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Eigerøy 2010 - so finden sich Freunde

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2010 - ein besonderes Jahr in Eigerøy - ungeplant trafen sich mehrere Angelfreunde und wurden in diesem Urlaub auch richtige Freunde. Man half sich untereinander als kenne man sich schon Jahre und nahm somit nicht nur Fisch mit nach Hause sondern auch gute Beziehungen.

Die Bilder zu den Berichten findet Ihr im Forum der Norwegenangelfreunde,

nämlich genau                         HIER    und     HIER

  

Erster Teil:

Eigerøy 2010, oder prima Fische in Südnorge

von AquaM


Hallo Angelfreunde

Ich werd hier noch mal kurz eine kleine Zusammenfassung unserer
Reise nach Eigerøy eintippseln.
Von unserem Dorschpapa habt ihr ja bereits einiges erfahren, wie
es uns so ergangen ist. Er war auch so freundlich uns mit dem aktuellen
Wetterbericht auf dem Laufenden zu halten und bekam dafür von uns
SMS mit dem neuesten Stand der Dinge.

Wir waren in diesem Jahr das dritte Mal auf der Insel, denn es ist dort
landschaftlich sehr reizvoll und wir haben jedesmal sehr gut gefangen.
Wir mieteten das Haus 191 bei Mach Nord.

Für die Fährüberfahrt buchten wir auf der Fjordcat.
Auf der Hinfahrt gab es ein halbes Stündchen Verspätung, da sie wohl
sehr gut ausgebucht war und man anscheinend etwas Probleme mit dem
Verstauen der Autos hatte. Aber alle Leute hatten Sitzplätze und auf
der Rückfahrt lief alles schnell und problemlos.

Aber kommen wir doch erstmal am Reiseziel an.
Wir packten aus und richteten uns häuslich ein.
Der freundliche Hausbesitzer machte uns noch darauf aufmerksam
dass die Boote jetzt mit neuen Viertacktermotoren bestückt waren.
Sehr sparsam im Verbrauch, wie wir feststellten.
Am nächsten Morgen, einem Sonntag gings dann das erste Mal raus,
um den Schupperichen nachzustellen.
Achim hatte sich auf dem GPS im Vorjahr einige Fangstellen abgespeichert
und siehe da, etlichen guten Pollacks wurde ihr Appetit zum Verhängnis.
Es waren schöne Größen zwischen 60 und 75cm, der Größte hatte 3,3kg.
Die Fische standen in Tiefen von 60 - 80m.

Montag Ruhetag!

Wir wollten einfach mal ein bisschen abhängen und es uns gemütlich
machen. Da wir gesehen hatten es geht was, mussten wir uns mit dem
angeln eh keinen Stress machen. Schließlich waren wir ja auch 14
Tage vor Ort.
Aus den Nachbarhäusern fuhren einige frühmorgens raus und kamen
mit Fisch zurück.
Am Nachmittag frischte der Wind allerdings so auf, dass für keinen
mehr eine Ausfahrt mit dem Boot möglich war.
Montag Abend waren wir dann bei Björn und seiner Truppe (Nachbarhaus)
auf ein Bierchen eingeladen.
Die Jungs waren alle Top Beste Grüße von uns
an dieser Stelle.

Das stürmische Wetter hielt sich auch am Dienstag noch, und so war
einkaufen und ein wenig spazierengehen angesagt.

Mittwoch: Da unser Vermieter immer sagt: "You get fish early in the
morning." Nun, da sind wir halt mal um 4:15 Uhr aus den Federn, um
diese Aussage auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen.
Um es vorwegzunehmen, wir fingen gut, aber besser als an anderen
Tagen? Hm, kann ich nicht unbedingt sagen. Das Angeln ist ja auch
von sehr vielen Faktoren abhängig.
Wir fuhren jedenfalls dann zum Öyagrunnen raus, um den Köhlertrupps
die sich dort oft tummeln, etwas auf den Zahn zu fühlen.
Sie hatten auf uns gewartet und hüpften ins Boot. (Größen zw. 45-65
nahmen wir mit.)
Unter die Gruppe mischten sich auch Dorsche und Pollacks.

