Bjørnevåg, 2 Wochen Fifty-Fifty

Bewertung:  / 0
SchwachSuper 

 

2 Wochen Fifty-fifty Vom 06.09.08 – 20.09.09 Bjornevagferie



Seit Jahren reisen wir als Männergruppe bis zu zweimal im Jahr nach Norwegen, unsere bisherigen Versuche die Frauen von den Landschaften Norwegens zu begeistern hielten sich in Grenzen. So kam es bei einer gemütlichen Runde im Sommer 2007, wir wieder mal aus Jux den Vorschlag machten, 2008 unseren Jahresurlaub gemeinsam in Norwegen
zu verbringen.
Als Antwort von den Frauen, kam für uns Männer völlig unerwartet, „das wäre doch mal was anderes, und keine schlechte Idee“
Das weckte in mir sofort den Jagtinstingt, mindestens 2 Wochen Norge am Stück. Zuerst
mussten wir versprechen, das der Urlaub gerecht geteilt wird, eine Woche Angelspaß und eine Woche mit den Frauen was Unternehmen, danach erfolgte von allen die Zustimmung.
Da ich in den vergangenen Jahren die Vorbereitung organisiert hatte, erklärte ich mich
sofort dafür bereit. Uns war klar, wir mussten unseren Frauen was bieten, also brauchten wir erstmal ein großes Haus mit mindestens 2 Bädern. ( Sonst stehen wir Männer nur Schlange )
Aber für was hat man bei den Naffen ortskundige Angelfreunde, die einen bei der Haussuche mit Vorschlägen unterstützten. Da das Reisegebiet Südnorwegen feststand, entschieden wir uns letztendlich für den Vorschlag von Hoddel “Bjornevag ferie“ bei Jakob und Marit.
Bei Jakob buchte ich direkt das Haus Paradis für September 2008.
Da der Urlaub ja schon auf der Fähre beginnt, buchten wir die Hinfahrt von Hanstholm nach Kristiansand 15.30 Uhr mit der Kat 6 x Captains Dinner (für die Frauen).
Die restliche Zeit, sammelte ich bei den Naffen viele Reisetipps, vorzugsweise die Ausführlich geschilderten von Horst auf seiner Internetseite, hier noch mal unser Dank.
Das Jahr war um, die Einkäufe getätigt, die Taschen gepackt, am 06.09.08 um 02.00 Uhr konnte es von Halle/S. los gehen.



Ein kleiner Teil des Gepäcks



Wir legten öfters kurze Pausen ein

Überpünktlich in Hanstholm angekommen, schüttete es von oben aus allen Eimern, so dass den Frauen die majestätische Hafeneinfahrt der Masterkat leider verborgen blieb. Da wir selber immer nur unten im“Kinosaal“ gesessen hatten, waren auch wir Männer gespannt wie es im all.inklusiv Bereich aussieht. Platz war reichlich vorhanden und Essen und Trinken
war ausreichend. Die Polster von den Sesseln haben auch schon bessere Zeiten gesehen, man hat das Gefühl, das man auf Verschleiß fährt, anstatt mal was zu Investieren ( persönliche Meinung)


Das schlechte Wetter begleitete uns während der gesamten Überfahrt,





den einen oder anderen schlug das schon etwas auf den Magen, aber da gibt’s halt nur eines Augen zu und durch.
Pünktlich in Kristiansand angekommen, fuhren wir an die rote Zollstelle, welche jetzt 200m vorverlegt war (hatten etwas mehr Bier mit) , danach konnten unsere Frauen auf der 1,5 h Fahrt entlang der E39 Ihre ersten Eindrücke sammeln. Pünktlich 19.30 Uhr nahmen wir unser Haus in
Besitz.

