Norwegen Angelfreunde

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Langenuen März 2008 - Teil 3

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Tag 3 Ostersonntag:


Frohen Mutes spring ich pünktlich aus den Federn und schiebe erwartungsvoll den Vorhang beiseite. Ihr könnt euch an den Gesichtsausdruck von Freitag erinnern? DA WAR ER WIEDER und zu meinem Leidwesen zeigte er sich wieder auf meinem Gesicht. Wo gestern herrliches Blau den Himmel färbte nahm ich ein Irgendwas in Grau war. War das auch Regen? Ja und Wind gab es auch dazu. Von diesem Anblick etwas entmutigt ging ich erstmal zur morgentlichen Stärkung. Bei Ingo erfragte ich die aktuellen Wetterdaten und Aussichten für den Tag. So grade eben konnte ich noch damit leben und wie verabredet bin ich mit Phillip los.
Wir sind mal hierhin und mal dorthin. Haben die Fische gesucht aber nicht wirklich gefunden. Die Drift hatte stark zugenommen und die Grundangelei gestaltete sich schwieriger als erwartet. An der ersten Stelle konnten wir beide einige zaghafte Bisse auf unsere Makrelenhäppchen verzeichnen. Hängen blieb jedoch keiner. Als dann ca. 800g Blei bei 90 Meter Wassertiefe nicht so wirklich davon zu überzeugen waren ihren Dienst auch bitte ganz unten zu verrichten brachen wir den Versuch an der ersten Stelle ab. Nach kurzer Beratschlagung wechselten wir auf die andere Seite des Fjords. Dort hatten Phillip und sein Vater einige Leng in den letzten Tagen fangen können. Auf dem Weg dorthin entdeckten wir eine andere sehr viel versprechende Stelle. Kurz gesagt schickten wir unsere Köder dort auf die Reise. Bei 129m endete diese und sofort ruppelte es an beiden Angeln. Mit der Lengfischerei noch nicht so vertraut hab ich natürlich sofort angeschlagen. „Weg!“ „Meiner auch!“ kommentierte Phillip seinen ebenfalls missglückten Anhieb. „Die kommen wieder!“ war kaum ausgesprochen als bei mir ein Fisch sofort und jetzt gleich ca. 5m Schnur haben wollte. Bekam er auch, da meine Bremse sehr leicht eingestellt war und somit keinen großen Widerstand bot. Derweil war unser Boot verdriftet und das Echolot zeigte nur noch 70m Wassertiefe. „Noch mal?“ „Klar! Da muss doch einer hängen bleiben!“ Gesagt getan und schon bald waren wir wieder „Auf Punkt“ und die Montagen wurden abgelassen.

Wie beim ersten Mal war direkt nach Ankunft der Montagen am Grund wieder „Spiel“ in den Angeln. Jedoch waren die Fische immer noch Herr der Lage und sprangen uns gekonnt vom Haken. Ein dritter Versuch wurde gestartet, da wir erneut stark verdriftet waren. Ihr könnt euch das Ende denken: Kein Fisch wollte am Haken hängen bleiben. Phillip hatte einen kurzzeitig im Drill doch verlor den Fisch nach kurzer Zeit. Das Boot war entsprechend des Windes, der zugenommen hatte, und der Drift wieder weit vom „Punkt“ entfernt.
„Das wird irgendwie nix heute.“ „Nicht wirklich. Ein wenig noch auf Seelachs probieren?“ „Bis zum Regen der gleich kommt.“

Wie angesagt begann es dann gegen 14Uhr mit dem Regen und wir stellten die Angelei für den Tag ein. ……………………………
Für den TAG hab ich geschrieben!!!
Denn nach dem Abendessen, ihr habt es schon erraten, haben wir uns unten am Hafen getroffen um ein wenig auf irgendwas, was denn an den Haken möchte, zu Angeln. Den ersten schönen und kampfstarken „Kettenfisch“ hatte Phillip. Gefolgt von einem weiteren ebenfalls „eisen“harten Gegner an meiner Montage. Wir haben uns dann gegenseitig die Pilker geliehen und weiter gemacht. Ich bekam einen „Biss“ oder so. Jedenfalls zog es an der Angel und ich begann zu „drillen“. „Brauchtest du nicht noch nen Pilker ca. 150g in Orange?“ fragte ich Phillip als ich meinen „Dorschmontagen-mit-Pilker-Fisch“ ausgedrillt hatte. „Ja der passt!“ und er montierte den Pilker und ab in den Fjord. Brachte den ersten Seelachs des Abends in Ködergröße!!!

