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Bømlo 2009 - Rubbestadneset

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Bømlo im April 2009


Rubbestadneset im April 2009

 
oder

„Der vom Sei gepierct wurde“
 

 

Es begann vor langer, langer Zeit, so etwa im August 2008.


Nach meiner Heimkehr von einem Norwegenurlaub hatte ich, wie jedes Jahr eine Norwegenreise für 2009 im Sinn. Es sollte wieder ins Fjordland gehen.
 


Der erste Anlauf ein Ferienhaus zu buchen, lief ins Leere. Der Vermieter wollte erst ab Mai, ich aber schon im April. Durch tatkräftige Hilfe von “Frankenlady”, ergab sich der Hinweis auf ein weiteres Ferienhaus, welches ich dann auch gebucht habe. Auch andere Ortskundige, besonders „Bihn“ hatten reichlich Informationen geliefert, welche die Vorfreude erheblich gesteigert haben.

Wie einige Andere auch, habe ich natürlich im Vorfeld wieder viel zu viel „Kram“ gekauft, welchen ich dann irgendwann in den nächsten 10 Jahren verbraucht haben werde. Wichtigste und teuerste Anschaffung in diesem Zusammenhang war eine Elektrorolle von WFT für die Naturköderangelei, welche ich dann auch ausgiebig, aber „„erfolglos““
(dazu später mehr) getestet habe.

Am 06.04.09 gegen 22:30 Uhr ging es dann auf die Piste. Auf die Mautstelle von „Dieter44“ am Elbtunnel war ich zwar gespannt, konnte diese jedoch nirgends entdecken. Irgendwie muss der Pensionär meine Durchfahrt verpennt haben? Nach einigen Pipi-Pausen, wie dies bei älteren Damen so üblich ist, und einer kurzen Ruhepause von einer Stunde auf einem Parkplatz, war ich rechtzeitig in Hirtshals angekommen und reihte mich in die Schlange ein.

 



Die Überfahrt verlief ruhig und mit wenigen Minuten Verspätung erreichten wir Kristiansand. Am Zoll durchgewinkt und ab auf die E39 Richtung Stavanger. Erste Mautstelle noch vor Flekkefjord
(25 Kronen). So gegen 18:30 Uhr war Ben´s Kafé og Motel in Helleland erreicht und nach einem echt norwegischen Nachtmal (Kotelett mit Gemüse, Kartoffeln und brauner Sauce) wurde ausgiebig gepennt. Am nächsten Morgen ging es, nach einem ordentlichen Frühstück (daran kann auch ein norwegischer Koch nichts verderben) ausgeruht in Richtung Stavanger weiter (Zweite Mautstelle 13 Kronen). Hinter Stavanger durch die Unterwassertunnel (mautfrei) und dann auf die Fähre Mortavika – Årsvagen (156 Kronen für PKW und Fahrer und 17 Kronen für die beifahrende Rentnerin). Hier gab es dann auch wieder eine Gelegenheit die Kamera in die Hand zu nehmen.

 

 



Nachdem dann auch noch Trekantsambandet passiert war
(85 Kronen Maut), hatte ich es nicht mehr weit bis zum Ziel. Dank der guten Voraufklärung von „Fjordsven“ war auch der richtige Abzweig nicht zu verpassen. Das Schild ist wirklich erst im letzten Moment zu erkennen.

Die Hytte war erreicht, der Schlüssel steckte an der Tür, also konnte das Auspacken losgehen.

 

 

 

 

 


 


Halt da kam doch ein Fahrzeug. Es war die Hauswirtin. Kurze Begrüßung und ich hatte soviel verstanden, dass Raidar etwas später noch kommen würde. Nachdem die ersten Habseligkeiten verstaut waren, kam er auch. Einweisung in’s Haus in nor-eng-deutsch. Dann Einweisung ins Boot und Probefahrt mit Raidar am Steuer, sowie Wiederholung mit Anlegemanöver von mir. Raidar schien für das erste Mal zufrieden und verschwand, nachdem wir zuvor die Telefonnummern ausgetauscht hatten. Wichtig war der Hinweis, dass alle Verkaufsstellen am Folgetag
(Donnerstag vor Ostern) geschlossen hatten. Also noch mal schnell zum Einkaufen, um über das Osterwochende zu kommen. Dann alles im Haus eingeräumt, an seinen Platz gebracht und das Angelgerödel unten verstaut. Wir waren angekommen, der Urlaub begann. Der Blick aus dem Haus liess die Arbeit ganz schnell vergessen. Am Abend dann die große Überraschung. Bei jedem Spülvorgang der Toilette (Vakuumpumpe) kam aus dem Fußablauf der Dusche das Wasser wieder hoch. Raidar kam nach den Anruf sofort, sein „Spezialschlüssel“ war jedoch einige Zentimeter zu kurz. Behoben wurde das Problem am nächsten Morgen. An diesem Tag wollte „Fjordsven“ eigentlich kommen, um seinen Nahrungsnachschub (und den seines Chefs) sicherzustellen.

