Der Lockruf des Heilbutts - Steigen 2010

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Der Lockruf des Heilbutts…

…auf den Spuren der großen Flachen in Steigen Sjøhus

v.l.n.r. Jochen, Tibor, Mathias, Jürgen, Ingolf, Matthias, Jens und Steffen
v.l.n.r. Jochen, Tibor, Mathias, Jürgen, Ingolf, Matthias, Jens und Steffen
Die Idee zu dieser Tour entstand bereits im letzten Jahr, während des Aufenthalts in Steigen kamen wir mit der Gruppe um Steffen Dietze in Kontakt. Es entstanden Freundschaften zwischen Forenmitgliedern, die sich im Laufe des vergangenen Jahres bei Anglertreffen sehr vertieften. So entschieden sich Tibor (Lokison) und ich eine Tour zusammen mit den Jungs in Verbindung mit GFT durchzuführen. Weiterhin konnten wir Angelfreund und Kollege Mathias zu dieser Tour animieren, er hatte im letzten Jahr bei seinem ersten Norwegenaufenthalt Blut geleckt und so fiel es uns keineswegs schwer ihn als Tourmitglied zu gewinnen. Also war die Dresdner Truppe zusammen und schloss sich der Harzconnection an. Diese bestand aus der Heilbuttjungfer Jochen (Harzfischer), Jürgen und Matthias. Zudem kam Angelfreund Jens ( Koehlerzupfer) aus dem Braunschweiger Raum.

Start war am 27.08., Tibor kam bereits am Vorabend zu mir, so konnten wir schon paar Sachen in sein Auto verstauen. Morgens wurde der Rest eingepackt, wir sammelten dann noch Mathias ein und fuhren Richtung Wippra, wo uns Guido Steffen seinen Transporter packend schon erwartete. Schnell wurde unser Zeug eingeräumt denn wir waren etwas spät dran. Nächster Stopp war Harzgerode, Jochen wartete schon einige Zeit vor dem Haus. Dann ging es weiter nach Abbenrode wo Jürgen und Matthias zustiegen. Als Letzten sammelten wir Jens ein, der auf einem Rasthof nahe Braunschweig stand. Damit war die Truppe vollständig und es ging unentwegt Richtung Fehmarn zur Fähre. Auf dem Weg dahin wurde schon deutlich dass wir eine gute Truppe sein werden, wir scherzten viel und brachten natürlich auch unsere Erwartungen zum Ausdruck. Ja so mancher Teilnehmer hatte sich Ziele gesetzt, Jochen wollte nun bei seiner 5.Tour nach Steigen endlich seinen Heielbutt* fangen, ebenso Mathias der außerdem noch einen Meterfisch zu bezwingen hatte usw.

*Das war kein Schreibfehler ? , Insider wissen wie es dazu kam! Nicht wahr, Juido?

In Puttgarten an der Fähre angekommen ging alles recht schnell, die dreiviertelstündige Überfahrt konnten wir teilweise auf Deck genießen denn gen Norden wurde das Wetter immer besser. So erreichten wir Rødby in DK und fuhren weiter nach Helsingør, wo wir auch gleich eine Fähre bekamen.

Steigen Aug/Sep 2010
Steigen Aug/Sep 2010
Damit war Schweden erreicht und nun begann die lange Fahrt zum Tagesziel Søderhamn. Dort kamen wir am Abend an und verbrachten die Nacht im Hotel Linbloman. Morgens halb acht nach dem Frühstück ging’s weiter durch Schweden bis Skellefteå, dann links weg durch die Pampa rüber nach Norge.

Bei bestem Reisewetter kamen wir zügig voran, entlang der Straße konnten wir sehen das auch in Schweden Pilze wachsen und das nicht wenig. Gelegentlich gaben sich auch ein Elch und Rentier die Ehre, ein Exemplar davon war wohl mal als Model tätig, etwa zwei Minuten lang standen wir mit ihm auf einer Höhe und konnten dabei dieses schöne Motiv einfangen.

