Farsund und Umgebung

Bewertung:  / 0
SchwachSuper 

  

Rund um Farsund ein kleiner Reisebericht

 

 


Am 16. Juni 2007 um 05.30 Uhr in Kiel gestartet, machten wir nach 3-stündiger zügiger Fahrt durch DK Rast auf dem Weg nach Hanstholm zum Fähranleger von Masterferries. Die Spannung auf dieses, sich selbst als schnellste Fähre der Welt bezeichnende „Schiff“ stieg.

Pünktlich um 12.30 Uhr legte sie ab

 

 

und der gemütliche Teil der Reise konnte beginnen.

So gegen 14.30 Uhr waren wir dann in Kristiansand und es fing an zu regnen, was sich bis zur Ankunft am Haus und in den Abend hinein fortsetzte. Die Hauseigentümer kamen und zeigten mir wo die Boote lagen. Ein Ruderboot 50 m vom Haus entfernt am Laulandsvatnet und ein Ruderboot mit 5 PS Außenborder am 1,5 km entfernt gelegenen Lyngdalsfjord in der Bucht südlich von Fulland.

Als notorischer Frühaufsteher lugte ich dann gegen 4.30 Uhr erstmals aus dem Fenster. Der Regen hatte aufgehört und der Himmel sah aus, als würde er demnächst aufreißen. Ich also raus und zum Boot am See.

Auf dem Weg dorthin störte ich einen prächtigen Hirsch und seine Frau beim Frühstück. Leider bekam ich die Kamera nicht so schnell aus dem Halfter wie die beiden weg waren. Und außerdem wollte ich angeln und nicht jagen.

 

Der See lag ausgesprochen ruhig da und nachdem ich das Boot leer geschöpft hatte, ging es los. Mit Honigmade auf Forelle.

Und wie ich vermutet hatte, riss es wirklich auf.

 

Und mein Schwimmer ging direkt vor den mit Seerosen bewachsenen ufer nahen Stellen zweimal

 

mit Erfolg

unter!

 

Somit war ich schon vor dem Frühstück meines ersten Urlaubstages erfolgreich.

 

Einziger Nachteil dabei war, dass mir „Knot“ ziemlich zugesetzt hat. Das war echt nicht lustig.

Entsprechend „autanisiert“ ging`s die nächsten Male wesentlich entspannter zu.

 

Dieses Spielchen klappte in der ersten Woche insgesamt zwölfmal. Immer so zwischen 5.00 Uhr und Frühstück oder nach dem Abendessen und 23.00 Uhr. Diese Bachsaiblinge sind keine Riesen aber geräuchert oder „in Sauer“ aller erste Sahne!

 

Das Wetter entwickelte sich zu einem Prachtsommer und lud zu den unterschiedlichsten Ausflügen in die nähere Umgebung ein.

 

 

z.B. nach Lista Fyr und Farsund sowie

 

Austhasselstranda bei Nesheim und Kap Lindesnes

 

Alle sehr empfehlenswert und innerhalb von max. 1 Stunde Fahrt erreichbar.

 


 

Bericht Teil 2

 

 

Dann war da ja aber auch noch das Ruderboot am Fjord. Und das Kapitel Meeresfische sollte mit Inhalt gefüllt werden. Vom Vermieter hatte ich für eine Woche einen 5 PS Außenborder dazu gemietet (700 NOK inkl. 10 Liter Sprit). Den Liegeplatz zu erreichen war schon ein kleines Abenteuer für sich. Der Weg wurde immer unbefahrbarer aber die Angelausrüstung zweimal 500 m zu schleppen, hatte ich irgendwie schon vorher ausgeschlossen.

 

Insofern musste ich da durch.

 

 

 

um da anzukommen.

Bei meinem ersten Ausflug mit der „Plastikschnecke“ fand ich allerdings Verhältnisse vor, die mich sehr beruhigten, was ich dann auch lange auf mich wirken ließ.

 

 

Bis mir dann irgendwann einfiel, weswegen ich eigentlich da war, hat es schon eine Weile gedauert. Denn bei diesen Eindrücken denkt man nicht ans Fischen. Aber wer hätte das nicht auf sich wirken lassen.

Habe dann doch noch die Kurve gekriegt und die Gegend von Sandvika bis Slettestrand nach Mefos abgesucht. Da waren welche, was ich an den Bewegungen auf der Wasseroberfläche erkennen konnte. Aber eingestiegen ist keine.

Am Nachmittag bin ich dann mit Frau und Schwiegermutter Richtung Åpta ein bisschen spazieren gefahren, was uns richtig gut gefallen hat. Kein Wunder, bei dem Wetter.

