Norwegen Angelfreunde

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Nesvik 2004

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Nesvik 2004

 

Da ich nun ja bekanntermaßen Norwegenneuling bin war ich vorher sehr aufgeregt.(Das geht Euch aber bestimmt jedesmal genauso).
Jeden Tag Zeug sortiert, Berichte aufgesaugt, Wetter abgerufen usw.
Dann endlich nach langem Leiden der ersehnte Tag...

Mein Kumpel und Mitfahrer holte mich wie besprochen ab, fix noch einen Kaffee eingenomen, Sachen ins Auto gepackt und ab gings Richtung Hirtshals.
Unterwegs grübeln ob was vergessen wurde. Hatten aber alles mit (naja nach der Planung !?!).
Wir kamen mehr als pünklich am Fähranleger an. Die Fahrt lief reibungslos.Und das Freitag Nachmittag !
Also erstmal zum einstimmen und Nerven beruhigen ein gut gekühltes aus der isolierten Fischkiste.
Das ist genauso wie mit dem Engel in den Hals pi......!
Fähre lief dann pünktlich aus und wir nahmen noch ein paar Blechsemmeln zu uns und verkrochen uns in eine stille Ecke und machten noch ein wenig Augenpflege.
Um 7.30 Uhr legten wir pünklich in Kristiansand an.
Zoll fragte uns was wir einführen würden. Antwort mit wahrscheinlich sehr rotem Gesicht " pro Mann eine Stange Kippen und ein paar Bier" (48 Büchsen pro Nase! Aber dafür null hochprozentiges...)
Ein wenig rumgezuckel ,zwei Inlandsfähren und gegen 14.30 Uhr standen wir vor der "Hytte"!
Die Fahrt war zwar langwierig wegen der 80km/h , doch landschaftlich gesehen atemberaubend und bestimmt nicht zu toppen.

und dann noch eins...
na eins habe ich noch
Absolut urige Landschaft, oder?
Nun ja 14.30 Uhr Hütte bezogen , schnell ein Bierchen zum geniessen und ab zu die Boote.
Dies waren etwas mickrig für diese Gewässer finde ich zumindest.
Halt die ganz normalen 3,50 m Ruderboote mit 10 Ps dran.
Na ja ich fahr ja nur mit als Ersatz.
Also kurz mit Vermieter Rassin getroffen ,paar Tipps geholt und hinein ins Vergnügen.
Gleich um die Ecke eine Kante die von 90m auf 30m hochkommt und eine Art Plateau bildet.
Pilker mit Beifänger abgelassen und 3 mittlere Krautdorsche und ein Polack ins Boot geholt. Für´n Probedurchgang nicht übel.
Leider frischte der Wind auf und ich lernte gleich die Grenzen des zumutbaren kennen.
Mein Kumpel (auch Henrik) saß in der Spitze zur besseren Balangsierung des Bootes und tauchte zweimal schön in eine Welle ein.
Aber zum Lachen hats nicht gereicht ,war ganz schön haarig.
Bis auf nasse Klammotten gings nochmal gut aus.
Wir hatten zwar beide Flootinganzüge mit , diese Lagen aber noch im Auto bei dem schönen Wetter !?!
Also rein in den Hafen und ab zur Hütte.
Die ersten Fische sollten zum direkten Verzehr herhalten und mundeten vorzüglich...
Abends haben wir mit den anderen fünf Hausmitbewohnern ordentlich gezecht und sind gegen zwei ziemlich müde und recht bedüdelt in die Betten.