Blick auf die Anlage Steigen Sjøhus
Blick auf die Anlage Steigen Sjøhus
Gegen halb neun am Abend kamen wir auf Rossøy an, schnell wurde das Auto ausgepackt, das Haus bezogen und unser Guido machte noch ein schnelles Abendbrot. Die Wettervorhersage sah ganz gut aus, es sollte also am kommenden Morgen einer Ausfahrt nichts im Wege stehen. Nun bauten wir noch unser Equipment zusammen und freuten uns auf das was die nächsten Tage bringen sollten. In einer schönen Abendstimmung und bei einem verdienten Kaltgetränk ließen wir diesen Tag der Anreise nun ausklingen.

Nun war der erste Angeltag angebrochen, wir frühstückten 07:00, beim Blick durch das Terrassenfenster hatte ich gar keinen Appetit, ich wollte angeln, wir waren alle total heiß!

So bestiegen wir Punkt 08:00 die Boote, das Führungsboot mit Guido Steffen, Jochen, Jürgen und Matthias voraus und hinterher das Begleitboot mit Tibor, Jens, Mathias und meiner Wenigkeit.
Wenig Seegang ließ uns die Fahrt durch das Schärengebiet schon zu einem kleinen Erlebnis werden, nach etwa 30 Minuten waren wir am Ende der Schären angekommen.
Nun mussten erstmal Köderfische besorgt werden, wir suchten also Köhlerschwärme und als das Echolot Fische im Mittelwasser anzeigte ließen wir unsere Pilker in die Tiefe hinab. Vorerst konnten wir neben den kleinen Köhlern Dorsch, Leng, Lumb und Steinbeißer verhaften. Dann hieß es die Dead Bait’s zu bestücken um sie über Grund dem Butt anzubieten.
Auch in einem verdächtigen Heilbuttgebiet rund um Steigen ist dies eine Geduldsfrage, aber wir waren schließlich auf den Spuren der großen Flachmänner, somit hatten wir ausreichend Geduld mitgebracht.

Bei Sonnenschein und guten 10°C konnten wir nebenbei Seeadler und Möwen bei ihrem Tanz durch die Lüfte beobachten, immer wieder ein grandioses Schauspiel.

Die Boote schaukelten bei sanftem Wellengang im Abstand von etwa 500 Metern so dahin, da durchbrach der Klingelton meines Handys diese himmlische Ruhe. Steffen rief mich an das wir schnell zu ihnen kommen sollten, unsere Heilbuttjungfer Jochen hatte doch tatsächlich einen dieser starken Kämpfer an der Rute nachdem er die erste Attacke des Fisches noch verhaute.

Der Drill
Der Drill
Blitzschnell holten wir unsere Köder ein und fuhren rüber zu den anderen Jungs, Jochens Rute der Balzer Serie 71° North bog sich immens Richtung Wasseroberfläche. Der Seegang ließ es zu beide Boote aneinander zu binden um somit mehr Stabilität zu gewährleisten.
Nach gut 20 Minuten kam der Butt das erste Mal an die Oberfläche, wir hatten also genug Zeit das mittlerweile weit verbreitet angewendete Flying Gaff vorzubereiten und die Kameras für die so beliebten Bilder klar zu machen. Das schien der Butt zu ahnen und verzog sich ohne Ankündigung wieder in die Tiefen des Atlantiks, das wiederholte sich fünfmal, immer wieder zog der Fisch gute 20 Meter Schnur von Jochen’s Avet.
Dann schien die Kraft des Flachmann’s nachzulassen und Jochen pumpte ihn vor das Boot, Steffen setzte den Haken des Flying Gaff perfekt und die Boje begann zu tanzen.

Sollte Jochen’s Entjungferung denn gleich am ersten Tag geschehen?

Na klaaaaaaaaaaar!!!

Butt am Dead Bait
Butt am Dead Bait
Durch die Fluchten war der Fisch schon erschöpft, mit vereinten Kräften hievten wir das Monster ins Boot. Ein lauter Schrei hallte über das Wasser, Jochens erster Butt war Anlass überschwänglicher Freude bei uns allen! Später vermessen und gewogen brachte er einen etwa 1,50m langen und 46kg schweren Fisch zur Strecke!

