitarbeiter fragte, ob wir Sportgepäck dabeihätten und nahm dann unsere Rutentasche ohne zu wiegen über den Schalter :-) danach also noch neun Gepäckstücke in drei Gruppen: 48,5; 45,5 und 42 kg, insgesamt rechnet er 134 kg aus und lässt es durchgehen, auf meinem Ticket stehen 134 kg und 30 kg Sportgepäck?! Glück gehabt. In dem Moment kam Jörn und fregte gleich den Herrn am Checkin, ob er noch etwas ins Gepäck tun könne. Nach etwas hin und her wegen der dann fälligen Sicherheitsnachkontrolle packte Jörn noch seine Bierration unter Aufsicht der Sicherheitsbeamten in das letzte Gepäckstück. Dann gingen wir zum Gate. In der Sicherheitskontrolle mußte ich Gürtel und Schuhe ausziehen, da die BW-Stiefel zu hoch?! seien. Ausserdem mußte ich die zwei Billig-Pilker im Handgepäck vorzeigen (insgeheim hatte ich ja gehofft, sie nehmen sie mir ab). Für die Dame war ich wohl der erste Angler in ihrem Leben (Sie zeigte auf den Monitor „Was ist das?“. Ich: „Pilker, Fischköder aus Metall“. Sie: “Dann zeigen Sie mir doch mal die Pioniere.“ Ich hatte es geahnt, daher waren sie leicht zugänglich. Nachdem ich sie rausgekramt hatte: „Damit wollen Sie die Fische überlisten? Auf so etwas beissen die?“, Ich: „Ja, wenn man sie richtig bewegt“ und sie wieder „Was fangen Sie denn damit, Salme? Na dann, Fisch heil oder wie sagt man das?“. Und dabei soll man ernst bleiben... Vor dem Gate 10 gab es an Gate 9 eine Café-Bar, wo wir uns noch zwei Gerstenkaltschalen gönnten und die neueste VW-Skandal Titelgeschichte bestaunten. Boarding war relativ pünktlich um 19:15 Uhr, ein sehr enges Flugzeug. Der Flug startete verspätet um 19:50 Uhr, ruhig und problemlos. Das Essen war gut und die 2 EUR für eine kleine Flasche Bier war uns ja auch schon bekannt. Unterwegs nur Wolken bis ca. eine Stunde vor Schluß, dann sahen wir schneebedeckte Berge und Küste, bis es direkt vor der Landung in Tromsö dann wieder wolkiger war. Ankunft 22:50 Uhr, es war bedeckt und ca. 10 Grad. Das übliche Kofferchaos am Band, Wagen gab es zuwenig, und wenn man einen gefunden hatte, brauchte man auch noch ein 10-Kronen-Stück (ein Euro und 50 Cent gehen aber glücklicherweise auch). Gegen 23:45 Uhr waren wir draussen. Gunnars Neffe Daniel wartete mit seinem Synchro-Bulli auf uns und um kurz vor zwölf ging es los Richtung Koppangen! Die anderen warteten übrigens noch auf die Komplettierung ihrer jeweiligen Gruppen.
Während der Fahrt genossen wir das traumhafte Licht der Mitternachtssonne, die die Berge noch leicht orange berührte, es war, wie nachts meistens, kaum Wind. Die Fahrt durch Tromsö war sehr interessant, da der Charterflug diesmal ein paar Stunden früher als letztes Jahr und nicht mehr Mitte der Woche war, sahen wir zum ersten Mal das Nachtleben. Viele Leute auf der Strasse, teilweise sehr formell gekleidet, viele kleine Bars und Restaurants in der Innenstadt und insgesamt recht belebt. Kein Vergleich zu den früheren Fahrten durch die Geisterstadt. Die Fahrt durch die Berge war klasse, irgendwann bogen wir Richtung Norden ab und die Sonne schien uns direkt ins Gesicht (endlich machte Franks Sonnenbrille einen Sinn, die er die ganze Zeit trug). Um 2 Uhr kamen wir in Koppangen an. Ziemlich versteckt gelegen, am Ende der Straße direkt am Wendehammer lagen zwei geräumige und luxuriöse Häuser direkt am Steg. Man kommt als erste in einen Vorflur mit Gäste-WC, dann in den eigentlichen Flur, von dem das geräumige Bad mit ebenfalls geräumiger Sauna und ein Schlafzimmer abgingen. Zur Meerseite hin war der Flur offen und man kam ins Wohnzimmer mit offener Küche und Essecke am Fenster mit Blick auf den Fjord. Die Küche komplett ausgestattet, sogar mit Mikrowelle und Geschirrspüler. Im oberen Geschoss hatten wir zwei weitere Schlafzimmer und ein weiteres Wohnzimmer mit Sat-TV, Polstergarnitur und natürlich dem gleichen traumhaften Blick auf den Fjord. Die beste Unterkunft, die wir in Norwegen je hatten, 5 Sterne! Daniel gab uns die Schlüssel und sagte, dass sein Onkel um 9 Uhr käme. Wir räumten ein, Frank zuckte als erster und ging mit der Spinnrute auf den Steg. Ich hatte nur darauf gewartet und ging ebenfalls. Erster Drill Frank, leider verloren, erster Fisch (kleiner Seelachs, was sonst) mit erstem Wurf ich, zweiter Fisch mit drittem Wurf ebenfalls ich, dann ein Seelachs für Frank. Danach gingen wir schlafen, es war schon nach 4 Uhr.

