Stavanger - Leben pur

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Stavanger 2006



Einige der bekanntesten Städte Norwegens liegen an der Westküste, neben Tromsö, Trondheim und Molde auch Kristiansund, Alesund, Haugesund, Bergen und………. STAVANGER. Wer schon mal dort war, wird sich in diese Stadt verlieben. Dass das viele insbesondere Segelboot- und Motoryachtinhaber getan haben, sieht man an den unzähligen kleinen, mittleren und vor allem großen Booten, die sich in verschiedenen Ecken des Stavanger Hafens tummeln.

Mit knapp über 116.000 Einwohnern ist Stavanger die viertgrößte Stadt Norwegens nach Oslo, Bergen und Trondheim (Stand Juli 2006). Die Stadt liegt in der Provinz Rogaland (Verwaltungsprovinz) und ist gleichzeitig eine eigene Kommune (also eine von 431 Kommunen des Landes - kleinste Kommune ist die Insel Utsira vor Haugesund mit knapp 220 Einwohner und nur knapp 6 qkm Größe).

Wer Stavanger sagt, meint häufig auch Öl. Öl ist die Plattform, auf der diese Stadt ihre Größe und wirtschaftliche Bedeutung begründet. Hier haben viele der großen Ölfirmen ihren Sitz, unter anderem auch die Firma Statoil, die in Norwegen größte Ölfirma. Der Name wird vielen Norwegenfahrern deshalb bekannt sein, weil es ein ausgedehntes Tankstellennetz von Statoil im ganzen Lande gibt.

Grund für die Ansammlung von Ölfirmen ist die Tatsache, dass die meisten norwegischen Ölplattformen in der Nordesse etwa 250 bis 300 Kilometer westlich in der Nordsee oder im Atlantik (wo beginnt der Atlantik und wo endet die Nordsee?) liegen. Von Stavanger aus werden diese Plattformen versorgt und von hier aus wird auch Personal der Ölplattformen regelmäßig ausgetauscht.

Ein bisschen über den Werdegang Stavangers

Stavanger ist noch nicht lange so bedeutend für die Region. Die ersten menschlichen Siedlungen in der Region um Stavanger stammen aus etwa 8000 vor Chr. Auch zur Wikingerzeit gab es größere und kleinere Siedlungen dort, wo heute Stavangers Häuser stehen. Aber erst im 12. Jahrhundert (1125 n. Chr.) wurde durch Sigurd Jorsalfar Stavanger zum Bischoffsitz und die dazu gehörende Domkirche wurde begonnen von Bischoff Reinald von Winchester. Dieser wurde dann bei einem Brand (wie so viele historische Bauten) stark beschädigt (1272) und bekam dann um 1300 einen neuen, veränderten Chor im gotischen Stil. Dieser Dom sollte dann im 20. Jahrhundert der einzige Dom Norwegens sein, der in seinen ursprünglichen Formen erhalten geblieben ist. Die Verleihung der Stadtrechte ist auf das Jahr 1120 datiert.

Aber die wesentliche Bedeutung der Stadt ergab sich erst mit Beginn der Riesenheringsschwärme Anfang des 19. Jahrhunderts und der Entwicklung der Konservendosenindustrie, die Mitte des letzten Jahrhunderts ihren Höhepunkt hatte (50 Fabriken gab es etwa 1950 in der Stadt) und später dann mit dem Finden des Öls vor der norwegischen Westküste.

Ende des 19. Jahrhunderts traten relativ plötzlich riesige Heringsschwärme an der Westküste Norwegens auf, die viele Jahre lang intensiv befischt und verarbeitet wurden. Die Entwicklung der großen Konservenfabriken wurde durch diese Fischschwämme forciert und die meisten der Konservenfabrikationen hatten ihre Sitze entlang der Küste in Haugesund und natürlich im größeren Stavanger. Nach dem Ausbleiben der Riesenschwärme reduzierte sich auch dieses Gewerbe langsam und die letzte Konservenfabrik Stavangers wurde schließlich 2002 geschlossen. Heute gibt es zu diesem Thema ein eigenes Museum, das Konservenmuseum in Stavanger.

