Norwegen Angelfreunde

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Drei Angelfreunde auf Bømlo

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SchwachSuper 

 

oder: Drei Mann in einem Boot
 
oder: Ein Südnorweger geht fremd
 
oder: Eine Woche mit Sonnenbrand-Alarm
 
 
Was Angelfreunde - Treffen so „anrichten“ können, zeigt eigentlich unser gemeinsamer Wochenurlaub in Rolfsnes auf Bømlo – Stammquartier von Frank. Ein Treffen von Angelfreunden in Hamm und der Berlin-Stammtisch im Frühjahr waren der Ausgangspunkt der Überlegungen, einen Männerurlaub von drei Angelfreunden zu beschnacken, auszuhecken – und letztlich auch konkret zu planen. Mit an Bord: ein bekennender Südnorweger.
 
Die Teilnehmerbesatzung von Thomas, Frank und Harald
(Vater-und-Sohn, Frank auf Bømlo und Dorschpapa)
hat sich im Vorfeld so ein paar Mal „beschnuppert“, um zu testen, ob das auch klimamäßig passt – und siehe da, es ging wirklich. Von vornherein wurde dann auch die Rollenverteilung besprochen:

 
Fahrer, Koch und Fotograf            Frank
Schriftführer                              Harald
Unterhaltung                             Thomas    
 
Blieb fast nur noch die Frage offen: Wer angelt denn eigentlich?
 
Nachdem mit viel Hin und Her im Vorfeld – Bekomme ich nun Urlaub?
Muss ich Freitag noch mal auf Schicht? Ist die Gesundheit okay? Sind die Frauen einverstanden? …… - haben wir uns dann entschieden, für die
 
Woche vom 04. bis 11. September 2010
 
Und da die Anreise nun mal nicht so in drei, vier Stunden zu erledigen ist, gab es den Entschluss, schon am Freitag, den 3. September aufzubrechen. Und um auch hier keine Verzögerungen zu provozieren, bin ich selbst bereits am Donnerstag Abend in Richtung Neuseddin aufgebrochen – meine Angelplörren und sonstiges Gepäck hatte die „Arbeiterwohlfahrt Potsdam-Mittelmark“ in Person von Frank bereits vorher aus Berlin NNO „überführt“.
 
Einen Haken hatte die ganze Tour jedoch immer noch, den fremdgehenden Südnorwegen-Fan Dorschpapa:
Wie bringe ich als bekennender Südnorwegenfan meinen anderen „Südnorwegern“ bei, dass ich mich zu einer Reise nach oberhalb des „Nordpols“ (Stavanger) entschieden habe? Aber da musste ich durch. Dazu kam: Wie empfangen mich die Freunde Fjordnorwegens? Erhalte ich überhaupt ein Einreise-Visum?
 
Aber die „Behörden“ bei den Angelfreunden haben recht zügig (auch freizügig) gearbeitet und das Visum erteilt. Nichts konnte mich/ uns also mehr aufhalten.
 
Ich dann rüber nach Neuseddin und bald sollte es losgehen. Letzte Besprechung am Donnerstagabend - und am Freitag in aller Frühe wurde dann der Rest des Autos beladen, Reise-Stullen geschmiert, Eier, Kaffee und Tee gekocht.
 
 
 
 
 

 
 
Schnell noch gefrühstückt und um 9:40 Uhr ging es dann wirklich los:
 
Sakte vart! - zügig, aber nicht überschnell
 
Liebe Freunde, ich möchte hier die Fahrtroute, die uns nach Rolfsnes führte, hier einmal in einer Art Routenplanung darstellen – nutzbar speziell auch für Erstfahrer als eine Alternative bei Ihrer eigenen Routenwahl und -planung.
 
Die erlebten Abenteuer und Ähnliches trenne ich dann mal ab und schildere sie extra im Anschluss anhand von Bildern.
 
