Sotra Hellsøy

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 Sotra Hellsöy

 

Schade Schade ……. Warum ?????

Na weil unser Urlaub zu Ende ist!

Dieser Bericht geht zu Gedenken an Ulli unseren kürzlich verstorbenen Angelfreund der eigentlich auch bei dieser Tour mit dabei sein sollte.

Dieser Bericht ist ziemlich langatmig und ich hoffe dass ihr die Geduld aufbringt den ganzen Bericht zu lesen, denn es ist schwer ein solch Traumhaften Urlaub und die damit verbundenen Gefühle in nur kurze Worte zu fassen. Reichliche Bilder folgen dann gleich im Anschluss.

Unser Team: Willi und Frau Bärbel und Sohn Lutz – Thomas – Rene`- und meine Wenigkeit der Steffen
Angelreisenanbieter: Atlantis-Angelreisen
Fähre: Hirtshals-Bergen mit der Colorline
Ort: Sotra Hellsoy
Boote: Dieselboote 18 Fuß Verbrauch pro Boot – 40ltr die Woche mit GPS und Echolot
Bootsbesetzung: Boot 1 – Willi und Lutz Boot 2 – Rene` Thomas und Steffen
Zeit: 05.10-12.10.06

Zuerst möchte ich mich bei einigen Leuten bedanken. Voran all die, die mir hier im Forum mit Infos und Daten geholfen haben. Als 2. Großes Dankeschön an Reimon (Seewolfsucher) der mir netterweise seine nagelneue Multirolle (Shimano) zu Verfügung gestellt hat- Sie hat viel Arbeit leisten müssen und auch etliche Meter an Schnurr verloren. Und zuletzt möchte ich ein ein liebes und großes Dankeschön an Bärbel unseren guten Hausgeist loswerden die uns immer den Frühstückstisch gedeckt hatte (wo wir noch in den Federn lagen), die unsere Brote schmierte für unterwegs oder das Abendbrot machte – oder uns Getränke brachte während wir filetierten oder oder oder.