Auch am Donnerstag gings wieder raus "ins Blaue"
Es lies sich gut an! Schlag auf Schlag gingen die fetten Pollacks an die
Leine und ich fing einen schönen Leng von 96cm und 4,5kg
Wir schnappten uns das Handy und riefen Björn an: "Fisch für alle,
kommt rüber zu uns!" Die Jungs kamen angebraust und jedes Boot
hatte Superfische. Frank fing sogar dann einen Leng von 102cm.
Der Tag musste gefeiert werden, war man sich allgemein einig, und es
gab noch im Filetierraum ein Schnäpschen.
Die Jungs brachten als Hauptmenü, Wodka mit Feige und wir sorgten
für einen kleinen Nachtisch, in Form eines Ouzo.
Einer der Gruppe, Ulli, erklärte uns an dem Tag, dass einige Angler die
Gehörknöchelchen ihrer Fänge sammeln. Das sei etwas platzsparender
als sich die Wohnung mit präparierten Fischköpfen zu füllen,
meinte er lachend und zeigte uns an meinem Leng, wie man die Dinger
entfernt. Könnte man sich auf die Dauer schöne Halsketten von basteln.

Am Freitag waren wir dann nochmal zu einem Abschiedsgrillen bei
unseren Freunden eingeladen. Wir gaben noch eine Lage Fisch dazu,
den Björn lecker mit Zwiebeln und Knobi im Backofen zubereitete, und
es wurde ein gemütlicher Abend.
(Kleine Randbemerkung: Da saß der gute Brutzel (Schalke) doch
tatsächlich mit einem BVB Fan, friedlich vereint an einem Tisch).
Was es alles gibt!
Da wir uns alle so gut verstanden, machten wir aus, uns auch in der
Heimat mal wieder zu treffen. Wenn nichts dazwischen kommt, wird das
schon Ende des Monats der Fall sein. Wir freuen uns
schon darauf.
Auch in dem zweiten Haus, die Gruppe, war ok, genau wie die drei
Leute die nach Björns Truppe, die zweite Woche, in das Haus zog.
Alle gut drauf und sehr freundlich. Angler sind halt doch eine
große Familie.

Die "Neuen" kamen am Sonntag mit einigen schönen Meerforellen von
einem Landangelgang zurück. Sie erzählten dass sie auch ganz gerne
schleppfischen würden.
Auch mit ihnen sind wir in der zweiten Woche gemeinsam zur Pollackjagd
rausgefahren.
Ich konnte in der Woche noch meinen Rekord bei dieser Fischart toppen,
mit einem 80er Exemplar. (3,8kg)
Spaßhalber habe ich in den Gewässern vor der Insel übrigens so einige
Stunden einen kleinen GJ gewässert, mehr war das aber auch nicht,denn
wollte keiner da ran. Dafür hab ich einen guten Fisch auf ein rotes
Gummibärchen geschnappt, dass ich aus Jux an den Pilker gesteckt hab.

Insgesamt gesehen, hatten wir in der zweiten Woche noch sehr gute
Fänge zu verzeichnen.
Doch wir sind nicht mehr jeden Tag rausgefahren da sich unsere
Fischkisten flott füllten.
Man will ja auch Norwegens Natur nicht nur auf dem Wasser genießen,
und so schauten wir uns die Umgebung auf dem Landweg an.
Da kam so einiges an hübschen Erinnerungsfotos zusammen.

