Foreneset 2009

Bewertung:  / 0
SchwachSuper 

 

 

Foreneset 2009,

 

oder der Winter wollte zurück

 

 

Wir Mansfelder wollten mal wieder was in Norwegen erleben .Schöne Landschaft, nette

Menschen und dazu noch ausgiebig unserem Hobby fröhnen, dem Angeln ,auf das liebe Schuppenwild. So gings am Freitagmorgen gegen 5 auf die Piste. Hirtshals war bald erreicht und wir setzten mit der Superspeed über. Punkt Mitternacht das Land aller Träume erreicht. Auf nach Foreneset. In Hovden , auf der E9,war eine Rast angesagt. Einer ruft :Ich glaube es schneit. Spinner, war die Antwort aus dem Bus. Mal den Kopf rausgesteckt und gesehen ,kein Spinner. Ach ,das wird nicht viel .Denkste. Ab 900m starker Schneefall und das mit Sommerreifen, was nun .Wir müssen da durch .Ein paar Kilometer weiter ,Stau .Ein Wohnmobil mit Anhänger kommt eine Anhöhe nicht mehr hoch. Alle raus ,mit vereinten Kräften gelingt es das Gefährt an den Straßenrand zu manövrieren. Eine Anglergruppe aus Chemnitz war auch tatkräftig mit dabei ,weiter ging es .Mittlerweile dichter Schneefall. Ein bisschen Angst ging um ,mussten wir doch die Serpentinen, nach Haukeligrend, mit 12% Gefälle runter. Doch Klaus hatte alles im Griff. Er ist eben das Auge. Jetzt ging es rauf zum Fjell. Glück, es schneit nicht mehr. Rein in den Tunnel, hier auch kein Schnee. Der Tunnel endet auf 1000m Höhe mal sehen vielleicht haben wir Glück. Nee ,wir haben kein Glück, alles verschneit. Pause. Die war kurz, starker Wind und Kälte trieben uns wieder an. Einige andere

fuhren an uns vorbei, ist gut ,da haben wir eine Spur. Dann die Ernüchterung ,nichts ging mehr. Genau an der wunderschönen Raststätte , mit den gras gedeckten Dächern, lag ein LKW im Graben . Schwere Bergungstechnik war dabei ihn zu bergen. Nichts ging mehr. Dann ein Blitzgedanke, runter zur Raststätte und an der Ausfahrt wieder rauf auf die E134.Mit ein wenig erhöhter Einsatzbereitschaft gelang es dem Fahrer das zu meistern. Zwei Tunnel und wir waren raus aus dem Schnee. Dem lieben Gott sei es gedankt. Eine Leuchttafel fiel mir noch auf. Seht selbst.

 

 

 

 

 

So , genug von der Anreise , ab jetzt geht es ums Fischen , aber erst später.

 

 

 

Unterwegs gab es noch ein bisschen Natur ,wie dieses Buschwindröschen zu , erforschen.

 

 

 

 

 

Auch Heidelbeeren waren schon am Blühen. Was für ein krasser Gegensatz auf wenigen Kilometern. Erst der viele Schnee und nun mitten im herrlichsten

Frühling.

 

 

 

 

 

Doch nun zum Angeln. Der Sonnabend begann eigentlich mit viel versprechendem Wetter ,wenig Wind ,Sonne und viel Schaffenskraft unsererseits. Leider änderte sich dies schnell. Ehe wir das Haus bezogen und unser vieles Allerlei geordnet hatten,  überlegte sich „Freund Wind“ die Sache anders .Er wollte uns schwitzenden sicher einen gefallen tun und stellte seinen Ventilator an. Na ja , angeln wir eben vom Steg. Ging auch ganz gut. Schnell gab es Pollack, Makrele und Köhler, nicht zu groß und nicht zu klein, fürs Abendbrot gerade recht. Frischer Fisch - mmmhhh.

 

 

 

 

 

 

Ein Pollack von etwa 70cm war auch dabei ,  gefangen mit Schwimmer und Makrelenfetzen als Köder. Jetzt planten wir dann für morgen .Gutes Wetter war angesagt. Der „legendäre“ Ryggen sollte angefahren werden ,den kennen wir ja schon von unseren vorigen Besuchen. Bis dato hatten wir dort immer Erfolg und auch in diesem Jahr ließ der Ryggen uns nicht im Stich. Lasst mir noch etwas Zeit , ich habe viel zu tun ,aber ich beeile mich.