17.07. erster Tag


Um 8:30 standen wir auf, vor dem Frühstück kam Gunnar pünktlich. Alle Formalitäten problemlos, statt der angekündigten 250 EUR Kaution nur 120 EUR, rückzahlbar nur nach Abgabe der Fangstatistik am Ende. Zufrieden frühstückten wir und starteten die erste Tour gegen 12 Uhr. Wir fuhren linksherum um die Insel Aroyholmen, es war recht windig und da der Wind aus nördlicher Richtung kam, waren zu hohe Wellen auf dem Fjord. Wir versuchten es erstmal mit Pilken und hatten auch regelmäßig Fische, allerdings nichts, was ich mir notiert hätte. Beim Pilken an der Ostseite der Insel hatte Jörn den ersten richtigen Fischkontakt. Eindeutig ein Dorsch. Nach zähem Kampf kam um 13:25 Uhr ein dicker Dorsch an die Oberfläche: 1,02 Meter lang und 10,2 kg schwer. Gebissen hatte er nicht etwa auf den Pilker, sonder auf die Makrelenfliege! Eine halbe Stunde später notierte ich einen 53 cm Dorsch für mich, der natürlich wieder schwimmen durfte, da er unter unserem freiwilligen Maß (
www.kabeljau-schutz.de) lag. 15 Minuten später krümmte sich Jörns Rute erneut mächtig, es folgte ein weiterer Dickdorsch von genau 1 Meter und 9,6 kg, diesmal auf den Pilker. Diese erste Ausfahrt brachte schon größere Fische als unsere größten von letztem Jahr (Jörn und Stefan je einen Dorsch von 9 kg auf der Westseite der Insel). Irgendwann fuhren wir zufrieden zurück zum Versorgen der Fische und zum Essen.

Gegen 20:30 Uhr starteten wir dann die zweite Ausfahrt. Es ging von Koppangen links herum die Steilküste entlang etwas nach Norden, wir versuchten es mit Naturködern vor der „Steinbeisserbucht“. Der erste notierte Fisch war ein Lumb um 21:40 Uhr, ca. 40 cm auf Heringsfetzen, den Jörn landen durfte. Zur Erläuterung: ich notierte alle Fische, die etwas größer waren und solche, die eine neue Spezies für einen von uns waren, da wir interne Wettbewerbe um den schwersten Fisch und um die meisten gefangenen Arten ausgetragen haben. Fünf Minute später hatten Stefan und ich gleichzeitig Fisch dran, Stefan einen Leng von ca. 60 cm und ich einen 53 cm Lumb auf meinem selbstgebastelten Rainer Korn mini Jigger mit Heringsfetzen. Insgesamt war aber nicht soviel los und wir versetzten mehrmals vor der Steilküste. Seltsam, dass sich kein Steinbeisser blicken ließ. Um 22:30 fing Frank den ersten Rotbarsch der Reise, leider nur ein kleiner, aber immerhin eine Premiere für ihn. Etwas später hatten wir aufgrund der Schwarmanzeigen auf dem Echolot ‚mal wieder die Pilker benutzt und es bahnte sich eine neue Premiere an. Kaum hatte ich eingeworfen, bekam ich einen leichten Biss. Erst dachte ich, es wäre der übliche Miniseelachs, die man fast überall fand, aber etwas war anders. Der Fisch zog nicht nach unten sondern zur Seite und veranstaltete ein riesiges Gezappel an meinem leichten Gerät. Einmal brach er durch die Oberfläche und ich dachte Makrele, aber das konnte ja nach unserer Meinung im Lyngenfjord nicht sein. Aber es war wirklich eine, und gar nicht übel, 44 cm und 750 Gramm, meine allererste Makrele!
Weiter tat sich an der Stelle nichts, also machten wir uns auf den Weg zu einem unserer letztjährigen Hotspots am Littlegrunnen nördlich der Insel mitten im Fjord. Dort war allerdings gar nichts los, also versuchten wir es an der Kante nördlich der Insel. Außer, dass ich für Jörn und mich kurz vor Mitternacht jetzt auch Mini-Rotbarsche aufschreiben konnte, ist nichts weltbewegendes passiert, also wieder weiterfahren. Jetzt machten wir uns auf zur alten Lachsfarm. Es gab auch Fisch und so schrieb ich kurz nach zwei Uhr nacheinander Schellfische für Stefan (auf Naturköder), Frank (auf Pilker) und Jörn (auf das Makrelenvorfach) auf. Ich bin sicher, dass ich auch einige Schellfische auf meinen Schellfischpilker (90 Gramm, blau-weiß, letztes Jahr einen 7-Pfünder damit erwischt!) bekommen habe, doch alle bis auf einen verabschiedeten sich nach mehr oder weniger kurzem Drill. Und den einen, den wir alle identifizieren konnten, verabschiedete sich an der Oberfläche. Um es vorwegzunehmen: ich schaffte es im ganzen Urlaub nicht, einen Schellfisch zu landen… Auf dem Rückweg pilkten wir noch vor der Bucht und um 2:50 notierte ich Jörns ersten Leng, den er auf Pilker fing. Um 3:30 waren wir zurück am Haus, das ganze Filetieren und Einschweißen zog sich bis fast fünf Uhr hin.
 

