Norwegen Angelfreunde

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Rekefjord 2009

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Rekefjord 2009

 

 

Meine Frau und ich wollten nach überwiegend Spanienurlauben in den letzten Jahren 2009 ein ganz anderes Urlaubsziel ansteuern und die Wahl fiel (wie wir jetzt nach der Reise ganz klar sagen können) glücklicherweise auf Südnorwegen. 

Da wir allerdings erst Anfang 2009 gebucht haben, waren natürlich die in der ersten Runde ausgesuchten Objekte alle schon vergeben.

So fiel die Entscheidung mit Buchung auf den Rekefjord.

Durch Rückmeldungen zum Fjord (im speziellen der Wetterlage und der Fjordausfahrt) wurde die Euphorie zwar erst einmal gedämpft, aber ich kann vorab sagen, wir haben ideale Wetterverhältnisse vorgefunden und es ist kein schlechtes Urlaubs- und Angelziel.

 

Also ging´s am 19.06. um 22.30 Uhr für uns beiden Oberschwaben los, da ja noch einige Kilometer und eine pünktliche Ankunft am Fährhafen Hirthals auf uns warteten.    

Aufgrund der Berichte zur „überfüllten“ Superspeed hatten wir für die Hin- und Rückfahrt Sitzplätze gebucht, was aber auf beiden Strecken nicht wirklich notwendig gewesen wäre.

Die Überfahrt war ruhig und wir kamen bei Sonnenschein in Kristiansand und ca. 2 weiteren Stunden Autofahrt bei unserem Haus an. An diesem Tag war aufgrund Müdigkeit leider kein Angelversuch mehr möglich. Ein schöner Sonnenuntergang auf dem Balkon ist aber auch nicht zu verachten.  

 

Am zweiten Tag ging´s dann aber los Richtung Meer und in Erwartung der durch andere Reiseberichte erwähnten berüchtigten Fjordausfahrt. Da aber das Wetterglück auf unserer Seite war konnten wir doch raus auf´s Meer, haben uns aber erstmal überwiegend auf Höhe des Leuchtturms driften lassen. Geklappt hat´s dann auch mit dem ersten Fisch, einer schönen Makrele.

 

Am zweiten Tag war (wie eigentlich die ganzen 2 Wochen über) Sonnenschein schon frühmorgens, sodass es wieder raus auf´s Meer ging. Der Erfolg heute waren mehrere Pollacks (der größte hatte etwas über 60cm Länge). Da es mit zunehmendem Sonnenstand immer wärmer wurde, ging´s wieder zurück, um die Fänge in schöne Filets zu verwandeln. Man hatte ja zu Hause schon dem Einen oder Anderen „ein paar Filets“ versprochen. Werde ich im übrigen nicht mehr machen, da man sich aus der Verpflichtung heraus sonst nur von Pasta im Ferienhaus ernährt. Ernährungstechnisch wollte ich aber nicht wirklich in Italien ankommen!! Schmeckt zwar auch, aber die selbstgefangenen Fische machen da schon mehr her.

 

Den dritten Tag hatten wir als Ausflugstag nach Sogndalstrand mit Umgebung festgelegt. Kann diesen wunderschönen Ort als Ausflugsziel wirklich nur empfehlen. Die Häuser sind total herausgeputzt und die Gastronomie ist auch top. Für Fotografen, die landestypische Fotomotive suchen ist´s auf jeden Fall ein toller Fundort. So habe ich mir die Art Trockenfisch durch Aufhängen am Gartenzaun als eines meiner Highlights festgehalten (siehe auch Bilder im Anschluss).

 

Die weiteren 3 Tage waren mit etwas mehr Wind für uns unerfahrenen Bootsfahrer morgens dann nicht wirklich was für einen Angeltrip bzw. endete beim ersten Versuch und gleich höheren Wellen mit einer Umkehr in die Hütte. Die Abendstunden haben dann mit nachlassendem Wind dafür wieder Möglichkeiten geboten und es haben sich dann einige Makrelen, darunter auch sehr üppige große Exemplare in unsere Fischkiste verirrt.

Allerdings hatten wir bis zum Ende des 6. Tages immer noch keinen einzigen Dorsch oder Köhler erwischt.

 

Der 7.Tag kann nur als absoluter Ruhetag bezeichnet werden: mit einem Buch erholsam die totale Stille der norwegischen Landschaft zu genießen. War erstaunt, dass ich an einem Tag soviel lesen konnte. Beim Rückweg zur Hütte fielen uns bei den Bootshütten im hinteren Fjordbereich reichlich springende Forellen auf, die wir uns als Angelziel des nächsten Tages auserkoren haben.

 

Also ging´s am 8. Tag nachmittags gleich zu den Bootshütten. Teile der Bucht sind zwar sehr verkrautet, aber zwischen den Bootshäusern gibt´s nen kleinen Steg, von dem aus gut angeln war.  

Die ersten Versuche mit Spinner und Miniblinker blieben erfolglos, bis auf ein paar Nachläufer.

Eine Überraschung der besonderen Art gab´s dann, als ich auf einen kleinen Jigkopf mit Gummifisch (blau-weiß war fast den ganzen Urlaub total als Farbe angesagt) einen schönen Pollack mit ca. 65 cm gefangen habe. Wenn man mit so einem Fisch nicht rechnet ist man natürlich umso glücklicher. Mit einer Forelle wurde es aber übrigens den ganzen Urlaub über nichts an dieser Stelle!

 

Tag 9 war ein wunderschöner Ausflugstag nach Flekkefjord.