 

 











Für uns Männer ( Bodo, Uwe und ich) muss ein Haus funktional sein, ohne viel schnick schnack, aber unsere Frauen( Kerstin,Christiane und Doris ) schauten sich die wichtigsten Sachen genauer an- Küche –Bad- Schlafzimmer und dann den Rest.
Das Ergebnis ließ auch nicht lange auf sich warten, und war einstimmig ! Sie waren von der Ausstattung, Größe und Lage sehr zufrieden ! Und wir Männer hatten alles richtig gemacht.
Nachdem wir mit Jakob die Bootsgeschichte für den nächsten Tag 10.00 Uhr vereinbart hatten, konnten wir in aller Ruhe unsere Sachen auspacken und auf einen schönen Urlaub in Norge anstoßen. Wenn wir Männer für eine Woche zum Angeln nach Norge fuhren, war die Reihenfolge etwas anders, Ankunft Mittag-Ausbruch des Angelfiebers- nach 1,5 h Ruten montiert, Boots-übernahme und erste Ausfahrt.
Der nächste Tag war nicht unfreundlich, die Frauen waren von dem Ausblick auf den Fjord
beeindruckt. Nach dem ersten gemeinsamen Frühstück, packten wir unsere restlichen Sachen aus
und gingen gegen 09.30 Uhr die 150m zu den Bootssteg. Dort war Jakob schon bei der Einweisung der ersten Boote. Da wir ja nun schon in laufe der Jahre viele verschiedene Ausstattungen –Haus-Boot-Filitiermöglichkeiten usw. kennen gelernt haben , hier unser erster Eindruck.


 

Ausblick von Terrasse


Unser Nachbarhaus

Ich packe früh meine Angelsachen aus.




Bodo und Uwe mit Jakob zur Bootsübernahme






Großes Bootshaus mit viel Platz zum Filetieren und man muss nicht im Regen stehen .

 


 


Die Bootsvielfalt, die Steganlage mit dem Bootshaus und dem integrierten Filetierplatz lassen keine Wünsche offen. An allen Bootsanlegestegen ist direkt oder mit Schlauch ein Wasseranschluss vorhanden.
Wir hatten mit Jakob vereinbart, das wir uns vor Ort ein Boot aussuchen, da wir noch nicht sicher waren welchen Angel-Reise-Rhythmus wir einschlagen. Nach dem Jakob alle großen Dieselkutter an den Mann gebracht hatte, beschränkte sich unsere Auswahl nur noch auf die
15 Fuss Boote, ein gelben Kutter der bei Wellengang dazu neigt stark zu rollen oder und das war die beste Wahl, ein Rodmann 620 mit 75 PS/ Diesel. In kürzester Zeit hatten wir die mitgebrachten Routenhalter montiert, das Angelgerösel verstaut und die Segel gesetzt.


Bootsbesichtigung am 2. Steg


Im Vordergrund ist der gelbe Kutter




Gelber Kutter

Kutter mit einer großen Kabine unter Schiff






Auch hier war viel Platz auf dem Kutter, lag nur etwas schräg durch die schwere Winde.





Steganlage am Ufer Uwe wartet auf erste Ausfahrt



Ja da saßen Sie nun, und schauten uns nach wie wir sehnsuchtsvoll dem Meer zu steuerten.



Auf diesem Bild ist ein Teil der Häuser von Jakob und Marit. Da wir mit den Örtlichkeiten noch nicht vertraut waren, fuhren wir nach Karte und trafen draußen auch alle anderen Boote.
Bodo mit der Bootstechnik bestens vertraut, steuerte uns souverän die ganze Woche von den Kletten bis zum Rosfjord. Da ich die letzten Berichte aus der Ecke verfolgt hatte, und die Wassertemperatur noch 17°C betrug, mussten wir die Fische suchen. Fast nur Makrelen die Mengen waren ernüchternd, einen 80er Leng, einen 70er Pollack, zwei kleinere Köhler.
Wir konnten einmal Frischfisch braten und ein andermal 17 Makrelenrouladen räuchern, lecker.
Damit es unseren Frauen nicht zu langweilig wurde und die Wettervorhersage für den nächsten Tag gut war, wollten wir die Frauen mit den Angelvirus infizieren und schlugen eine gemeinsame
Angelausfahrt vor, wo die Frauen unter unserer Anleitung Angeln konnten.

 


 







Bequem ging es für unsere Frauen zu den unergründlichen Fangplätzen, und Sie gaben keine schlechte Figur ab, alle 3 Frauen zogen Makrelen, welche wir Männer fachgerecht versorgten.






Christiane hatte alles im Griff Kerstin hoffte das keiner anbeißt, denkste Sie bissen.


