Sotra 2012

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Sotra / Bergen Juli 2012 Traumfisch Traumwetter Alptraumreise 

 
 

Die Dorschsearcher (Käptn, Smutje, Leichtmatrose, Maschinist, Torpedomaat und Ausguck)

waren wieder eine Woche in Norwegen.

Seit letztem Jahr haben wir einen Großteil unserer Angelausrüstung in einem Schrank bei unserem Vermieter Kjell-Arne untergebracht. Daher suchten wir dieses Jahr nach der günstigsten Anreise. Die (vermeintlich) beste Alternative war: Zug von dem unserem Heimatort am nächsten gelegenen Bahnhof nach Würzburg, Umsteigen in ICE bis Frankfurt Flughafen und dann direkt mit dem Kranich nach Bergen.

Beim Gepäck hatten wir uns jedoch gründlich verkalkuliert. Beim Packen am Samstag stellte sich heraus, dass wir ein Zusatzgepäckstück benötigen, was den Transport doch erschwerte.

Wir hatten uns nämlich mit Hartschalenkoffern ausgestattet, um möglichst bequem zu reisen.

So mussten wir im Zug und beim Umsteigen, sowie am Flughafen doch ein bisschen schleppen.

Das hielt uns jedoch nicht wirklich auf, und wir landeten pünktlich um 12.00 Uhr in Flesland…………………………………………………nur unser Gepäck nicht!!!!!!!!!!

Wir erledigten die Formalitäten sowie den Zoll (Whitewine with the Fish), bekamen die Auskunft, das das Gepäck in Frankfurt sei und bis heute Abend geliefert wird. Da wir ja eine Ausrüstung vor Ort haben, fuhren wir im Taxi zum Rorbu, welches wir dann mit 1 Stunde Verzögerung um 14.00 Uhr erreichten. Aber wir haben ja Urlaub.

Wie in den Vorjahren wurden wir herzlich begrüßt, holten unsere Ausrüstung aus dem Schrank und machten uns fertig für die erste Ausfahrt.

Der Wettkampf war eröffnet. Wer als erster einen Fisch fängt, bekommt vom letzten eine Dose Bier auf Knien überreicht.

Nachdem es unseren Leichtmatrosen erwischt hatte, wurde er bei dieser Gelegenheit noch zum Seemann „geschlagen“. (Was sich noch als sehr gut erwies)

 

 

 

 

Es folgten etliche Makrelen, Köhler alles in guter Größe, so dass niemand Rot werden musste beim Abhaken. Wir fuhren frohgemut zurück zur Unterkunft. Die erste Fischkiste war gefüllt. (In den Vorjahren hatten wir bei der ersten Ausfahrt nie etwas Brauchbares gefangen.

Im Rorbu stellten wir fest, dass das Gepäck NICHT da war. Anrufe beim Flughafen endeten in der Ansageschleife, dass ab 19.00 geschlossen ist, und wir uns morgen wieder melden sollten. Es blieb uns nichts übrig. Fisch versorgen, Abendessen, Schlachtplan für morgen entwerfen und ab in die Koje.

Die Dorschsearcher (Käptn, Smutje, Seemann (Ehemaliger Leichtmatrose), Maschinist, Torpedomaat und Ausguck)

Am Dienstag früh wollten wir das Gepäck in Empfang nehmen. Aber am Flughafen war Niemand erreichbar. Ein Anruf bei der Servicenummer vom Kranich ergab (Freundliche nette Dame): Da können wir Ihnen hier nicht helfen, aber ich gebe Ihnen die Rufnummer von unserem Büro in Bergen. Vielen Dank. Frohen Mutes wählten wir die Nummer in Bergen:……………………The Number you called is temporaly not available!!!!!!!!!!!!

Um schlimmeres zu verhindern machten wir uns auf den Weg zum Meer.

Da für heute etwas höhere Wellen angesagt waren, fuhren wir zu der empfohlenen „Köhlerbucht“, nicht ohne Zwischenstopp. UND ES GIBT SIE DOCH NOCH:

 
 
 D O R S C H vom Käptn!            
 
 
 

Weiter ging es mit großer Zuversicht und voller Fahrt. (Das Boot ist groß und sicher. Platz für 6 Mann, Fischkisten und Ausrüstung. Aber maximal 7 Knoten Höchstgeschwindigkeit)

 In der Köhlerbucht schlug der Käptn gleich nochmal zu: Vier auf einen Streich. In dieser 

Größenordnung, immer wieder vermischt mit Makrelen, suchten wir die Köhlerbucht ab.

