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Langenuen Weihnachtsausflug

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Langenuen Weihnachtsausflug

 

Erster Weihnachtsfeiertag 2007 auf Stord, milde vielleicht 5°C, leicht bewölkt, Wind um 5m/s

Ente oder Gans ist ja nicht, gab es weder in Leirvik noch in Fitjar zu kaufen.
Was also tun? Jedenfalls statt Weihnachtsessen – Entschluss : Weihnachtsangeln.

Zumal die Weihnachtskombo ( WFT 68° North 50lbs/ Ryobi ST 7000 ) und die Geburtstagskombo ( Rainer Korn Stand-up 50lbs / Ryobi SS 7000 AC ) noch nicht gemeinsam auf dem Wasser waren.

Demzufolge machen wir uns bereit, kleiden uns in weihnachtliches blau/gelb, packen das notwendigste Gerödel auf den Pick-Up und fahren die paar Meter zum Hafen (Weihnachtsgemütlichkeit darf sein )

Die Bootsentscheidung fällt leicht, seit Anfang November ist der 17,5ft. Kaasbøl unser erklärter Liebling.

Ruten an Bord, Zeugs verstaut und auf geht’s an die erkorenen Kanten des Langenuenfjordes.

Eine wunderbare Kulisse belohnt unseren Entschluss – mal eine andere Form von Weihnachtsfrieden.

Fast spiegelglatte See, beinahe Windstille und ein beeindruckendes Fjordpanorama, wenn auch Schnee nur als leichter Zuckerguss auf dem Katnakken zu erahnen ist.

Das trügt aber nicht die mal wieder grandiose Kulisse eines Angeltörns in Norge.

Bei diesen Wetter- und Seebedingungen sind die Ruten klar überdimensioniert – aber so können sie im leichtgewichtigen Angeln ihre Sensibilität unter Beweis stellen – und man kann sich in aller Ruhe mal mit dem Feeling einer Rechtshandmulti vertraut machen – Traditionen kann man ja verändern.

Bisse auf Eisen eher Fehlanzeige – ein vermeintlicher Hänger, der sich als brachialer Biss entpuppt, eine sauber ausgedrillte Seeanemone, ein dann doch Hänger ( inklusive Beweis der Belastbarkeit der RK Stand-up ) und ein sauber versauter schöner Biss, das war es dann.

Da Angeln die schönste Nebensache der Welt ist, tut das der Stimmung keinerlei Abbruch – da die Dämmerung aufzieht, setzen wir nochmals um, kurz vor dem Hafen, sozusagen vor der Haustür, wollen wir einen letzten Versuch auf einer 60m / 140m Kante versuchen.

Kann es schöneres Weihnachtsfeiertaggefühl geben als unter 3 Lampen im Sonnendämmerlicht, mit stolzer Hecksee über einen stillen Fjord zu düsen?

Diesmal entscheide ich mich für Natur, da unsere Tiefkühlsommermakrele dem steif gefrorenen Zustand nun doch noch entwichen ist.

Langsame Drift in die „ gute Richtung „ machen das Angeln zum Spaß.

Bei 90m ist da was, deutlich – aber verhalten, bei 94m wieder – Anhieb – Nichts!

Wieder etwas Schnur dazu, wieder deutliches Vibrieren – ja beim Sankt Nicolaus, wer spielt denn da rum?

(Ich höre gerade – der Fluch hiess: „ Das Schwein, das Schwarze! „)

Nun gut, soll nicht sein, dann gibt’s also Fisch aus dem Kühler…….

Zeit für den Feierabend wird’s auch. Langsames Heben der Spitze und erste Kurbelumdrehungen – beim Bocksbeinigen, was ist das denn?

Klare Schläge in der Spitze – und keine zaghaften, deutliches Senken der Rutenspitze gen Fjord, zeigen – nun tut sich doch was.

Es wird ein schöner Drill aus knapp 100m, mit sauberen, klaren Schlägen, dumpfen, kurzen Fluchten.

Die Bremse bei den Ryobis möchte ich als mehr als feinfühlig ansprechend bewerten.

Die Drillfrage : „ Was kann das sein?“ muss gepasst werden – alles und nichts, lässt sich keinem Fisch irgendwie zuordnen – zumal niemand weiss, wie das Verhalten der Rute ist, wie viel Fisch zu diesen Verneigungen benötigt wird.

Also Spannung bis zur Sicht – und die Sicht ist gut, da kommt ein schöner, langer, weißer Bauch am Ende der Montage in Sicht –

Wie heißt doch dieser Fjord gleich? Lange – nuen , alles klar.

Landung erfolgt natürlich höchst unprofessionell mittels Kiemengriff über die Bordwand ( wozu das herumhängende Gaff auch unnötig nass machen?)

Was da an Bord klatscht, ist ein strammer Lange – der aber den gesamten Nachläufer verschlungen hat, zum Lösen bleibt an Bord nur das Aushängen aus dem Karabiner am Schlepprohr.

Glücklich betrachten wir den Fang, die Krönung eines Weihnachtsfeiertages, der wohl lange unvergessen bleibt.

Gemessen ergab das Tier1,02m ( Waage ist lange vom Filettierplatz weggeräumt – kommen ja keine Angler mehr….erst wieder zum Saisonstart.)

Aber Maß und Länge sind eh Nebensache – schöner geht’s nicht.

Und dass am Ende der „ Atlantik Traveller „ noch das Wasser im Hafen richtig zum Brodeln bringt – macht die Sache perfekt – zumal unser Boot da schon vertäut ist.

„ Was gab es zu Weihnachten „ lautet ein aktueller Thread: unsere Antwort : „ Norge gabs – das schönste Geschenk – und – es kostet nichts – es wird freiwillig gegeben".


God Jul fra Fjord-Kroki og Pommernsven

 

 

 

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