So nun aber geht es los.
Der Tag der Anreise verging gar nicht, ich war schon um 9.00 Uhr wach und irrte dann ruhelos um her. Um 18.00 Uhr sollte für mich die Reise beginnen wo ich nach Gnoien (50km von Rostock) fahren musste um den Rest der Bande abzuholen – bedingt durch meine Unruhe fuhr ich schon 2 Stunden früher los. Schnell noch ein Besuch bei Schwiegermama und Mama. Natürlich war ich viel zu früh dran denn wir wollten uns 21.00 treffen und es war gerade 18.00 Uhr. Wat nun? Also habe ich mein Brüderchen angerufen und wir habe noch eine Pokerrunde veranstaltet mit frischen Hefekuchen von Mama (der mir noch zum Verhängnis werden sollte).
21.00 Uhr pünktliches Eintreffen bei Rene` und los ging es die restlichen Sachen von Thomas und Rene` einzupacken und da fiel mir ein „OJE“ Bettwäsche vergessen. Auch kein Problem – Rene` Freundin packte noch schnell 1x mehr ein. Nun konnte es aber wirklich losgehen und ab zur Gnoiener Tanke wo dann auch bald Willi mit Gefolge auftauchte und wir nach kurzen Plausch unsere Reise gen Norge antreten konnten.
Nur sehr weit kamen wir nicht- nach ca. 100 km machte sich der gute (ja noch warm gegessene) Hefekuchen bemerkbar – es grummelte fürchterlich in mein Bauch und ich war sehr glücklich als wie die nächste Tankstelle anfuhren. Um es kurz zu machen so ging es bis Flensburg fahren – stoppen, fahren – stoppen. Wie auch immer irgendwann erinnerte Rene´ sich daran das er Tabletten gegen Durchfall hatte und siehe da bald ging es mir besser und ich konnte die Fahrt sogar ein bisschen genießen.
Angekommen in Hirtshals ging es rauf auf die Fähre mit der Colorline Prinz Reginald und kaputt wie wir waren legten wir uns erstmal schlafen. Rest kennt ja jeder selbst Showprogramm usw.paar Cocktails und ab ins Bett.
In Bergen angekommen brauchten wir nur noch eine dreiviertel Stunde und schon warten wir am Urlaubsort angekommen. Dort aber schlechte Nachrichten für uns. Unsere Vormieter waren noch nicht raus aus dem Haus und unser Angelreisenanbieter hat versäumt uns mitzuteilen dass wir erst ab 14.00 Uhr unser Haus beziehen können. Der Guide „Sjur Melling“ vor Ort bemühte sich sehr um uns und so konnten wir dann doch nach 20 minütigen Anlagen anschauen zumindest schon mal unsere Sachen ins Haus einräumen. Während wir auspackten kam dann auch die Putzfrau und machte das Haus Blitze blank so dass wir doch früher als erwartet komplett einziehen konnten.
Das Haus selber bestand aus 3 Etagen mit einer großen Terrasse (Wassertiefe ca. 30m ) und 2 Balkone. Unten war ein großer Raum der uns als Ablage diente für all unsere Angelutensilien, Abstellraum mit Gefriertruhe und gleichzeitig Trockenraum, Toilette mit Dusche, Waschbecken, Waschmaschine und Trockner. 2. Etage waren 1 Zimmer mit ein Doppelstockbett, ein Zimmer mit 2 Einzelbetten, Wohnstube Essecke und Küche in ein Raum (gut aufgeteilt). Und im Dachgeschoss noch mal 1 Zimmer mit 2 Einzelbetten (allerdings mehr was für kleinere Menschen). Filetierraum war gleich um die Ecke und konnte auch von Meeresseite mit dem Boot angefahren werden so das man sein Fisch nicht schleppen musste. Sollte es doch mal vorkommen (wegen Wind-Wellen) dort nicht anzulegen so standen immer eine Schubkarre oder ein Handwagen bereit. Die Boote waren super und auch der Steg und Bootsanleger wiesen keinerlei Dinge auf die man bemängeln würde - im Gegenteil es befanden sich auf den Steg sogar Strom und Wasseranschlüsse zum Abkärchern der Boote. Alles in allem eine Super Anlage.