Bei den Ausfahrten die wir in der Woche noch gemacht haben, gibts
noch zwei kleine Storys zu berichten:
Montags konnten wir eine ältere Norwegerin "retten" . Der Motor
ihres Bootes sprang nicht an und sie wollte gerade zu den großen
Rudern greifen, als wir vorbeikamen. Wir haben sie zu ihrem Haus
zurück geschleppt und sie bedankte sich tausendmal. Zeigte uns dann
noch den Dorsch den sie gefangen hatte und fragte ob wir auch Fisch hätten.
Sie hatte in der kleinen ruhigen Bucht gefischt. Draußen vor dem
Leuchtturm wäre sie gnadenlos weggetrieben, dort ist die Strömung
stellenweise so stark, dass man gegen den Wind treibt.
Aus diesem Grund haben wir auch die Handynummern mit den Nachbarn
getauscht. Falls der Motor mal nicht anspringen sollte, muss man nicht
erst den Vermieter hochscheuchen.

Mitte der Woche war es uns dann vergönnt, das erste Mal Schweinswale
zu sichten. Leider waren sie zu schnell für den Auslöser unserer
Kamera, tauchten nur ein paar mal kurz auf, und der Spuk war
wieder vorbei. Wolfgang erzählte uns er hätte mal ganz dicht am Boot
welche gehabt.

An dem Tag hatte Nachbar Kalle noch einen interessanten Fang
gemacht. Er zog eine Penn Rute mitsamt Multirolle aus dem Wasser.
Das Ding war noch wie neu und konnte also nicht allzu lange auf
dem Meeresgrund gelegen haben

So und nun lasst Bilder sprechen. Da hab ich einiges von in Petto,
etwa so um die 70 .
Die werd ich mal nach und nach hier reinrieseln lassen.

Alles in allem war es wieder eine wunderbare Zeit in Norwegen.

Hier noch kurz die Fischsorten, welche an den Haken gingen.
Pollack, Dorsch, Leng, Köhler, Rotbarsch, Wittling.
Der Nachbar hatte in den letzten Tagen schon die ersten Makrelen.

Viele Grüße an euch Alle von

Achim und Mona
 
Zweiter Teil

Eigeroy 2010 - Angelerlebnisse einer anderen Art

von stolteraa


Groß war eines Tages meine Überraschung, als ich lange vor der Zeit im Rahmen einer „Familienzusammenkunft“ einen Gutschein anlässlich meines 65.Geburtstages für einen einwöchigen „Männer-Angel-Urlaub“ nach Eigeroy erhielt.
Vorzeitig deshalb, um die Vorfreude zu verlängern und damit ich mich noch ordentlich darauf vorbereiten kann.
Männerurlaub, das bedeutete meine beiden Schwiegersöhne Frank und Matthias sowie unser Angelfreund Björn aus Nordrhein-Westfalen (den wir mit Familie in Kvernepollen kennen gelernt hatten) mit seinem Bruder Frank und Freund Reimund.

Solch einen Angelurlaub gab es bisher für keinen von uns. Verständlich sicherlich eine bestimmte Skepsis meinerseits: Kommen die jungen Männer mit mir klar?! Und umgekehrt?! Wird Ordnung herrschen oder werden es Trinkerfestspiele? Achtet man aufeinander oder macht jeder, was er will?! Komme ich gesundheitlich klar? Verstehen wir uns auch mit Frank und Reimund, die noch unbekannt waren.

Am 21.05.10, früh um 03:00 Uhr begann die Reise in Rostock. Über Lübeck und Kiel ging es nach Flensburg, wo wir uns mit unseren Freunden trafen und danach die Fahrt gemeinsam nach Hirtshals fortsetzten.




Das Wetter wusste nicht recht, was es wollte: nach dem Sonnenaufgang dicker Nebel, blaue Löcher, wieder Nebel und dann – ja dann begrüßte uns der Norden Dänemarks mit blauem Himmel, Sonne pur, und kaum Wind.

In Hirtshals lag das Skagerrak fast spiegelglatt vor uns und als dann die Katamaran-Schnellfähre „FJORD CAT“ der Fjordline mit fast einer ¾ Stunde Verspätung Fahrt aufnahm, genossen alle Fahrgäste das ungeteilte Erlebnis der hohen Geschwindigkeit.

