Norwegen Angelfreunde

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Sognefjord 2006

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Tag III Frühe Ausfahrt

Am nächsten Morgen ging es früher raus. 7:00 fuhren wir aufs Wasser. Dabei mein Vater, Tim, Christopher und ich. Die Damen? Genau die blieben an Land, aber diesmal nicht zum sonnen, denn heute war es bewölkt. Wir fuhren wieder in die Lengbucht. Erst mal einige Makrelen geangelt und dann sind wir auf 75m Tiefe gefahren. Flattermakrele ran und ab zum Grund. Nach kurzer Zeit war eine Rute krum.......NEIN diesmal nicht die von meinem Vater ;-). Tim konnte einen 65er Leng und kurze Zeit später einen 54 cm langen und 2 Kg schweren Schellfisch landen. Christopher fing wieder nur Makrelen, aber so wurden wir immer mit frischem Köderfisch versorgt. Ich konnte einen 48 cm Schellfisch und einen Rotbarsch landen. Mein Vater ..... gar nichts :-))). Leider konnten wir an diesem Tag, die beiden Rekorde meines Vaters nicht schlagen, aber wir haben ja noch einige Tage.

Tag IV REGEN

Es sollte der einzige Tag mit regen sein. Gegen Mittag wurde es aber etwas besser und wir fuhren wieder Richtung Lengbucht (Wir haben natürlich auch einige andere Stellen angefahren, aber diese waren bis zu diesem Tag noch nicht erwähnenswert).Dabei waren wieder alle bis auf die Frauen (Es war zu nass *G*).In der Lengbucht ging es dann auch auf 56 m recht schnell los. Tim fing einen 65er Leng und darauf wieder einen Schellfisch diesmal von 55 cm. Ich dachte mir so langsam könnte ich auch mal einen Leng fangen. Doch erst mal fing ich wieder einen Rotbarsch. Dann sah ich einen Biss an meiner Rute ich warte kurz und setzte dann den Anhieb. Endlich der ist gut....... mein Gegner wehrte sich und ich kündigte schon an „Papa dein Rekord fällt gerade“. Naja nach einigen Minuten kam dann ein dicker Leng von 2,5Kg an Board. Tim uns ich zogen meinen Vater ein wenig aus. Denn er sollte auch heute ohne Fisch bleiben. Auf der Heimfahrt meinten wir zu meinem Vater „nicht traurig sein wenn dein Rekord nicht mehr Bestand hat“. Wir hielten noch mal vor unserer Hausbucht und ich landete 2 weitere Rotbarsche. Dann fuhren wir rein. Tim und ich konnten es kaum erwarten, den Leng zu messen. Mein Vater versuchte sich noch mit einem „der ist 5 cm kleiner“ zu retten. Wir dachte niemals. Dann legten wir den Zollstock an............... 77cm. Mein Vater grinste nur :-)))). Am Abend fuhren wir noch mal kurz vor unsere Bucht und meine Freundin fing einen Rotbarsch. Mehr war an diesem Tag nicht mehr zu holen. Abends war wieder Kartenspielen angesagt.

Tag V Wale!!

Der Regen und die Wolken waren weg. Die Sonne lachte uns wieder entgegen. Leider war der Wind wieder eingeschlafen, aber egal. Diesmal sollte es auf die andere Seite gehen. Wir fuhren über den Fjord. Doch was war da voraus??? 3 Schweinswale tauchten 3 mal auf ehe sie in den Tiefen des Fjordes verschwanden. Meine Freundin war erst etwas enttäuscht, weil sie und meine Stiefmutter waren an Land geblieben und konnte somit die Wale nicht sehen. Fisch fingen wir an diesem Tag auch mein Vater einen 61er Leng und einen 41 cm Schellfisch, Ich einen Leng 56 cm und einen Schellfisch 52 cm. Tim heute leider nichts und Christopher hatte wieder nur Makrelen (bisher noch keinen anderen Fisch).