Nach der Angeltour hielt sich die Begeisterung unserer Frauen fürs Angeln in Grenzen, da Wasser nun mal keine Balken hat, blieben Sie lieber an Land ( hat also nicht funktioniert ). Da das mit der Angelei zur Zeit eh nicht der Kracher war, entschlossen wir uns mit den Frauen eine erste Tagestour zu unternehmen.
Am Mittwoch ging es zuerst nach Flekkefjord, das Wetter war durchwachsen. Nach einen Stadtbummel ging es weiter auf der 466 ins Hinterland. Von da auf die 42, links weg auf die 465 in Richtung Knaben. Die prähistorische Stätte bei Lindefjell konnten wir leider nicht entdecken,
deshalb wurde bei Moland am Wasser Rast gemacht und eine andere Route besprochen.






Zurück ging es auf die 43, zu unseren nächsten Etappenziel -Kvasfossen-.






Der einsetzende Regen hielt uns nicht davon ab aus zu steigen, der Lärmpegel des Wasserfalls war trotz seiner geringen Höhe von 38m enorm.




 

 


 

Wir hatten uns vorgenommen, bei besseren Wetter hier noch mal her zu fahren, aber 2 Wochen Urlaub sollten dazu nicht reichen, leider. Und da wir nun gerade unterwegs waren, sind wir die 43 weiter gefahren bis Farsund. Ich weiß zwar nicht ob es touristisch sinnvoll ist bei der Ein- und Ausfahrt von Farsund je 25,- Nok zu erheben, aber nachvollziehen kann man das nicht.





In Farsund entdeckte ich diesen schönen Traditionssegler. Da uns der Ausflug hungrig machte, gaben wir abends Rauchzeichen vom Haus.





Unterhalb unseres Hauses, entstehen noch zwei Ferienhäuser, welche bis April 2009 fertig sind. Am Freitagnachmittag wurde das Boot gereinigt und zur Übergabe vorbereitet. Am Samstag fuhren wir früh nach Lyngdal zum Tourismusbüro um wegen eines Ausfluges am Sonntag was zu klären, aber Samstag ist immer geschlossen. Sind dann noch kurz bei Rema 1000 rein und dann wieder zurück zum Haus.

Von Bjornevag ging es direkt zum Rosfjord, von dort nach Korsham. Wenn man schon die Angelberichte der anderen Naffen liest, so wollte ich mir auch mal die Örtlichkeiten anschauen. Nach einen kurzen Gespräch mit einen Angler welcher von der Kaimauer angelte, waren auch hier die Resultate in der Woche wie bei uns. Da wir aber auf Naturtrip waren, ging es von hier weiter nach Lindesnes.




Der Leuchtturm mit seinen alten Flakstellungen





Parkplatz mit Gaststätte wo wir nach der Turmbesteigung eine Kaffeepause einlegten, recht ist der Haupteingang, sieht von oben etwas futuristisch aus. Kann mir vorstellen dass hier im Sommer der Bär steppt, und die Parkplätze mehr als voll sind.

 

 

 


 

 

 


In Vorbereitung auf die zweite Woche hatten wir uns mit Infomaterial versorgt, der Ryfylke Guide 2008 hatte es uns angetan, wie sehr er uns prägen sollte, konnten wir da noch nicht erahnen.
Wir hatten uns die letztmalig am 14.09. ausgeschriebene Lysefjordfahrt mit der Autofähre von Lauvvik nach Lysebotn und zurück die 45 als Tagesausflug vorgenommen. Abfahrt der Fähre war 11.25 Uhr , das bedeutete für alle im Urlaub 06.00 Uhr aufstehen, 07.30 Uhr ging es los, 240 km bis lauvvik.
Wir dachten das diese Fahrt einer der Höhepunkte werden wird, mit den wir unsere Frauen beeindrucken konnten, für den einen oder anderen wurde dieser Ausflug mehr als ein Erlebnis !!
Ich muss hier kurz erwähnen das meine Frau, Doris Platzangst und Höhenangst hat, und Sie die bisherigen Tunnel unter großer Selbstbeherrschung gemeistert hat, das nur zur Info um diesen Ausflug auch mal aus einen anderen Blickwinkel betrachten zu können.