Zwei, drei Köder/Köhler später ließen wir die Montagen nur so vor den Füßen baumeln und schauten über den nächtlichen Fjord und fachsimpelten über die von uns gefangenen Fische. Wir mussten feststellen, dass wir für zwei Norge-Novizen doch schon ganz schön auf den fachlichen Putz hauten. „Zweimal hier und Ahnung wie das ganze Forum zusammen!“ und wir mussten herzhaft über uns selbst lachen.

Wir beschlossen uns am morgigen Tag nochmals die „Houdinis“ vom 129m-Loch vorzunehmen.
Eine Überraschung wartete dann auf meinem Zimmer auf mich. Meine Angeln waren da!!! Wie mir Ingo sagte wurden sie mit dem Taxi von Bergen/Flugplatz bis zur Anlage www.langenuen.com geliefert. Irgendwas um die 2.400 NOK stand wohl auf dem Lieferzettel des Fahrers. Mir egal zahlt KLM! Nun konnte ich endlich mit meinen Angeln auf Fischwaid gehen.
„Morgen, ihr Houdinis, kann ich besser Zaubern!“


Tag 4 Oster-Montag:


Das Wetter hat sich etwas beruhig über Nacht. Der Wind ist nicht mehr ganz so stark und es ist trocken. Da ich nun meine eigenen Angeln habe, fahren wir nach dem Frühstück erstmal zur schwarzen Tonne. Ein paar von den Seelachsen ärgern. Sie lassen sich auch nicht lange bitten! Schnell hängt der erste 60cm+ am Haken des Pilkers. Ebenso haben sich bei Phillip ein paar Seelachse über seine Montage hergemacht und wir drillen im Duett. Herrliches, kurzweiliges Angeln auf Seelachs mit leichtem Gerät füllte schnell die nächsten 1 ½ Stunden. Nachdem sich dann ein viertes Boot aus einer anderen Anlage näherte, fragten wir uns: Soviel Wasser und alle um uns rum? Wir hatten das Gefühl nicht gerade freundliche Blicke auf uns zu haben. Lag es daran, dass wir fingen und uns die Fische öfters aus den „Händen gefallen“ sind zurück in’s Wasser? Die anderen Boote angelten auch sehr „aktiv“ mit Pilkern und Makks also nicht mit Naturköder auf Grund; fingen aber nur vereinzelt Fisch.

Wir überredeten gerade wieder zwei 60er Seelachse doch noch schwimmen zu wollen, als wir ein nicht freundliches Gegrummel vernahmen aus Richtung zweier anderer Boote, die recht dicht beieinander lagen. Wir schauten uns an und ohne weitere Worte verstauten wir unsere Angeln und fuhren von dannen. Ich hatte noch nicht erwähnt, dass unsere freundlichen Grüße am Anfang von den anderen Booten nicht erwidert wurden? Jetzt auch Makulatur.
Ich war innerlich sehr froh jemanden wie Phillip kennen gelernt zu haben, mit dem man sich nach kurzer Zeit schon fast wortlos versteht.

Wir wollten ja eh unsere Eintrittskarte zu Leng-Houdini-Show einlösen.

Auf denn zur Bühne!