18.07. Zweiter Tag

Um 11 Uhr war die Nacht vorbei, mich plagten Hals- und Kopfschmerzen. Während die anderen schon aufstanden, habe ich nur kurz Vitamine zu mir genommen und die Nacht bis 12:40 verlängert. Einiges hat sich in der Zwischenzeit getan, Jörn hat Koordinaten und Rotbarsche vom dritten Bruder bekommen, der Profifischer ist. Frank fuhr in der Zwischenzeit mit Gunnars Bulli einkaufen. Als wir fragten, ob die nächsten Geschäfte im 17 km entfernten Lyngseidet seien, so wie es auch im Katalog stand, sagte Gunnar nur: „you can take the car, it’s over there, the keys are inside“. Was für ein Vermieter! Nach gemeinsamen „Frühstück“ fuhren wir gegen 14 Uhr los und stießen direkt vor der Anlage auf riesige Seelachs- und Makrelenschwärme, das Wasser kochte und die Geräuschkulisse erinnerte an einen kräftigen Regenschauer. Jörn gelang es nach einer halben Stunde, seine Beifänger mit zwei Makrelen zu dekorieren und hin war mein Vorteil in der Spezieswertung. Aber kein Problem, vorrangig hatten wir jetzt erstmal exklusive Naturköder. Wir probierte einige Zeit die Überbeissermethode, aber es gab keine Einsteiger. Deshalb fuhren wir wieder Richtung Norden an der Steilküste entlang bis zur Steinbeisserbucht. Dort erwischte Frank um 15:50 Uhr seinen ersten Lumb auf Makrele am Weihnachtsbaum. Weiter gab es nicht berichtenswertes, erst recht keine Steinbeisser, und deshlab fuhren wir weiter bis zum Flußeinlauf. Eine wunderschöne stelle zum Fischen und auch das Echolotild sah vielversprechend aus. Um 16:15 Uhr fing Jörn dort einen guten Dorsch (76 cm) und um 16:30 Uhr hatte ein weiterer guter Dorsch (81 cm, 3,76 kg) Hunger auf Franks Naturköder. Ein paar Minuten später verhaftete ich meinen ersten Leng in diesem Urlaub und nach einer Stunde am Wasserfall fing Stefan noch einen 57cm Lumb auf Naturköder. Das Abendessen war gesichert und etwas zum Einschweissen hatten wir auch noch. Also zurück zum Haus, gegen 18 Uhr waren wir da. Das Abendessen wurde köstlich von Jörn und Frank zubereitet während Stefan und ich uns ums Einschweißen kümmerten. Zum Essen hatten wir jeder eine halbe Flasche rationiertes Bier (gut, dass die Aldiflaschen einen Schraubverschluß haben!). Nach dem Essen haben wir uns noch etwas den Rainer Korn Norwegenfilm angeschaut und gegen 22 Uhr starteten wir zur zweiten Ausfahrt.
Jörn wollte die Tür ohne Schlüssel zu ziehen, bekam es auch hin. Ich sagte "hoffentlich ist der Schlüssel nicht drin“ und er antwortete, dass er ihn nicht hat. Naja, ein Scherz halt. Wir fuhren zum alten Schellfischplatz vom letzten Jahr, rechtsherum, an der Insel vorbei nach Süden. Doch wir fingen nichts notierenswertes, erst um 1 Uhr notiere ich Franks ersten Leng. Wir fahren ohne große Fänge zurück und kommen kurz vor zwei an. Wir filetieren zu dritt und Jörn geht ins Haus (Frank hatte den Schlüssel und schon aufgeschlossen). Kurze Zeit später kam Jörn, um zu fragen ob wir noch etwas zum Einschweissen brauchen. Dann fragte er nach dem Schlüssel, denn die Tür war zu. Wir hatten ihn nicht, denn Frank hatte ihn innen an den Haken neben der Tür aufgehängt. Ooops, wir waren also ausgesperrt und wir hatten vorher noch darüber gescherzt. Alles half nichts, wir riefen Gunnar an. Er ging nicht ans Telefon, aber zwischenzeitlich sahen wir, dass Franks Fenster auf war. Jörn fand eine Leiter, also konnte er durch das Fenster einsteigen. Er schaffte es gerade noch die Gummistiefel auf der Leiter auszuziehen, bevor er in Franks Bett gelandet ist. Nach finalem Aufräumen und Einschweißen kam die Sonne um den Berg und schien direkt auf die Terrasse hinter dem Haus. Also tranken wir noch die zweite Hälfte der Bierflaschen in der Mitternachtssonne und gingen gegen 3 Uhr ins Bett.