 

 

 

 

 

 

Heute ,Sonntag ,wurde erst mal eine große Mütze Schlaf nachgeholt. Fast 36 Stunden auf den Beinen ,dass macht sich schon bemerkbar. Mit etwas noch wackeligen Beinen stand ich gegen halb neun auf und schaute zum Wasser. Wetter gut ,völlige Windstille ,nur etwas wärmer könnte es sein. Dann ,was ist das ,Ringe an der Wasseroberfläche .MAKRELEN. Mein Ruf war weit zu hören .Spinnrute geschnappt und los gings ,oder doch nicht. Noch einigen Würfen war klar ,von den angebotenen Ködern wollte keiner der richtige sein .Nicht schlimm. Nach ausgiebigen Frühstück begann der ernst der Fischerei. Die Floater angezogen ,das Angelzeugs im Boot verladen ,zugestiegen und los ging`s. Während der Fahrt Echolot und GPS gestartet. Ziel ,der Ryggen . Der legendäre Unterwasserberg, wo es immer ein paar Köhler, Pollacks und Dorsche geben soll. Nach 3,6km, GPS zeigt Ankunftsalarm, Ziel erreicht. Echolot zeigt Fisch in 20-35m Tiefe .Der Schnurzähler rasselt runter,18m nichts 20m nichts ,25m alles bleibt stehen. Freilauf raus Fühlung aufnehmen und schon ging der Tanz los.

 

.Ein lauter Ruf zum zweiten Boot: Fiiisch.In kurzer Zeit waren die Kisten gut gefüllt mit 1,5 - 2,5kg schweren Köhlern. Etwas kleiner zwar als in den letzten beiden Jahren ,aber doch sehr akzeptabel. Da wir keine Fleischmacher oder Kampfangler sind ,beschlossen wir den gefangenen Fisch erst mal zu verarbeiten.

 

 

 

 

 

Nach getaner Arbeit sieht das Endprodukt dann so aus.

 

 

 

 

 

 

Nach zwei Tagen waren erst mal genug Filets eingefroren, so dass man jetzt auch an die anderen Arten, Leng und Lumb , ran wollte. Da der Wind immer gegen Mittag unbequem war ,beschlossen wir die Angelzeit auf die Dämmerungszeiten zu verlegen ,mit Erfolg. Es fällt zwar schwer

 

4Uhr morgens aus dem Bett zu kommen ,aber man wird mit wunderschönen Sonnenaufgängen belohnt. Und was gibt es schöneres wenn einem die frische Seeluft um die Nase weht. Der Geruch nach Salzwasser und Tang in der kalten Morgenluft ist einfach unvergleichbar. Mit Erfolg konnten mehrere Fischarten beangelt werden. So gab es Leng, Lumb ( groß, leider kein Bild verfügbar, der wurde im zweiten Boot gelandet ,liefere ich nach), Seewolf , Dornhai (durfte trotz Stich in den Arm des Fängers wieder Schwimmen), Fleckhai und sogar Wittling aus 130m Tiefe.

 

 

 

 

 

Schick aussehen tun sie ja , diese Fleckhaie. Ist schon eine interessante Art ,der Hai. Inzwischen haben sich noch andere Fischjäger um uns eingefunden. Nisses Verwandte ,die Schweinswale begleiteten uns jetzt ständig auf unseren Ausfahrten. Nisse, deine Grüsse wurden ausgerichtet und erwidert. Also schönen Gruß von der Pustebande. So mancher Leng und Lunb schafften jeden Tag den Weg in unser Boot. Mal waren sie grösser mal kleiner.

 

 

 

 

 

Die Tage strichen dahin , immer wieder entdeckten wir neue wunderschöne Bilder in der Natur Norwegens. Austernfischer waren zu beobachten auch ab und an mal ein Adler. Dazu die wuchtigen alles verschlingen zu wollenden Berge rechts und links der Fjorde. Da kommt man schnell ins träumen.

 

 

 

 

 

 

Der letzte Tag kam dann auch schnell heran .Mit etwas Schwermut mussten wir uns Samstag am frühen Morgen von den Fjorden um Ombo verabschieden. Ein Dank gilt noch unseren

 

Gastgebern Gulborg und Arnfinn. Wir werden wiederkommen. Nicht im nächsten Jahr ,da geht es nach Rolfsnes. aber ganz sicher irgendwann. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit:

 

Die Fjordpiraten aus dem „MANSFELLER LAND“

 

 

 

 

 

Weitere Fragen zu diesem Thema beantworten wir gern im Forum:

http://www.norwegen-angelfreunde.de