Es treten auf: Zwei Norge-Novizen und die Houdini-Leng vom Langenuen!!!
Gleiches Spiel wie Gestern auf selber Bühne. Das Boot liegt wieder auf dem Punkt genau. Zu unserer Freude herrschte nur wenig Drift. Somit konnten wir mit 500g Gewichten unsere Köder in’s Spiel bringen. In Windeseile waren die frischen Köder dort wo sie sollen. Erwartungsvoll beobachten wir unsere Angeln. Die ersten Anbisse kommen. Anders zum Vortag ist der Einsatz der Leng energischer. Bei Phillip dauert es nicht lange und der erste Fisch ist soweit entzaubert, dass er am Haken hängt. Der Drill zieht sich hin. Langsam aber sicher gewinnt Phillip seine Schnur zurück. Am anderen Ende kommen nun einige Zaubertricks zum Einsatz. Ohne Erfolg! Phillip lässt sich nicht täuschen und gewinnt schlussendlich! Ein Leng durchbricht die Oberfläche! Wird langsam Richtung Gaff (hier „taucht“ es wieder auf; aber später mehr zum Gaff ) dirigiert und ich kann den Fisch sicher landen. Riesenfreude über das gelungene Unternehmen Leng! Petri zum ü80cm Leng!

Meine Montage war eh längst oben da ich ja Phillip zur Seite stand.
Angespornt vom ersten Erfolg begaben wir uns erneut auf die Bühne und unsere Köder traten wieder auf. Diesmal erhielt ich umgehend nach Grundberührung eine Aufforderung zum „Tanz“. Dieser Aufforderung nicht abgeneigt, hab ich mein Einverständnis per kräftigem Anhieb gegeben. Sofort wollte der Fisch zurück in seine „Umkleide“ was ich jedoch mit beiden Händen am Rutenblank ziehend zu verhindern wusste. Meter um Meter pumpte ich den Fisch zur Oberfläche. Seine Abneigung brachte der Fisch mit starkem Zug zurück nach unten zum Ausdruck. Langsam aber sicher machte ich „dicken Backen“ bei dem Versuch den Fisch endlich zur Aufgabe zu überreden. Er gab auf nach langen Minuten. Nun konnte ich ihn Stück für Stück zur Oberfläche drillen. Dann war er da! „Wat is datt denn? So groß gibbet die wirklich? An meiner Angel?“ Ja es hatte funktioniert. Ein weiterer Leng wurde gelandet. 104cm ergab die Messung der Länge des diesmal nicht nur seines Namens nach „Lange“n Fisches.

Natürlich haben wir erneut die Bühne betreten und haben wieder geangelt. Aller guten Dinge sind drei. Es sollte so kommen. Wir beangelten die Stelle ohne weiteren Biss. Als wir zu weit verdriftet waren, kurbelten wir unsere Montagen zügig nach oben. Es müssen so 15-20 Meter gewesen sein, die ich schon an Schnur aufgenommen hatte, als jemand einen Einwand gegen weiteres „Köderbergen“ hatte. Wie sonst bei einem Zanderbiss beim VerticalAngeln schoß mir ein „Stromschlag“ durch die Rute als der Fisch den Köder nahm. Sofort sollte es mehrere Etagen tiefer gehen; laut des Fisches. Ich aber dem ungewillt gegenüber stehend habe angefangen mir meine Schnur zurückzuerkämpfen. Herr der Lage bleib ich und Phillip konnte meinen zweiten Leng an diesem Tag gaffen. (Achtung: Gaff! )

Er war es also der den Köder genommen hatte.

Ein Blick auf die Uhr zeigte die Zeiger auf: Abendessen! Gleichzeitig schellte mein Handy und Ingo fragte ob ich denn noch essen wolle. Ja klar bin gleich da!
Es dauerte dann doch etwas länger denn die Fische wollten noch versorgt werden.
Da wir am nächsten Tag erneut die Houdini-Show besuchen wollten, gestaltete sich der Rest des Abends recht kurz.
„Wohl an denn! Wir sehen uns im morgentlichen Lichte!“

Es wird weitergehen!
Bis die Tage

Bilder: "Ein Schiff wird kommen" und dieses kommt alle paar Tage.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

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