 9:40               km: 0        Neuseddin                 Abfahrt
 
10:55                               Kreuz Wittstock
 
11:30                km: 198     Abzweig Schwerin
 
12:10                               Abfahrt Talkau auf die B207
 
12:45                km: 300     rauf auf A20 Richtung Lübeck/
Richtung Puttgarden
 
13:50                km: 405     Ankunft am Fährhafen Puttgarden
                                       Fähre nach Rødby geht alle 30 min
 
15:05                               Weiterfahrt ab Rødby Richtung Helsingør
 
16:20                               Höhe Kopenhagen erreicht  
 
17:15                               Ankunft in Helsingør/ Fährfahrt nach
Helsingborg (Schweden) ca. 20 min
 
17:50                               Weiterfahrt auf E6 via Göteborg nach
Strömstadt
 
20:00                km: 820     Einfahrt Göteborg (Durchfahrt ca. 20 min)
 
21:50                km: 991     Ankunft in Strömstadt
 
22:30                               Fähre nach Sandefjord = Norwegen !!!
                                       Fährzeit etwa 2,5 Stunden, für die Fähre
Gesamtkosten PKW/ 3 Personen = 19,-€
 
01:00                               Ankunft auf norwegischem Boden
                                       80 km über Larvik bis Kongsberg abgespult
und rauf auf die E134
 
04:45                km: 1213   Pause etwa 50 km vor Haukeli nach nun
                                       doch schon 19 Stunden Tour
 
06:15                               Weiterfahrt und „nebenbei“ Besichtigung des
                                       Låtefossen (09:00) und des Langfossen
 
10:05                km: 1402   Frühstückspause an einem malerischen See
                                       dann weiter bis zur Auffahrt auf die E39 -
                                       Richtung Bergen
                                      
11:25                km: 1490   Auffahrt auf die Insel Bømlo
 
12:00           WIR SIND AM ZIEL
 
 
Und hier noch die versprochenen Foto-Eindrücke vom Rande der Fahrt:
       
Die Fahrt bis Puttgarden 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Dann endlich auf der Fähre Puttgarden - Rødbyhavn. Deutschland ade - Dänemark, wir kommen:
 
 
 
 
 
Ganz schön Verkehr auf dem Wasser
 
 
Hier gab es pro Person nur eine Schachtel Zigaretten - ja, eine Schachtel, nicht Stange
 
 
Dann ging es auf dem Landweg weiter durch Dänemark - übliche Fahrt über flache Bretter - ab in Richtung Helsingør - letzte Station auf dänischem Boden.
 
 
 
 
 
 
 
 

 
Kurze Fährüberfahrt nach Helsingborg/ Schweden - und es wurde zunehmend finsterer. Uns gelangen nur noch wenige Fotos bis zur Ankunft auf "der anderen Seite Schwedens, dem Fährhafen Strömstadt.
 
Hier jedoch der imposante Abschied aus Dänemark:
 
 
 
Ankunft in Strömstadt:
 
 
 
 
 
 
 
Der Schlafsesselraum der Strömstadt-Fähre gehörte uns dreien ganz allein - mit separatem Ausgang:
 
 
 
Es waren ja auch insgesamt nur neun Autos (PKW) an Deck - fast wie eine Privatfahrt:
 
 

 
Ankunft im gelobten Land, Ankunft in Sandfjord/ Norwegen - jetzt begann der "Endspurt" auf unserer Anreise - durch das Paradies der norwegischen Berglandschaft. Nix mehr zum Schreiben - nur noch geniessen:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Auf der Reise durfte natürlich ein Besuch des Låtefossen und des Langfossen nicht fehlen:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Strapazen der Tour waren natürlich nur mit entsprechenden Pausen zu bewältigen - die idyllische Landschaft und super Raststellen sorgten für die Befriedigung aller (!!!) Bedürfnisse. So fanden wir am Rande der Strecke diese traumhafte Stelle:
 
 
 
 
 
 

 
 
 
Jetzt konnte der eigentliche Urlaub starten:
 
(* sollte ich im folgenden die Namen der Angelgründe falsch geschrieben haben – Insider wissen, was ich meine, Newbees finden es trotzdem)
 
Samstag, Ankunftstag – Sonne, leichtes Lüftchen, 22°:
 
Nachdem wir nun glücklich in unserer kleinen, aber sehr feinen Hütte Løo
bei Jens-Arndt in Rolfsnes gelandet waren und auch optisch herzlich willkommen geheißen wurden,
 
 
ging es erst einmal ans bekannte „Einrichten“ – Klamotten auspacken und verstauen, die Kühlschränke beladen, Angelplörren zusammenstellen, Boot begucken, Umgebung kurz antesten. Und dann kam unser Entschluss, bei diesem Traumwetter doch noch eine kleine Fischrunde einzulegen.
 