In der Zwischenzeit habe ich mein Angelzeug zurecht gemacht und alles ins Boot gebracht. Scheibenkleister, die mitgebrachte extralange Geberstange für das Echolot war immer noch zu kurz. Also das interne Echolot von Furuno nutzen und meine Kombi als GPS. Aber das Furuno wollte nicht mehr. Gemeinsam mit Sven habe ich nochmals alles gecheckt, aber es war kein Strom da. Raidar hatte am Nachmittag die typisch norwegische Lösung zur Hand
(Staniolpapier) und Abends hatte ich eine neue Sicherung zuzüglich Reserve.

 

 



Die nächsten Tage waren richtig Urlaub. Aufstehen wann man will. Angeln, Spazieren gehen, Ausflüge, eben Erholung pur.

 

 

 

 

 

 



Zwischendurch war noch mal „Fjordsven“ mit seinem Chef zu Besuch. Sven, jetzt verstehe ich warum Ingo doppelt soviel Bratwürste bestellt hat, wie Du. Da passen paar mehr rein. Das Wetter war typisch April, mal Regen, mal Sonne, mal Nachtfrost, Wind alles war da.

Aus den Erfahrungen der 14 Tage kann ich sagen, dass die Angelei bei passendem Wetter am Besten in den Morgenstunden
(außer bei Frühnebel) bis gegen Mittag und in den späten Nachmittagstunden bis zum Abend war. Um die Mittagszeit machte sich immer, Nachmittags öfters ein etwas stärkerer Wind auf und das auch meist noch entgegen der Strömungsrichtung. Oft war mit Gewichten bei 500 – 600 Gramm der Grund bei Wassertiefe 100 Meter nicht mehr erreichbar.
Gefangen habe ich neben kleinen Rotbarschen und kleinen Schellfischen ausschließlich Köhler, wobei ich mein persönliches Mindestmass von 45 cm immer eingehalten habe
(bei den Nachbarn habe ich Anderes gesehen).

 

 




Die Zeit ging viel zu schnell vorbei und ich musste bald wieder an die Abfahrt denken, als mir am Montag, dem zwanzigsten
(meinem Geburtstag) ein Sei ein „richtiges Geschenk“ machte, ich hatte ein paar Tage zuvor offenbar seinen kleinen Bruder erwischt (siehe Bild oben). Der Sei war beim testen der Elektrorolle, beim schnellen Hochkurbeln, auf einer Tiefe von 25 Meter eingestiegen. Als ich ihn neben der Bordwand hatte und mit dem Gaff (in norwegischer Form) einhakte, bog er sich wie eine Spiralfeder und drehte sich aus dem Gaff. Dabei sprengte er das Vorfach und nahm die Dorschbombe mit nach unten. Einen Gummimak piercte er mir über die rechte Nasenwurzel und einen zweiten an den rechten Unterkiefer.

Trotz allem war der Urlaub schön. Die Rückfahrt verlief auf der gleichen Strecke problemlos. Ich hatte eine Zwischenübernachtung in Hirtshals bereits gebucht und kam gegen 20:00 Uhr an’s Hotel Strandlyst. Alles finster, alle Türen zu. Bei genauem Hinschaun entdeckte ich den von innen an die Scheibe geklebten Zettel mit den Hinweisen, in welchem Zimmer ich untergebracht war, welche Tür offen ist und dass der Zimmerschlüssel steckt.



Ich hatte das Hotel eine Nacht für mich allein. Stelle sich dass mal einer in Deutschland vor !!!!!

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Gruss Nisse
 

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