Das Traumwetter empfing uns 15:00 Uhr auch in Kristiansand, der norwegische Zoll spielte mit und ließ alles passieren, so dass unserer Weiterfahrt über die E 39, ab Flekkefjord die L 44 und ab Egersund die L 502 nichts mehr im Wege stand. Drei Stunden später war es geschafft, wir waren auf der Insel Eigeroy in unserem Quartier eingetroffen.


Der Vermieter wartete schon und eröffnete uns, das dritte bestellte Boot wäre nicht verfügbar. Wir könnten ja zu dritt mit den beiden Ruderbooten (9,9 PS-Motoren) fahren! Kein Streß - das Problem klärte sich später, wir bekamen noch ein Boot und machten natürlich noch abends um 20:00 Uhr seeklar zum ersten Angeltrip. Nach zwei Stunden brachen wir den Test ab: die Fische mochten unsere Pilker nicht, die See war recht kabbelig und wir mussten ja noch unsere Quartiere einigermaßen wohnlich einrichten.


Gegen Mitternacht waren wir fertig, die Autos geleert und nach dem Abendbrot incl. Verdauungstrunk entspannte jeder auf seine Weise,  bevor wir gegen 02:00 Uhr in die Federn krochen; nicht ohne vorher festzulegen, dass um 05:00 Uhr Björn die Wetterlage kontrolliert und bei vernünftigem Wetter alle weckt.

Sonntag Morgen, 05:00 Uhr Wecken, 30 min. später lukullisches Frühstück sogar mit gekochten Eiern und kurz nach 06:00 Uhr verließen wir in Kiellinie unsere kleine Bucht Richtung Meer, die wir nach ca. 10 min erreichten. Obwohl wir weder über Echolote, Kompasse oder (außer Björn) GPS verfügten, hatten wir bei allen Driften beste Orientierung: wir trieben jedes Mal am Leuchtturm Eigeroy fyr vorbei.

Trotzdem hatten wir die angepeilten Stellen wohl doch noch nicht richtig getroffen, auch wollten unsere „Außenbordskameraden“ noch nicht so, wie wir, deshalb liefen wir gegen 10:00 Uhr wieder ein. Einige Pollacks in Portionsgröße brachten wir mit (wieder machte unser sehr seltener Gelegenheitsangler Matthias den ersten Fang) und hatten mit der Fischverarbeitung bis um Mittagessen zu tun.


Jetzt zahlte sich die vorbereitende Organisation aus: Jeder hatte für einen Tag Mittagessen mitzubringen und für die ganze Mannschaft zu zubereiten. Kaum zu glauben: die Männerwirtschaft funktionierte einwandfrei, auch an den folgenden Tagen.



Während sich unser Frank stets mit hohem Einsatz um die Fahrbereitschaft aller Boote kümmerte, war Björn in freiwilliger Initiative unser Chefkoch, der den Hauptanteil an allen gelungenen Mahlzeiten trug. Auch sein Bruder Frank machte sich nicht schlecht und wie man sieht, hat es allen geschmeckt.



Da wir abends wieder aufs Meer wollten, nutzte jeder die Zeit zur Erholung auf seine Weise: Matthias und ich schliefen, die anderen erholten sich beim Fernsehen.


Von 17:00 bis 21:00 Uhr erneutes gemeinsames Auslaufen „vor die Haustür“ und tatsächlich fingen jetzt alle den einen oder anderen Pollack.
Nach der Fischversorgung und Abendessen erfolgte dann erstmals die Auszeichnung des Tagessiegers. Vereinbart war, dass in der Regel nach gemeinsamer Abstimmung der gewinnt, der die meisten Fische fängt. Ausnahme: wenn ein anderer ein sehr seltenes Exemplar oder ein besonders großes fängt, dann ist der Sieger.  Kurz nachdem Matthias erstmals die „Trophäe“ erhielt, hörten wir ein Boot einlaufen und sahen Achim und Mona ankommen, die aus dem Forum kannten und bereits begrüßt hatten.

