Norwegen Angelfreunde

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Flekkefjord 2007 - Listaregion

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Flekkefjord 24.-31.03.2007 bei John Egeland


Hallo Ihr Leute,

nach einer anstrengenden Rückfahrt und ein wenig nachgeholter Arbeit habe ich jetzt Zeit und Muße gefunden, meinen Bericht zu schreiben.

Tag –1, Donnerstag: Abfahrt nach Düren
Am Tag vor der Abfahrt traf sich die Truppe abends in Düren, um noch ein wenig zusammen zu sitzen und zu klönen. Nicht zu spät in´s Bettchen, um am nächsten Morgen frisch und ausgeschlafen zu sein (allerdings hätte ich auch genauso gut im Auto sitzen können, denn an Schlaf war nicht zu denken).

Tag 1+2, Freitag+Samstag: Abfahrt nach Norge
Der nächste Morgen: gegen 08.00 Frühstück, 08.30 Auto packen und ab – nix da, der Schlüssel lag im Auto und Stev´s Frau hatte den Schlüssel mit, mit dem wir das Auto hätten aufschliessen können. Aber gegen 09.00 kam die Holde, schloss das Auto auf und los ging´s. Die Strecke, die ich inzwischen im
Schlafe fahren könnte: Köln, Bremen (erste Pause für das Mittagessen irgendwo im norddeutschen Nirvana). Ab Hamburg immer nördlich, Flensburg, Kolding, Århus, Ålborg nach Hirtshals.
Zwischendrin Scholle (nahm die gleiche Fähre wie wir) und Frank F. (Nachtfähre einen Tag später) über die Verkehrssituation informiert. Ankunft planmäßig um 20.00, damit wir im Hotel Kristiansand noch lecker essen und ein büschen klönen können. Doch das Restaurant des Hotels hatte geschlossen, also in den Kro gegenüber und ´nen dicken Hamburger eingeworfen. Das ist eine sehr empfehlenswerte Variante, leckere Küche mit annehmbaren Preisen. Wie die Kneipe heisst, weiss ich leider nicht mehr, aber es ist das gelbe Haus gegenüber vom Hotel Kristiansand.
Gegen 22.00 Abrücken zur Fähre, und der Schock stand uns allen ins Gesicht geschrieben: 1km Luftlinie vom Kro, am Fährhafen, steht der Regen waagerecht im Wind und es ist saukalt. Das fängt ja toll an.
Und so ging es weiter. Kaum sind wir im Aufenthaltsraum, flüchten wir auch wieder, da man nicht in der Lage ist, zu atmen. Wir sind alle keine schlechten Raucher, aber diese Luft war unerträglich ! Der nächste Schock folgt auf dem Fusse: ein „leicht“ angeheiterter deutscher Angeltourist sagt uns beim runtergehen, wir sollen uns erst mal einen Kaffe ziehen, die Fähre habe 1,5Std. Verspätung. Ich glaube nichts, was ich nicht aus erster Hand erfahre, gehe zur Info und erfahre: die Fähre hat 1,5Std. Verspätung; Ende der
Durchsage. Mehr war aus der Dame nicht herauszuquetschen.
Nun gut, ab zum Auto, Motor an, um nicht zu erfrieren, zwischendurch mal raus, um die Beine zu bewegen.
Gegen 00.15 kam eine Fähre, erste Hoffnung auf eine Fehlinfo, aber das war wohl eine Kystlink. Die Christian IV kam dann noch mit „nur“ 75Min. Verspätung an, allgemeine Freude ob der guten Nachrichten.
Mit dem inzwischen auch angekommen Frank (Scholle) wurden schon Pläne geschmiedet, was man alles fängt, wo man hinfährt, u.s.w.. Doch unsere Probleme waren noch nicht vorbei. Denn anstatt der üblichen ca. 30Min. brauchte die Mannschaft gut und gerne 45Min. um die Fähre zu leeren, weitere 45Min. um die paar Autos und LKW´s (die Fähre war allerhöchsten halb voll) auf den Kahn zu bringen. Ein Phänomen, dass sowohl am nächsten Tag bei Frank F. wie auch bei der Rücktour zu betrachten war. Nun gut, wir
waren irgendwann an Bord, gingen zu unserer Kabine – und meine Tortour fing an. Der erste Mann schlief binnen Sekunden, der zweite brauchte nur wenige Sekunden länger, der dritte fing in Rekordzeit an, zu schnarchen – und war mitnichten davon abzubringen. Kein Papier in den Ohren, kein Kopfkissen auf dem Kopf kann diesen sächsischen Holzfäller von seiner Arbeit abhalten. Nun gut, ich machte aus der Not eine Tugend, gehe schon mal Einkaufen. Fehlanzeige, der Shop macht erst gegen 06.00 auf.