Mit gefüllter Fischkiste fuhren wir zurück.

Mittlerweile waren LE I D E R unsere Gepäckstücke mit den scharfen Filetiermessern eingetroffen. Nach einer Zwischenmahlzeit wurden die Fische filetiert.
Hierbei ging alles gut, nur beim Messersäubern unterlief dem Smutje ein kleiner Lapsus. So endete dieser Abend im Krankenhaus nähe Bergen bei einer hübschen Krankenschwester und einer hübschen Ärztin. Diese konnte mit Nadel und Faden ganz gut umgehen, so dass wir nach 15 Minuten wieder zum Rorbu zurückkehrten. (Vielen Dank nochmals an Kjell Arne für den Fahrdienst.) Nach einer kurzen, aber intensiven Desinfektion der Wunde legten wir uns wieder in die Koje. Für morgen war gutes Wetter bei niedrigen Wellen angesagt. Das wollten wir nutzen. Gute Nacht.  

 

 

Die Dorschsearcher (Käptn, Smutje, Seemann (Ehemaliger Leichtmatrose), Maschinist, Torpedomaat und Ausguck)

Mit desinfizierter Hand und Wasserdichtem Verband fuhren wir am Mittwoch dann Richtung offene See. „Leineskallen“ nennt sich das Plateau, welches nur mit GPS und Plotter zu finden ist. (Suchen geht auch, aber Handpeilung mit Kompass und Seekarte dauert doch ein bisschen. Obwohl das auch möglich ist.) Leider hatten wir die Kamera nicht dabei. Denn jeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeetzt kam der T R A U M F IS C H.

 

Unser frisch gekürter Seemann fing den in unserer Truppe

ersten Traumfisch

Fisch Ü B E R  1 M E T E R.

Exakt die Schnapszahl von 111 CM hatte der Leng.  P E T R I !

 

Makrele als Naturköder an einem Seitenarm mit Einzelhaken. Wie im Bilderbuch.

Zusätzlich gab es Makrelen ohne Ende (Bis wir die Vorfächer abbauten) und sehr gute Köhler. Mit gefüllter Fischkiste zurück zum Filetieren und einschweißen. Zum Abendessen gab es Nudeln mit Tomaten-Makrele-Knoblauch-Chili Soße. Die Folge war, dass die Beschichtung vom Topf weg war.

Der erste Meter Fisch wurde ein bisschen gefeiert und für alle ein Vorfach mit Seitenarm für den nächsten Tag gebunden. Die Gerätekiste war mit Gewichten vollgestopft um die Tiefen ausloten zu können. Der Kurs für den nächsten Tag wurde schon in den Plotter graviert. Angenehme Träume!

Der Donnerstag wurde wie vereinbart angegangen. Wir fuhren bei Ententeich zum „Leineskallen“ und senkten die vorgefertigten Montagen in die Tiefe.

Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Ein stattlicher Lump wollte unbedingt nach oben. Mit knapp 4 Kilo ein brauchbares Exemplar. Auch einige Leng (keinen Meter, aber mit 85-90cm gerade noch gut) und Köhler in der 60 cm Klasse buchten noch eine Schiffsreise. Wir fuhren nach Hause, versorgten die Fische und uns. Dann machten wir uns nochmals auf die Reise in die „Köhlerbucht“.

Da es sich schon bewährt hatte, machten wir den bekannten Zwischenstopp. Ebenfalls mit dem Ergebnis, dass der Dorsch noch da ist. (Jeden Fisch erwähnen wir natürlich nicht. Köhler und Makrelen waren immer da).

Dann machten wir die Drift am Felsen entlang.

Top Drift, wie im Bilderbuch. Wasser das an die Felsen schlägt. Gischt. Aufgewühlte See.

Gummifisch, Einzelpilker, Makrelenvorfach…. Einfach alles was wir hatten. Wir gaben alles.

K E I N E I N Z I G E R P O L L A C K. Nichts. Das gab lange Gesichter.

Es blieb nichts übrig. Wir setzten uns von den Felsen ab und fuhren die Unterwasserkante davor an.

Biss – Biss – Biss – Biss – Biss - Biss !!!!!!