Als wir dann ihre Fischkiste sahen, gab es kein Halten mehr, dass musste jeder gesehen haben. Mit vielen Fragen und Fachsimpelei störten wir die beiden beim Filetieren, so wenig wie möglich und so gut es ging.
Besonders das Wo?, Womit? und Wie? waren von größtem Interesse.


Und dabei machten wir eine für uns überraschende Erkenntnis: Wir hatten den ganzen Tag versucht, Pollacks an den Felskanten und Hängen an unsere Haken zu bekommen.
Nun hörten wir erstmals, dass die großen Pollacks über ziemlich ebenem Grund, bei Wassertiefen von 60 – 80m ca. 10 – 20m über Grund jagten und erbeutet wurden. Diese Neuigkeit musste am folgenden Tag unbedingt umgesetzt werden!

Montag, nach der Wetterkontrolle 05:00 Uhr wieder Wecken, frühstücken und 06:00 Uhr Auslaufen. Natürlich stand heute die Anwendung des gestern Gehörten im Mittelpunkt, dazu mussten wir weiter raus und hatten tatsächlich Erfolg. Da gegen Mittag der Wind auffrischte, mussten wir aus Sicherheitsgründen das Fangvergnügen beenden, konnten auch abends nicht mehr auf’s Meer. So wurde Frank einstimmig der zweite Tagessieger. Zum Abendbierchen luden wir Mona und Achim ein, es wurde ein gemütlicher Abend zum Kennen lernen.
 
Dienstag früh gab es keinen Weckruf – ein Auslaufen war wegen des Windes noch nicht möglich. So nutzten wir den Morgen zum Ausschlafen. Nach dem Frühstück beschlossen wir, wenigstens einen Versuch zu starten und zu prüfen, wie es vor der Haustür aussieht.


Voller Optimismus ging es hinaus aufs Meer , aber obwohl wir uns schon die ruhigere Gegend ausgesucht hatten, obwohl wir unsere Driftsäcke ausgebracht hatten, war an ein Fischen nicht zu denken. Die Boote trieben so schnell, dass es unmöglich war, die Pilker auf Grund zu bringen. Zusätzlich kam über Land dichter Nebel auf und so brachen wir diesen Versuch nach einer guten Stunde ab.

So fuhren wir nachmittags nach Egersund, um auch die Schönheiten an Land zu genießen.  
 
Abends hatten wir denn doch keine Ruhe – es könnte ja möglich sein, wenigstes von Land aus den Pilker erfolgreich ins Wasser zu werfen. So beschlossen wir – nicht ahnend, auf was wir uns da einließen – mit Floating-Anzügen über die innere Anfahrt zum Leuchtturm zu fahren, dort an Land zu gehen und eine Stelle zum Brandungsangeln zu suchen. Der Weg wurde immer länger, die Beine immer schwerer und die Luft immer knapper. Es wehte kaum noch Wind, die Sonne ballerte so richtig fröhlich und wir flossen in unseren Anzügen fast dahin. Einzig Frank erreichte das Meer, kam aber nach drei erfolglosen Würfen zurück und wir trotteten mehr als das wir marschierten zurück zu den Booten.
Belohnt wurden wir durch eine wunderschöne Abendstimmung: 

Während unserer Gespräche mit Achim und Mona hatten wir ihr Echolot kennen und schätzen gelernt. Deshalb hatten wir vereinbart, nach Möglichkeit im gleichen Gebiet zu fischen. Nachdem wir uns am Mittwoch früh dann auf See trafen, folgten wir Achim mit unseren drei Booten zum Oyagrunnen, wo alle sehr gute Fangergebnisse auf Köhler und auch Pollack hatten. Und wie das Schicksal so spielt: Obwohl ich mit 23 Köhlern die meisten Fische hatte , wurde Reimund wegen seines großen Dorsches einstimmig glücklicher Tagessieger.