Im 19. Jahrhundert sind viele Norweger wegen der schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse im Lande ausgewandert. Das Land gehörte lange Zeit zu den ärmsten Ländern Europas, was sich auch durch die "Fischblüte", die die Heringsschwärme zumindest an der Westküste verursachte, kaum änderte. Norwegen war in den Jahrzehnten vor der Entdeckung des Öls (in den Siebzigern) in einer tiefen wirtschaftlichen Rezession.

Das Öl und später auch das Gas aus der Nordsee machte Norwegen dann in wenigen Jahrzehnten zu einem der reichsten Staaten der Welt. Heute ist der Lebensstandard in Norwegen deutlich höher als zum Beispiel in Deutschland (Lästermäuler werden jetzt sagen, dass das schließlich nicht schwierig sei… ). Andererseits wurde Norwegen damit auch zu einem der teuersten Staaten unseres Kontinentes und Stavanger ist ganz sicher einer der teuersten Städte Europas (zumindest Europas).

Wege nach und in Stavanger

Eine der Hauptverkehrwege Norwegens, die E39, von Kristiansand kommend und endend bei Heimdal etliches westlich von Kristiansund, wo sie auf die E6, der verkehrstechnischen Hauptschlagader Norwegens trifft, führt nach und durch Stavanger. Der Weg über die E39 ist heutzutage bequem, denn diese Straße ist über weite Strecken gut ausgebaut. Die E39 führt durch sehr schöne Regionen Südnorwegens, wenn man z.B. mit der Fähre aus Dänemark gekommen ist.

Mit dem Schiff kommt man vom dänischen Hirtshals nach Kristiansand oder von Hantsholm nach Egersund oder direkt nach Stavanger. Egersund liegt nicht weit entfernt von der E39, so dass man von dort per PKW gut in die Westküstenstadt gelangt. Von Kristiansand braucht man für die knapp unter 400 Kilometer nach Stavanger rund 6 Stunden oder mehr, je nach Pausen und Sightseeing-Halten, die sich ganz sicher z.B. durch grandiose Aussichten oder schöne Wasserfälle ergeben.

Man kann auch mit dem Flieger nahe Stavanger einschweben. Der Flughafen von Stavanger liegt etwa 15 Kilometer im Südwesten der Stadt in Sola, einer Ortschaft in Rogaland. Der Flughafen wird zum einen von internationalen Linien aus vielen Teilen der Welt angeflogen und er besitzt einen Helikopter-Terminal. Von hier aus werden die Plattformen im Offshore-Betrieb angeflogen und versorgt.

In Stavanger gibt es zwei lange und tiefe Tunnel, die es in sich haben. Sie haben teilweise bis zu 8 Prozent Gefälle und gehen einmal knapp 130 und einmal rund 220 Meter tief unter dem Wasser oder Land hindurch. Man sollte sich nicht zum Schnellfahren bergab verleiten lassen, denn in beiden Tunneln stehen ziemlich weit unten Blitzanlagen, die die Schnellerfahrenden gnadenlos ablichten (60 km/h sind erlaubt). Dankenswerterweise hat mich didiba vor meinem Urlaub auf diese Blitzfallen hingewiesen, so dass ich die zwei Male, die ich dort entlangfuhr, ungeschoren, weil vorschriftsmäßig gefahren, davon kam.

Die Strecke nach Stavanger hinein ist an wenigen Stellen mautpflichtig, so dass es Sinn macht, sich vor dem "Ritt" in die Stadt ein paar Münzen zu besorgen, damit man die unbemannten Automaten an den Mautstellen bedienen kann. Wer ohne zu bezahlen durchfährt, wird videotechnisch erfasst und im besten Fall nach dem Urlaub angeschrieben mit der Aufforderung zu zahlen. Also Münzen nicht vergessen (einmal 13 Kronen und einmal etwas mehr).

Stavangers Altstadt

Rund 170 alte Häuser bilden in unmittelbarer Nähe des Luxusliner-Hafens eine wirklich beeindruckende Kulisse spätmittelalterlichen Charakters. Eigentlich in der frühen Neuzeit errichtet, geben sie doch einen Einblick ab in die aus dem Mittelalter überkommene Bauweise von Städten mit engen bis ganz engen Gassen und holperigen, aber umweltfreundlichem Kopfsteinpflaster.