19.07. Dritter Tag

Aufgewacht um 10:30 Uhr, aber nochmal hingelegt. Endgültig bin ich kurz vor Mittag aufgestanden. Die anderen waren wie immer schon wach und im Gespräch mit Gunnar und seiner Frau: Morgen soll Sturm aufkommen, heute ist auch schon Windstärke 4 und es sind gute Wellen auf dem Fjord (wie am ersten Tag). Wieder bekamen wir etwas geschenkt: Frank bekam Karten von der Gegend, da er nach einem Wanderweg gefragt hatte und wir bekamen Milch, wahrscheinlich von den Spaniern übrig geblieben, die für eine Nacht unsere Nachbarn waren. Nach dem „Frühstück“ machen wir uns langsam fertig. Jörn sieht Möwen auf dem Fjord und motiviert die anderen zu einem kurzen Trip gegen ca. 1 Uhr (Hering und Makrele sollen es sein). Ich blieb zurück, da ich noch unter der Dusche war und auch erst ein paar Montagen vorbereiten wollte. Irgendwie fühlte ich mich meistens nicht gut genug vorbereitet, zu wenig oder die falschen Montagen usw. Auf der Ausfahrt habe ich nichts verpasst, es wurden nur Seelachse. Ich war fast soweit und um ca. 2 Uhr machten wir uns auf den Weg zur Nordseite der Insel, wir wollten einen Naturködertag machen und mit der Drift über die altbekannte Kante anfangen. Die Wellen und Drift waren sehr stark, so dass wir nur ein paar kurze Driften mit wenig Fischkontakt machten. Dann liessen wir uns längs der Westküste der Insel über etas 20 m tiefem Grund entlang driften. Doch erst, nachdem wir neben die alte Fischfarm versetzt hatten, gab es wieder Fisch. Als wir dann auch an der neuen Lachsfarm (etwas südlich der alten und extrem weiträumig mit Bojen umzingelt) vorbei kamen, wurde es gut. Erst fing Jörn um 15:10 Uhr einen akzeptablen Seelachs von 56 cm und dann landete Frank um 15:15 Uhr einen großen Schellfisch mit 54 cm und 1,5 kg und eine halbe Stunde später sogar einen 65 cm langen und 2,6 kg schweren. Völlig unerwartet fing Stefan um kurz nach vier den allerersten Steinbeisser der Reise auf einen ungarnierten Pilker, mit 60 cm und 2,1 kg gar nicht so klein. Und kurz darauf verbesserte Frank unsere Ernte um einen 63 cm Dorsch. Wir wiederholten die Driften, mit etwas weniger Erfolg, und fuhren dann auf die Ostseite der Insel, drifteten auch dort mit Pilkern ohne bemerkenswerte Fische und versuchten zum Abschluß eine Drift auf Plattfische am Kanal zwischen den Inseln (leider erfolglos) und fuhren dann zurück.
Der Wind war inzwischen sehr stark geworden und die Wellen hatten Schaumkronen. Wie der Zufall es wollte, hatte ich das Steuer, als es mit nur 25% Sprit auf den bei diesem Tempo recht langen Weg nach Hause ging. Wir wurden manchmal ordentlich geduscht und es ging gut auf und ab, Die Wellen waren zwischen zwei und drei Metern hoch, aber brachen zum Glück nie in unserer Nähe. Der Sprit reichte glücklicherweise und erleichtert erreichten wir die Bucht. Wir waren sogar so locker, dass wir zum Schluß eine lange Drift in unsere Bucht bis kurz vor dem Steg machten. Wir legten an und vertauten alles, die Wellen schlugen frontal gegen den Steg. Alle anderen (die Engländer aus dem älteren Haus und die neuen norwegischen Nachbarn) waren schon drin. Stefan, Jörn und ich filetierten und Frank kümmerte sich ums Essen. Es gab Dorschauflauf mit Tomatensauce und Paprika, Steinbeißer-Lumb-Auflauf mit Champignonsauce und gebratenen Schellfisch. Dazu ein Bier und danach der obligatorische Kräuterlikör. Super! Dann kam Gunnar wieder mal vorbei und Frank ließ ihn ahnungslos den Whisky (63,1%ige Destillerieabfüllung, eigentlich über dem Importlimit von 60%) probieren. Gutes Pokerface, er verzog keine Miene! Der Kräuterlikör schmeckte ihm aber sichtlich besser. Danach haben Stefan und ich eingeschweißt, während Frank sich auf eine Wanderung auf den Berg machte. Jörn und ich haben dann die Sauna mit 2 Gängen mit Aufguß ausprobiert, während Stefan Köhler vom Steg aus stippte. Frank kam zurück vom Berg (den Weg nach ganz oben hat er trotz Karte nicht entdeckt) und machte mit Jörn auch noch einen Saunagang. Er sprang danach sogar in den Fjord und war von der Temperatur sichtlich überrascht. Schnell versuchte er, zurückzukommen. Der Ausstieg aus dem Fjord war am Bootssteg etwas mühsam, da es keine Leiter gab. Nach etwas Fernsehen war der Tag für die meisten dann um ein Uhr zu Ende.
  