Herzlichen Glückwunsch, Jochen!
Herzlichen Glückwunsch, Jochen!

Was für ein Auftakt einer Heilbutttour, einfach grandios!
Zufrieden kehrten wir in die Anlage zurück, verarbeiteten die Fänge und Jochen blieb nichts anderes übrig als sich mit den norwegischen Bierpreisen vertraut zu machen!
In einer frohgelaunten Runde und ein paar Entjungferungsbieren ließen wir den ersten Tag ausklingen.

Am nächsten Morgen war vom Frühstücksttisch aus schon zu erkennen das es nicht wieder so eine gemütliche Ausfahrt werden würde. Dennoch ging es pünktlich auf See. Im Bereich der Schären war alles noch im recht erträglichen Bereich, aber sobald wir auf die ungeschützte offene See kamen pflügten sich unsere Boote regelrecht durch die unangenehmen Wellen. Zu dem kamen Regenschauer, was uns die ganze Sache nicht erleichterte. Da wir wieder Köder für die Dead Baits brauchten suchten wir Kanten an Unterwasserbergen ab, hin und wieder waren Signale auf den Echoloten. Wir bekamen dann einige Köhler, die vorerst mal für die Überbeißerangelei herhalten mussten.

So erbeuteten wir wieder einige halbstarke Dorsche welche sich von uns in Grundnähe verhaften ließen. Außerdem landete Mathias noch einen der grauen urigen Gesellen namens Steinbeißer.

Tibor konnte auf Einer der an diesem Tag eher unangenehmen Driften einen Jungbutt von etwa 3,5 kg über die Planken heben, welcher aber nach einem kurzen Fotoshooting sorgsam releast wurde.
Na immerhin, wieder Buttkontakt, das sollte uns für die kommenden Tage Mut machen. Weniger erfolgreich aber hoffnungsvoll fuhren wir zurück zur Anlage, wobei sich immer wieder der Motor des Begleitbootes mit unrundem Geräusch bemerkbar machte. Ich versuchte die Trimmung des Motors zu korrigieren, doch auch das hatte nicht den Erfolg. Das hatte an diesem Tag noch einen Bootstausch zur Folge damit an den Kommenden ohne technischen Bedenken raus gefahren werden konnte. So nutzen wir an diesem frühen Abend die Zeit uns am Buttvideo des Vortages und an anderen lustigen Sachen aus dem www zu ergötzen. Nee nee Jungs und Mädels, jetzt seid ihr auf dem Holzweg, uns ging es um Humor!!! Ich sag nur Couchkartoffelsalat und Elsterglanz…
Die Wettervorhersage für den nächsten Tag war schlecht, so beschlossen wir etwas länger in unseren Betten zu bleiben.

Sauwetter
Sauwetter
So kam es dann auch, Tag drei unserer Tour begann unserseits sehr träge, gemächlich krochen wir aus den Betten und hätten uns am liebsten beim Blick durch das Terrassenfenster wieder hingelegt.

Trotzdem begannen wir gemeinsam zu frühstücken, danach beratschlagten wir die Taktik oder den Verlauf des Tages.
Nach langem Hin und Her viel die Entscheidung doch raus zu fahren, wir wollten möglichst jeden Tag nutzen. Tibor und mir war es doch etwas mulmig zu Mute und meldeten Bedenken an. Dies führte dazu – an dieser Stelle sei der anderen Bootsbesatzung noch mal Dank gesagt – das wir etwas mischten und somit wir drei Dresdner mit Guido Steffen ab sofort unterwegs waren. Da in ihm unser vollstes Vertrauen lag sahen wir nun kein Problem mehr zu starten.