Nach der Einweisung von Sjur in Sachen Boote- Sicherheit und Karteneinsicht konnte es nun endlich losgehen und wir starteten unsere erste Angeltour. Schließlich gab es ja auch 4 Pokale zu verdienen und jeder versuchte natürlich auch erstmal so schnell wie möglich ein Fisch in die Wertung zu bekommen. Gewertet wurde der Längste Fisch – der Schwerste Fisch – Der Kurios/Seltene Fisch bzw. der letzte bekam ein Radfahrer-Pokal damit er das nächste mal mehr Gas geben kann. Fische durften nur einmal in der Wertung gegeben werden das heißt nur für eine der 3 Kategorien und darf nachträglich nicht geändert werden.
Nun geht es aber wirklich los.
Der 06.10.06 war unser 1. (zwar nur ein halber) Angeltag aber außer Makrelen, Makrelen, Makrelen……. war nicht viel zu machen. Vom Steg aus ging dann der 1. Fisch in die Wertung – es war ein Hornhecht von 62cm gefangen von Lutz. Na gut die erste Marke war gesetzt worden.
Samstag nun der 1. richtige Angeltag. Das Wetter war nicht so besonders und so trieben wir uns rund um die Anlage rum und erkundeten einige der Stellen die Sjur uns auf der Karte gezeigt hatte .Hatte nicht jemand geschrieben es gibt Lumb`s in Hülle und Fülle…??? Und er hatte Recht. So oft wir auch die Stelle wechselten es war überall Lumb oder Makrele da. Nur komisch das unter den Makrelen nicht ein einziger Raubfisch zu finden war. Egal was wir auch probierten unter den Schwärmen herrschte Totenstille.
Hier noch mal eine Anmerkung zu Reimon: sorry das ich dir das nicht geglaubt hatte als wir telefonierten – aber jetzt weiß ich es besser. Viel Markantes gibt es zu diesen Tag nicht zu erzählen, so kam dann am Abend nur, von Rene` ein Leng von 60cm und von Willi ein Pollack mit 5 Pf in die Wertung. Aber sie waren zumindest schon mal in der Wertung drin und den Radfahrer los.
Sonntag selbes Wetter selbe Geschichte wie am Vortag (wie das wohl alles wieder enden wird). Wir nutzten diesen Tag um neue Stellen auszuprobieren – weit konnten wir eh nicht raus da auch hier das Wetter nicht so recht mitspielte. Aber die Lumb`s und Makrelen ließen uns nicht im Stich und so ging von Thomas ein Lumb von 57cm, von Lutz ein Pollack mit 5,2 Pf und von Rene` ein Schellfisch mit 7,00 Pf in die Wertung. Abends dann aber gab es doch noch eine Überraschung wenn auch keine die was mit den Angeln zu tun hat. Nach den Abendbrot beschlossen wir noch ein Schlaftrunk zu nehmen – eigentlich sollte der Whisky und der Klare nun kalt genug sein - lagen doch im Eisfach vom Kühlschrank – aber das Ding hieß ja nicht um sonst Eis-Fach und so stellten wir fest das sämtliche alkoholischen Getränke sich in Eis verwandelt haben. Ja ihr habt richtig gelesen selbst 40% Alkohol war GEFRORREN. Schreck in der Abendstunde. Man gut das wir das noch rechtzeitig bemerkt haben und die Flaschen nicht geplatzt sind.