 

 

 
 
 
 
 

20.07.05 Vierter Tag

Da es nachts bewölkt (= dunkler) und sehr windig war, schliefen wir gleich viel besser, man verpasst ja nichts. Aufstehen war gegen 10, nach einem ausgiebigen Frühstück kamen Gunnar und seine Tochter vorbei, die uns sagten, dass auf dem Berg zuviel Nebel für einen Aufstieg sei, aber wir das Auto nehmen könnten um Touren in die Stadt, um die Lyngsalpenen oder nach Tromsö zu machen! Ein sehr großzügiges Angebot. Jörn, Stefan und ich fuhren gegen 11 Uhr in die "Stadt" und kauften im Supermarkt ein. Frank setzte aus, da er schon gestern alles gesehen hatte und etwas an seinen Spanischkenntnissen arbeiten wollte. Wir besichtigten die Fährstation, das große Holzhaus und einen anderen Supermarkt. Die Preise sind in Nordnorwegen etwas teurer als ich im Internet recherchiert hatte (z.B. Cervelatwurst 16 Kronen, laut Internet nur 7). Wir holten auch Bier, das günstigste war Seidel Pils für 8,90 Kronen pro 0,33 Flasche plus 1 Krone Pfand, also ungefähr soviel wie bei uns in der Kneipe.
Auf dem Rückweg hielten wir noch an einem kleinen Fluß, ca. 3 km vor Koppangen, vielleicht auch mal einen Versuch wert, wenn es wirklich Sturm gibt. Frank hatte inzwischen mit dem Spanischlernen aufgehört und sich vom Steg eine Koppe mit einem Heringspaternoster geangelt.
Als wir ankamen, hatte er gerade den Steinbeisserkopf in Arbeit, der jetzt neben dem Essen auf dem Herd ausgekocht wurde. Das Wetter sollte sich nachmittags bessern, zuerst probierten Jörn, Frank und ich um 16 Uhr eine Ausfahrt in die Koppangen Bucht und drifteten mit Naturködern an der nördlichen Seite entlang. Um 17:25 notierte ich für mich einen größeren Lumb (65 cm, 3,2 kg), den Frank um 18:50 mit 71 cm und 3,3 kg noch toppen konnte. Eine Minute später fing Jörn einen Leng von 72 cm und 2,1 kg. Dann fuhren wir zurück, denn Stefan wollte sicher auch wieder mitangeln.
Die nächste Ausfahrt machten Jörn, Stefan und ich um halb zehn, wir blieben vor unserer Bucht und versuchten es mal tiefer. Um 22:10 bekam Stefan etwas auf 90 Meter Tiefe an den Haken, ein kleiner Wittling saß am Beifänger. Zehn Minuten später sahen wir einen 56 cm Lumb bei Stefan und um 23 Uhr gesellten sich erst ein 51 cm langer und dann ein 61 cm langer von mir dazu. Danach erwischte auch Stefan seinen ersten kleinen Rotbarsch. Danach war erstmal eine Stunde nichts bemerkenswertes passiert, bis Stefan um 0:35 auf einmal etwas größeres an seinem Naturköder hatte: ein Dorsch von 69 cm. Den Abschluß bildete ein 73 cm langer und 3,3 kg schwerer Dorsch, den ich um 1:15 auf Pilker fangen konnte. Nach filetieren und Einschweißen war der Tag um 4:15 vorbei.