Heilbutt im Ingwer-Rosmarinbett à la Guido
Heilbutt im Ingwer-Rosmarinbett à la Guido
Nach etwa 10 Bootsminuten entschied Steffen das wir nicht Richtung heiligen Berg fahren sondern eher im Norden Engeløya’s unser Glück auf Großdorsch versuchen um dem Wind aus Südwest etwas aus dem Wege zu gehen. So drehten wir ein fuhren weitere 20 Minuten bis raus auf den Vestfjord an ein bekanntes Plateau, welches aus über 150 Metern bis auf etwa 25 Meter anstieg.
Nach längerer Kleinköhlersuche gelang es uns bei widrigen Bedingungen einige schöne Dorsche zu überlisten. Steffen erwies sich wieder mal als Lehrmeister und zeigte uns wie erfolgreich die Überbeißerangelei sein kann. Da wir an diesem Tag doch recht spät raus fuhren fiel die Gesamtangelzeit recht knapp aus, was uns aber nicht störte.
So steuerten wir am frühen Abend mit mittlerem Erfolg die Anlage an und versorgten unsere Fänge.
Steffen zauberte wieder ein leckeres Abendbrot und ganz gemütlich ging auch dieser Tag zur Neige.

Neuer Tag, neues Glück! Frisch gestärkt ging es am Morgen wieder in südliche Richtung, der heilige Berg rief! In der Nähe angekommen stand zuerst wieder Köderbeschaffung auf dem Plan die aber auf Grund mangelnder Kleinköhlerschwärme erfolglos abgebrochen wurde. Außerdem waren auch an diesem Tag die hohen Wellen nicht zu unterschätzen, sie kamen zwar recht lang aber geschätzt bis 2,5 Meter.

Die Drei von der Buttstelle!
Die Drei von der Buttstelle!
Da waren ja aber noch diverse Royber Jigs in unserer Angelkiste und somit wurde mit diesem viel versprechendem Köder gefischt.
Steffen war der Erste der einen kampfstarken Butt bekam, um das Flying Gaff und die Kamera vorzubereiten übergab er die Rute und mir wurde die Ehre zu teil den Fisch bei enormer Drift an die Oberfläche zu pumpen. Das gelang auch nach 10 Minuten ganz gut und ein schicker Flachmann zeigte sich in voller Pracht. Die Landung klappte perfekt und somit kam der nächste Butt von 17,5 kg in Boot. Das war unglaublich, schon wieder war es uns gelungen Mr. Flachmann zu überlisten, dabei war es in unserer Truppe absolut unrelevant wer den Erfolg hatte!

Hallooooo Butt - du kannst dich als geknipst betrachten!
Hallooooo Butt - du kannst dich als geknipst betrachten!
Immer wieder suchten wir Driften über dem Heiligen Berg auf und boten unsere Köder 3-8 Meter über Grund an.
Jochen war erneut der Glückspilz der auf seinen Royber Jig einen kräftigen Biss bekam. Da der Seegang doch recht stark war konnten wir dieses Mal die Boote nicht miteinander vertäuen, nur Steffen stieg über um den Fisch im Bild festzuhalten und das Flying Gaff zu setzten.
Die Freude war auf beiden Booten grenzenlos, Jochens zweiter Butt von glatt 30 kg lag uns zu Füßen.

Joches Kommentar nach dem Fang: “Or nee, schon wieder das teure Bier kaufen!“
Das ist das Schicksal einer Heielbuttjungfer vor und Butthunter nach der Tour.

Wir verzeichneten noch mehrere Fehlbisse, an den Schwänzen unserer Gummis war gut zu sehen wer unsere Köder attackierte. Nach weiteren Driften beendeten wir diesen erfolgreichen Angeltag und fuhren zusammen die Anlage an.

Steigen Aug/Sep 2010
Steigen Aug/Sep 2010
Eigentlich hatte die Tour ihren Namen „Heilbutttour“ längst verdient, wir ahnten ja nicht was am kommenden Tag noch passieren würde. Also versorgten wir die Fische und freuten uns mit den glücklichen Fängern über die Erfolge. Ziemlich entkräftet durch die hohe See und den Ereignissen ging nach einem deftigen Schweinebraten und mit paar Bieren dieser tolle Tag zur Neige.