Ach Gott habe ich ja vergessen euch zu erzählen: unser Willi war vor 4 Jahren 2 mal bei Otto in Nautnes gewesen und hatte durch Zufall eine Super Angelstelle gefunden für Leng & Co. Mit dieser so Sagen umworbenen Stelle – genannt auch der „Schwarze Turm“ ging er uns schon seit Ankündigung der Reise auf den S……..! Immer und immer wieder erzählte er uns von den großen Fischen die da gefangen wurden. Nur war dieser Schwarze Turm nur bei glatter See zu erreichen - von unserer Anlage ca. 1 Stunde Bootsfahrt weg und so wie es bis jetzt aus sah sollten wir die glatte See nicht bekommen. Ein einziger Versuch bisher dorthin zu kommen scheiterte an den Anblick der auf dem offenen Meer vorherrschenden Wellen.

Montag – ein Blick aus dem Fenster: ein Aufstöhnen – SCHEIßE ……. Sturm! Leck mich am….(das lassen wir lieber). Was machen wir nun - raus fahren war unmöglich, so beschlossen wir vom Steg aus unser Glück zu versuchen. Wir hatten noch nicht mal die Hälfte des Weges erreicht als uns schon Sjur in die Arme lief und sagte: Bitte nicht raus fahren (schön das es noch Guide`s gibt die sich Sorgen machen) wir klärten ihn schnell auf das wir nur vom Steg angeln wollten. Aber dieser Versuch scheiterte kläglich an der Windstärke. Und so fuhren wir zur Straumesundbrücke (hoffe das ich es richtig geschrieben habe) und versuchten unser Heil in den Straumen unter der Brücke. Aber auch hier war uns das Glück nicht hold denn außer Makrelen und paar kleine Köhler (die alle weiter schwimmen durften) war auch hier nichts zu holen. Jetzt hieß es wirklich nur abwarten und die Zeit totschlagen. Der Nachmittag versprach ein bisschen Besserung und so machten wir nach Absprache ein Versuch im Fjord zu angeln. Leider blieb es nur beim Versuch denn Thomas wurde mit mal schrecklich übel (nicht von den Wellen) irgendwas stimmte mit sein Kreislauf nicht und so fuhren wir schnellstens zurück. Mit Sjur schnell gesprochen und so bekamen wir im Dorfkiosk Arznei für Thomas – für ihn war jetzt erstmal nur schlafen und viel trinken (kein Alkohol) angesagt. Fische für die Wertung gab es also nicht.