21.07. Fünfter Tag

Geschlafen bis ca. 10:30 Uhr, beim Frühstück versuchten wir erfolglos, Schollen vom Steg zu fangen, beim Einholen bissen die unvermeidlichen kleinen Seelachse. Nachmittags machten wir eine Ausfahrt zum Lillegrunnen, dort erwischte ich um 14:25 Uhr einen 55 cm Lumb auf meinen Beifänger. Danach fuhren wir einmal um die Insel herum, ohne großen Erfolg, versuchten es dann südlich der neuen Lachsfarm (16:40 Frank Lumb auf Naturköder, 66 cm 3,56 kg; 16:55 Stefan Lumb 60 cm auf Naturköder) und machten zum Schluß eine Drift vor unserer Bucht, leider auch ohne viel Erfolg.
Abends schauten wir erst noch Köhlers Ansprache zur Neuwahl im Fernsehen und begannen dann unsere Ausfahrt nach Norden. Erster Stopp war am Fluß, den man einfach nicht ignorieren kann und wir sahen auch reichlich Fisch auf dem Echolot. Wir drifteten genau weg vom Ufer ins tiefere Wasser und pilkten dabei. Stefan fing einen besseren Seelachs um 21:45 Uhr: ca. 60 cm. Hoffnung keimte auf, dass es die größeren Seelachse doch in den Fjord geschafft haben. Heute wollten wir die Spots des Fischers abklappern, die alle weit nördlich lagen und so fuhren wir weiter. Der zweite Stopp war am nächsten Wasserfall, die Drift wieder vom Ufer weg, viel Fisch am Grund. Ich riskierte es mal mit einem ganzen Mini-Köhler im Mittelwasser, bekam darauf aber bei drei Driften keinen Biß. Doch dann knallt es bei Stefan, um 22:08 Uhr ein erster richtiger Köhlerbiss. Die Bremse war zu und Stefan musste rückwärts kurbeln, da er nicht an die Einstellschraube kam und der Fisch extrem schnell nach unten ging. Wir anderen versuchten es auch und bekamen alle dicke Bisse. Jörn hatte seinen Fisch als erster draussen, doch es war nur noch ein Dorsch, der späte eingestiegen sein mußte. Dabei ist wohl der Köhler verloren gegangen. Stefan landete einen 94 cm langen 15 Pfünder, Frank einen 90 cm langen 11,5 Pfünder und ich einen 84 cm langen 10 Pfünder. Was für eine Drift! Nachdem wir alles versorgt und die Fotos geschossen hatten, fuhren wir weiter zur angeblichen Rotbarschstelle über 200 m tiefem Wasser. Während wir die Schwarmfischmontagen durch das Wasser zogen (auf Grund ablassen, langsam einkurbeln und alle 5 Meter eine längere Pause, bekam Jörn um 23:45 Uhr nebenbei wieder einen Hammerbiss auf seine Spinnrute. Der Biss kam im Mittelwasser beim schnellen Durchkurbeln in ca. 60m Tiefe über 200 Meter tiefem Grund. Es wurde sein größter Seelachs von 81 cm und über 9 Pfund. Danach fischten wir natürlich auch wieder auf Seelachse und ich hatte den nächsten Biss. Die Slammer heulte auf, denn der Fisch ging sofort mindestens 60 Meter nach unten. Jedes Zurückholen quittierte er mit einer weiteren Flucht. So tief war der Fjord doch hier gar nicht?! Ich hatte zum Glück vor dem Urlaub noch eine 270m Rolle 0,17er Fireline auf die Slammer gespult (gekauft 2 Stunden vor Abfahrt!) und der Fjord war 200m tief. Darum machte ich mir also keine Sorgen. Allerdings hatte ich nur einen 50 Cent Pilker mit größerem Drilling und einen hellen Mr. Fish als Beifänger. Der hatte einen sehr dünnen Haken und ich hoffte, dass der Fisch nicht auf den Beifänger gegangen ist und dass nicht noch jemand einsteigt (kann nicht mal jemand eine Deaktivierung der unbesetzten Köder erfinden?). Lange Rede kurzer Sinn, nach knapp 20 Minuten kam er hoch, mein Rekord-Sei mit 96 cm und 8,5 kg, gebissen hatte er – natürlich - auf Mr. Fish! Kaum war mein Fisch im Boot, startete Frank seine Attacke. Während des Vermessens von meinem Fisch brach hinter mir die totale Hektik aus, Frank hatte sofort wieder einen dicken Seelachs drauf. Nach Anfangsschwierigkeiten mit einem heißen Daumen auf der Multirolle bekam er den Fisch unter Kontrolle und landete einen 93 cm langen 14 Pfünder! Auch Stefan fing noch einen und dann brachen wir ab, denn die Fischkiste war voll und wir mußten noch weit zurück.
Bei Mitternachtssonne legten wir dann noch Stopps vor der Steilküste und einem Bach-Einlauf ein, es gab noch einen Steinbeisser (Jörn, 1:25 Uhr, auf Naturköder), Dorsch (Andreas, 1:25 Uhr, 64 cm, auf Naturköder) und Lumbs (Jörn 60 cm, Stefan 62 cm, Andreas 62 cm, alle fast gleichzeitig 1:35 Uhr auf Naturköder) zu fangen. Mein Lumb explodierte an Bord, er mußte sich den Haken beim Schütteln in die aufgeblasene Schwimmblase gestochen haben. Sein Mageninhalt flog durchs Boot, er hatte kurz vorher Fisch zu Abend gegessen, schöne Sauerei. Danach ging es endgültig zurück und gegen 2:30 waren wir am Steg.
Nach einem Tequila, ein paar heißen Getränken und ein paar Snacks ging es ans Filetieren (bis halb fünf) und einfrieren (bis halb sechs), dann noch ein Bierchen beim Film anschauen (Jörn hatte ein paar Köhler-Drills gefilmt) und um sechs waren wir im Bett.

