Norwegen Angelfreunde

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Langenuen März 2008 - Teil 2

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Tag 2 Ostersamstag:


Langsam aber immer lauter dringt das Klingeln der Weckerfunktion meines Handys in meinen Schlaf ein. Etwas mitgenommen vom letzten Tag fange ich an mich erstmal innerlich zu sammeln und entscheide mich erst nach dem Duschen einen Blick aus dem Fenster zu werfen.
Gestärkt durch die ersten Schluck Kaffee wage ich es und trete an das Fenster und öffne den Vorhang.
Es verschlägt mir die Sprache. Blauer Himmel durch und durch, Wolken Fehlanzeige und der Fjord liegt ruhig zu meinen Füßen. Nicht nur der Fjord sondern ca. 5-10cm Schnee liegen auch zu meinen Füßen. Die Berge gegenüber sind auch mit Puderzucker überzogen. Postkartenmotiv! (siehe Anhang)
Einfach nur Landschaft schauen und genießen. Fast wäre ich zum Frühstück zu spät gekommen. Ingo zeigte mir erstmal wo es was gab. Lecker frische Brötchen und Brot. Wurst, Käse und JEPP!! „Erdbeermarmelade“. Den tollen Blick auf den Langenuen gab es noch gratis dazu. Wenn nur jeder Tag so beginnen könnte……...
Den abschließenden Kaffee hab ich bei Ingo und Juliane in der Rezeption genossen.
„Ob deine Angeln irgendwie noch kommen würde ich nicht unbedingt drauf warten. Aber du kannst dir bei mir Ruten leihen.“

Bei Leihgerät bin ich eigentlich immer etwas „vorsichtig“ aber dieser Vorbehalt war nach wenigen Augenblicken zerstreut. PENN Never-Crack in verschiedenen Ausführungen und Wurfgewichten stehen zur Verfügung. Wir wurden uns schnell einig welche Ruten wohl für meine Angelei die passensten sind und ich konnte zwei Ruten mit meinen Rollen, die waren ja da, fertig montieren. Gute Rollen waren zwar auf den Leihruten, ein wenig eigenes Gerät wollte ich aber doch fischen. Wenn denn schon die eigenen Angeln irgendwo sind.

Währenddessen war auch „Pommernsven“ dazugekommen. Schnell waren wir mitten in der Fachsimpelei und irgendwie zuckte es wohl so offensichtlich, dass mir geraten wurde so mal in ein paar Minuten am Hafen zu sein. „Bootseinweisung damit du Fischen kannst und wieder ruhige Finger bekommst!“ Es muß wirklich sehr eindeutig gewesen sein, dass ich JETZT und SOFORT zum Fisch wollte.

Schnell hab ich mich dann kälteresistent Angezogen und bin zum Hafen. Wie verabredet war Sven schon dort und zeigte mir mein Boot. 17Fuß Kaasbol Aluboot mit 50PS Viertakter. Ausgestattet mit einem Garmin Farb-Echolot mit GPS-Kartenplotter. Es folgte eine ausführliche Einweisung zum Boot wie auch zur Handhabung des Garmin-Gerätes.
Es konnte losgehen…..und Sven sagte zu mir: „Nimm mal mein Gaff mit. Sicher ist sicher.“
Doch zum Gaff später mehr.

Langsam manövrierte ich das Boot aus dem Hafen. Nimmt gut das Ruder an und der Motor schnurrt mit einem Zuverlässigkeit ausstrahlenden Brummen hinter mir. In nur etwas mehr als 200m vom Hafen liegt ein weiteres Boot von Langenuen und ich steuere in diese Richtung und werfe die ersten Blicke auf das Echolot. „Wölkchen Wölkchen wo seid ihr denn?“ ging es mir bei der Suche nach Fischschwärmen durch den Kopf und schon war die erste Wolke auch schon auf dem Schirm. Blick zurück zum Hafen. 150m und nicht viel mehr erst entfernt. „Gut dann soll es so sein.“ Ging mir durch den Kopf als ich meinen Pilker samt System auf die erste Reise schickte. Eine kurze Reise als nach ca. 25m keine Schnur mehr ablaufen wollte. Bügel umgeklappt und langsam Fühlung zum Fisch aufnehmen. Ich angle sonst auf Zander daher meine Vorsicht, welche jedoch schnell verflog. Die ersten Seelachse hatten sich das System geschnappt und waren auf und davon. Von wegen „langsam“ Fühlung aufnehmen! Der erste Drill begann. Zu meinem Glück waren sich die 3 Seelachse nicht ganz einig wohin sie reisen wollten. Schnell war jedoch allen klar, die Reise ging nach oben, dank meiner Überzeugungsarbeit mit Rute und Rolle. Jeweils 45cm mögen die 3 gehabt haben denn sie werden in Zwischenzeit wohl etwas zugelegt haben. Wie auch noch einige weitere ihrer Kumpels welche sich auch diesen „Kurztripp zum Fjord von Oben schauen“ nicht entgehen lassen wollten. Zwei waren aber so übermütig und hatten die Haken nicht vorschriftsmäßig im vorderen Maulbereich und mussten versorgt werden. Man braucht ja auch frische Köder. Nach einer kurzweiligen Stunde bin ich etwas weiter gefahren. Ein Seezeichen mit Namen: Schwarze Tonne sollte das Ziel sein.

Erstmal vor dem Berg nachsehen und bis dahinter bin ich erst nicht gekommen. Erste Echos in ca. 40-50m Wassertiefe. Montage runter, Schnur läuft nicht mehr und nun ohne Vorsicht den Anhieb gesetzt. Gut wenn die Bremse gut eingestellt und arbeitswillig ist. Schnell waren ca. 15-20 Meter Schnur abgelaufen bis ich den Fisch unter Kontrolle bekam. Einige kleinere Fluchten später hielt ich meinen ersten Seelachs von etwas mehr als 65cm in Händen. Dank des Garmin-Gerätes konnte ich immer wieder Fühlung zum Schwarm aufnehmen und aus selbigem war es mir möglich kontinuierlich schöne Fische zu fangen.
Gegen 15 Uhr kam Sven mit 2 Bekannten vorbei und begann nicht weit von mir entfernt mit der Naturköderangelei. Nach nicht ganz einer Stunde wurde auf Sven’s Boot ein guter Lengfisch gelandet. Petri! „Das sollte ich denn Morgen auch versuchen!“ Aber jetzt ist Abendessen angesagt. Angelkram verstaut und rüber zur Anlage gefahren. Norwegen: Angeln der kurzen Wege!

Pünktlich wurde mir von Juliane das Abendessen serviert. „JA die Portionen reichten! Wirklich!“ Mit Blick auf den abendlichen Fjord, mit den Gedanken noch beim Angeln, gab ich mich dem Schlemmen hin. Dann kam es oder vielmehr ER …… der Nachtisch!!!
Julianes Caramelpudding……ich kann nur sagen: Müsst ihr probieren. Für entstandene „Sucht“ übernehme ich keine Haftung!!!!

Der Nachtisch war grad genossen, da kam Sven vorbei. Wir haben über die Angelei im Langenuen gesprochen und er gab mir einige Tipps und Tricks für den nächsten Tag. Der Erfolg auf seinem Boot hatten mein Interesse verstärkt gezielt auf Leng zu fischen. Die selbe Angelei wollte Phillip, der mit seinem Vater auf Tour in Langenuen war, am morgigen Tag auch machen. Sein Vater aber einen Ruhetag. Die Bootsbesatzung war geklärt und ich verzog mich auf mein Zimmer. „Auf Morgen dann!“

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

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