Der fünfte Angeltag war wieder vom Wetter her perfekt, von Sonnenschein und mäßigem Wind wurde unser Vorhaben unterstützt.
Gleich früh nicht viel Zeit verloren, noch eher wie die Tage zuvor ging es raus auf See. Die Sonne kam langsam hinter den Bergen hervor, sie zauberte einen goldenen Glanz auf die Wasseroberfläche.

Mathias, Glückwunsch zum ersten Meterfisch!
Mathias, Glückwunsch zum ersten Meterfisch!
Aus diesem Grund und wie sich später rausstellte aus noch einem ganz anderen wird dieser Tag wohl ewig in unserem Gedächtnis bleiben. Aber erstmal der Reihenfolge nach.
Unser Ziel war wieder der Heilige Berg. Zunächst wurden auf mehreren Unterwasserbergen Kleinköhler gesucht um den dicken Dorschen nachzustellen und Köder für die Heilbuttangelei zu besorgen. Ein weiteres Reiseziel sollte sich erfüllen, Mathias bekam mit der Überbeißermethode seinen ersten Meterdorsch von genau 14 kg und im Anschluss gleich noch Einen von 11 kg an die Strippe. Das war bei ihm an diesem Tag aber noch nicht alles, auch er war immer noch eine Heilbuttjungfer!

Unser Guido mit seinem Zweiten Butt in dieser Tour
Unser Guido mit seinem Zweiten Butt in dieser Tour
Steffen bekam auf seinen 400 g Pilker in pink in einer Tiefe von 100 Metern einen kräftigen Biss, an seinem mittelschweren Angelgerät eine wahre Herausforderung. Nach gut fünfzehn Minuten kam der erste Butt des Tages an die Oberfläche der genau 17 kg wog.

Eigentlich war für unsere Driften der Wind etwas schwach, dennoch wurde die heiße Stelle immer wieder angesteuert. Die Dead Baits wurden bestückt und in die Tiefe geschickt.
Das Boot mit Skipper Jens war aber irgendwie abseits von der Buttwiese, so rief Steffen drüben an ob was geht. Nein hieß es, wir kommen rüber. Sie fuhren an uns vorbei und stellten sich punktgenau auf den Heiligen Berg. Wir waren beinah eingeschlafen als aus 200 Metern Entfernung ein lauter Ruf zu uns rüber hallte. „Buuuuuuuuutt“!!!

Das erste Mal oben
Das erste Mal oben
Das war Jochen’s Stimme, nee oder?
Zuerst glaubten wir dass die Jungs einen Scherz mit uns machten, aber als wir sahen das sich das Boot drehte - und der Wind konnte es ja nicht sein – holten wir unsere Köder ein und fuhren rüber.
Erneut war es Jochen der auf seinen Royber Jig einen Biss bekommen hatte.

Mit Flying Gaff gesichert
Mit Flying Gaff gesichert
Wieder wurden die Boote zusammen gebunden, Flying Gaff und Kameras in Stellung gebracht. Nach mehreren Fluchten kam ein wunderschöner Fisch an die Oberfläche … und was für eine Granate!!!
Erfolgreich wurde das Flying Gaff gesetzt und der Fisch flüchtete mit der Boje entschlossen Richtung Grund.

Tschüsssss Boje! … und Butt, du kannst dich als gefangen betrachten!

Er gibt sich geschlagen ...
Er gibt sich geschlagen ...
Das war für uns, wie vorher in den diversen Heilbuttfilmen gesehen, ein unbeschreibliches Gefühl dabei zu sein. Das Ganze dauerte rund eine halbe Stunde, noch heute läuft dieses Szenario in meinem Kopf ab. Erfolgreich wurden der Landehaken und die Gaffs gesetzt und schwupp lag der nächste Prachtbutt im Boot.
Beim Wiegen brachte das gute Stück ganze 56 kg auf die Waage. Jochen als jahrelange Heilbuttjungfer hat es fertig gebracht in nur 5 Tagen 3 dieser stattlichen Nordmeerriesen zu überwältigen!