*** Bevor es irgendwelche Diskussionen gibt: Wir haben immer schön brav unsere Schwimmwesten getragen, und nicht nur, weil es ein Muss ist, sondern weil Sicherheit bei uns groß geschrieben wurde - nur für die Fotomomente wurden diese abgelegt - die Bilder sehen sonst so aus, als wären wir drei alle Kugelfische.
 
 
Frank schipperte uns sicher nach Hausabøn, wo wir dann auch gleich loslegten.
 
 
 
 
 
 
Harald hat traditionsgetreu erst mal seinen Urlaubs-Seestern gelandet (das habe ich auch in Südnorwegen bei jeder Tour fabriziert – leider konnte ich nie einen konservieren). Traurigerweise haben wir von dem Kameraden auch kein Bild. Aber wir wollten ja eigentlich auch Fisch sehen, was dann auch gelang. Prachtstück des Nachmittags war dann ein 92-er Leng von Harald.
 
 
 
 
 
 
Als Tageskönig durfte er abends dann das Bierchen einschenken.
 
Am Abend dann „klappten“ wir erwartungsgemäß unsere Augen sehr zeitig zu – nach der stressigen Anreise war das auch fast zu erwarten. Unsere Schlafgeräusche störten in dieser Nacht keinen von uns – ich glaube, da hätte neben der Hütte eine Bombe explodieren können – wir hätten das nicht wahrgenommen.
 

 
Sonntag - Sonne, leichtes Lüftchen, 22°:
 
Wieder so ein Hammer-Wetter, Grund genug also, auch mal die weiter entfernten Gebiete anzufahren – die Entscheidung fiel auf Taragrund und Høckelboane.
 
Bevor ich es vergesse zu erwähnen: Makrelen gab es jeden Tag zuhauf,
wir haben insgesamt bestimmt so um die 150 Stück wieder in die Freiheit entlassen – wenn das mal reicht.
 
Bei dieser Makrelendichte war es auch ganz schön schwierig, durch die Schwärme durchzukommen. Jeder freute sich, wenn mal der Grund erreicht wurde. Auch Seelachse gaben die ersten Laute von sich und krähten danach, in unseren Kisten zu landen – mit unserer lustigen Männerrunde wollte halt jeder mitfahren.
 
Den Tagesfisch hat dieses Mal unser Frank gelandet – einen schönen Lumb von sehr gut 50 cm – ideal für Topf und Pfanne.
 
 
 
 
 
 

 
 
Montag - Sonne, leichtes Lüftchen, 22°:
 
Mein Gott, es hörte nicht auf mit diesem für September fast unglaublichen Wetter. Und da ja am gestrigen Tag die Seelachse schon um Mitfahrkarten gebettelt haben, konzentrierten wir uns heute auf gezielte Seelachsjagd.
 
Wir haben auf Taragrund und Kvittingsgrund unsere Chancen wahrgenommen – die standen wie gestapelt - und mit diesen grauen Räubern unsere Kisten so richtig gefüllt – immer mit Qualitätsauswahl. Wie viele Seelachse wir wieder in die Freiheit entlassen haben, lässt sich kaum zählen – das war mit den Schwärmen fast wie am Vortag mit den Makrelen.
 
Unser Tageskönig Thomas hatte für diesen Tag etwas besonderes, so an Weihnachten erinnerndes. Er angelte nämlich mit kräftigem Tannenbaum, den er auch bei jedem Hochholen wohlgefüllt vorfand, jedes Mal denkend, er hätte einen ganz kapitalen Burschen dran – nöö, wieder „nur fünf Seelachse“ auf einmal.
 
 
 
 
 
 
 
Damit war er heute derjenige, der abends dann den Schankwirt spielte.
 
Und dieser Montag, der 6.September 2010 hatte noch ein ganz spezielles Schauspiel zu bieten – der heraufziehende Abend mit herrlichen Wolken und glühender Sonne bot uns das Stück „Der brennende Himmel“ – aber seht selbst, es ist nämlich mit Worten einfach nicht zu beschreiben.
 