22.07. Sechster Tag

Nach der harten Nacht kamen wir etwas schwer raus, es dauerte bis fast 13 Uhr bis wir dann alle zum Frühstück versammelt waren. Danach gingen Jörn, Frank und ich zu Gunnar, der uns seine neu gebaute Sonnenterasse zeigte und gleich zum Grillen am Nachmittag anbot. Eine Gasflasche für seinen Gasgrill hat er uns extra noch geholt. Danach fuhren Jörn und Frank zum Einkaufen (uns fehlten Milch, Gemüse, Grillgut und Getränke) und ich machte mich an die Auswertung der Fangmeldungen und diesen Text bis 15:30 Uhr.
Um 16 Uhr gingen wir zum Grillen auf Gunnars Terrasse. Seine Frau hat eine Tischdecke aufgelegt, der Gasgrill war angeschlossen, gereinigt, alle Werkzeuge und Öl lagen bereit!
Wir grillten Lamm-Spareribs, Elchkoteletts und zum Schluß Lumbfilets (meins mit Käse überbacken), superlecker und bis auf eine Wolke und etwas Wind auch Superwetter! Abends schauten wir den Rest vom Rainer Korn Video und ein bißchen einer amerikanischen Angel-DVD (Manager auf mit Teppich ausgelegtem und mit allem Spielzeug ausgestatteten Angelboot, welch ein Kontrast!) und warteten auf gutes Wetter. Da es nicht wirklich weniger windig wurde, versuchten wir, das Stechen um den Speziespokal auszutragen. Dazu gingen wir in die Ecke zum Flußeinlauf, beide (Stefan und Jörn) hatten eine Spinnrute mit gleichem silbernem Mefoblinker. Viele Würfe und einige Platzwechsel später vertagten wir uns auf morgen. Ich machte noch ein paar Würfe und fing einen kleinen Dorsch.
Während die anderen ins Haus gingen, versuchte ich mein Glück noch an der südlichen Ecke der Bucht vom Felsen aus. Die Würfe mit Blinker brachten schnell zwei kleine Seelachse, darum wechselte ich auf Gummifisch mit schwerem Bleikopf. Wie sich schnell herausstellte ein schwerer Fehler, denn die Bleie suchten sofort den Grund und fanden hängerträchtige Stellen. Also wieder das Gepäck um ein paar Gramm erleichtert. Als ich zurück zum Haus kam, waren die anderen schon am reinigen und packen, ich schloß mich auch langsam an und um 3:30 Uhr war ich der letzte im Bett.

