Südnorgwegen - Traumland

Bewertung:  / 1
SchwachSuper 

 

Ein Versuch, Norwegen – das Land unserer Träume – mal nicht nur von der Anglerseite zu sehen

Verführt von Freunden, die Norwegen durch eine sehr schöne Reise mit den Hurtig-Ruten kennen gelernt hatten, begaben wir uns im Mai 2004 zur ersten Reise das erste mal gen Norden – ungeahnt, mit welch emotionaler Wucht uns dieses Land treffen würde, ja sogar unser Leben verändern würde.

Abgelegt an einem tristen Berliner Alltag, nach mühevollem Beladen unseres treuen Gefährts – hatten wir nun alles???: Klamotten, Ausweise, Reiseproviant, Essen und Trinken für ´ne Woche (muß man ja alles mitnehmen, denn Norwegen soll ja so sauteuer sein), und vor allen Dingen das komplette Angelzeug – es zeigte sich später, dass man keine Ausrüstung für weiße Haie braucht, wenn man ´ne Makrele am Haken haben möchte. Heute lache ich selbst über mich/ uns - und die Vorstellungen von Norwegen.

Dann die vielen inzwischen bestens bekannten Kilometer bis Hirtshals abgespult – durch ein herrliches Norddeutschland (mit dreimal Verfahren) - aber dank der sehr großzügig geplanten Reisezeit doch noch pünktlich in Norddänemark gelandet. Unzählige Meter flachen Landes hinter uns lassend, erinnerten wir uns auf der Fahrt an unsere bisherigen schönen Österreich-Urlaube?!

Das sollte jetzt was Besonderes werden - na ja !!!

In Hirtshals noch auf die Schnelle ein Bierchen gezischt und dann kam sie – die „Christian IV“, eine Fähre, wie ich sie von der Größenordnung noch nicht kannte (bin halt ´ne Landratte). Rauf mit dem Auto, Kabine aufgesucht und belegt, und dann das Schiff besichtigt. Hat schon ´ne ganze Weile gedauert, so dass wir die Kabine eigentlich nur die halbe Zeit gebraucht hätten – was solls, ein paar Momente haben wir dann auch geschlafen (was heißt eigentlich „wir“) – meiner Frau hat die Schaukelei nicht so recht gefallen, zumindest nicht fürs Schlafen.

Der nächste Morgen war dann der Anfang vom Hammer: die Einfahrt nach Kristiansand mit Kulleraugen an Deck beobachtet – bin halt noch nie auf dem großen Wasser gewesen, na und. Dann runter von der Fähre und auf der E39 los in Richtung Flekkefjord.

He Leute, dass wir da ohne Unfall angekommen sind, grenzte schon an ein Wunder: Eine Landschaft … - Entschuldige Österreich, aber da haben wir dich vergessen - … Berge auf der einen Seite, Seen oder Fjorde auf der anderen – und nach der nächsten Kurve genau andersherum – Natur pur, eine unbeschreibliche Schönheit dieses Landes. Schon da stand fest, dass dies nicht eine einmalige Sache wird.

Und dann kamen wir nach ewig langer Fahrt - ich glaube, die Norweger verfluchen uns noch heute für unsere damalige Eigenschaft, Verkehrshindernis Nr.1 in Norwegen gewesen zu sein (man musste ja mal gucken)/ bei uns sagt man „Hutfahrer“ dazu) - in Skranefjell in der Nähe von Kvinesdal an. Super Hütte, super Gastgeber, super Begrüßung – trotz gerade noch abzuschließender Bauarbeiten an der direkten Hüttenzufahrt und der erforderlichen kurzen, ca. dreistündigen Wartezeit bis zur Beseitigung der Gesteinsreste von der notwendigen Sprengung, kam uns alles sehr entspannt vor.

Diese Ruhe und Gelassenheit, die den eigentlichen Urlaubseffekt verursacht, haben wir auf unseren späteren Trips gen Norge immer wieder erlebt – und dies schätze ich.

Dann Besichtigung der Hütte, Einweisung ins Terrain, Aufsuchen des Bootes und entsprechende „Schulung“ – und es konnte losgehen mit dem Angeln und dem Urlaub.

Neben dem Angeln, was sehr viel Freude machte und einige Fischgrößen zutage zauberte, die ich von Old Germany nicht gewohnt war, nutzten wir die Zeit zu Wanderungen und Ausflügen.

Traurig war dabei nur, dass wir den ersten Elch erst auf der Rückfahrt zu sehen bekamen. Ausgerechnet dann!!! Er stand mitten auf der Straße und dachte erst einmal nicht im Geringsten daran, an diesem Zustand etwas zu ändern – wir aber wollten pünktlich an der Fähre sein!? Aber wie die Norweger nun mal sind: höflich hatte er ein Einsehen und stakste (sehr) langsam von dannen – unsere Fähre haben wir übrigens erreicht.

Heute würde ich sagen: „Schade, wäre ein Grund gewesen, gleich da zu bleiben.“ Nun ja, dann ging es wieder gen Berlin. Die erste Woche in einem traumhaften Land hinter uns gelassen, unfähig, alle Eindrücke und Erlebnisse in Worte zu kleiden – „da bleibt Dir einfach die Spucke weg“.

Inzwischen waren wir sechs mal schon „da oben“ (immer Südnorwegen), das siebte Mal ist schon gebucht und die Zahlen hören bei sieben glücklicherweise nicht auf.

Den eigentlichen Bericht von der Woche habe ich absichtlich weggelassen – wer da traumhafte Berichte lesen möchte, stöbere einfach im Forum – übrigens eine angenehme Entdeckung durch „meinereiner“ leider erst in 2006 – so schön, wie hier der eine oder andere Angelfreunde berichtet – ich denk mal, das ist durch mich nie und nimmer zu toppen.

Aber eins haben wir alle gemeinsam: Wir lieben Norwegen, das Land, die Leute und ein wenig auch das Angeln.

Euer Dorschpapa

Harald aus Berlin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fragen nicht nur zu diesem Thema werden hier gern Beantwortet:

http://www.norwegen-angelfreunde.de