 
 
 
Mal nur so nebenbei – dafür ist uns das bereits auf dem Herd stehende Sauerkraut angebrannt – zum Leidwesen unseres Chefkochs – aber dieses „Opfer“ bringt man angesichts dieses Traumabends doch gerne, gelle.
 

 
 
Dienstag – Sonne, leichter Wind, Drift wird kräftiger, weiterhin warm:
 
Unser Thomas hatte die letzten Tage schon immer ein paar Problemchen mit seinen Füssen, aber die Schmerzen ließen nun nicht mehr nach und wurden sogar stärker. Leider mussten wir ihn deshalb heute zum Arzt beordern, wobei uns unser Jens-Arndt als Begleiter, Dolmetscher und Kraftfahrer sehr hilfreich zur Seite stand – im Klartext: er hat die Gesamtbetreuung von Thomas an diesem Tag übernommen, so dass Frank und ich zum (verkürzten) Angeln hinausfahren konnten.
 
Dank starker Drift konzentrierten sich unsere „Fänge“ auf Kraut und andere Untergrundhindernisse – was zu gewissen Materialverlusten führte. Die Fische blieben recht rar und dazu auch noch recht klein. Einzige Ausnahme war ein mittelprächtiger Dorsch, der Harald auf den Leim – oder besser: an den Haken – ging. Ja, auch die Fische merkten: Da fehlt der dritte Mann für unseren unterhaltsamen „Wasser-Skat“.
 
 
 
Auf der Rückfahrt war noch Besichtigung vom Landhandel angesagt – klar, mit Kaffee und Zimtschnecke. Nebenbei wurde dann noch schnell getankt, Souvenirs wurden ausgewählt.
 
 
 
 
Weitere Fischversuche im Innenfjord – wir wollten ja noch ein paar richtig fette Makrelen erbeuten – blieben ohne Erfolg. Dafür hat Frank mir den Beweis für den größten "Granitbutt" aller Zeiten gezeigt: eine Tafel am Fels als Nachweis des jemals mit der Angel "gelandeten" Granitblocks auf Bømlo - 13 kg schwer.
 
Und dann ging es auch schnell wieder heimwärts. Wir wollten ja wissen, was mit unserem Thomas los ist.
 
Der fuhr aber erst jetzt jetzt bei unserer Ankunft in Løo los – ein früherer Termin beim Doktor war nicht zu bekommen gewesen – und kehrte nach anderthalb Stunden mit „Wunder-Medizin aus Norwegen“ wieder heim. Wunder-Medizin, weil innerhalb der nächsten beiden Tage die Schmerzen auf wundersame Weise ganz und gar verschwanden – Gott sei dank - denn so konnte Thomas auch wieder vernünftig mitwirken.
 
Warten auf Thomas:
 
 
Das ersehnte Wunderrezept:
 
 
 
Frank und Harald sind dann an diesem Abend noch zu einer Kurzwanderung auf die Hausberge losgezogen, wo sich ein herrlicher Anblick über die Region bot – seht selbst, eine Beschreibung in Worten erübrigt sich.
 
 
 
 
 
 

 
 
Mittwoch – Sonne, stärker auffrischender Wind, trotzdem mild:
 
Ja, was soll man sagen. Dank des nun doch schon etwas kräftigeren Windes waren wir gezwungen, doch etwas „ufernaher“ zu angeln – unser Hauptziel hieß auch deshalb:
Makrelenjagd vor Slatterøy Fyr.
 
 
 
 
Immerhin wollten wir ja auch für Franks Bekannte die „Mitbringsel zum Räuchern“ irgendwie zusammenbekommen. Klar, es gab massig Makrelen, aber es sollten ja ausgesprochen gute Exemplare werden. Nur nebenbei: Es ist uns sehr gut gelungen – Thomas war wie gehabt wieder „Tannenbaum-König“. Und es gelang ihm der Sonderpreis: ein schöner Hornhecht.
 
 
Auch der eine oder andere Pollack ließ sich an diesem Tag verhaften – keine Riesenexemplare, aber gut für die Pfanne. Das Angeln haben wir etwas früher beendet.
 