Die meisten dieser alten Holzhäuser sind weiß gestrichen und sehr gut bis leidlich restauriert. In den engen Gassen muss man ordentliche Kondition haben, denn es geht zum Teil steil bergauf und bergab. Im Winter bei Minusgraden, die hier nicht so häufig vorkommen, ist das bestimmt ziemlich mühsam, durch diese Gassen zu gehen.

Viele Häuser sind im Eingangsbereich mit blühenden Pflanzen dekoriert, entweder in kleinen Kübeln oder direkt aus der Erde kommend, wie dass ja auch vor vielen dänischen Häusern mit den markanten Stockrosen der Fall ist. Ein paar wenige Läden und Lokale haben in der Altstadt ihren Sitz (natürlich auch in altern Häusern) und die parkenden Autos machen das Befahren der Straßen nicht leichter. Man sollte schon möglichst zu Fuß durch die Altstadt wandern, man sieht schließlich auch viel mehr.

Vergleicht man die Ansammlung alter Häuser von Stavanger und dem nur rund 30 - 40 Kilometer entfernt liegenden Skudeneshavn auf Karmoy (siehe meinen Bericht zu Karmoy) dann muss man feststellen, dass Stavanger bei Weitem nicht so gut restauriert und gepflegt wird, wie das 2004 zur norwegischen Sommerstadt erklärte Städtchen Skudeneshavn. Nicht wenige Häuser zeigten doch deutliche Verrottungsspuren und bedurften der erneuten Restaurierung. Aber den guten Gesamteindruck als eindrucksvolle Ansammlung historischer Häuser kann das nur bedingt trüben. Ich bin da wohl zu kritisch. Jedenfalls ist die Altstadt Stavangers sehenswert und interessant.

Stavanger Hafen

Neben dem sicher auch interessanten, aber eher in seinen Abläufen bekannteren Frachthafen Stavangers (da tobt das routinierte Hafengeschäft wie in Hamburg oder Bremen in einem etwas kleineren Maßstab) sollte man unbedingt den Passagierschiffhafen und den Gästehafen anschauen. (man kann eigentlich gar nicht anders, weil mitten in der Stadtmitte gelegen). Mit ein bisschen Glück, wie wir es ohne Frage hatten, tummeln sich eines, zwei oder gar drei große bis sehr große Passagierpötte an den Kais, die man aus nächster Nähe betrachten kann.
Als wir dort eintrafen (es nieselte gerade ein wenig) lag groß, ja schon fast protzig die schon 1967 erbaute Queen Elisabeth 2 am langen Kai. Ein unglaublich großes Schiff mit seinen über 70.000 BRT, 12 Decks, und einem rund 500 Meter langem Joggingpfad an Bord. Trotz ihres beträchtlichen Alters gehört die QE2 immer noch zu den schnellsten Schiffen auf dieser Welt, denn sie erreicht rund 28 Knoten Durchschnittsgeschwindigkeit, was rund 52 km/h entspricht.

Die Sicherheitsmaßnahmen, die wir so aus Hamburg zum Beispiel kennen, wenn die Queen Mary oder eben auch die alte QE2 kommen, sind den Stavangerern völlig fremd. Wir parkten am Kai keine 15 Meter vom Heck der QE2 entfernt, ohne dass es irgendjemanden gestört hätte. Lediglich eine Mitarbeiterin eines privaten Sicherheitsdienstes versperrte den Zugang zum Schiffseingang, aber eher um Autos daran zu hindern, direkt neben diesem Schiff zu parken, wenn sie denn an Bord gehen wollten.
Kaum das wir eingetroffen waren, drehte gerade die Braemar in den Passagierschiffhafen ein. Um direkt neben dem renommierten Skagen Hotel zu "parken". So lagen dann zwei Riesenpötte keine 100 auseinander an den Kais des Hafens und konnten bewundert werden. Allerdings ist die Braemar mit ihren etwas mehr als 19.000 BRT nicht einmal ein Drittel so groß wie die QE2. Gegen die QE2 wirkt sie zwar elegant, aber eher zierlich.