Wir schreiben Dienstag den 10.10.06 und ein vorsichtiger Blick hinter der Gardine hinauf aufs Wasser lies uns vor Glück aufschreien: ENTENTEICH…SPIEGELGLATTE SEEE JUNGSS ES GEHT LOSSSSS. Leider konnte Thomas nicht mit da er sich immer noch unwohl fühlte und uns die weite Hin – und Rückfahrt ersparen wollte falls wir abrechen mussten. So schnell hatten wir noch nicht gefrühstückt und so schnell ist nicht mal die Feuerwehr beim anziehen ihrer Anzüge. Raus nur raus. Der schwarze Turm er wartet. Eine Stunde Ausfahrt – verdammt warum fuhr das Boot nicht schneller. Unterwegs noch schnell ein Stopp gemacht und Makrelen gestippt und weiter ging die Fahrt. Endlich angekommen erwatete uns die Rest Dünung vom Vortag und lang gezogene Wellen, also alles im grünen Bereich. Nun konnten sich Willi`s Geschichten bewahrheiten oder nicht. Schnell wurde die Naturköderangel fertig gemacht und hinab gelassen mit den Spruch: BIT BIT BIT sonst ist das Angeln schiet! oder MIT FISCH WIEDER RAUF!. Geangelt wurde von 60m Anfang der Drift bis 160m. Kaum das unserer Bleie den Meeresboden berührten kam von allen Seiten der Ruf: KONTAKT !! Endlich – die Ruten bogen sich und die ersten Drills wurden in Angriff genommen. Rene` bekam sein 1. Leng von 1,07m und ich holte mir ein Lumb von 65cm –neidvoll schielte ich immer wieder zum Leng aber ich ahnte oder wusste auch mir wird das Glück noch hold sein. Angeln wieder runter – Bodenkontakt = Fischkontakt. Nun zeigte sich das was auch im Forum schon geschrieben stand: Die Lumb`s sind wie gesät hier. Erst was es ja noch erfreulich aber wir wollten doch auch Leng oder Dorsch. Abwarten der Tag ist ja noch lang. Dann ein Heftiger Ruck in meiner Rute – jaaaa Leng nö doch nicht …… Lumb muss das sein……doch Leng, er klopft, komisch doch nicht. Aber Rabatz macht er wie verrückt. Was war da nur an meiner Rute – gut 120m tief waren wir. Nach ca10 min. Drill tauchte dann ein schöner Schellfisch von 90cm auf mit ein Gewicht von 8,6 Pf. Na ja kein Leng aber ich freute mich riesig. Glücklich beköderte ich meinen Haken neu und ließ ihn schnell zum Meeresboden hinunter, zumal Rene´ dabei war seinen 5 oder 6 Lumb an die Oberfläche zu befördern. Auch im anderen Boot konnten wir reichlich gute Drills beobachten. Und die heimliche Frage kam auf: Wer war nun besser? – Lutz und Willi oder Rene` und Steffen?.
Bei mir war erst mal Beißpause angesagt (warum? – Keine Ahnung) es wollte einfach nichts bei mir anbeißen. Dafür holte Rene` sein 1. Dornhai ein guten Lumb von 85cm und noch paar kleinere Lumb`s. Jede Beißpause hat mal ein Ende so kam auch bei mir wieder ein Lumb zutage. Dann Doppeldrill……. beide Ruten krumm. Nun war es aber vorbei mit schonen, denn das klopfen zeigte ganz deutlich Leng bei mir an. Endlich endlich…. bei 90m Wassertiefe sollte ich mein 1. Leng dieses Jahres zu Strecke bringen. Nach reiflich pumpen und den Worten: Kannst du ihn schon sehen… kannst du ihn schon sehen tauchte er endlich auf. Mein Leng! Nun war der Knoten geplatzt und majestätisch lag MEIN LENG im Boot. Gemessen und gewogen kam er auf meine persönliche Rekordmarke von 1,12m und 15,6 Pf.
Ich hab gegrinst geschrieen gelacht – ich war einfach nur Happy – und es sollte nicht der letzte sein. Nun war Rene wieder dran und fing ein (haben wir auch erst nachschauen und erklären lassen müssen) ein blauen Wittling von 56cm. Um es kurz zu machen es folgte bei mir noch 2 Leng´s und bei Rene` Lumb`s und Leng`s. Da es Rene` „nicht leiden kann“ den Kleineren Fisch zu haben musste er tatsächlich am Nachmittag ein Hammerbiss bekommen. Nach ein 15 minütigen Kampf mit guter Gegenwehr (jeder hat das recht sich zu verteidigen) kam ein stattlicher Leng mit 1,13m und ein Gewicht von 18,8 Pf zutage. Glückwunsch und Petri Heil Rene`. Nun kam wieder das übliche Spiel mit den Lumb`s und den Dornhaien. Dann wurde letzte Drift letzter Fisch angesagt. Und ich fing na was………..ein Lumb natürlich. Aber Rene` wollte nicht so recht, so musste ich ihn erst drauf hinweisen das er noch mit ein Fisch im Rückstand ist und es kam was kommen musste BISS BISS BISS und zwar ein guter. Nun wurde wieder gerätselt was es sein könnte Leng nicht Lumb nicht aber was. Ich schau nicht hin schau du ich will ihn noch nicht sehen sagte Rene´. Also blieb mein Blick starr auf das Wasser gerichtet wo ich den Fisch erwartete. Rene` schmiss mit der noch zu erwartenden Fuß-Zahl um sich und kämpfte verbissen mit dem Fisch. Noch 50 noch 40 noch 30 dann entgleisten meine Gesichtszüge da holt er doch tatsächlich mein Traumfisch zutage. Rene wusste ja von meinen Traum – er schaute mir nur ins Gesicht und sagte: Stimmt`s ein Dorsch und ein Guter – Richtig. Was sollte ich sagen JAAAAAA. Aber ich gönne ihm den Dorsch von 1,03m und14 Pf von ganzen Herzen. Glücklich, zufrieden und erschöpft traten wir den Heimweg an. Bei all unseren Drill`s und Kämpfen die wir heute hatten dachten wir auch die ganze Zeit an Thomas der das Bett hüten musste, wie enttäuscht wird er wohl sein wenn er das jetzt hört und sieht – aber die Gesundheit geht nun mal vor. Im Camp angekommen wurden wir schon sehnsüchtig erwartet und mit Fernglas gesichtet. Endlich mussten wir uns mal anstrengen um die Tuppen über Bord zu heben. Die Gesichter der beiden zurückgebliebenen Thomas und Bärbel sprachen Bände. Nun hieß es messen wiegen und fotografieren. Und so kam für den heutigen Tag in der Wertung: Willi – Leng 1,12m Lutz – Leng 1,04m Rene`- Leng 18,8 Pf und Blauer Wittling 56cm (als seltener Fisch) Steffen – Leng 1,12m.