... und zeigt weiß!
... und zeigt weiß!
Mit 4 Mann kaum zu halten
Mit 4 Mann kaum zu halten

Steigen Aug/Sep 2010
Steigen Aug/Sep 2010
Aber da war ja noch was…
Wir beobachteten Möwen auf dem Fjord und uns kam die Idee dort auf große Köhler zu fischen. So lies unser Guido Steffen verlauten die Köder einzuholen und sagte zu Mathias das er den Reservetank zum Nachtanken hinter geben soll.

Blickkontakt
Blickkontakt
Gesagt getan, oder auch nicht!?

Als Mathias seinen Köder einholte wurde dieser von einem Butt gepackt welcher auch gleich einige Meter Schnur von der Rolle nahm.
Kaum zu glauben, das war der dritte Butt an diesem Tag und wenn die Landung gelingt sein überhaupt Erster!

Immer wieder nahm der Fisch Schnur Meter um Meter, das ging einige Male so, nun wusste auch unsere zweite ehemalige Heilbuttjungfer was es heißt einen Butt zu drillen.

Steigen Aug/Sep 2010
Steigen Aug/Sep 2010
Was für eine Flucht
Was für eine Flucht

Hier wurde der Spruch geboren: Guiding ist kein Ponyhof!

Wieder Gaff und Kameras in Stellung gebracht, Grundordnung auf den Boot hergestellt und dann den Drill mit genießen. Es lief alles wie bei den Fischen zuvor, mit einer zuverlässigen Teamarbeit gelang es uns auch diesen Butt zu besiegen.
Mathias war wohl an diesem Tag der glücklichste Mensch, er konnte es noch lang nicht fassen dieses 35 kg Exemplar überwältigt zu haben.

Mathias … du kannst dich als entjungfert betrachten!!!

Glückwunsch zum ersten Butt
Glückwunsch zum ersten Butt
Zwei Riesen
Zwei Riesen

Nach diesen überaus grandiosen Fängen ging es dann nach Hause.

Eine starke Truppe
Eine starke Truppe
Auf dem Weg dahin legten wir noch den einen oder anderen Stopp ein.
Aber dann kehrten wir zurück zur Anlage und versorgten unsere Fänge, da unsere Ausfuhrquote nun erreicht war kamen wir uns überein das Rotbarschfischen am darauf folgenden Tag sein zu lassen. Der Erfolg war für uns Grund genug ein wenig zu feiern, solche Sternstunden erlebt man ja nicht alle Tage, auch nicht in Nordnorwegen! Mit viel Spaß und einigen Getränken wurde bis in die Nacht geklönt.

Putzarbeiten
Putzarbeiten
Am eigentlich letzten Angeltag blieben die Boote im Hafen, es wurde ausgeschlafen. Nach dem jeder was gefrühstückt hatte wurden grob die Aufgaben zur Reinigung verteilt. Dann putzten wir ganz entspannt und ohne Zeitdruck Boote und unser Tackle und verstauten schon einige Sachen für die Heimreise.

Mit ein paar Steaks und Würsten auf dem Grill und den leckeren Heilbuttbäckchen in Folie gegrillt saßen wir am Abend auf der Terrasse und ließen diese Hammer Tour Revue passieren.
Nach der Vertilgung der Restreserven begaben wir uns ins Bett um ausgeruht die Heimreise antreten zu können.

Am Morgen verstauten wir unsere Taschen und Fischkisten im Transporter, reinigten das Haus und kurz nach 07:00 starteten wir in Richtung Heimat. Die Fahrt war sehr kurzweilig, wir hatten ja ausreichend Gesprächsstoff.
In Søderhamn abends im Hotel angekommen gab es noch was zu essen und einen Schlaftrunk, dann machten wir uns lang um nächsten Tag den Rest der langen Tour fit bewältigen zu können.

Bis auf paar Staus kurz hinter Stockholm und dann in Deutschland auf dem Weg von der Fähre nach Braunschweig gelang uns das auch ganz gut.
Spät abends lieferten wir Jens an seinem Auto ab, dann Jürgen, Matthias und unseren Heilbutthunter Jochen zu Hause bevor wir in Wippra dem Ausgangspunkt der Tour erreichten.