Gleiches gilt für die knapp drei Stunden später eingelaufene Lili Marleen, die es auf knapp 18.000 BRT bringt und an Eleganz der Braemar in nichts nachsteht. Es ist schon ein schönes Erlebnis, wenn man solche Pötte in kurzer Folge hintereinander einlaufen und anlegen sieht. Das hatte was. Die Bewohner der Stadt sehen so etwas jeden Tag und reagieren deshalb auf solche Schiffseinläufe überhaupt nicht mehr. Das Anlege-Manöver der Lili Marleen verfolgten vielleicht 20 Menschen (drei davon waren wir). Und die anderen ca. 17 wollten wohl irgendjemanden vom Schiff abholen.

Andere Sehenswürdigkeiten

Am Ende des Passagierschiff-Hafens liegt der so genannte Gästehafen, der praktisch in der City liegt. Von diesem Gästehafen sind es knappe 150 Meter zur Domkirche zum Beispiel. In diesem Gästehafen lagen bei unserem Besuch teure bis teuerste Luxusyachten, die Eigner meist darauf, um zu zeigen, wem hier was gehört, oder anders ausgedrückt, wer hier was bewegen darf. C'est la vie.

An der Stirnseite des Gästehafens liegt ein flacher Glas- und Stahlbau, in dem man Fische und das, was man daraus machen kann, in allen Variationen kaufen kann. Mit Blick auf den Hafen und vor diesem Riesen-Fisch-Geschäft stehend liegen zur rechten etliche schöne alte Holzspeicher, in denen etliche Lokale ihre Dienste anboten. Da lohnt es sich, mal ein Käffchen in dieser höchst maritimen Atmosphäre zu sich zu nehmen. Auch für diese eng am Gästehafen liegenden Lokale gilt sicher das Motto: sehen und gesehen werden. Schließlich tobt hier das Touri-Leben vorbei und alle anderen, die nicht unter den Titel Tourist fallen, schlendern hier vorbei, um zu sehen und gegebenenfalls gesehen zu werden. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Steigt man hinter dem direkt am Kai liegenden Skagen-Hotel (der Hoteleingang ist kaum 20 Meter vom Schiffsrumpf der Braemar entfernt gewesen) den Berg hoch, liegt dort ein alter Turm, heute ein Museum, von dessen Rand aus man über den Passagierhafen hinüber auf die eng bebaute Altstadt schauen kann, ein wahrlich grandioser Ausblick (siehe Foto). Nur wenige Schritte die Straße am Kai entlang trifft man auf das alte Zollhaus von Stavanger.

Die engen Straßen am Hang hinter der Skagen-Hotel und dem Kai sind ebenfalls mit vielen alten Häusern versehen. Hier liegt ein kleines Geschäft neben dem anderen und es wimmelt hier nur so von Menschen. Hier ist auch die Domkirche, ein wirklich sehenswertes Gotteshaus, sowohl außen als auch innen, zu finden. Er ist nach dem Dom von Trondheim die zweitgrößte romanische Kirche Norwegens.

Man hat in dieser Stadt wirklich fast alles in gehbarer Nähe, die schönsten Stellen Stavangers liegen meist alle nur einen Steinwurf (oder auch zwei drei, je nach Wurfvermögen) auseinander. Geht man am Kai entlang auf der Museumsturmseite, gelang man zu weiteren Marinas, oder kleinen Yachtanlegestellen, wo Millionen von Euros an schicken Seilen verbandelt und meist sauber herausgeputzt auf den kleinen Wellen des Stavanger Hafen herumdümpeln. Als Bootsfan (der kein eigenes hat) konnte ich hier einen Augenschmaus nach dem anderen verschlingen (und ablichten). Das hatte schon was. Im weiteren Kaiverlauf geht man mehr oder weniger auf das neue Öl-Museum zu, das durch seine ungewöhnliche Architektur auffällt. Diese über die Stadt hinaus bekannte Museumseinrichtung wurde erst 1999 eingeweiht. Wir konnten es nur im Eingangsbereich bewundern, da wir Hundi mithatten und der nicht mit hinein durfte. Aber es war innen schon vor den Schranken sehenswert.