Auf der Hinfahrt haben wir im Jossingfjord allerdings ein Naturschauspiel verfolgen können, welches den berüchtigten schnellen Wetterwechsel mit Nebel zeigte (siehe Bilder am Ende).

Da konnte man nachvollziehen, dass so was auf dem Wasser beim Angeln nicht gerade lustig ist.

Bei Sonne war´s fast ein zu warmer Tag für eine Sightseeingtour, aber als Ausflugsziel ist Flekkefjord ebenso zu empfehlen.

In einem Kaffee sitzend den Bootsverkehr zu beobachten kann für einen Oberschwaben auch ganz interessant sein, wenn man selber den Bodensee als größtes „Gewässer“ in der Nähe hat.

Auf der Heim fahrt ging´s noch beim Ruggenstein vorbei, einem lustigen Ausflugsziel für alle Kraftprotze unter den Norge-Fahrern. Selbst bei meiner Frau hat „das Steinchen“ sich minimalst bewegt! Wer total entspannte Momente der Idylle Norwegens erleben möchte, kann am dem Flusslauf beim Ruggenstein mit glasklarem Wasser, eingebettet in Fels- und Waldlandschaft auf den Bänken oder direkt auf den Felsen niederlassen und einfach nur die Ruhe genießen…

 

Tag 10 war natürlich mal wieder ein Angeltrip auf´s Meer angesagt. Der Erfolg dieses Tages war der erste Köhler mit ca. 45 cm, 2 Küchen-Pollacks, sowie ein paar Makrelen. Bei untergehender Sonne mit dem Motorboot wieder in den Fjord zurückzufahren hat schon was für sich und hinterlässt bleibende Eindrücke.

 

Tag 11 habe ich dem hiesigen Angelladen einen Besuch abgestattet und war von der Auswahl, aber auch den passablen Preisen wirklich positiv überrascht. Die Beratung (zwar auf Englisch) war auch top incl. Tips zu fängigen Ködern. Von einem Versuch es auf Lachs im dortigen Fluss zu versuchen wurde mir aufgrund von Niedrigwasser eher abgeraten, da die Lachse anscheinend wg. des fehlenden Niederschlags die Tage und Wochen zuvor nicht steigen konnten oder wollten. Die Fangergebnisse waren auch lt. unserem Hausvermieter der dort direkt wohnt gleich null.

Abends konnte ich dann meine neuen Errungenschaften aus dem Angelladen austesten, habe aber meiner Frau ein mehr als breites Grinsen ins Gesicht gezaubert, als ich aufgrund eines fehlerhaften Knotens einen Blinker gleich ins Gebüsch, anstatt ins Wasser gefeuert habe.

So fängt man keine Fische, aber aus Fehlern lernt man!!!

Dafür war der MeFo-Blinker 2 mal erfolgreich, da es an dem Abend um die Bootshütten im hinteren Fjord anscheinend vor Hornhechten nur so gewimmelt hat. Ein weiterer biss sogar auf Kunstmaden von Berkley. Auf jeden Fall ging´s wieder ohne Forelle nach Hause, obwohl die (wahrscheinlich schon hämisch lachend) reihenweise riesige Sätze aus dem Wasser machten um sich mit Fliegen über der Wasseroberfläche einzudecken.  

 

Am 12.Tag ging´s nach Stavanger.

Eine absolut besuchenswerte Stadt, in der wir zuerst das Ölmuseum ansteuerten und anschließend

mehr als große Augen bekamen, als wir vor einem britischen Luxusliner im Hafenbecken standen.

Da sah ein Omnibus davor wie ein Spielzeugauto aus. Wirklich faszinierend! Wobei die wiederum absolut herausgeputzten und mit viel Blumen verzierten Altstadthäuser in Stavanger die Speicherkarte des Fotos ordentlich gefüllt haben. Für das gastronomische Erlebnis am Hafen muss man zwar etwas mehr hinblättern, lohnt sich aber als Pause mit Blick auf den Trubel am Hafen auf jeden Fall.

 

Der 13.Tag war als letzter Tag mit einer Angelausfahrt vorgesehen und brachte auch noch den schönsten Fisch, einen Pollack mit knapp über 70 cm. Leider blieb die Naturköderangelei erfolglos. Entweder hatte ich die falschen Stellen ausgesucht, oder es war (wie´s einzelne Einheimische auch vermuteten) den Fischen mit 20-21 Grad Oberflächentemperatur lt. Echolot einfach zu warm. Zudem herrschte kaum Drift, sodass man eher auf der Stelle angelte. Ein Erlebnis war aber ein junger Norweger, der mit einer Büchse Bier im Boot und dezenter Discomusik im offenen Boot auf dem Meer schleppte. Lässigkeit á la Norwegen.

 

Abends war leider Packen für den Folgetag mit Rückreise angesagt. Schade!!!

 

Die Heimreise verlief fast wie der gesamte Urlaub, mit bestem Wetter und abends die ganze Rückfahrt auf dem Sonnendeck der Superspeed. Kristiansand bei Sonne zu erreichen und bei Sonne zu verlassen: Herz was willst Du mehr (außer zusätzlich ein paar schöne Fische)!!!

 

Eins ist sicher, nicht nur mich hat das Norge-Fieber befallen. Selbst meine Frau als (bisher) Nichtanglerin hat der Virus erreicht. Schon auf der Heimfahrt meinte sie: „Gell, nächstes Jahr fahren wir wieder nach Norwegen!?!“

 

Ich glaube jeder Norwegen-Fan kennt die Antwort!!!!!!!!!!!!!!

… und jetzt noch ein paar Bilder zum Bericht und zum genießen:  

 

 

 

 

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