Die Fahrt verlief problemlos, wir hatten das schönste Wetter, so das wir überpünktlich 10.30 Uhr in Lauvvik am Kassenhäuschen standen. Als ich der Dame mitteilte das wir mit der Autofähre nach Lysebotn wollen, verwies Sie uns auf die Nachbarspur welche wir bis zum Fährhafen folgten um in der gekennzeichneten Spur als erstes Fahrzeug Aufstellung zu nehmen. Auf der gegenüberliegenden Spur war Hochbetrieb, bei dem Wetter wollten alle nach Oanes ( Prekestolen). Die Fähre wechselte schon mehrere Male rüber, als sich hinter uns noch ein Mercedes platzierte ein Norweger. Wir dachten schon wir sind hier fehl am Platz, es war ja fast 11,30 Uhr und jeden Moment musste die Fähre ja hinter irgendeiner Ecke
vorkommen. In der Zwischenzeit nahm der hinter uns stehende Fahrer, - ein Spanischer Norweger- mit uns Kontakt auf, gleiches Reiseziel und ob wir Reserviert hätten, was wir verneinten und auch weiter keine Beachtung schenkten ( hatten in den ganzen Jahren noch keine Inlandfähre vor- reserviert ). Nach dem es schon 11.45 Uhr war wollten wir uns bei der gerade wieder einfahrenden Oanesfähre erkundigen was hier nun ab geht, weil es ging ja rein gar nichts und dafür früh raus und 240 km gefahren. Die selbe Idee hatte auch die Mannschaft der Fähre, als uns ein Mitarbeiter entgegen kam und uns trocken mitteilte „Fähre gekänzelt“.


Ja da bekommst Du erst mal dicke Backen, jeder hatte es im stillen schon vermutet, das hier nichts geht. Wir sind dann zur Spanischen“Großfamilie“ – Mann, Frau und 3 kleine Mädchen und teilten Ihm mit; das die Fähre ausfällt während Er noch telefonierte. Wir Männer merkten das unser Boot hier langsam untergeht, da kam der nette Spanier und warf
uns das Rettungsseil zu in dem Er uns mitteilte, das die Autofähre 15.00 Uhr von Lysebotn nach Lauvvik fährt und das es zu schaffen ist. Es war kurz vor 12.00 da gab es doch nichts zu überlegen rein ins Auto, da machen wir halt die Landstrecke zuerst und fahren die 42 km Fjord mit der
Fähre zurück. Es ging zurück auf die 508, dann auf die 45 bis Svartevartn, von dort haben wir uns in Hochgebirge geschraubt.






Das kurze Tief war vergessen, den Frauen gefiel es, und auch in dieser Abgeschiedenheit gab es die einen oder anderen Spaziergänger,die ohne nach links oder rechts zu schauen quer über die Straße rannten. Als wir im Hochland waren lagen wir gut in der Zeit und legten erst mal eine kurze
Pause ein, mal sehen ob es hier Pilze gibt.





In 20 min. hatten wir fast 2 Eimer voll, und auf der weiteren Fahrt standen die Pilze entlang der Straße wie gesät. An dem großen Rastplatz konnten wir leider nicht anhalten und die wunderbare





Aussicht genießen, es ging an einem blauen Schild vorbei worauf ungefähr stand:

Zitat:
Die letzten 780 Höhenmeter überwinden Sie auf einer Länge von 7,5 km, über 27 Haarnadelkurven und einen der ältesten Tunnel Norwegens !!!!


 

 

 

 


Meine liebe Frau hatte das Schild im vorbeifahren nicht gelesen sonst wäre hier Schluss mit lustig. Ja Ihr lieben Naffen , wer die Fahrt runter nach Lysebotn schon mal gemacht hat, kann sich vorstellen was wir hier zu hören bekamen, noch dazu war unser Bus auch nicht gerade klein. Als alle dachten, das war die letzte Kurve, kam das was kommen musste, ein langer Tunnel der nicht beleuchtet war, und im Tunnel eine 180 ° Kurve hatte.
Ja da war meine Frau ganz schön fertig und ich bestätigte Ihr auch dass wir diesen Weg nicht noch einmal fahren, da wir ja mit der Fähre zurück fahren würden. Hätten wir ein rohes Ei gegen die Stahlfelgen geworfen, wären Sie gebraten worden, so heiß waren die Teile.
Ja da standen wir nun über pünktlich um 14.30 Uhr als drittes Fahrzeug neben 2 Schaftransportern einer davon ein LKW, am Anleger von Lysebotn. In kürzester Zeit füllten sich die beiden Fahrspuren, auch unser freundlicher Tippgeber fädelte sich in die Schlange der Wartenden mit ein.
Als auch 15.00 Uhr noch keine Fähre in Sicht war und der Fahrzeugstrom welcher auf die Fähre wollte ungebrochen anhielt, sickerte langsam durch neuer Abfahrtstermin 16.00 Uhr.