Dort packten wir Dresdner unser Gepäck in Tibor’s Auto um während Steffen den Transporter ausräumte und seine Frau uns noch Kaffee und Schnittchen anbot. Damit stärkten wir uns für die letzten gut 200km.
Diese auch bewältigt kamen wir am Morgen in Dresden an und jeder war froh wieder zu Hause zu sein.

Mein Fazit zu dieser Tour:
Es war wieder ein traumhafter Aufenthalt in Steigen, mit dem Wetter und den überdurchschnittlichen Fängen hatten wir Erlebnisse die uns lange in Erinnerung bleiben werden.

Uns wurde deutlich dass man auch mit wenig Angelzeug in den Norden reisen kann, es ist nicht notwendig mehr als zwei Ruten mitzuschleppen. Auch was die Köder angeht hatten wir zu viel mit, beim selektiven Fischen kann man sich gut auf zwei oder drei Sachen beschränken.
Der unbedingte Wille und viel Ausdauer wurden mit gigantischen Fängen belohnt, drei persönliche Rekorde sind gefallen, eine gute Ausbeute meine ich.

Die Zusammenstellung der Truppe war hervorragend, es hat echt alles gepasst!
Wir hatten miteinander viel Spaß, jedem wurde geholfen wo es nur ging. Freundschaften wurden vertieft und sich zu nächsten Treffen verabredet.

Ich möchte mich bedanken:

Guide Steffen
Guide Steffen
• Bei unserem Guido Steffen Dietze, du warst zu jeder Zeit Ansprechpartner, standest uns mit Rat und Tat zur Seite, hast uns erfolgreich zum großen Fisch gebracht, hervorragend betreut und bewirtet sowie unfallfrei und zügig in den Norden und wieder nach Hause gebracht.

Danke Steffen!!! … du kannst dich als genial betrachten!

• Bei der gesamtem Truppe, die im Haus und auf den Booten perfekt zusammen spielte!

Zur Gerätekiste

Ruten: 30 lbs Klasse aus der Balzer 71° North Serie sowie WFT 68° Nord und der Sportex Serie

Rollen: Ein- und Zweigangmultirollen wie z.B. Balzer Adrenalin AS-12, Avet JX, MX und SX, Accurate Boss 870Narrow, Shimano und ABU Garcia

Schnur: 30-40 lbs diverser Anbieter z.B. von Shimano Power Pro

Köder: Dead Bait Head’s 300-650 g von Seawaver Lures, Royber Jig von 300-500g von Köderbau, Pilker 400g S-Jigger von Sølvkroken

Autor Ingeson
Autor Ingeson
Ich hoffe ihr hattet Spaß beim lesen des Berichts und mit den Bildern!
Damit verabschiede ich mich von euch und wünsche noch eine restliche unfallfreie Angelsaison!

Petri Heil …
… euer Ingeson!

 

 

Das war’s noch nicht ganz.
Nun noch paar Impressionen im Bild für die unter uns die nie genug von schönen Bildern bekommen können!

v.l.n.r. Jochen, Tibor, Mathias, Jürgen, Ingolf, Matthias, Jens und Steffen
v.l.n.r. Jochen, Tibor, Mathias, Jürgen, Ingolf, Matthias, Jens und Steffen
Steigen Aug/Sep 2010
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Blick auf die Anlage Steigen Sjøhus
Blick auf die Anlage Steigen Sjøhus
Der Drill
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Butt am Dead Bait
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Herzlichen Glückwunsch, Jochen!
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Sauwetter
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Heilbutt im Ingwer-Rosmarinbett à la Guido
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Die Drei von der Buttstelle!
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Hallooooo Butt - du kannst dich als geknipst betrachten!
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Mathias, Glückwunsch zum ersten Meterfisch!
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Unser Guido mit seinem Zweiten Butt in dieser Tour
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Das erste Mal oben
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Mit Flying Gaff gesichert
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... und zeigt weiß!
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Mit 4 Mann kaum zu halten
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Guide Steffen
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Autor Ingeson
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