ALLE 6 Ruten waren krumm. Stattliche Köhler von 60 – 75 CM kamen zum Vorschein. Jedes Ablassen und hochkurbeln

brachte mindestens 1 Fisch. Da füllte sich die Fischkiste schnell. Mit Rücksicht auf die Arbeit und die fortgeschrittene Zeit brachen wir ab.

Die Fische wollten ja alle noch filetiert und eingeschweißt werden. Wobei der eine oder andere den Weg an der Bratpfanne vorbei nicht schaffte. Frischer Köhler, teilweise paniert oder nur in Mehl gewendet. Dazu leckeres Kartoffelpüree. DER KLASSIKER seit wir angeln gehen. Die Gefriertruhe war nun gut gefüllt. Daher beschlossen wir, morgen nochmals auf Leng und Lump zu angeln. Die Vorfächer wurden wieder vorbereitet und wir gingen wieder mit einem guten Gefühl in die Betten. 

Nach Betrachtung der Seekarte beim Frühstück am Freitag, beschlossen wir, das gute Wetter zu nutzen und ein neues Gebiet anzufahren. Viel haben wir schon vom „Goltasteinen“ gehört. Jetzt wollten wir das selber ausprobieren. Vorher prüften wir nochmals unseren Standort. War das wirklich Sotra bei Bergen in Norwegen? Oder waren wir versehentlich nach Tortuga in die Südsee gefahren! Die Sonne brannte vom Himmel, so daß sich das Sonnenspray schneller verbrauchte wie der Weißwein beim Abendessen. Dann erreichten wir den „Goltasteinen“ und brachten vollere Hoffnungen unsere Vorfächer Richtung Grund auf die Reise. Immerhin ca. 120 Meter zeigten das Echolot und die Seekarte an.

Das Thema beim Naturköderangeln ist ja folgendes:

Aufwendige Montage – Großes Gewicht – Tiefes Wasser – Keine Schwarmfische 

Das ergibt dann die Diskussion, ob sich der Aufwand lohnt. Immerhin kann es vorkommen dass nichts beist. Die Montagen zum Kontrollieren der Naturköder müssen trotzdem ab und an hochgeholt werden. Das ist, vor allem bei einer gefühlten Außentemperatur von 50 Grad im Schatten, doch schon etwas anderes als mit vorgefertigten Makrelenvorfächern und 100 Gramm Pilkern auf „Seelachs“ zu gehen. Mühsam, mühsam nährt sich das Eichhörnchen, wie man bei uns so schön sagt. 

Wir hatten jedoch bereits so gut gefangen, daß wir beschlossen hatten, diese „Risiko“ des Schneiders, sowie die damit verbunden Anstrengungen auf uns zu nehmen.  

So sieht das dann aus, wenn man die entsprechende Geduld aufbringt:

Leng! (Persönlicher Rekord vom Ausguck mit ca. 95 cm)

Lump! (Kratzt ebenfalls an der 4 Kilo Marke. Und das ohne Würmer)

Leng! (In der kurzen Hose wegen der Südsee)

Die drei Beispiele dürften genügen. Der mit Vorschusslorbeeren ausgestattete „Goltasteinen“ hat unsere Erwartungen erfüllt. Jeder fing seinen Fisch. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht fuhren wir zurück. Der Vorteil bei solchen Fischen ist, dass man nicht so viele filetieren muss. Die Filets geben jedoch etwas her. Insgesamt war das bisher die erfolgreichste Angelwoche die unsere Truppe je hatte. Und es waren ja noch der Samstag und der halbe Sonntag da. Angesichts der gefüllten Gefriertruhe (bei reichlich gegessenem Fisch), konnten wir den Tag ausklingen lassen, und legten uns, doch etwas erschöpft von dem heisen Tag, diesmal etwas früher ab.

Am Samstag machten wir uns frühzeitig auf den Weg, um nochmals die „Köhlerbucht“ anzusteuern. Der Zwischenstopp brachte diesmal nichts. Nicht so wichtig, weiter geht’s.

Doch auch die Köhlerbucht war leergefischt. Waren wir zu gierig gewesen?

