Norwegen Angelfreunde

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Flekkefjord 2007 - Listaregion - Teil 2

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Blick nach Flekkefjord

3. Tag, Sonntag: fast ein Angelfiasko
Das Ende des ersten Angelausflugs wurde der Anfang des zweiten. Nichts, nada, kein Fisch schien da zu sein. Keine Fischanzeige auf dem Lot. Gut, auf die Dinger verlässt sich sowieso kein Angler, also eine schöne Kante gesucht und gepilkt. Nun ja, Wasser war da, Felsen, ein wenig Tang, Fische vielleicht
auch, aber keiner biss. Also hin zum nächsten Hotspot, die Muschelzucht, ist ja gleich um die Ecke.
Sieht schön aus da, kaum Drift, kein anderes Boot, schön warm. Ob der zu erwartenden, heftigen Drills schon mal den dicken Pullover aus, den ersten 100er ausgepackt. Nix. OK, die stehen nicht auf Silber, wenn´s hell ist, soll man dunkle Köder nehmen. Mögen die auch nicht. Rot: nix. Gelb: nix. Speedy´s
Geheimtipp: nix. Also auf zur nächsten Stelle, das gleiche Drama.
Danach erst mal nach Hause, ein Kaffee und ein Brötchen später ging´s wieder raus. Dieses Mal ging´s Blubberblasenbucht, mal sehen was da geht. Ein Blick auf´s Echo: da stapelten sich die Fische. Hier sind die also alle !! Ruten raus, 75er in Silber dran uns los geht´s. Ergebnis kennt man ja, nix. Aber da war doch noch was.
Troll hatte irgendwas von den Blubbern geschrieben, direkt dran, max. 3 Meter entfernt. Versuch macht kluch, also ran und rein. Man sollte es nicht glauben, aber der Pilker war noch nicht ganz unten, da rappelt es
im Karton und ein netter Seelachs zeigt sich nach (enttäuschend) kurzem Drill. So ging das etwa 1,5Std. lang, immer wieder umsetzen, da sich das Pioneer nach jedem Lüftchen dreht und jedem solchen
hinterher hechelt. Ergebnis waren für Boot 2 (Markus und Stefan) etwa 20 nette bis schöne Köhler, die gegen Abend auch wirklich Spass im Drill machten. Ca. 18.00 zur Fjordhütte, Fische filitieren und zu Hause eintüten. Boot 1 (Stev und Jürgen) waren in gleicher Location ähnlich erfolgreich. Abends gab es den Fischauflauf aus der Foren-Küchenecke. Wirklich empfehlenswert. Schnell gemacht und suuuper lecker !


Die Blubberblasenbucht

4. Tag, Montag: Die Fjordumgebung
Heute wollten wir die näheren und weiter entfernten Ecken unserer Umgebung angeltechnisch erkunden.
Kanten, Plateaus, Buchten, alles haben wir versucht, Dutzende von Pilkervarianten, mit und ohne Vorfach:
nix zu machen. Manchmal waren Fischanzeigen auf dem Echo, manchmal nicht. Gegen 14.00 waren wir wieder an der „alten“ Wirkungsstätte, die zwischenzeitlich auch andere Boote entdeckt hatten. Zwei Boote
kamen aus Abelsnes, einige aus dem Fedafjord, wieder andere aus der näheren Umgebung. Jeder wollte eine „Blubber“ besetzen, was bei 2 „Blubbern“ und teilweise 8 Booten nicht richtig Spass macht. Aber jeder
hat seine Fänge gemacht, leider auch wieder einige Raubfischer, die jeden, auch noch so kleinen Fisch mitnahmen.
Am Ende des Tages gab es zumindest für Boot 1 und 2 aus der hessischen Forenfraktion beim Filetieren gut was zu tun. Abends wurde der frisch gefangene Seelachs paniert und ausgebacken, mit gekauften aber verfeinertem Kartoffelsalat und Remouladensauce verspeist. Auch eine wirklich feine Sache, die nichts mit Fischstäbchen oder Seelachs vom Rummel gemein hat.



Panorama vom Boot

5. Tag, Dienstag: Das Glück verlässt uns
Ab dem vierten Tag entschieden wir, nur noch ab Mittags angeln zu gehen und statt dessen Vormittags lieber das Städtchen zu erkunden. Wir wollten Einkaufen, wollten was nettes für die Mädels daheim mitbringen und auch das Städtchen, von dem mir Hoddel immer so viel vorschwärmte, anschauen.
Kurz gesagt: Flekkefjord ist nicht gerade Köln oder Berlin, aber das hat niemand von uns erwartet. Ein wirklich hübsches Städtchen, mit vielen netten Geschäften und höflichen, etwas zurückhaltenden Einwohnern.
Aber das kennt man von den Nordleuten. Der erste Anlaufpunkt war natürlich der ortsansässige Angelladen. Die Inhaberin erkannte uns schon als Angler, bevor wir auch nur den Fuss in der Türe hatten.
„Kein Angeln, noch nicht da“, war die Aussage. Nun ja, Angelzubehör gibt´s ja in jedem Supermarkt.
Sogar in jedem Werkzeugladen. Im Einkaufszentrum, in dem sich auch der Spar befindet, fanden wir einen Sportladen, der ein kleines, aber gutes Angelsortiment anbot. Dadurch wurden unsere Fangerfolge nicht besser, aber die Verkäuferin war schon mal einen Blick wert (natürlich nur die Kollegen, ich nicht !!)
Mittags sollte es nach Abelsnes gehen, über die Untiefen rein in die erste Bucht – wir kamen uns fast vor, als hätten wir die örtliche Müllhalde entdeckt. Das ganze Ufer voll mit Müll, vor lauter Tüten, Säcken,
Eimern und wer weiss was sonst noch, es war kaum etwas vom Ufer zu sehen. Dass wollten wir uns denn auch nicht antun, noch dazu, als dass unser Pioneer wieder dem Wind hinter hechelte und die dadurch entstehende Drift nicht angenehm war. Also wieder zurück, ein wenig rechts schauen, ein wenig links, viele Fotos geschossen, aber nichts gefangen. Die grandiose Landschaft hat uns, wie die ganze Zeit, reichlich dafür entschädigt. An diesem vierten Tag sollte uns sogar das Glück an der Blubberblasenbucht
verlassen, zum Glück jedoch nur temporär. Von 14.00 bis 18.00 nur 6 Köhler für 4 Mann.
Abends gab es Kesselgoulasch, einen kleinen, mitgebrachten Mirabellenschnaps und ´ne Runde Skat kloppen.



Blick in Richtung Stolsfjord

 

 

 

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