Wir genossen bei traumhaften Wetter die uns umgebende Landschaft mit Ihren 800-900m hohen Bergmassiven. Kurz vor 16.00 Uhr zeichnete sich langsam am Horizont eine Fähre ab, aber da ging es schon los , die Fähre ist doch viel zu klein, da kommen wir nie drauf und so weiter. Ich wollte gute Stimmung machen und hielt dagegen, wartet erst mal ab bis Sie näher kommt, dann wird Sie auch größer und wir sind das dritte Fahrzeug da kommen wir alle male mit drauf. Je näher die „Fähre“ kam um so größer wuchs die Unruhe bei allen Wartenden, denn die Fähre entpuppte sich als Fährchen, dementsprechend vielen auch die Kommentare aus, aber ich hielt immer noch dagegen, wir sind das dritte Fahrzeug.......... .





Die Fähre legte an und es kam uns eine Fährmitarbeiterin mit einen Block in der Hand entgegen und verglich die wartenden Fahrzeuge mit Ihrer Liste !! Ja hier bekam die Frage, habt Ihr vor reserviert eine völlig neue Bedeutung.


Um es kurz zu machen, es kamen die beiden Schaftransporter, 4 PKW und 3 Motorräder auf die Fähre, alle anderen ca. 20 PKW mussten wieder zurück. Ja aber damit fing unser Problem erst an und das hatte einen Namen, DORIS. Als Ihr klar wurde was los war konnte ich mir meinen Teil anhören- ich habe doch gesagt usw. - Sie wollte im Hotel übernachten und am nächsten Tag mit der Fähre fahren, da Sie diese steile Strecke nicht wieder fahren würde. Aber es half ja alles nichts, nach dem wir Ihr klar gemacht hatten das auch am nächsten Tag keine Fähre mehr hier abfährt, ging
es die Strecke wieder Berghoch.

Der Stress war meiner Frau nach dieser Tortur anzusehen.





Wir hätten nie gedacht das wir doch noch diesen fantastischen Ausblick von der Ausflugshütte genießen können, nach einer Imbisspause in der Gaststätte, wollten die Frauen eine andere Strecke zurück fahren, da die letzten km nur einspurig hoch und runter ging. Ich suchte also( die einzige mögliche) mit Bodo eine andere ruhigere Stecke aus.

Von unserem Rastplatz sollte es nach Suleskar über das Hochgebirge am Rosskreppfjorden vorbei nach Brokke-Berg zur Rv 9 gehen.

Die ersten Km gestalteten sich ohne Probleme, aber nach einer gewissen Zeit kam uns eine Rückreisewelle entgegen, wo die Frauen im Auto akustisch zu erkennen gaben das Sie noch da waren und der Begriff -Rücksichtslos- neue Formen an nahmen. Als hätten wir nicht schon genug
erlebt für den heutigen Tag, so wurde Bodos fahrerisches Können voll gefordert. Bei einigen Norwegern welche uns entgegen kamen, muss die Hütte zu hause gebrannt haben. Ohne Rücksicht wurden wir mehrere male gezwungen von der befestigten Straße runter zu fahren da die Haltebuchten auf der Gegenfahrbahn einfach ignoriert wurden.




Staumauer vom Rosskreppfjord


Mit einigen grauen Zellen mehr, sind wir heil an der Rv 9 angekommen, und haben bei Ose am Reiarsfossen erst mal Rast gemacht. Dieser hat einen Höhenfall von ca. 200 m und ist schon beeindruckend wenn man direkt daneben steht.





Der Reiarsfossen mit 200m Höhe Rastplatz direkt an der Rv9

 


 

 

 

 


Da wir sehr viel Zeit im Hochgebirge verloren hatten, ging es jetzt direkt bis Evje, von dort rechts auf die 42 bis Skeie, weiter auf der 43 über Lyngdal nach Bjornevag, wo wir nach 600 km gegen 21.30 Uhr geschlaucht ankamen.
Den Montag sind wir dann sehr ruhig angegangen, aber nach dem Mittagessen entschlossen wir uns zu einen Kurzausflug nach Lista, der Leuchtturm sollte es sein.
Das schöne in der Nachsaison ist, man muss nicht anstehen und die Parkplätze sind fast leer aber auch beim Leuchtturm ist die Saison am 31.08. beendet und somit war dieser geschlossen. Auf dem Rückweg haben wir an den langen Sandstrand gehalten welcher in vielen Berichten erwähnt wurde.