Außerdem wollten wir ja an diesem Tag etwas früher ins Bett kommen, hatten wir doch für morgen besondere Ereignisse zu erwarten.
 
Nur eine Frage kam auf: Warum sind wir eigentlich Tag für Tag rausgefahren, warteten die besten Fische doch direkt unterm Steg - prächtige Pollacks - und sage und schreibe, ein Lachs (nach Schätzung unseres norwegischen Hüttenwirtes so um die 12 kg). Das Biest betrachtete den dargebotenen Köder jedoch nicht mal als "Spielzeug" - schade.
 
 
 
 

 
 
Donnerstag – Sonne, der Wind nimmt zu, es ist ein warmer Wind:
 
Die erste Besonderheit war das einzige „Früh-Angeln“ dieser Woche – in Hoffnung auf ruhigeres Wetter in den Morgenstunden. Frühangeln, weil wir bereits gegen halb neun auf den Angelgründen waren. Gegen Mittag haben wir dann abgebrochen – zu viel Wind, na und dann noch unser weiteres Tagesevent. Einige Fischlein haben wir dennoch in unsere Kisten springen lassen – dabei einige Pollacks. Alles in allem wurden aber mehr Fische released als mitgenommen: viele sehr kleine Dorsche, viele kleine Makrelen, ein Mini-Rotbarsch, …
 
Dennoch gab es auch am heutigen Tag einen Rekord: Unsere höchste Driftgeschwindigkeit erreichte immerhin 4,7 Knoten – da braucht es zur Fortbewegung keinen Motor mehr.
 
Nach der Rückkehr dann auch gleich noch das Boot gereinigt, denn am Freitag sollte es nur noch zum Auftanken benutzt werden – wir wollten einfach den Tag mal ohne Angelei genießen.
 
Ja, und dann kam der Nachmittag erst mal mit einer kleinen Einkaufstour nach Svortland. Ein paar Eindrücke von dieser Tour:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Nach kurzem Abstecher zum Einkaufen besuchte uns dann Fjordsven in unserer bescheidenen Hütte. Wenn man schon mal oben ist, sollte man sich auch treffen. Es wurde ein unbeschreiblicher Abend – oder auch Nacht. Sven weihte uns in die Künste des Brandungsangelns vom Steg aus ein – wenngleich ohne zählbaren Erfolg. In der Abend-Essen-Pause wagte sich dann doch ein Fisch an die Angel und versteckte sich samt Montage dann unterm Steg – ein Anlanden war weder für den Fisch noch für die Montage möglich – also musste Sven mit Verlusten die Angelei beenden.
 
Wir haben diesen Abend sehr viel geredet (ja, auch Männer können mal mehr als 10 Worte miteinander wechseln) und auch recht viel gelacht miteinander. Es war einfach nur schön, einen Plauschabend unter Angelfreunden zu erleben.
 

 
 
Freitag – Sonne, stärkere Brise, erstaunlicherweise immer noch warm:
 
Ausschlafen war wie geplant angesagt. Nach ruhigem Frühstück ging es dann zum Tanken nach Brandasund. Nebenbei dem Landhandel noch eine Aufwartung gemacht und so ganz "nebenbei" mal eine etwas größere Schweizer Yacht, die gerade zum Tanken (1.500 Liter) da war inspiziert.
 
 
 
 
Dann begann unsere Wanderung nach Brandasundsåta – einer Erhebung, von der aus man einen traumhaften 360°-Rundblick über die gesamte Region hat. Frank hat sich auch diese Gelegenheit zur Fotojagd nicht entgehen lassen.
 
Unser Anmarschweg:
 
 
 
 
 
 
 
 
Unsere Mitwanderer und Gäste im Areal:
 
 
 
 
Nebenbei wurden dann noch einige Details entdeckt:
 
 
 
 
Aber der Clou der Tour waren die Fotos von Frank vom Gipfel - einfach traumhaft:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abends dann hieß es schon Vorbereiten auf die Abfahrt: Klamotten packen, ein letzter Abschied von Rolfsnes und ein frühes Zu-Bett-Gehen.
Ein letztes Abendessen im Paradies, man hätte fast heulen können – ist die Woche schon wieder vorbei?
 