2.Tag

Früh 7.00 Uhr Frühstück und ran an die Fische.
Gleich kam die Ernüchterung.
Fisch war laut Vermieteraussage (nebenberuflich Hobbifischer) ausreichend da und auch erkennbar auf dem Echolot, doch leider hatten diese Fischlein keinen Appetit.
Wir haben den ganzen Vormittag Montagen probiert und auch andere Stellen angefahren, doch bis auf einen Polack und einen Knurrhahn kam nichts in die Kiste.
Bei den anderen Booten war es ähnlich ,bis auf einen Catfish ziemlich lau.
Nachmittag war zuviel Wind zum rausfahren.
Abends haben wir nochmal probiert, Nähe einer Lachsfarm.
Gefangen haben wir gar nichts obwohl das Echolotdisplay fast komplett Fisch zeigte.
Also rin in Hafen und noch ordentlich Skat gespielt inclu. ein paar von bösen Geistern befreiende Getränke eingenommen.
Der Steinbeisser war um die 75cm.
 
3.Tag

Ab in den Graben...
Direkt neben der Fährlinie ein schöner Graben. Von 80m auf 160m und wieder auf 90m.
Also schnell ein paar Kleinstköhler gestippt (Zeitweise das einzige was unsere Köder wollte obwohl unmengen Makrelen da waren) und die Naturködermontagen abgelassen.
Es dauert auch nicht lange bei wenig Drift bis sich am anderen Ende der Schnur sich etwas bemerkbar machte.
Anschlag sitzt und nach oben kommt ein 60 Lumb.
Also wieder runter und weiter gehts.
Gleiches Spielchen und der Bruder des Lumbs ging in die Fischkiste.
danach war in den 2 Driften die wir noch absolvierten nichst mehr.
Also nochmal schnell zur Lachsfarm und ein bißchen Pilken.
War kaum Fisch auf dem Echo erkennbar aber diese hatten offensichtlich Hunger.
Ins Boot kamen ein paar schöne Dorsche, ein grösserer Lippfisch und noch ein Lump auf 25m Tiefe !?!
Nachmittag und Abend war zuviel Wind zum Rausfahren.
4.Tag

Wir sind früh gegen sieben wieder ins Tiefe zu "unserer" Rinne gefahren und versenkten unsere Naturköder voller Hoffnung.
Nach zwei Stunden "Grundbumsen" hatten wir drei Lumben.
Und danch wieder schnell zur Lachsfarm pilken.
Was rauskam war 1 Polack, eine Makrele und Unmengen Babyköhler.

Abends nachdem der Wind sich etwas gelegt hatte sind wir nochmal raus gefahren zum "Lumben pumben" (klinkt lustig oder?).
Diesmal gings richtig gut.
3Stunden bei sehr wenig Drift den Grund zentimeterweise abgekloppft und das Ergebniss kann sich sehen lassen.
1 Leng ,105cm ,5,5kg
5 Lumben davon der grösste 87cm, 6,6 kg
und das wars.
Reicht ja nun auch.
Super Teile - oder nicht ?
Mein ganzer Stolz dieser Tour und mein vorgenommenes Ziel einen Leng über einen Meter zu bändigen.
 
5.Tag

Weil es das einzige war was Erfolg versprach, sind wir früh mit unseren Grundmontagen wieder hinein in den Graben "Lumben pumben".
4 Stunden Angelei ,Drift fast null und 25 Grad im Schatten wie die letzten Tage auch.

Ergebniss:

1Leng 110cm, 6,5kg, (von meinem guten Kumpel, den Freudenschrei hättet Ihr hören sollen)
5Lumben stattlich

und bei nicht allen einen kräftigen Sonnenbrand ! Hi hi !
Toller Fisch
Gegen Abend ließ der Wind nach und wir versuchten mal eine neue Stelle zum Pilken wo laut Vermieter "hungrige Köhler Ihr Unwesen treiben sollten" !
Und siehe da es ging mal richtig die Post ab.
Wir fingen zu zweit in zehn Minuten 20 Köhler um die 45cm und zwei Schellis ähnlicher Grösse und dann war der Spuk vorbei.
Die Fische waren noch da aber bissen nicht mehr.
Also filetieren und noch gemütlich Kraft in Büchsen nachtanken.
6.Tag

