Norwegen Angelfreunde

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Farsund 2008

Bewertung:  / 3
SchwachSuper 

 

Farsund 2008 – acht Gaudifischer auf großer Fahrt ...



Neun Monate Vorbereitung, Berge von Angelmaterial eingekauft, Neun-Sitzer vorbestellt usw. ... am 20.06. war es dann soweit ! Vor der Ladezentrale in der Schönbachstraße stapeln sich Taschen, Angel- und Fischkisten, Ruten, Getränke und Verpflegung. Und acht Angler, heiß wie Frittenfett : Manfred (zuständig für die Verpflegung), Jens ( zuständig für Biertrinken), Frank (der Herr des Busses), Patrik
(Bruder und Norwegenneuling), Christoph (noch nie im Meer geangelt), Wilhelm (der Erfahrene 74jährige), Andreas (der gar nicht mehr so Schweigsame) und Robert (ich, der Organisator).


Unglaublich dass der ganze Bettel in den Bus passt, aber dann Punkt 20.00 Uhr starten wir gen Dänemark. Wie immer vier Stunden zu früh drücken wir uns am Fähranleger in Hirtshals rum und bewundern die neue Superspeed I. Mit rd. 20 Minuten Verspätung auf Grund mächtigen Windes legen wir ab ... und kommen mit weiteren 15 Minuten Verspätung in Kristiansand an. Ab auf die Grüne Spur ( wirklich nur geringfügigste Mengen zuviel an Bord !) und durch nach Farsund. Dort erwarten uns an der Statoil-Tanke die wirklich netten Alf und Marie Syvertsen (Haus 206, R. Frühling) und zeigen uns schon mal Haus 172 (Rolf Kjell, in Urlaub). Von dort aus geht’s zu Farsundklaus, der uns in seinen Kutter einweist (schönes Teil, sparsam, mit GPS, Plotter und Echolot technisch hervorrragend ausgestattet). Klaus zeigt uns drei Stellen vor der Küste, empfiehlt aber ein Plateau südlich Lomesanden. Gegen 19.30 Uhr erreichen wir dann Alf’s Haus. Dort liegt noch ein Zettel vom Vormieter und Forenmember Helvikfjord : er teilt uns mit dass in den Schären nix geht und man raus müsse nach Ystesteinen, Kletten usw. Ausgepackt, Grill angeschmissen, saarlännisch gudd gess und flach gelegt ...



Sonntag, 22.06.2008


Es regnet in Strömen, der Wind hat unangenehme 12m/s, wir schaukeln durch die Schären und .... nichts. Gar Nix. Überhaupt nix. Also ab in die Eigvakbucht, drei Makrelen, ein paar Pollack und nen Dorsch überlistet ... finis ! Durchnässt erreichen wir unser headquarter Sörland 206 und überlegen die weitere Vorgehensweise.
Kurzum : an dem Tag lief Fisch technisch nix mehr ... Die Wetterfee zu Hause (meine Alexandra, kurz Mainz genannt) kann keine Besserung erkennen.

Montag, 23.06.2008


Patrik hat Geburtstag, ein Ständchen am morgen und raus ging’s. Wind bei 11 m/s, Und ... nichts. Gar nix, Überhaupt nix. Fünf Makrelen, ein paar Köhler, ein Dorsch, das war’s. Mittags das Geburtstagsmenue und ein „Obschdberremche“ (saarländisch für „Kuchen aus Bisquitteig, mit Früchten belegt“) reingepfiffen, Kaffe getrunken, Pläne geschmiedet. Kurzum : auch an diesem Tag lief nix mehr... Mainz erzählt, der Wind würde sich legen ... Hoffnung keimt auf

Dienstag, 24.06.2008


Fünf Uhr Wecken. Voller Vorfreude brettern wir gen Süden und erreichen die Insel Urdöy. Bereits dort sind die Wellen so hoch, dass wir uns wieder in die Schären verdrücken. Diesmal entern wir austre Spindsfjord, Fischanzeige auf dem Echolot in fünf Meter und 45 Meter, die Drift ist allerdings so stark, dass 300 gr. nicht reichen um anständig zu fischen. Wer aufmerksam liest, weiß was jetzt kommt ... nix. Gar nix. Überhaupt nix. Reingefahren und die Ausbeute der ersten 2 ½ Tage gegrillt und gebacken. Die Truhe war wieder und immer noch leer. Christoph fängt an seine Ausrüstung zu fotografieren; darauf angesprochen meint er, er wolle den Krempel in ebay versteigern. Jens beobachtet einen 10 cm langen Steinbeisser am Bootsanleger, der sich fröhlich die kargen Fischreste reinpfeift, und überlistet ihn. Patrik opfert Neptun und seinem Windgott seine Schnepper- kapp...
Gegen Abend zeigte das Opfer Wirkung : Christoph wollte auch mal fahren, eine Bucht in austre Spindsfjord sollte es sein. Als ich wieder aufsah, befanden wir uns quasi im Endbecken des Fjordes. Wir wollten schon drehen, als vom anderen Boot die Ansage „Fisch auf 60 Meter“ kam. Na gut dann : Reeker dran geklöppelt und los. Was soll ich sagen : 12 sehr schöne Schellis wollten unbedingt mit zurück, wie auch die Hoffnung ... Mainz meldet Windstille am nächsten Tag .. wer’s glaubt wird seelig. Genauso schlafen wir auch ein ...
Mittwoch, 25.06.2008