Und weil es so viel Spaß gemacht hat, haben wir das den nächsten Tag gleich wiederholt.

Nun aber auch noch Schwiegervater und `ne Angel mit an Bord.

Und wenn man am wenigsten damit rechnet, passiert es dann doch manchmal.

Und

dieses zauberhafte Quintett landete am Abend auf dem Grill.

 


 

Bericht Teil 3

 

Ach ja, und Ausflüge haben wir dann auch wieder welche gemacht. Und auf die Gefahr hin, dass Neid aufkommt, das Wetter war wirklich so gut, dass ich das sogar nachvollziehen könnte.

Und an dem Tag in Lomsesanden mussten wir uns dann sogar abkühlen.

weil die Sonne es so gut mit uns meinte.

 

Diese in der Hochsaison sicher nicht mehr ganz so leeren, herrlichen Sandstrände kann ich übrigens auch Familien mit Kindern sehr empfehlen!

Das Wasser bleibt vorne an lange flach, ist kristallklar und sauber.

Und selbst bei Wind dürfte in den Dünen immer ein geschütztes Plätzchen zu finden sein.

An diesem Tag dürfte das Wasser knapp 18 Grad gehabt haben.

 

Und dann war da noch die Geschichte von dem Boot, was ich in der zweiten Woche dazu mieten wollte. Geplant und vorgebucht war das

 

 

geworden ist es das

 

und ich bzw. wir vier haben es nicht eine Sekunde bereut.

 

Wenn man nämlich schon in Farsund ist und das Glück hatte, sich mit Klaus verabreden zu können, sollte man sich auch seine Ratschläge und Tipps zu Herzen nehmen.

Selbst mein Schwiegervater, der nach eigenem Bekunden außer der MasterCat kein weiteres Schiff bzw. Boot betreten wollte, hat sich sichtlich wohl –weil sicher- gefühlt und sogar den Steuermann gegeben. Und wir haben weiter Fische gefangen und sind davon auch noch satt geworden.

u.a. von gebratenen Makrelenfilets „in Sauer“ an einem Hauch von Hornhecht.

 

Und nach 10 Tagen Sonne fing es an zu regnen und zwar 36 Stunden am Stück. Das Ruderboot am See hatte ca. 200 Liter geschluckt aber der Stimmung tat das keinen Abbruch. Zumal ich nunmehr Zeit für das hatte, weshalb ich auch noch gekommen war.

Sicher wäre Flekkefjord bei Sonne noch schöner gewesen aber mal ehrlich, bei so viel Glück mit dem Wetter, wie wir bis hierher hatten, konnten wir das locker weg stecken.

 

Damit –also nun nicht nur mit dem „Ruhen“ sondern insgesamt- war dann die Zeit auch langsam um. Noch ein kurzer Abstecher nach Loshamn

 

 

und wir reihten uns bei denen ein, den es genauso ging,

 


sagten Tschüß Norge

 

gaben Gas

und zwar richtig

So weit so gut. Ich hoffe, es hat dem geneigten Leser und Betrachter soviel Spaß gemacht wie mir in Norwegen als auch beim Verfassen dieses kleinen Reiseberichtes.

Falls sich der ein oder andere fragen sollte, ob ich denn nix anderes gefangen habe als Bachforelle und Makrele, hier gleich die Antwort: Doch, einen Hornhecht!

Beeinflusst durch die Tatsache, dass ich noch viele andere Gründe hatte, wieder mal in Norwegen Urlaub zu machen (zuletzt im Jahr 2000) und diese Gründe auch alle zu ihrem Recht und meinem Wohlbefinden kommen sollten, war das absolut okay so. Meine Erwartungen wurden voll erfüllt und dieser Virus, der uns alle infiziert und mit nichts anderem zu bekämpfen ist als sobald als möglich wieder hinzufahren, ist ausgebrochen.

 

Und nur darum geht’s.

 

In diesem Sinne

Hilsen fra Kiel Ragnar (Raggi)

Einen besonderen Dank möchte ich noch an die Forenmember -allen voran Hoddel- richten, die mit Rat und Tat da waren, als Hilfe und Tipps gefragt waren sowie

einen speziellen Dank an Klaus Müller –uns allen als Farsundklaus bekannt- dafür mich vor Ort so freundschaftlich unterstützt zu haben und dafür, dass ich das Video vom Kampf mit dem Heili vor Island sehen durfte.

 

 

 

 

Fragen nicht nur zu diesem Thema werden hier gern Beantwortet:

 

http://www.norwegen-angelfreunde.de