Beim Anblick dieser Fische entschlossen wir uns eine Gedenkminute für Ulli einzulegen und widmeten ihm diese Fische.

Nach reichlichen filetieren neigte sich ein glücklicher-traumhafter Tag sein Ende zu und er wurde reichlich begossen. Ach und uns Willi war sehr sehr glücklich dass seine Prophezeiung mit den schwarzen Turm in Erfüllung gegangen ist.
Mittwoch ein neuer Tag- und wieder der Blick durchs Fenster und wieder ENTENTEICH-ALARM. Diesmal wollte Thomas sich die Chance nicht entgehen lasse und da es ihm auch besser ging fuhr er heute mit uns raus. Es sollte auch für ihn ein Glückstag werden. Kaum angekommen konnte er auch mal das Glücksgefühl spüren richtige Fische zu pumpen. Wieder ging es los mit Lumb und Leng. Wobei die Leng`s alle über 1m waren und ich das Glück hatte ein Lumb von 95cm und 11Pf nach oben wuchten zu dürfen. Dazu kamen noch paar Dornhaie, Seehechte und Pollack. Ich möchte jetzt hier nicht jeden einzelnen Drill aufzählen nur einen von meinen muss ich noch mal loswerden. Wie immer bekomm ich kaum runtergelassen auf Grund ein heftigen Ruck in der Rute nach den Anhieb und Sicherstellung das der Fisch meinen Haken auch zu spüren bekommen hat begann ich zu pumpen. Und wie immer rätselten wir was da unten wohl dran sei. Mittlerweile befanden wir uns bei einer Wassertiefe von ca. 165m und ich hatte kein Schnurrzähler- na Mahlzeit. Das übliche Klopfen vom Leng war nicht da …….?????? Lumb????? Großer???? Neeneee Lumb konnte es auch nicht sein – irgendwie beschäftigte mich der Fisch mehr als die anderen. Mal nahm er Schnurr mal durfte ich bisschen was wieder aufholen – was ist da nur am Ende meiner Schnurr – was Kämpft da so verbissen?? Oder war es mein Traumfisch – ein Dorsch jenseits der 1m Marke. Jo das könnte es sein. Vorsichtig und doch hartnäckig pumpte und erkämpfte ich mir jeden Meter. Meine Arme spürte ich schon längs nicht mehr und der Unbekannte kämpfte bis zum Schluss durch. Dann aber doch endlich erschien was unter der Wasseroberfläche aber immer noch war nicht zu erkennen was mir diesen Wahnsinns Drill bescherte. Eines war aber schon zu erkennen der Traumfisch war es nicht. Dann ein Aufschrei ein Boahhh – das gibt es doch nicht und mit Hilfe des Gaffs wurde der Fisch ins Boot gehievt. Dann erst konnte ich ihn sehen. Mein 1. Seehecht und das auch noch mit den stolzen Maßen von 1,02cm und13,5 Pf. Völlig fertig aber faszinierend schaute ich mir das Prachtexemplar an. Am liebsten hätte ich ihn geknutscht aber seine Zähne sahen nicht zum küssen aus. Und das bewies er auch gleich indem er sich unvermittelt umdrehte und Thomas im Arm biss – mal gut das kein T-Shirt Wetter war und wir unsere dicken Anzüge an hatten so lief das ganze glimpflich ab. Willi und Rene` hatten dann jeweils ein kurzen Drill der sie beide heute noch beschäftigt wo jedoch jedes Mal der Fisch gewann. Rene´ bekam bei seinem Drill fast nicht einmal die Rute von der Bordwand hochgehoben, da nahm der Fisch nur Schnurr und Schnurr – Rutenspitze schon im Wasser und dann weg……………Schade – aber wir können nicht immer Gewinner sein und dieser Fisch hat sich sein Weiterleben hart erkämpft. Jeder Tag neigt sich mal zu Ende nun auch dieser und mit stolz geschwellter Brust fuhren wir wieder Richtung Heimathafen. Dort angekommen wie immer messen wiegen fotografieren und filetieren. Fische für die Wertung gab es diesmal nicht. An Gewicht und Länge kamen wir diesmal um wenige cm oder gr nicht ran.
Auch der folgende und halbe Angeltag bescherte und göttliches Ententeich-Wetter so das wir auch für den halben Tag noch mal den Schwarzen Turm in Angriff nahmen. Nicht ganz so verrückt wie die Tage zuvor aber doch konnten wir noch einige Leng`s, Lumb`s und Haie verhaften.
Wehmütig traten wir unseren Rückzug an.

Fazit der Fangergebnisse:

37 Leng davon 24 über 1m
3 Seehechte 75cm – 1.02m
9 Dornhaie 70cm – 1m
4 Dorsche 65cm – 1,03m
3 Schellfische 85cm – 95cm
4 Pollack 75cm – 90cm
1 Hornhecht 62cm
1 Seelachs von 89cm
1 Blauer Wittling 56cm
ca. 150 Lumb von 55cm – 95cm
1 Möve die schonend wieder die Freiheit bekam !!!
Pokalverteilung:

Längster Fisch: Willi mit Leng 1,12m und ein Gewicht von 16,8Pf (an den bin ich vorbeigeschrammt mit ein Leng von 1,12m und leider nur 15,6Pf)

Schwerster Fisch: Rene`mit Leng von 1,13cm und 18,8Pf

Kurioser/Seltener Fisch: Rene`mit Blauen Wittling 56cm

Fahrrad: Thomas ( aufgrund seiner Krankheit - er nahm es aber sportlich und schwor ihn nicht zu verteidigen)

Verwunderung:

Wo waren die ganzen Räuber unter den Schwärmen?
Wo ist der Dorsch hin?
Wo waren die Köhler?

Gesamtfazit:

Es war eine Traumhafte megageile Tour !!!

In Namen aller dabei gewesenen: SOTRA wir sehen uns wieder !!!


So das war’s nun wirklich und ich hoffe ich habe euch nicht gelangweilt!

Und nun eine Menge an Bilder die ich kommentarlos reinstelle.

 

 

 

Weitere Fragen zu diesem Thema beantworten wir gern im Forum:

http://www.norwegen-angelfreunde.de