Leuchtturm von Lista



Lang gezogener Sandstrand

Ob Ihr es glaubt oder nicht, am Montag Abend planten wir für Dienstag einen neuen Anlauf zum Lysefjord, unser Ziel war Forsand und der Preikestollen, alle die nicht mit hoch klettern wollten, sollten bei der neuen Preikestollenhütte welche laut -Ryfylke Guide 2008- im Sommer 2008 eröffnete, zurück bleiben.
Als „erfahrene Hasen“ fuhren wir bei mäßigen Wetter los und kamen bei strahlenden Sonnenschein am Fähranleger in Lauvvik an.



Fähre von Lauvvik nach Oanes



Bogenbrücke nach Forsand

Nach einen kurzen Abstecher nach Forsand, standen wir 12.00 Uhr auf dem Parkplatz zum Preikestolen. Auch hier wurden wir von der Realität eingeholt, die neue Rasthütte war noch lange
nicht fertig:-( .
Unter dem männlichen Schutz von Uwe:-) blieben Christiane und Doris am Rastplatz und Kerstin Bodo und ich begannen den Aufstieg. Ich setze jetzt mal nur Bilder vom Aufstieg rein.





Doris und Christiane am Rastplatz Anfang und Ende eines Aufstieges






Erster Teilabschnitt mit klasse Aussicht auf den Rastplatz









Der Aufstieg hält für jeden was bereit, bequem und locker oder anstrengend und steinig.



aber die Möglichkeit zur Rast, gibt es nach jeder Steigung.










Während des Aufstiegs, ging es auch öfters wieder nach unten.










Es war nicht mehr weit, dieses ungesicherte Stück galt es noch zu überwinden. Und man wird mit einer phantastischen Aussicht belohnt wenn das Wetter mitspielt.









Hier oben spürt man den Respekt vor der Höhe, kein Wunder wenn es 600m steil runter geht.

 


 

 

 

 

 


Der Rückweg gestaltete sich einfacher als der Aufstieg, gegen 16.30 Uhr waren wir wieder bei Uwe,Christiane und Doris. Letztere zog mir meine Hammelbeine lang als Sie sich meine Bilder angesehen hatte, na ja so sind halt unsere Frauen (mir hat es jedenfalls gefallen).
Am Donnerstag wollten wir eine von Hoddels beschriebenen Touren einschlagen, auf der E39 bis Egersund und zurück die alte Küstenstraße 44. Christiane und Uwe wollten mal die Ruhe genießen:-) und blieben in Bjornevag.

Wir Vier machten uns Vormittag auf nach Egersund, bei sonnigen Wetter (in Deutschland war es gerade Arsch kalt)erkundeten wir die Stadt und auch das zentrale Einkaufzentrum. Direkt am Wasser machten wir eine Kaffeepause.






Am Hafen von Egersund Mitten im Zentrum, ich war etwas laut einer wurde wach.

Von hier ging es auf der „44“Richtung Hauge, wo wir am Rastplatz über dem Jossingfjord rast machten. Wie von Horst schon beschrieben ist die Gegend sehr geschichtsträchtig.
Nach einer Pause ging es weiter entlang der alten Küstenstraße über die Ana den Lachsfluß, trotz einer Pause konnten wir keinen Lachs mehr entdecken, die Wanderzeit der Lachse war vorbei.





Blick auf den Jossingfjord , original erhaltene Häuser unterhalb des Felsmassivs aus dem 18.Jh