Das moderne Rathaus der Stadt liegt auf der Altstadtseite des Passagierhafens. Es bildet zusammen mit den anderen nahe an der Altstadt errichteten Häusern moderner Bauart einen sehenswerten Kontrast architektonischen Schaffens von früher und heute. Ich habe diese räumliche Nähe von modernen Hochhaus und Holzhaus aus dem frühen 19. Jahrhundert als optisch gelungen und höchst interessant empfunden.

Stavanger bietet auf alle Fälle höchst pulsierendes Leben an, hier kann man shoppen ohne Ende (für uns schon mit Ende, weil die Preise zumindest für uns ein ohne Ende nicht zuließen), traumhafte Boote aller Preisklassen und Größenordnungen bewundern, das Ein- und Auslaufen eleganter, luxuriöser Passagierschiffe bestaunen, dem Dom zur inneren Einkehr nutzen, bergauf, bergab durch eine im Ganzen faszinierende Altstadt pusten und die Seele in einem der kleinen Lokale am Gästehafen baumeln lassen.

Mitten in der City liegt dann noch zu allem Überfluss ein größerer See mit Fontäne, an dem an drei Seiten der Verkehr vorbeidröhnt und an einer Seite ein Sehenswertes rotes Haus errichtet wurde, dass an einem parkähnlich angelegten kleinen Wanderweg liegt (siehe Foto) - Auch hier, wie fast überall im Stadtzentrum gibt es größere und kleinere Einkaufsparadiese. Als Mann hält man solche ausgedehnten Shoppingtouren ohne diverse Zwischenstopps an Pizzeria, Kneipe, Cafe und öffentlicher Toilette ohnehin nicht aus.

Ein kleiner Ausblick: Stavanger wird "Europäische Kulturhauptstadt 2008"
Hier zitiere ich einen Auszug aus dem Internet:
Zitatanfang: Anlässlich des internationalen Kulturevents möchten die Initiatoren die Ölhauptstadt des nordischen Königreichs selbst sowie die Region um die Hafenmetropole als "Freihafen für den Kulturaustausch zwischen Norwegen und dem übrigen Europa" präsentieren.
Unter dem Motto "Open Port of Art" soll gesamteuropäische Kunst und Kultur gefeiert werden. "Open Port of Landscape" wird Kunsterlebnisse in und um Stavanger in eindrucksvoller Natur bieten. Im Mittelpunkt von "Open Port of the Future" werden neue Zukunftstechnologien und Kinder stehen. Alle drei Programmschwerpunkte wollen den Dialog zwischen Kultur, Wirtschaft und Technologie verstärken.

Hinter der Bewerbung stehen die beiden Nachbargemeinden Stavanger und Sandnes sowie der Bezirk Rogaland. Stavanger hat in den vergangenen Jahren bereits nationale Erfahrung in der Ausrichtung von Festivals gemacht: Zurzeit trägt die Stadt den Titel "Norwegische Kulturstadt 2003-2005". Bereits im Jahr 2000 hatte Norwegen mit der alten Hansestadt Bergen als "Europäischer Kulturhauptstadt" weltweite Aufmerksamkeit erlangt. Gleichzeitig mit Stavanger wird auch das britische Liverpool 2008 den begehrten Titel "Kulturhauptstadt" tragen. (Zitatende)

Fazit:

Gegen diese Stadt spricht nichts (vielleicht die Preise), für sie jede Menge. Abgesehen von den vielen kleinen und großen Sehenswürdigkeiten (Domkirche, Altstadt, Rathaus, Shoppingmeilen, Stadtparksee, Hafen für Passagiere, Zollhaus, Öl-Museum, Marinas, Gästehafen, Speicherhäuser, und und und ) ist es vor allem die, man verzeihe mir die Gossensprache, wirklich "geile" Atmosphäre an den vielen verschiedenen Hafenstellen. Wer Häfen liegt, will hier gar nicht wieder weg. Und es will schon etwas heißen, wenn mir als hafengeprägtem Hamburger ein anderer Hafen gefällt.
Diese Stadt ist wirklich mehr als einen Besuch wert und wenn man hier etwas einkauft, dann merkt man in der Tat, das es etwas wert ist, denn was immer man kauft, hier ist nichts preiswert. Aber trotz dieses Umstandes erhält Stavanger als Ölzentrum Norwegens alle fünf Punkte, will heißen: unbedingt hin und anschauen und genießen.