Wieder in die Kabine, der zweite Schnarcher hatte ich sich in´s Konzert eingeschaltet, für einen sensiblen Schläfer wie mich war an Schlaf nicht zu denken. Nach einer weiteren halben Stunde wieder in die Klamotten gestiegen und durch´s Schiff gegeistert. 05.50, mal schnell zur Information, wann denn mit der Ankunft zu rechnen wäre. Die lapidare Antwort war „planmässig, 07.00“. Also hin zur Kabine, die Jungs Aufwecken. Na Klasse, meine Schlüsselkarte lag in der Kabine. Also geklopft, noch mal, beim dritten Mal
ging die Türe auf, ich sage, die Fähre legt pünktlich an - die Antwort war nicht jugendfrei.
Also gehe ich in Ruhe einkaufen und einen Kaffee trinken. Kurz vor Ankunft kommen drei abgehetzte Angler an meinen Tisch und fragen nach Kaffee. Der Shop hat schon geschlossen, es gibt noch den letzten Kaffee, der im
Stehen reingeschüttet wird und los geht´s. Los, ja, wohin denn ? Weiss jemand wo wir stehen ? Ja, das Auto steht irgendwo in der Schräge, F5 oder so... Klasse, wir waren wohl die vorletzten am Auto, jedenfalls
sassen wir kaum drin, da ging die Rampe runter und wir fuhren los. Der erste Zöllner war meinen einem anderen Auto beschäftigt, ein zweiter sah uns gelangweilt an und gab uns die Ausweise wieder, ohne uns auch nur eines Blickes zu würdigen. Ja, wie denn, was denn, war´s das jetzt ?? Ja, das war´s !
Die weitere Fahrt durch das wunderschöne Süd-Norwegen wurde von reichlich Blitzern (Stev ist genau Limit gefahren !) und der schönsten Sonne begleitet.
Vorab gesagt, hat uns diese Sonne bis Samstag nicht mehr verlassen, teilweise sassen wir nur mit T-Shirts bekleidet im Boot. 30Min. vor Ankunft bei John, unserem Vermieter angerufen, der auch pünktlich vor Ort war. Das Haus gezeigt, die Boote (ein 15“ Pioneer mit 20PS und ein 18“ Hanswick mit 40PS und Steuerstand). Truhe angeschaltet (die Frage „braucht Ihr die wirklich ?“ brachte uns ein wenig aus der Fassung, aber ein entschiedenes, vierstimmiges „JA !“ brachte unser Gleichgewicht wieder in´s Lot.
Direkt nach dem Auspacken ging es an die Boote, Tank und Angelausrüstung hinschleppen, die gestählten Körper in die Boote geschwungen und ab ging die wilde Fahrt.
Im Kanal natürlich nur mit den erlaubten 5 Knoten, danach ging´s los, Hoddels Skizzen und Trolls Tipps auf den Knien. Am Ende dieses Abends wussten wir, was die Frage mit der Truhe sollte. 2 Boote, 4 Mann, 1 Köhler. Welches Glück, dass wir Verpflegung mitgebracht hatten ! Zum Abendessen gab es Brot, Wurst und Käse, danach haben wir uns
auf´s Ohr gehauen.

 

 

 

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