Auch die anderen bekannten Stellen brachten nichts, wir überquerten sogar den Korsfjord, doch brachte auch das nichts. So machten wir uns auf den Weg Richtung „Marstein“. Auf dem Weg dorthin wurden die Wellen langsam etwas größer. Die Vorhersage war jedoch gut, so dass wir weiter fuhren. DIE WELLEN wurden noch Größer. Als dann ein paar langgezogene die Höhe unseres Bootes überschritten, wurden Erinnerungen an den Film „Der Sturm“ wach. Da wir alle wissen wie das ausgegangen ist, brachen wir ab und machten uns auf den Weg zu den Inseln. 2 Stunden Fahrt insgesamt, bis wir wieder in ruhigerem Fahrwasser waren. Und immer noch kein Fisch.

Die Mannschaft legte schon das Holz in den Teerkocher und hielt Ausschau nach Möwen.

Der „Hysteinen“ (Pollackgebiet) sollte die Rettung bringen. Aber außer 3 kleinen Köhlern nichts. Auch die anderen Fangestellen wurden abgegrast. Nichts, nichts und wieder nichts.

Also beschlossen wir, den Rückweg über die „Köhlerbucht“ anzutreten und uns mit unserem Schicksal abzufinden. Dort angekommen, machten wir eine wunderbare Drift im Abstand von 30 Metern zu den Felsen. Eine Dreiviertelstunde ging es in gleichem Abstand parallel zum Ufer dahin. Eine schöne Seereise ist doch auch etwas wert.

Der Teergeruch wurde schier unerträglich, und das Herumfliegen von Möwenfedern war verdächtig. Das Klirren eines Nagels gegen den Hammerkopf schwang in der Luft, unterlegt mit dem Geräusch einer groben Holzsäge.

Ein letzter Ansatz: Nochmal zurück, und den Abstand zum Ufer vergrößern. Vielleicht waren die Fische ja heute woanders? Theorien und Mutmaßungen, studieren der Seekarte, den Kartenplotterzoom raus und rein, das Echolot durchgeklickt. ALLES hatte nichts gebracht.

Ein paar Makrelen bissen dann doch noch an. Fürs Abendessen reicht das schon.

Dann meldeten noch ein paar Köhler Mitnahmebedarf.

Die Größe von ca. 45 CM war nicht berauschend (im Vergleich zu den Vortagen), aber für die Bratpfanne würde das schon ausreichen. Noch ein paar Blicke wurden gewechselt, aber die Stimmung ging eindeutig Richtung Heimfahrt.

Man kann ja nicht immer gewinnen, wir haben ja schon gut gefangen, wenigstens schönes Wetter haben wir, es könnte ja auch Regnen.

Wer kennt nicht all diese Selbstberuhigungsmaßnahmen?


Hochkurbeln war der Befehl!!!

Was dann folgte war Angeln vom feinsten.

Plötzlich stürzten sich die SEI auf unsere Pilker.

Wir hatten aus lauter Frust nur das gut alte Speedpilken vergessen.

Die Köhler hatten eine Größe wie wir es noch nie erlebt hatten. Exemplare über 90 CM

bogen die Ruten im Halbkreis und brachten die Rollen zum Knarren. Schlag auf Schlag ging es jetzt. Entgegen aller Empfehlungen hatte der Käptn noch die (Twister) Beifänger an seiner Montage. Das bereute er bitter: Gleich 3 Monster aus der Tiefsee verbissen sich darin. Nachdem er diese nach gefühlten 3 Stunden an Bord hatte, brauchte er erst mal ne Erholungspause. Es ging weiter Schlag auf Schlag. Wir lobten uns nochmals für die Anschaffung eines zweiten Bootskeschers. Ohne diesen wäre der Ansturm nicht zu bewältigen gewesen.

Ablassen – Einholen – Biss – Keschern –Kehlen – auf Eis legen – Ablassen

So ging das gut 1 1 /2 Stunden. Dann siegte jedoch die Vernunft. Auch wenn dies sicher für uns eine Sternstunde des Angelns war, unsere Kisten waren übervoll. Man muss dem Fisch auch Respekt zollen, und nicht herausholen was geht. Schließlich sind unsere Transportkapazitäten begrenzt und die berühmten 15 Kilo mit diesem Fang sicherlich erreicht.

Wie durch ein Wunder war der Teergeruch, verschwunden, und als plötzlich für jeden ein kaltes Bier in der Eisbox auftauchte, flogen die Möwenfedern davon.

So machten wir uns auf der Rückfahrt noch ans Ausnehmen der Fische und das Säubern des Bootes. Die Verarbeitung dieses Fangs zog sich ja auch noch dahin. Als uns die Menge der Fische beim Einfrieren klar wurde, beschlossen wir, für den nächsten Tag ist Urlaub angesagt. Inklusive Ausschlafen nach der harten Arbeit. 