Waren wohl auch ein paar Flaschen dabei  
Nach meiner Meinung sind wir viel zu früh aufgestanden, irgendwie drehte sich noch alles...
Wir sind wieder zur Köhlerstelle gefahren , da war leider nichts mehr los.
Also wieder gemütlich im Tiefenwasser ein paar Lumben das Bleigewicht (400gr reichte völlig aus) auf den Kopf kloppen.
Irgendwie dachte ich auch bei mir macht das auch jemand ?!?!?
Es tat sich nichts, also mal den Urlaub geniessen.
Also hab ich mir es auf der Mittelbank mal schön bequem gemacht und hab mich gesonnt, 8.30Uhr oben ohne und kurze Hosen, Ende Mai in Norge bei 22 Grad im Schatten zu dieser Uhrzeit. Irgendwie traumhaft.
Gefangen haben wir bis Mittag nur einen kleinen Leng der wieder schwimmen durfte.
Nachmittag waren das erste Mal Wolken am Himmel und brachten leichten bis mittleren Regen.
Wind war kaum.
Also rein in den Regendichten Floatinganzug (dazu isser ja da) und wieder mal zur Lachsfarm pilken.
Ein paar mittlere Köhler und ein Dorsch wollten mit ins Boot und dann frischte der Wind auf.
Bis zum Hafen schafften wir es leider nicht, das war mir etwas zu heikel.
Die Felsspitze auf dem oberen Foto ist eine Wetterseite wo bei Wind dieser aus zwei Richtungen aufeinander trifft.
An dieser hätten wir dann wahrscheinlich Neptun guten Tag sagen können.
Binnen fünf Minuten war diese Stelle nicht mehr mit unseren Nussschalen zu meistern ,also haben wir an einer kleinen Wiese an einem Bootsteg angelegt.
War wohl höchste Zeit, die Wellen waren 3-4 mal so hoch wie das Boot mit lustigen Krönchen obendrauf.
Wären wir weiter draußen gewesen hätt´das ganz schön daneben gehen können.
Ertrunken wären wir wohl nicht (Floatinganzug + Schwimmweste) aber die ganze Ausrüstung wäre bestimmt draufgegangen.
Also nun zu Fuss Richtung Hafen Auto holen und Krempel einpacken.
War ein schöner Marsch durch Norges Dschungel und Felslandschaft.
Wieder was gelernt.
7.Tag

Überlebensfeier dauerte etwas länger als vorgesehen und wurde wieder mit leichten Hammerschlägen im Kopfinneren bestraft.
So gegen 8.30 Uhr haben wir uns dann aufraffen können und sind nochmal zum Köhlerstippen an die Stellen die uns Rassin genannt hat geschippert.
Bis Mittag war tote Hose.
Dann kam leichter Nieselregen und ein leichte Brise auf und die Fische bekamen wohl Hunger.
Wir fingen ein paar schöne Köhler und Polacks und 2 Schellfische.
Zum ersten mal hatte ich eine Doublette!!!
Leider mussten wir abrechen weil der Wind wieder bedrohlich zunahm.
Sicher ist nun mal sicher.
Abends war immer noch Wind ,also blieben wir in der Hütte und ließen diesen Urlaub gemütlich ausklingen.
Wir waren sieben Mann in unserer Hütte und fingen an sieben Fangtagen 185 Fische.
Ihr seht das war nicht so doll.
8. Tag und Abreise

Früh haben alle nochmal zusammen die Morgenmahlzeit eingenommen ,gepackt und die Hütte gesäubert.
Heimreise verlief bis auf eine Verspätung der Fähre problemlos.
Heut früh um 9.15 Uhr bin ich wohlbehalten zu hause eingetrudelt.


Endergebniss:

Es war ein schöner Urlaub mit unglaublichem Wetter und für mich wunderschönen landschaftlichen Eindrücken.
Die Fische fange ich das nächste mal ....
Ich komme wieder .......
 
 
 
 

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