Am Donnerstag fuhren wir wieder in aller Frühe hinaus in Richtung Großpollack, aber der Erfolg wollte sich nicht so recht einstellen.
Plötzlich kam Björn angefahren und rief uns zu, wir sollten ihm folgen, Achim hätte angerufen, dort gäbe es viel Fisch, wir sollten hinkommen. Also Pilker beschleunigt einholen und hinterher.

Ja, was soll ich sagen: Monas 4,5 kg Leng nahmen wir mit einem herzlichen „Petri heil!“ zur Kenntnis und packten uns mit unseren Booten um Achims Boot herum.  Achim sagte dann die Wassertiefe und die Position der Fische an und wir versuchten, unsere Pilker vor die Fischmäuler zu platzieren. Und es klappte! Große Pollacks, sogar als Doublette, fingen wir. Achim und Mona füllten im Stillen ihre Fischkiste..
Später ging Frank sogar ein Leng von 102 cm an den Haken.

Damit war klar, dass Frank an diesem Tage zum zweiten Mal Tagessieger wurde. Dies und die beiden Lengs mussten abends natürlich gefeiert werden. Es kamen seitens der Fische und Anlieger aber keine Beschwerden!

Besonders gefreut hat mich, dass auch ich den beiden Angelfreunden aus Hamm etwas zeigen konnte, was sie noch nicht kannten: Das Vorhandensein und Entnehmen der Gehörsteine der Fische. Ich habe dieses Wissen übrigens von Thorsten Ahrens (DEGA-Team), der auf einer seiner DVD über diese Besonderheit spricht.

Freitag früh in aller Frühe zog es uns noch einmal hinaus, aber Petrus war wohl der Meinung, es reiche für eine Woche. Es waren zwar Fische da, aber die mochten uns nicht mehr. Einzig Frank musste „wieder aus der Reihe tanzen“ und ein paar Fische mitbringen. Damit war er wiederum Tages – und sogar Gesamtsieger der Tour und erhielt neben den „Medaillen“ auch einen Anstecker.  Mittags fuhren wir wieder zu unserer Unterkunft, schrubbten die Boote und klarten unsere Sachen auf, einschließlich Großreinschiff in der Unterkunft und Autos packen.



Unser Vermieter kam und nahm die Boote und das Haus ab, ohne etwas zu beanstanden. Den Nachmittag verbrachten wir in aller Gemütlichkeit und erfreuten uns bei dem herrlichen Wetter an der wunderschönen Umgebung.

Abends genossen wir gemeinsam mit Mona und Achim die von ihnen spendierten, von Frank filetierten und von Björn zubereiteten Pollack, dann ging es zeitig in die Federn.




Um 03:00 Uhr war das letzte Mal Wecken, pünktlich um 04:00 Uhr Abfahrt Richtung Deutschland.  Diesmal fuhren wir ab Egersund die E39 und erreichten nach genau drei Stunden Kristiansand.

Wieder machte uns der Nebel streckenweise zu schaffen, lieferte dafür aber nach dem Sonnenaufgang wunderschöne Motive.

Ohne Besonderheiten wurde eingecheckt und auch die Überfahrt verlief problemlos.

Wir fuhren wieder bis Deutschland gemeinsam und trennten uns hinter Flensburg mit dem festen Vorhaben, im kommenden Jahr nach Möglichkeit alle gemeinsam eine solche Fahrt zu wiederholen.

Zu meinen anfänglichen Bedenken kann ich nur sagen: Jegliche Voreingenommenheit für einen solchen Urlaub, anderen, Unbekannten, gegenüber, sind Dummheit. Angler sind wirklich wie eine Familie, in der einer dem andern beisteht, ihn unterstützt, ihm bei Bedarf hilft. Es war ein sehr schöner, harmonischer Urlaub, den ich nicht missen möchte.

Ich danke meinen Freunden, Mona und Achim, dass sie mich dies wieder einmal erkennen ließen.

Euer stolteraa

 

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