Der Sonntag war dann ein richtiger Erholungstag. Nach einem guten Frühstück machten wir uns in aller Ruhe ans Aufräumen. Ein Teil der Mannschaft putze das Boot, ein anderer kontrollierte die Unterkunft und zu zweit machten wir mal richtig Inventur. Das Ergebnis ist, dass wir die nächsten 1000 Jahre zum Angeln gehen können, ohne etwas einkaufen zu müssen. Wobei alte, angerostete Vorfächer und Haken schon großzügig entsorgt wurden. Wir packten alles ein und schlichteten es in unseren Schrank. Es gab Rekker zu Mittag und „Reste“ zum Abend. Für morgen war die Abfahrt um 9.30 Uhr geplant. Duschen und ab ins Bett.

Für den Montag sah der Rückreiseplan so aus: 

Abflug Bergen 12.10 Ankunft Frankfurt Flughafen 14.10 Abfahrt ICE 15.56 Uhr Ankunft Nürnberg 18.00 Uhr Abfahrt 18.15 Ankunft Bahnhof beim Auto 18.30 Uhr. 

So war die Ankunft zu Hause für 18.45 geplant. Alles Easy mit den Trollies.

Soweit so gut die Theorie.

Das erste war, dass wir die Fische nicht in die Reisetrollies brachten. Wir mussten die Styroporbox wieder aus dem Schrank holen und mit Fisch füllen.

Ein Luxusproblem.

Es blieben trotzdem noch welche übrig. Ein Anruf bei Kjell Arne: Wir lassen die Fische in der Gefrierbox, und er verteilt diese dann. Das war sehr nett und gut für unsere Gewissen. 

Das Taxi kam pünktlich um 9.30 und bis zur Landung in Frankfurt verlief dann alles im Plan. 

Wir wollten wie im Reiseplan angegeben zum 15.56 Zug auf Gleis 8. Aber es gibt kein Gleis 8. Ein „Gepäckträger“ sah sich unseren Reiseplan an, und teilte uns mit, dass wir am Frankfurt Flughafen sind, und der Plan geht von Frankfurt HBF aus. Für die Hinreise hatte uns die nette Dame von der Bahn als Ziel Frft. Flughafen für die Rückreise jedoch Frft. HBH ausgedruckt. Unser Zug wäre dort um 16.37 Uhr abgefahren. GRRRRR.

Ab zur Info: 

Der nächste geht um 16.36 (logisch). Also mit dem ganzen Gepäck wieder zum Gleis 4. Gegenüber lief eine Schrift auf der Anzeigetafel. Der ICE hat 35 min Verspätung. Gewonnen, dachten wir. Also auf zum verspäteten 15.36 Zug. Eingestiegen und los gings. Es war ziemlich voll. Plötzlich sagte eine der anderen Mitfahrer: „So ein Mist. Jetzt müssen wir am HBF aussteigen“ ?????? Es stellte sich heraus, daß der Zug einen Defekt hat, und nur bis zum HBF fährt. KEINE Info auf dem Schriftband, kein Bahnbeamter am Gleis. Wir als im Frft HBF wieder mit dem ganzen Gepäck ausgestiegen, das Gleis gewechselt und auf den vom Flughafen kommenden ICE 16.36 gewartet. Eingestiegen und das Bordbistro belegt.

 

Dann die Frage an die „Zugbegleiterin“ : Wann geht der Anschluss von Nürnberg nach Siegelsdorf (unser Zielbahnhof)? „Muss ich schauen“- Nach gefühlten 2 Stunden kam Sie wieder und meinet 19.05 Uhr auf Gleis 14. ?? Gerade kam die Durchsage, dass wir voraussichtlich um 19.06 in Nürnberg ankommen???  

Es ging gut aus, der ICE holte 10 Minuten Verspätung auf und wir waren letztlich um 20.30 zu Hause.

Die Idee mit der Bahnreise werden wir nächstes Jahr streng prüfen.

Gebucht haben wir bereits für die erste Juli Woche wieder.

Bis dahin träumen wir davon, mit welcher Montage, bei welchem Wetter und mit welchem Köder wir unserem ehemaligen Leichtmatrosen und jetzigem Seemann den Pokal entreißen können.

 

Petri

 

Die Dorschsearcher                                         Ende!