 
 
 
Abfahrtstag – mit besonderer Einlage, trotz Regen und Wind:
 
Brrr – um 4:00 Uhr klingelt dieser hässliche Wecker und mahnt uns, Rolfsnes zu verlassen. Gegen jeden Willen also raus aus den Federn, Kurzfrühstück, Auto beladen und – seufz – um 6:00 Uhr Abfahrt.
Beim Verlassen der Insel setzt – den Tag über nicht mehr endender - Regen ein. Wenigstens der Himmel hat ein Einsehen und weint, weil das beste 3-Mann-Team wieder heimfährt.
 
Immer nur Regen, Regen, Regen, …
 
Aber, wir wären nicht wir, hätte es da nicht einen unbeschreiblichen Sonnenschein nebenbei gegeben. Auf der Fahrt nach Kristiansand gab es nämlich noch einen kleinen Abstecher: Runter von der E39 nach Lundegard in der Nähe von Korshamn – wir wollten ja auch mal Südnorwegen betrachten.
 
 
 
Und Ihr werdet es nicht glauben: Sitzen doch da gerade Mona und Achim in der Hütte (AquaM und Brutzeljoe). Das war ja ein „Zufall“ – und natürlich ein richtiger Sonnenschein bei diesem tristen Wetter.
 
 
 
 
 
 
 
Zwei Stunden Zeit – vieeel zu wenig – um mal kurz „Hallo“ zu sagen, die bisherigen Urlaubseindrücke auszutauschen und ein paar Fotos zu betrachten. Aber die Fähre wartet nicht, und so mussten wir dann leider weiter.
 
Ein Riesen-Dankeschön an die beiden für das Mittagsmahl, das uns wieder zu neuem Leben erweckte – nächstes Mal planen wir mehr gemeinsame Zeit ein – versprochen.
 
Also ab nach Kristiansand – die Fähre verließ (mit uns) pünktlich um 16:30 Uhr den Hafen und erreichte auch Hirtshals pünktlich.
 
 
 
 
 
Sonntag (sehr) früh waren wir dann alle (wenn auch zermartert von der Fahrt) wieder zu Hause – und schliefen erst mal wie die Murmeltiere.
 
Fazit aus der Sicht von Dorschpapa: 
 
Auch nördlich vom „Nordpol“ (Stavanger) gibt es sehr schöne Ecken. Es war eine wunderschöne Woche, die ich nur weiterempfehlen kann.
 
Was wir während unseres Aufenthaltes in Rolfsnes rumgealbert und gelacht haben, lässt sich nicht beschreiben – drei ausgewachsene Kerle mit Ulk und Schalk, albern wie kleine Schuljungs – da gab es so manches Mal keine Steigerung mehr - da gab es Freudentränen en gros und Blödsinn in großen Tüten. Das lässt sich einfach nicht wiedergeben – da muss man dabei gewesen sein.
 
Es war – alles in allem – eine traumhafte Woche mit „drei Mann in einem Boot“.
 
 
Die Rückfahrtroute habe ich nicht genauer beschrieben – in Norwegen immer auf der E39 bis nach Kristiansand. Und ab Hirtshals dann die Langweiler-Route durch ganz Dänemark; dann ab „Grense“ die individuell bekannten Routen Richtung zu Hause.
 
Außerdem macht es keinen Spaß, die Rückfahrt aus dem Paradies noch in allen Einzelheiten zu schildern – wahre Freude hat man doch eh nur auf der Hinfahrt
– es sei denn man hat Freunde in Lundegard.
 
Na, dann bis zum nächsten Mal
 
Eure
Thomas, Frank und Harald
 
Und eines sei zu dieser Herrentour auch noch erwähnt:
 
Frank bemühte sich sehr - und auch sehr erfolgreich - mir (Dorschpapa), dem "Südnorwegenflüchtling", das Flair von Bømlo nahe zu bringen. Immerhin war ich das erste Mal auf Tour oberhalb des "Nordpols" Stavanger. Und damit ihr alle auch was davon habt, haben wir gesondert noch eine Dia-Show der Landschaftsbilder unserer Reise zusammengestellt.
 
Ihr findet diese Show  HIER

 

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