Norwegen Angelfreunde

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Rekefjord 2001

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Bericht Teil 2

Am nächsten Morgen, leichter Westwind, Sonne und eine Temperatur von 18°, war Frühstück auf der Terrasse angesagt. Alles schön aufgebaut, Rundstücke aufgebacken, der Kaffee duftete. Es war einfach nur gut.

 


Es war alles aufgebaut, die Rundstücke waren aufgeschnitten und belegt. Schluck Kaffee und der erste Biss in das Rundstück, die Sonne scheint, es ist warm, so ist Urlaub!

Nach dem 2. Biss ins Rundstück kam der Hersteller der Wurst bei mir in den Verdacht, dass er die Wurst beim in den Darm pressen, in den Sand hat fallen lassen. Beim nächsten Biss erhärtete sich der Verdacht noch mehr. Der muss das in der Sandkiste gemacht haben, Ferkel dass. Dann meinte meine Frau, dass ihre Marmelade sehr „Erdnah“ hergestellt wurde. Auch sie fummelte Sandkörner aus dem Mund. Ich nahm einen Schluck Kaffee und sah auf die Untertasse: ein leichter Sandbelag war da drauf. Also auch in meinem Kaffee. Jetzt wurde der Bock aber fett, so nicht!

Wir sind erst einmal reingegangen und Sandfrei zu essen. Erstaunt darüber, wo das wohl herkommt. Ab da hatte meine Tasse draußen die Untertasse oben. Wenn man weiß was ist, kann man sich drauf einstellen.

Nach dem Frühstück wollten wir dann mal mit dem Boot los und einige Fische ärgern. Also Floater angezogen, Rettungsweste drüber und runter zum Bootshaus. Blick in den Tank, wie erwartet: leer. Reservekanister aus dem Auto und tanken. Entsprechend 2-Taktöl vorher zugegeben und fertig zur Abfahrt.

Ha, hatte sich der Motor gesagt, vor dem Fahren ist das Starten angesagt! Ich habe so rund 10 Minuten den „Ruckswilli“ gemacht, aber das Luder wollte nicht. Meine Frau meinte nur: „Ich hol mal Werkzeug aus dem Auto und lege mich dann in die Sonne“.

Deckel auf. Kein Wunder, dass der nicht starten wollte. Zündkabel und Kerze waren von Außen so verdreckt, da freut sich jeder Zündfunke, dass er außen vorbei gehen darf. Bei der Gelegenheit nahm ich dann noch die Zündkerze raus. Das Teil war derart verdreckt, da konnte auch innen nichts funken. Nach dem Reinigen habe ich den nächsten Startversuch gemacht und siehe da, nach dem 20. Mal anziehen fing der Motor an sich zu drehen. Die blaue Abgaswolke zog melancholisch über den Fjord. Wie bei den Indianern hatte meine Frau das Zeichen erkannt und kam zum Boot. Ich suchte den Rückwärtsgang. Fehlanzeige! Man musste den Motor nur um 180° drehen, dann fuhr das Boot auch rückwärts. OK, dann eben so.

Ich fuhr langsam aus dem Boothaus raus. Dann die Wende und erst einmal vorsichtig Gas geben und etwas fahren, bis der Motor warm war. Wir sahen uns dabei erst einmal den hinteren Teil vom Fjord an. Mit Glück sagte das Echolot 20 m Tiefe an. Viel Kraut auf dem Boden. Also in den vorderen Teil vom Fjord. Die Geschwindigkeit des Bootes war Atemberaubend. Fahrtwind= nahezu Null. Nicht weil das Boot so windschnittig war.

 

Im vorderen Teil des Fjordes erfuhren wir dann auch, warum wir zum Frühstück Sandbelag zu essen bekamen. Dort wurde ein Küstenmotorschiff mit Steinen beladen. Das Gepolter war recht nett, weil die dabei natürlich keinen feuchten Lappen unterlegen. Auf beiden Seite der Steinbruch war landschaftlich nicht gerade erbauenswert. Wir beschlossen deshalb nicht dort hin zu sehen. Also Kopp runter und aufs Wasser sehen. Unten war gerade eine nette Kante und schon gingen die Angeln in Aktion. Pilker wurden nach kurzer Zeit gegen Naturköder getauscht. Hatte alles aber keinen Sinn, das was anbiss kam nach einem Lächeln wieder ins Wasser. Also einpacken, Motor starten und dann mal aufs Meer raus, wind war so gut wie keiner vorhanden.

Motor starten? Als er lief, brauchte ich erst einmal eine Pause, mein Arm hing willenlos von der Schulter herunter und brauchte erst einmal Zuspruch. Dann kam mein Schwur: „Auf dem Wasser wird das Teil nie ausgemacht!“

Wir also weiter Richtung Fjordausgang. In dem schmalen „Kanal“ kamen wir gut weiter, denn von unten hatten wir eine nette Strömung. Dann kam das Leuchtfeuer und mit ihm die erste Welle vom Meer. Das Ding war fast 2 m hoch. Vollgas und den Berg hoch. Auf dem Wellenkamm sofort die Wende und in einem Schwung runter und in den Fjord zurück. Wir bekamen noch den Rest der 2. Welle ans Heck, aber da war die Welle schon entschärft. Zurück zum Bootshaus und erst mal fertig mit Angeln.


Dann wurde Mittag gemacht, drinnen gegessen und draußen verdaut. Ach ja, die Beleuchtung in der Küche habe ich erst einmal instand gesetzt, der Fehler war nicht die Glühlampe sondern die gesamte Leuchte.

Am Nachmittag ab ins Auto nach Hauge um noch einiges einzukaufen. Nette Läden sind dort, aber nichts Ergreifendes. Danach fuhren wir nach Egersund um frische Reker vom Kutter zu kaufen. Denn das darf man nicht auslassen. Der Abend war also gerettet. In Egersund haben wir dann auch noch etwas Wildlachs bekommen, man gönnt sich ja sonst nichts.

 

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