Steigen/Westfjord

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Steigen/Sjöhus Westfjord Anfang Juni 2007

 

Reisebericht

 

Am Montagmorgen kam unser Guide- und Reiseveranstalter Steffen Dietze mit seinem Jumper in Harzgerode am vereinbarten Treffpunkt fast pünktlich an.

 

Im Fahrzeug saßen schon die anderen Sportfischer und ein weiterer Guide, Matthias

 

So dass das Fahrzeug mit Harzfischer und mir Köhlerzupfer incl. Gepäck komplett besetzt war. Auf gen Norge hieß es von da an.

 

Vor uns lag mit verlasten der Gepäckstücke eine Anfahrt in Richtung Steigen vor uns die sich auf 2800km und eine Fahrzeit von 28Std belaufen sollte. Um nur einen kleinen Abriss der Fahrtroute zu geben Puttgarden, Rödby dann Helsinggör, Helsingborg um dann über Schweden bei Falske nach Norwegen einzufahren weitere Stationen waren dann grobe Richtung Bodö weiter nach Engelöya um letztendlich unsere Plattform soll heißen Unterkunft zu erreichen. Die für die nächsten 7Tage unsere Zuflucht nach unglaublich eindrucksvoller Fischerei auf dem Vestfjord und anderen Gebieten die Dank der kundigen Guides fast immer den Zielfisch brachten, sein sollte.

Seht es mir bitte nach wenn ich nunmehr nur eine etwas gröbere Zusammenfassung unserer Fänge nun mehr geben werde, es wäre einfach zu viel…
Nun aber in die Vollen, nachdem wir mehr oder weniger elegant aus dem Vehikel ausstiegen unsere Gepäckstücke aufnahmen um uns häuslich einzurichten waren wir allesamt vom gepflegten Gesamteindruck der Anlage positiv angetan. Da heiß wie Hexenfett folgte nun der obligate Gerätemarathon um anschließend die Aluboote damit zu bestücken. Harzfischer hatte im Vorfeld noch 300g Pilker bei Hakuma geordert von denen ich mir auch 2 ausfasste. Das sollte der Köder schlechthin sein. Wenn da nicht der Guide gewesen wär….. ihr wollt doch Fische fangen ??
Oder??? Von den Giant Jigheads hatte man schon gelesen, angeschaut aber nun hielten wir diese Teile live in den Händen, was sich daran vergreifen sollte… man Ahnte es noch nicht! Widerwillig nahmen wir die Jigheads mit in die Boote um sie zu montieren, ich für meinen Teil nahm ein 1m langes Monovorfach gegen den Abrieb zwischen die Geflochtene u. dem GJ. Und los ging es. Um es vorweg zu nehmen, zwischenzeitlich kamen natürlich auch wieder die altbewährten Pilker ans Band aber letztendlich sollten die Jigheads die Köder der Wahl bleiben. Wir fingen während unseres Aufenthaltes unter anderem 5 Kveiten, wobei unser ältester Teilnehmer Heinz, mit seinen 69 Jahren, die Größte mit 24 kg fangen sollte. Damit aber nicht genug, Erfahrung ist alles! So das er uns allesamt mit dem Fang einer weiteren Kveite, die aber wieder releast wurde (Mindestmaß), zeigte wo der Jighead hängt. Des weiteren gab es Dorsch bis 18kg und eine stattliche Anzahl von Meterfischen die wir releasten.
Das hab ich z. B. in meinem Anglerleben So noch nie zuvor tun müssen. Warum wohl?
Zwei Tage widmeten wir uns den Rotbarschen, Vorfächer mit einer Lauflänge von 10m wurden gefertigt worin so ca. alle 80-90cm 4/0er Haken eingebunden wurden.
Ans Ende ein 780er Naturköderstabblei + Wallerhaken für die Lumb u. Co. Wie bekommt Mann eine solche Montage ins Wasser? Werfen fällt aus, bloß wie funktioniert das?
Hier nun die Auflösung: Nachdem man die Montage mit Blei, Fetzen fertig gemacht hat bringt man auf der Reling ein Stück Rohrisolierung auf in dem die beköderten Haken nacheinander in Reihe eingestochen werden, danach Blei und die ersten 2m über Bord anschließend die restlichen Haken aushängen, absacken lassen
Freilauf rein und ab Richtung Grund. Ich schaffte es auf 6 während Harzfischer nur einen verpasste um ein Fullhouse nach oben zu bringen. Nach dem Abködern dasselbe nur andersherum. Weiterhin fingen wir noch Steinbeißer, Schellfisch, die allgegenwärtigen Köhler und einen kleinen Seeteufel. Alles in allem dem Schlachtruf unseres Guides zufolge „UNGLAUBLICHE MENGEN FISCH“ gibt es hier.
Beindruckend war auch für uns das die Sonne zu dieser Zeit nicht unterging, Wir fischten meist erst am Nachmittag und die Nacht hindurch. Unvergleichlich war es, die Sonne über den Lofoten stehen zu sehen. Ab 02:00 Uhr war sie auf dem Tiefpunkt um dann ihren Weg aufsteigend in Richtung Osten fortzusetzen.


 




Wir hatten überhaupt unglaubliches Wetter, fast jeden Tag Sonne satt, lediglich der vorletzte Tag war etwas verregne.t

Ich würde nun diesen Bericht abschließen. Wenn da nicht noch die Rückreise gewesen wäre.

 

Nachdem wir uns schon in Schweden 50km unterhalb des sogenannten Polarkreises befanden, brach ein Rohr der Kühlwasserrückführung. Die Odyssee nahm ihren Lauf, Dank der Mobilitätsgarantie eines namhaften Automobilherstellers, saßen wir nun Mitten im Irgendwo letztendlich für ACHTStunden! fest (Reparaturdauer ca.15min bei entsprechendem Material). Aber Mann wusste sich zu beschäftigen…

 

Während der eine Teil Abwurfstangen von Rentieren sammelte, andere wiederum die

 

UNGLAUBLICHEN Mengen Elchsch….e bestaunten, und dafür Vermarktungsideen einbrachte, war Kveiten-Heinz davon wenig beeindruckt. Zumal er den SECHS-UHR-ELCH abwarten wollte um im nächsten Ort einen Kaffee auf unser Wohl zu trinken.

 

Nach erfolgter Notreparatur ging die Fahrt nun Richtung Heimat weiter, die sich bedingt durch den Zwangsstop, auf nunmehr 36Std ausdehnte.






 

Miniaturansicht angehängter Grafiken

 
 

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