Tatsächlich, alles ruhig. Los geht’s : wir passieren Urdöy : Ententeich; wir passieren
Sandöya – Faeröya : Ententeich. Dank Klaus’ GPS Daten finden wir das Plateau auf Anhieb. Erste längere Drift : niente. Na ja, neuer Versuch. Zweite Drift : alle Ruten krumm ?! Und zwar bis Mittags um zwei. Unmengen Makrelen, Köhler, ein feister Leng (Glückwunsch Wilhelm !), schöne Dorsche und Pollack kommen ins Boot (letztere immer deutlich hinter dem Plateau bei 50 – 60 Meter). Dazu noch drei Heringe in einer Größe, die ich von dieser Fischart noch nicht kannte. Und ein Rotbarsch (!?). Bei der Heimfahrt ist der Betonmischbehälter an Bord randvoll mit Fisch. Drei Stunden filetieren vergehen wie im Flug, 30 kg Filet wandern in die Truhe, erschöpft aber glücklich grillen wir mal wieder ... Mainz meldet weiterhin wenig Wind, na dann ...

Donnerstag, 26.06.2008


Wieder problemlos raus auf’s Plateau, so doll wie gestern wird’s nicht, und gegen 12.00 Uhr kommt unangenehmer Wind auf. Abbruch und mit 15 kg Filet nicht unzufrieden kehren wir zurück. Mainz meldet leicht bewölkt, mittags sonnig.

Freitag, 27.06.2008


Morgens um fünf Uhr die Rotzaugen aufgerissen : es regnet in Strömen !? Ich beginne an den internet-Kenntnissen meiner Holden zu zweifeln. Kurz telefoniert : wir legen uns noch ein Stündchen und greifen dann an. Gegen 7.30 Uhr geht’s wieder Richtung offene See, der Regen hat aufgehört. Hinter der Durchfahrt Sandöya werden die Wellen unangenehm und wir verkrümeln uns in die Sandbucht südlich Lomesanden. Dort angekommen sehen wir bereits ein paar Landsleute, die fleissig Makrelen fischen. OK, machen wir das auch. Bei den Driften zwischen den beiden Untiefestangen fangen wir dann alles : Plattfisch, Knurrhahn, Köhler, Pollack, Leng, Dorsch, rote Tangdorsche und die unvermeidlichen Makrelen. Um zehn schmeissen wir die Klamotten weg, es wird warm wie Sau ... Gegen Mittag hören wir auf, mit 10 kg Filet beschwert tuckern wir zurück ins Haus 206. Wir grillen mal wieder, räumen zusammen und putzen schon mal etwas vor. Mainz meldet Regen und eine stürmische Überfahrt.

Samstag, 28.06.2008


Nach einem schnellen Frühstück, letzten Feinarbeiten im Haus starten wir gegen 5.45 Uhr zur Fähre. Gegen 7.20 Uhr stehen wir in der Abfertigungsschlange. Es geht allerdings sehr zäh vorwärts. Grund hierfür ist eine Angelgruppe bestehend aus drei Autos mit Plöner Kennzeichen. Scheinbar hat nur einer das Ticket für alle, sie stehen aber auf drei verschiedenen Spuren. Kurz vor acht (Abfahrt !!!) beginnt eine hektische Lauferei, die Norweger vor uns im Wagen verlieren die Nerven. Da wir noch dahinter stehen, und zwar als letztes Auto (!!!) liegen auch unsere blank. Wir ziehen raus auf die Nebenspur, werden abgefertigt und überholen den Norweger. Allerdings nur kurz : Frank nimmt die falsche Einfahrt, in eine Sackgasse und muss dort wenden. Im Bus laufen die Augen blutrot an, nach einem waghalsigen Wendemanöver zieht der Norweger an uns vorbei. Wir sind die Allerletzten. Der norwegische Einweiser sagt nur „takk, takk“ und winkt uns fröhlich durch. Der Norweger fährt unten rein, Frank will nach oben. Das will der norwegische Einweiser aber nicht. Also : Rückwärtsgang rein und auch ins Unterdeck. Um 7.59 Uhr überqueren wir die Bordkante, hinter uns geht sofort die Rampe zu und bis wir per pedes auf Deck 7 sind, fahren wir schon ... Übrigens bei strahlendem Sonnenschein und ohne Wind.
Um 23.15 Uhr erreichen wir wohlbehalten die Ladezentrale und werden freudig von Frauen, Kindern und Hunden begrüsst.
Fazit : ein schöner Urlaub, nette Vermieter, schöne Häuser (näheres in der Häuserdatenbank), an Fisch hätte es etwas mehr sein dürfen.
Danke an Alf und Marie Syvertsen, Rolf Kjell, Klaus (Farsundklaus) und Helvikfjord !

 

 

 

 

 

 

 

 

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