Norwegen Angelfreunde

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Malediven März/April 2008

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SchwachSuper 

 

Fischen auf den Malediven vom 27.03.2008 bis 10.04.2008

Nachdem wir 3 ( Henrik -Robert und André ) uns am Flughafen Frankfurt endlich zusammengefunden hatten, ging es noch darum die restlichen 4 Stunden bis zum Abflug abzustottern.

Also ab in die nächste Kaffeeecke und die kommenden 14 Angeltage in Gedanken schon mal erfreut durchzuspielen, so gingen die restlichen Stunden auch fix um.

Der Flieger ging pünktlich in die Luft und ein rund 9 stündiger Flug ging halb schlafend halb dösend vorbei.

Am nächsten Morgen gegen 10 Uhr landeten wir in Malé und ein heißer feuchter Wind zog uns um die Ohren. Der Schiffseigner Mohamed empfing uns wie immer mit wenig Worten, ein "Hello" ist bei ihm schon viel Kommunikation. ;-))

Es ging zügig zum Anleger und ein Taxi-Boot brachte uns auf unser Boot welches in Sichtweite im Hafenbecken wartete und die nächsten 14 Tage unser Heim sein sollte.

An Bord wurden wir von unserer Crew gleich herzlich begrüßt, es wurde kurz noch Diesel aufgenommen und los ging es.

Schnell das Trolling-Geschirr montiert und ab Richtung Norden. An diesem ersten halben Angeltag passierte nicht mehr viel, lediglich ein Wahoo von 13 KG ging noch am Abend auf einem geschleppten Popper, also war das Essen mit frischem Fisch doch noch gerettet.

Die Sonne ging dann noch in schönem Gold unter und wir waren alle drei auf den kommenden Tag sehr gespannt.

Der nächste Morgen ging recht früh los. André war fast immer der erste, gefolgt von Henrik und Robert bildete letztendlich das Schlusslicht an fast jedem Tag.

Es ging schon vor dem Frühstück los mit Trolling also schnell das Angelgeschirr in die Rutenhalter und ab über den Channel ( ein breiter Graben mit sehr tiefen Wasser ).

Plötzlich gibt es hinter dem Boot ein riesen Schwall und André schaut völlig verstört ins Wasser, ein riesen Marlin schraubt sich aus dem Wasser und reißt wahrlich die Schnurr von der 30er Multi, alle in heller Aufregung und Henrik darf den ersten Drill des Tages genießen. Leider knallt plötzlich die 054er Schnur, die Rollenbremse war nicht mit der Waage eingestellt und hat den Widerstand nicht halten können. Naja es ist früh am Morgen und diesen Fisch hätten wir eh nicht landen können, die ersten 250 Meter Schnur waren abgerissen und von einem Stopp war nichts zu sehen, dieser Fisch war einfach riesig und keiner von uns hatte mit solch einen Fisch gerechnet.

Langsam erreichten wir unser Ziel den Norden der Maldiven wir fingen diesen Tag noch einige GT´s und einen Rainbowrunner .

Wieder ging ein schöner Tag zu Ende, am folgenden Morgen ging es wie schon am ersten Morgen erstmal mit Trolling bis zum Frühstück los. Dann sichteten wir einige raubende Thunfische und hatten eine Sailfisch Attacke auf unser Trolling Geschrir, leider konnten wir nichts davon landen.

Der Tag ging mit Popping schnell zu Ende und am Abend konnten wir einige Erfolge verbuchen , es wurden u.a ein paar Giant´s gelandet.

Heute ging es über einen weiteren kleineren Channel hoch in den Norden, schnell waren die Ruten in den Rutenhaltern montiert.

Plötzlich wieder ein singen an einer der Ruten und wieder schraubte sich ein Marlin ( diesmal ein kleinerer als am zweiten Tag) aus dem Wasser.

Robert war dran und wie es der Zufall so will hatte der Fisch auf das kleinste Trolling-Geschirr gebissen. Eine 16er Tiagra mit 20 Pfund Schnurr. Die Rolle hörte anfangs überhaupt nicht auf zu singen und wir waren uns einig diesen Fisch werden wir auch nicht beherrschen können, der Spulenkern war schon deutlich zu sehen und es stoppte einfach nicht.

Dann wurde es langsam ruhiger und es waren beim ersten Stopp des Fisches sicher nur noch rund 50 Meter Schnurr auf der Rolle.

Unsere einzige Chance, also schnell den Skipper die Anweisung geben mit Vollgas dem Fisch hinterher und Robert hat um sein Leben gekurbelt. Langsam füllte sich die Rolle wieder etwas und die Gesichter entspannten sich etwas.

Sollten wir doch eine Chance haben ????

Immer noch Kurbelte sich Robert einen Wolf um die Schnurr schnell wieder auf die Rolle zu bekommen, da ging das Spiel wieder von vorne los.... runter von der Rolle mit dem Gesang einer Nähmaschine unter Vollgas.

Die Minuten vergingen mit ständigen rauf und runter von der Rolle. Robert hatte sich mittlerweile einen Harnes angezogen den die Arme wurden immer länger.

Endlich konnten wir die Doppelleine sehen und alle freuten sich wie kleine Kinder, ein letzter kleiner Ausbruch des Marlin und schließlich wurde er gelandet.