Tag VI Der Tag der Seelachse und Tiefflieger

An diesem Tag wollten wir mal richtig weit fahren. Wir fuhren erst mal fast 2 Stunden Richtung Ausgang des Fjordes und dann auf die andere Seite. Nach endlos langer Zeit der erste Stopp. Ich sah Fisch auf dem Echolot und die ersten Makrelen ließen auch nicht lange auf sich warten. Dann bog sich Tim´s Rute. Es sah aus al kommt da ein richtig guter Fisch. Tim pumpte und pumpte ich hatte schon das Gaff in der Hand...........doch was dann zum Vorschein kam war ein Tintenfisch. Ein wirklich großer Tintenfisch. Da ich keine Ahnung hatte wie man den zubereitet, habe ich ihn von der Makrele entfernt und wieder schwimmen lassen. In Norwegen weiß man echt nie was an der Angel hängt und das ist ein Grund warum es mich immer wieder in dieses Land ziehen wird. Wir fuhren die nächste Stelle an doch es kam kein Fisch an die Angel. Ich dachte nun schon wir sind so weit gefahren und dann „nur“ ein paar Makrelen und einen Tintenfisch? Wir fuhren langsam auf der gegenüberliegenden Seite zurück nächster Stopp. Ich hatte auf Pilker umgestellt und nach einiger Zeit bog sich die Rute. Nein diesmal kein 20cm Fisch...... ein 54er Leng (auch kein Riese ich weiß) kam an die Oberfläche. Tim fing gleich danach einen Leng von 61 cm. Dann erst mal nichts mehr wir führen wieder etwas weiter Richtung „Heimathafen“. Wir fuhren in eine Bucht und versuchten es dort. Tiefe 46 m. Ich angelte mittlerweile mit einem schwarzen speedyfisch Pilker. Ich machte sehr schnelle und lange Pilkbewegungen und gerade als wir weiterfahren wollten bog sich meine Rute. Meine Rolle gab Schnur ich dachte gleich Seelachs und so war es ein ca. 51 cm Seelachs kam zum Vorschein. Wir fuhren die Bucht ab und ich sah was auf dem Echolot, was ich vorher noch nie in meinem Leben gesehen hatte. Ein riesen Schwarm Fische. Es war 40m tief und der Schwarm ging von 30m bis 15m unter die Oberfläche. Wir ließen die Ruten runter und gleich waren alle Krum. Makrelen und Seelachse wurden gelandet. Keine großen, aber alle so um die 50 cm. Die kleineren setzten wir zurück. Nach einer Weile beschlossen wir (auch wenn es nicht leicht fiel) zurück zu fahren. Wir wollten ja schließlich nicht hunderte Seelachse fangen sondern nur soviel, wie wir auch verwerten können. Am ende nahmen wir 39 Seelachse mit. Auf dem Rückweg schleppte ich ein wenig mit einem Blinker, da wir an diesem Tag 2 Lachse (keine Seelachse) haben springen sehen. Ich schaute nach vorne, als ein richtig starker Ruck in die Rute ging. Ich schlug an und drehte mich um. In dem Moment sah ich, wie eine Möwe „abstürzte“. Sie hatte sich in meiner Schnur verfangen. Nach einigen Minuten konnte mein Vater sie befreien und sie flog unversehrt weiter. Das filetieren der Seelachse dauerte bis in die Nacht, weil vorher wurde natürlich HSV im Fernsehen geguckt. Leider nur ein 0:0 gegen Osasuna, aber das wird schon Jungs. Nach dem filetieren fiel ich müde ins Bett.

Tag VII Seelachse Teil 2

Nachdem wir ausgeschlafen hatten fuhren wir Tim, Christopher, mein Vater, ich UND mein Schatz raus. Wir fuhren erst mal zu einer ganz neuen Stellen auf der anderen Seite auf dem Weg dort hin sahen wir wieder Lachse springen und meine Freundin bekam einen Schweinswal zu Gesicht. Dort ging es auch gleich gut los. Tim`s Montage war gerade mal am Grund aufgeschlagen, schon war die Rute krum. Er pumpte einen 73er Leng an die Oberfläche. Dann auch die ersten Bisse bei mir und meiner Freundin, aber sie wurden nicht verwertet. Tim ließ sein Vorfach wieder runter und dann war seine Rute wieder Krum. Der Fisch wirkte im Drill größer als der davor. Wieder kündigten wir meinem Vater an „diesmal fällt der Rekord“ doch dann war auf einmal die Schnur lasch. Das Vorfach war durchgerissen und mir fiel ein, dass wir den Messingboom am Vortag austauschen wollten, da dieser gebrochen war und somit scharfe Kanten hatte. So ein Mist, dass hatten wir total vergessen. Wir beschlossen dann die Seelachsstelle vom Vortag anzufahren. Als wir ankamen, fanden wir diesmal keinen großen Schwarm vor nur kleiner versprengte schwärme. Nach einer weile hatten wir einen Mittelgroßen Schwarm gefunden und wir fingen einige Seelachse. Besonders gefreut hat es mich für meine Freundin, da sie auch gut fing und es ihr sichtlich Spass machte. Leider hat sie seit längerem mit einer Sehnenscheidenentzündung zu kämpfen und bekam beim Drillen wieder schmerzen. Dann auf einmal ein Ruck in meiner Rute. Ich dachte mir das es nicht wie ein Seelachs wirkt. An die Oberfläche kam ein 56 cm Pollack. Gleichzeitig war auch die Rute von Tim krum. Er konnte einen 63er Pollack von 2,6 Kg an die Oberfläche befordern. Dann fuhren wir wieder zurück, es sollte für diesen Tag ausreichen. Wir fingen insgesamt an diesem Tag 24 Seelachse zum mitnehmen und haben mindestens genauso viele wieder zurück gesetzt.

Tag VIII Artenvielfalt

An diesem Tag führen wie in unsere Lengbucht. Es sollte ein Tag der Artenvielfalt werden. Wir fingen folgende Fischarten. Christopher 1 Leng (klein), Makrelen; Mein Vater einen Leng von 71 cm und ich 1 Lumb 52cm,1 Leng (klein), 1 Schellfisch von 57 cm und 1,8 Kg, 1 Seelachs von ca. 50 cm, 1 Rotbarsch. Wie man sieht war alles dabei. Beim Schellfisch dachte ich, dass der locker größer ist als der von meinem Vater, aber denkste. Mein Vater war weiter Rekordhalter. Es blieb uns nur noch 1 Tag um die Rekorde zu brechen.

 

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