23.07. letzter Tag

Schlafen war nur bis 10 Uhr möglich, denn heute war der Abfahrtstag und einiges mußte noch eingepackt werden. Nach dem Frühstück und etwas packen stand auch noch das Stechen an. Wir liefen alle zur südlichen Ecke der Bucht und Jörn und Stefan fingen an zu angeln. Nach einigen Würfen gegen den starken Wind biß bei Jörn ein Seelachs. Doch die Landung (Regel sagte: erster mit Seelachs in der Hand gewinnt) gestaltete sich schwierig, denn der Seelachs verfing sich im Seetang und in einer alten Schnur. Jörn mußte also versuchen, in Halbschuhen zum Fisch zu gelangen, während Stefan weiterangelte. Doch er konnte die Chance nicht nutzen, Jörn gewann das Stechen und wir gingen zurück. Ich wollte noch etwas packen und mich ausruhen und Jörn und Frank sind noch ein letztes Mal rausgefahren. Gunnar kam vorbei, um den Sprit abzurechnen und die Abfahrtszeit (14:30 Uhr) bekannt zu geben. Ich überreichte ihm zum Dank für die Gastfreundschaft noch unsere Flasche Wein und einen 400g Pilker. Dann legte ich mich etwas hin. Als Jörn und Frank zurückkamen, begannen wir mit dem Verteilen der Fische, jeder hatte seine Styroporbox fast voll, ohne dass wir besonders sorgfältig gepackt hatten. Auf der Waage waren es dann ca. 14 kg für jeden. Um 14:30 Uhr kam Daniel, Gunnars Neffe und wir starteten Richtung Fähre. Die Fahrt zwischen Lyngseidet und (Svensby?) führte durch ein wunderschönes Tal, in dem es an einem lawinengefährdeten Stück eine große Baustelle gab. Die Fähre kam gleichzeitig mit uns an und es ging ohne Verzögerung weiter. Normalerweise kostet es 20 Kronen pro Person, doch Daniel kannte den Kassierer und wir kamen mit 50 Kronen für alle hin (die er natürlich bezahlte). Auf der anderen Seite des Ullsfjords kamen wir am Lachsfluß, den die Spanier gemietet hatten (30000 Kronen für 4 Tage) und später am Polarlichtforschungszentrum vorbei. Um ca. 16:30 Uhr waren wir am Flughafen, sehr früh für den Flieger. Nach dem Holen der Gepäckwagen (10 Kronen, 1EUR oder 50 Cent!) verabschiedeten wir uns von Daniel und fuhren zum Check-In. Im Lift sagte uns eine Stewardess, dass der Check-In erst in einer halben Stunde besetzt wird. Also machten wir eine ordentliche Reihe mit den Gepäckwagen auf und setzten uns in eine Sitzecke um ein Video zu schauen. Irgendwann war eine Dame in Sicht und wir checkten ein. Frank war erster, doch er fand sein Ticket nicht. Wie sich herausstellte, hatte es Torsten Arens für ihn aufbewahrt, der war aber immer noch unterwegs zum Flughafen. Trotzdem checkten wir das Gepäck schon komplett ein und ich rief Hein (Alexander Perte) an. Er war etwas überrascht, dass wir zu viert sind und mußte deshalb erst seinen Wagen leerräumen, aber nach 20 Minuten war er da, um uns abzuholen. Wir fuhren in die Stadt (durch den Megatunnel, ich kenne sonst keinen mit zwei Kreisverkehren unter der Erde) und parkten am Polarium (direkt am anderen Ende des Tunnels) und gingen an der Mack Brauerei vorbei in die Stadt. Erste Einkehr in einer netten Kneipe am alten Hafen. Nach einer Runde gingen wir weiter und kamen in ein Restaurant, in dem Jörn uns alle Arten norwegischer Snacks von der Theke besorgte (Rentierwurst, Trockenfisch, Walsalami…) und wir uns auch super unterhielten. Danach gingen wir noch weiter durch das Zentrum, kamen durch eine Bar, die um elf noch ziemlich leer und damit noch nicht attraktiv genug war und landeten in einem Irish Pub mit Live Musik. Nach einer Stunde mußten wir leider zurück zum Flughafen und nach einem kurzen Fotostopp mit herrlichem Sonnenlicht waren wir da. Zufällig trafen wir Heiner vom Daiwa Cormoran Team und zwei weitere Teilnehmer der letzten Reise vor dem Flughafen. Nächstes Jahr wollen sie nach Island, das passt ja, da wir auch schon darüber nachgedacht hatten. Wir wollten Hein am Samstagabend nicht noch mehr Freizeit stehlen und verabschiedeten uns vor dem Flughafen von ihm. Hein, nochmals vielen Dank für die tolle Stadtführung und die vielen Informationen! Der Urlaub bekam so noch ein weiteres Highlight und wir konnten erstmals mehr von Tromsö erleben als nur die Wartehallen am Flugplatz.
Im Flughafen trafen wir dann die Gruppe aus Skjervöy und gingen zum Boarding. Frank mußte noch sein Handgepäck einchecken, da er Bleie dabei hatte. Das Flugzeug war nicht voll, wir hatten die Reihe am Notausgang (herrliche Beinfreiheit!) und jeder hatte einen Nebenplatz frei. Flugzeit 2:55 Stunden, um 3:15 war es dann das erste mal seit einer Woche dunkel. Ich versuchte etwas zu schlafen, aber irgendwie klappt das bei mir im Flugzeug nie. Ankunft war gegen kurz vor fünf, unser Gepäck kam sofort, nur die Rutenrohre etwas spät. Jörn und ich sind vorab durch den Zoll gegangen (keine Kontrolle!), damit Jörn den Wagen holen konnte, ich habe derweil auf das Gepäck geachtet und auf Stefan gewartet, der kurze Zeit später mit den Ruten kam. Kurz vor sechs war Jörn zurück, wir haben schnell eingeladen und sind problemlos zurückgefahren. Stefan haben wir gegen 8 Uhr abgesetzt, ich war um halb neun zuhause. Der Fisch war nach 20 Stunden in der Styroporkiste noch immer bretthart gefroren.

 

 

 

 
 
 

        

  

 

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