Schnell ein paar Fotos und ein Maßband angelegt danach flott zurück ins Wasser, auf ein wiegen wurde verzichtet.

Der Fisch brachte 2.34 Meter und war gemeinsam gut zu heben.

Dieser Tag war für alle ein großer Erfolg und wird sicher noch lange für Unterhaltung sorgen, es ging mit Poppern weiter und bis zum Abend konnten wieder etliche schöne Fische verbucht werden.

So vergingen die Tage. Ein paar besondere Eindrücke brachten noch die Sailfische, insgesamt wurden auf unserer Tour 3 Stück gefangen.

Der erste ging zulasten von Henrik´s Schultern. Die Sail´s packen leider in den seltenen Fällen einfach den Köder und sausen damit ab.

Vielmehr ist es immer ein schnelles Spiel zwischen ersten anfassen->loslassen und heller Aufregung an Bord weil ein Sailsegel aus dem Wasser schaute... darauf gefolgt das umlegen des Gashebels durch den Skipper und das schnelle einziehen und wieder ablassen des Köder´s.

So auch an diesem Tag, ein surren der Bremse und danach ein schnelles loslassen durch den Sail, kurz darauf ein schreien durch einen der Truppe "Sail.. Sail.." und alle stürmen an die Ruten, jeder schnappt sich eine Rute und bringt mehr leben in die Köder.

Der Skipper reagiert daraufhin mit mehr Gas um die Köder mehr als flüchtende Fische in Bewegung zu bringen. Das hat meist zur folge das der/die Sail/Sail´s  von einem zum anderen Köder schwimmt und überall mal reinbeißt oder in eine Art Fressrausch verfällt.

Mit Glück kann man dann ein oder zwei am Haken festmachen, heute war solch ein Glücktag. Henrik durfte den ersten Sail drillen.

Er bot einige sehr schöne Sprünge, ein wirklich imposanter Anblick wenn solch ein Fisch mit fast seiner ganzen Länge auf dem Wasser tanzt und wilde Schaumkronen erzeugt werden. Letztlich konnte der Fisch gelandet werden und alle waren stolz wie "Oskar", also schnell ein paar Gruppenfotos und zurück ins Wasser.

Außerdem konnte noch ein Wahoo gelandet werden, diese bringen zwar nicht so viel Freude im Drill, aber sind vorzüglich zum Essen.

Werden auch alle verwertet teils durch uns Gäste an Bord und größtenteils durch die Crew und deren Familien.

Ein weitere schönes Erlebnis war die Erlaubnis auf einer einheimischen Insel einen Rundgang machen zu dürfen.

Normal ist es Touristen verboten diese Inseln zu betreten, jede Insel hat einen Eiland-Chief welcher sozusagen die Entscheidungsgewalt hat.

Wir waren ziemlich weit oben im Norden der Malediven und hatten wegen Aufnahme von Frischwasser an einer solchen Insel im Hafen geankert.

Unser Skipper hatte kurz mit dem Eiland-Chief gesprochen und gefragt ob er uns die Insel zeigen dürfe, dies wurde sofort erlaubt und der Chief selber bot sich an uns über seine Insel zu führen.

Man merkte wie stolz die Leute auf ihre neue Schule und der Bücherei waren, diese wurden durch ein Hilfsfond vor 3 Jahren gebaut.

Überall wurden wir freundlich  begrüßt und wir waren sehr erfreut über die Gastlichkeit der Leute.

Am anderen Morgen ging es dann wieder weiter, auf zu neuen Taten und neuen Fischen. Es wurden in den kommenden Tagen immer wieder schöne Fische gefangen, sowohl beim Poppen als auch beim Speedjiggen.

Besonderes Glück hatte hier unser Robert mit seinem Dogthun. Einen konnte er landen und bei einem weiteren Drill bekam er noch einen saftigen Überbiss wo leider nur noch der Rest an die Oberfläche gelangte.

Es folgten noch zwei weitere Sailfische welche André drillen durfte sowie diverse Wahoo´s und Barakuda´s.

Weitere besondere Höhepunkte stellten noch die GT´s mit 15 / 17 / 21 / 24  und 33 KG dar.

Diese Fische haben schon bei Gewichten von 5 KG solche eine Kampfkraft, das es mit den etwas größeren doch eine echte Kraftprobe ist.

Aber wir konnten dennoch auf der Siegerseite bleiben. Schaut selber.

Gegen ende der Reise machten wir noch einen Stopp auf der Heimatinsel unseres Skipper´s, auch diese wurde uns dann gezeigt.

Der Hafen machte einen lebhaften Eindruck und auch die Insel selber hatte viel neue Eindrücke für uns parat.

Hier ein paar Fotos dieser Insel und deren Bewohner.

Alles in allem war es eine super gelungene Reise und jeder von uns dreien würde sofort wieder dorthin fliegen wollen.

Die nächste Reise kommt bestimmt und erstmal werden wir in den Erinnerungen schwelgen.


 

Wir hoffen es hat Euch etwas unterhalten.....

Hier gehts zu unseren beiden Urlaubsvideos Teil 1 / Teil 2

Viele Grüße.... Henrik - Robert und André

 

Weitere Bilder:

 

 

 

 

 

 

 

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