Hinter Ana-Sira ging es wieder die Serpentinen hoch und runter und wie sollte es auch anders sein
wir waren auf einmal mitten drin. Auf einer abschüssigen Kurve verkeilten sich ein Lastzug von unten kommend und ein größeres Wohnmobil vor uns fahrend. Am Anfang war das ja auch noch interessant wie sich das entwickelt, der Wohnmobilfahrer versuchte mehrmals in den Scheitelpunkt der Kurve an den LKW vorbei zu fahren aber ohne Blechschäden an seinen Fahrzeug hätte es nicht funktioniert. Nach über 15 min. sprang der Norweger aus dem LKW und übernahm das Kommando. In der Zwischenzeit hatte sich auf jeder Fahrspur etliches an Fahrzeugen angestaut. Jetzt mussten alle Fahrzeuge auf unserer Spur soweit zurück, das auch das Wohnmobil auf dem knappen unbefestigten Grasstreifen ausweichen konnte. Da die hinter uns fahrenden PKW schon auf den 1m breiten Gras streifen standen, fuhren auch wir rückwärts mit den rechten Rädern auf den Grasstreifen. Wir Männer merkten sofort das hier was nicht stimmt, aber die Frauen mussten es uns laut und deutlich um die Ohren hauen“ wir standen schräger als alle anderen, da im unseren Bereich ein Bach unter dem Gras hervortrat welcher aber schön über wachsen war!“. Ändern konnten wir erst mal nichts, sondern mussten warten das sich die Lage vor uns entschärft was Sie nach über 30 Minuten auch tat. Der Lastzug fuhr im Abstand von knapp 10 cm an allen wartenden vorbei. So jetzt waren wir gefordert, kommen wir hier raus oder sind wir gleich der Mittelpunkt für die anderen? Mit viel Gefühl zog uns Bodo aus den sch.... Graben, das hätte uns auch noch gefehlt.

Nun hatten wir genug Zeit vertrödelt, weiter ging es über Flekkefjord, Feda, Liknes auf die „465 in Richtung Apta. Da wir auch mal abseits von den üblichen Hauptstraßen was sehen wollten, schlugen wir uns direkt vor Apta links ins „Gebüsch“ nach Tosas. Laut Karte ging es hier über Drange, Dragedal zur „464“. Aber wie sollte es auch anders sein wir kamen vom Regen in die Traufe, Fahrbahn wechselte öfters den Untergrund, viele Passagen waren einspurig, und es kam uns kein einziges Fahrzeug entgegen, obwohl wir erstaunt waren das in dieser trostlosen Einöde
solche Häuser standen.



Aber auch dieser Ausflug wurde gemeistert und es gab einiges zu Hause zu erzählen:-).
Der ganze Freitag war verregnet, aber das störte nicht viel, es war Packtag. Nachmittags machte ich mich nochmal auf einen kurzen Weg ca. 200m die Straße an den Häusern vorbei, hatte Uwe eine alte Mühle entdeckt welche ich mir nicht entgehen lassen wollte. Mit dieser Mühle welche 200 Jahre alt war wurde Mehl gemahlen.










Wir verabschiedeten uns von Jakob und Marit und standen am Samstag pünktlich 07.30 Uhr in Kristiansand am Kai der Superspeed 1.
Da der Urlaub auch so aufhören sollte, wie er begonnen hatte, habe wir Captains Class Frühstück gebucht und wurden auch nicht enttäuscht. Unsere Frauen waren mal wieder sehr angetan von einen gewissen Hauch Luxus den das neue Schiff ausstrahlte.






Die Rückfahrt fand bei guten Wetter und ruhiger See statt, abends gegen 19.30 Uhr waren wir
dann wieder in Halle/S. angekommen.




Schlusswort: Wir hatten sehr gute Gastgeber mit Jakob und Marit, das Haus war für 6 Personen
Topp. Bootsmäßig gab es nichts zu meckern und Angeltechnisch ist es halt wie mit dem Wetter.
Wir konnten unseren Frauen viel Norwegen in kurzer Zeit vermitteln ( manchmal mehr als uns lieb war), wir Männer haben in dieser Zeit mehr gesehen als in den ganzen Angeljahren davor. Als wir unser Gerösel zu Hause in Ruhe sortiert hatten, fragte ich meine Frau Doris vorsichtig wie es Ihr gefallen hatte,Ihre Antwort: Das Haus, der Ort, die Landschaft war schon sehr schön, aber die Straßen, die Kurven und die Tunnel haben mir gereicht, fahre Du mal wieder allein nach Norwegen.

In diesem Sinne -Petri- vom Fjordangler.

P.s.: Habe etwas über die Strenge geschlagen mit dem Bericht, aber auch noch vieles weg gelassen.

 

 

 

Fragen nicht nur zu diesem Thema werden hier gern Beantwortet:

http://www.norwegen-angelfreunde.de