Halsnøy

Bewertung:  / 0
SchwachSuper 

 

Halsnøy, die fast völlig unbekannte Insel ?

 

So stellte sich für mich die Frage, als ich mit den Reisevorbereitungen beschäftigt war. Im Netz gibt es nur ein paar spärliche Info`s zu dieser Insel und zu den Revieren.Also hieß es: Auf ins unbekannte Land.
Am 10.08.04, mittags um12:30 h sollte es bei strahlendem Sonnenschein losgehen. Kurz noch den Tags zuvor mühsam bepackten Anhänger ankuppeln, unseren Hund „Tina“ und ein befreundetes Ehepaar einladen und los gings.
Auf der A 7 und E 45/39 in ca. 5 Std. nach Hirtshals/DK. Auf dieser langweiligen Strecke zahlte sich der ein Jahr zuvor eingebaute Tempomat wieder einmal aus. Um 19:30 h legte die MS Christian IV in Richtung Kristiansand ab. Nach einer reibungslosen Überfahrt kamen wir pünktlich um 23:45 h an. Norge hatte uns wieder !!!
Die weitere Fahrt über die RV 9 unter anderem durch das wunderschöne Setesdal (25 NOK Bompenga) bis Haukeligrend verlief soweit reibungslos. Dann gings auf der E 134 in die Berge. Durch den Haukelitunnel (6 Km), dem Roldaltunnel (8 Km) vorbei am Sandvinvatne bis nach Odda. Mit einem Anhänger mit Überbreite kommt man hier manchmal ganz schön ins Schwitzen, wenn die Straßenbreite oftmals weniger als 4 m beträgt und die entgegenkommenden Lkw so tun, als sei man gar nicht da.
Dann kam der Schlussspurt. Durch den 12 Km langen Folgefonntunnel (60 NOK Bompenga) über Rosendal zum Fähranleger Sunde. Nach 15 Minuten Überfahrt kamen wir in Ranvika auf der Insel Halsnoy um 10:00 h an.
Kurz noch mit unserem (Privat-)Vermieter telefoniert und ab ging es zu unsrem Haus auf der Westseite der Insel Halsnoy.
Von dem erst 2004 fertiggestelltem Haus waren wir angenehm überrascht. Hatte es doch alles, was ein (Angler-)Herz so begehrt. Große Terrasse direkt am Wasser, Boot und Filitierplatz direkt am Haus, Kamin und, und, und…..aber seht doch selbst……..
Völlig übermüdet von der Anreise wurde dann noch der Anhänger ausgepackt, das Haus bezogen und das boot inspiziert (15 Fuß mit 15 PS Yamaha). Danach gab es erst einmal einen kräftigen „Willkommens-Drink“.
Die nächsten Tage wurde erst einmal das für uns völlig unbekannte Revier abgeklopft, haben wir die Jahre zuvor doch immer in den „Inlandsfjorden“ (Sunndalsfjord, Granvinfjord, Hardangerfjord und Hjörundfjord)und durchaus immer mit recht guten Erfolgen gefischt. Mit Pilker und Naturködern haben wir den Grund des ganzen Klosterfjords abgeklopft und waren schwer enttäuscht. Bis auf ein paar wenigen Lengs und Köhlern, einem Dornhai und einer unbedeutenden Anzahl an Schellfisch war nicht viel zu holen. Wir hatten dabei alles versucht. Mit Echolot haben wir den Grund nach interessanten Hotspots abgesucht, mit durchaus verlockenden Naturködermontagen haben wir den Grundi`s das Mahl bereitet und wir haben es mit Schleppfischerei versucht, das Freiwasser abzudecken. Aber nichts. Wir dachten schon, wir sind völlig verblödet und haben das Fischen verlernt. Natürlich, die Makrelen waren da. Und wer wollte, konnte innerhalb kürzester Zeit zig Eimer voll fischen. Aber, obwohl die Makrele ein leckerer Fisch ist, hatten wir es auf sie nicht so abgesehen, da wir im Vorjahr von diesen Torpedos viel zu viel gefangen hatten. Eigentlich hatten wir es dieses Jahr auf die „Platten“ abgesehen, hatten hier aber überhaupt keinen Erfolg. Selbst in der Nähe der Inselgruppe „Hille“, ca. 30 Minuten Fahrtzeit, was sonst ein sehr guter Hotspot sein sollte, war nicht viel zu holen. Nachfragen bei anderen Angelern und einheimischen Fischern ergaben, das diese ebenfalls sehr magere Fänge einfuhren. Wir waren wohl zur falschen Zeit am falschen Ort.
Unsere spärlichen Fänge haben wir dann mit frischem Lachs (Kg-Preis=5,-- €) und von einem einheimischen Fischer nach altem norwegischem Rezept und Methode geräuchertem Lachs (Kg-Preis=12,-- €) aufgefüllt.
Die Entschädigung erfuhren wir durch das super Wetter, dem tollen Haus und der durchaus reizvollen Landschaft.
Einen kleinen Wehrmutstropfen hatte die Reise allerdings noch für uns parat. Plötzlich und natürlich völlig unerwartet, erlitt meine Frau eine Lebensmittelvergiftung (nach Verzehr von gekauftem Rekesalat). Mit einem Ambulanzboot (50 Knoten schnell) wurde sie auf die Nachbarinsel Stord ins Krankenhaus verbracht. Mittlerweile geht es ihr wieder gut. An dieser Stelle nochmals recht herzlichen Dank an das norwegische Rettungs- und Krankenhauspersonal. Ihr seid klasse. Das Rettungssystem hat hervorragend funktioniert, ohne große Bürokratie und immer super nett und hilfsbereit.
Auch wenn es fischtechnisch nicht so geklappt hat war es alles in allem doch ein gelungener Urlaub.
Nun geht es im Dezember erst einmal für 2 Monate an den für uns schon heimischen Sunndalsfjord. Dort werden die Fänge auf Lachs, Dorsch und Co. mit Sicherheit besser ausfallen.
 

 

 
 
 
 

Weitere Fragen zu diesem Thema beantworten wir gern im Forum:

http://www.norwegen-angelfreunde.de