Norwegen Angelfreunde

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Sandvik/ Florø

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Sandvik Florø

Hallo Angelfreunde
 
Dies ist nun mein erster Reisebericht, den ich hier im Forum schreibe.
Ich möchte aber zuerst all den Angelfreunden danken, die mich und meinen Angelpartner "Hamdi" mit Informationen, Skizzen und GPS Daten versorgt haben. Ich möchte aber zu einem späteren Zeitpunkt, im 2. Teil Risholmen, einem Angelfreund, dem Angelfreund "Hackfresse", einen eigenen Absatz widmen.

Also los geht es.........(man muß sich tapfer durch diesen Bericht kämpfen, er ist ein wenig lang geworden)
........meine Frau und ich fahren seit Jahren nach Norge. Dieses Jahr hatten wir uns dazu entschlossen, eine Woche in Westnorwgen, in Sandvik bei Florö und eine Woche in Südnorwegen auf der Insel Risholmen zu verbringen. Die erste Woche haben meine Frau und ich in romantischer Zweisammkeit verbracht. Ich darf natürlich auch nicht vergessen, dass in unserer ständigen Begleitung unser Hunde-Brirad-Mädchen Luka war. In der zweiten Woche haben wir uns mit meinem Angelpartner "Hamdi" und seiner Frau auf der Insel Risholmen verabredet.

Nach langer Vorfreude und Vorbereitung, insbesondere Informationsgewinnung und Informationssichtung durch das Forum sowie Aufrüstung der Angelausstattung fuhren meine Frau, Luka und ich am 19.08.2005 gegen 02:00h von Münster aus los. Ohne Probleme kamen wir gegen 10:20h in bei schönstem Sonnenschein in Hirtshals an, wo eine Überfahrt nach Krsitiansand geplant war. Da die Fähre erst gegen 13:30h ablegen sollte, sind wir mit unserem Hund direkt zum Strand gefahren. Gegen 12:00h haben wir uns dann beim Schalter der Color-Line gemeldet. Man sagte uns dort, dass es ihnen Leid tun würde, aber unsere Fähre habe einen Motorschaden und würde heute nicht fahren. Der Mann in dem Schalterhäuschen zeigte mit seinem Arm auf die Schnellfähre und sagte weiter, dass wir diese Fähre nehmen könnten. Die Überfahrt würde auch nur 2,5 Stunden dauern.

Auf die Entäuschung folgte sofort wieder innere Entspannung und wir fuhren eher als geplant auf eine Fähre. Unser Hund blieb im Kofferraum unseres Golff III Variant. Wir nahmen auf dem hinteren Sonnendeck platz. Ich möchte an dieser Stelle die Ausführungen zur Überfahrt kurz halten und nur mit einem Satz meiner Frau beschreiben. "Die Überfahrt war sehr kurz und sehr Magen bewegend".

1. Tag in Norge 
In Kristiansand angekommen regnete es auch schon. Wir hatten eine Fahrstrecke von 749km über die Hardangervidda, über den Hardanger-Fjord, den Sognefjord und den Foerde-Fjord vor uns. Geplannt war diese Strecke in zwei Tagen gemütlich, ohne Zeitdruck zu fahren. Am ersten Tag sind wir bis zum kleinen Örtchen Haukeli in der Hardangervidda gekommen. Als einzige Gäste haben wir auf einem Campingplatz in einer Höhe von 956m gezeltet. Hier sei anzuführen, dass die nette ältere Dame auf dem Campingplatz uns das Abendessen sicherte, da wir unseren Dosenöffner vergessen hatten und sie uns mit ihrem aushalf. Nach einer Dose "Serbische Bohnensuppe" machten wir es uns zu dritt in unserem Tunnelzelt gemütlich. Wir schliefen auch sofort ein. Luka bellte ein, zwei mal, wenn ein Auto zu hören war, aber ansonsten genoß sie es mit ihrem "Rudel" auf dem Boden zu liegen.

2. Tag in Norge 
Gegen 07:00h war unser Zelt verstaut und wir konnten ausgeruht, nachdem wir die Reste des Freßpaketes meiner Mutter gegessen hatten, losfahren.
An dieser Stelle möchte ich meiner Mutter ein großes Lob für ihr Fresspaket, welches aus ca. 10 Frikadellen, 5 Schnitzel und 8 Eibrötchen bestand, aussprechen.
Natürlich regnete es als wir losfuhren. Ich möchte die Ausführungen zur Weiterfahrt kurz halten. Es sei aber geagt, dass die Fahrt durch die atemberaubende Natur unbeschreiblich ist. Insbesondere sind hier als Höhepunkte die mondähnliche Landschaft der Hardangervidda, die mächtigen Wasserfälle bei Odda, die Überfahrt über den Hardangerfjord, die Überfahrt über den Sognefjord, sowie die steilen Auf- und Abfahrten zwischen den Fjorden genannt.
Nach ca. 10 Stunden fahrt kamen wir bei Regen an unserer Hütte an. An der Tür hing ein großes handgeschriebenes Schild unser Vermieterin "Herzlich Willkommen". Es war niemand dort nur der Schlüssel steckte in der Tür. Bei unserer Unterkunft handelte es sich um eine gemütliche, braune Holzhütte die sich an einen kleinen Berghang anschmiegte. Die Hütte bestand aus einer großen Wohn- und Eßküche, sowie zwei Badezimmern und drei Schalfräumen. Die Hütte war sehr schön eingerichtet, so dass man sich sofort wohlfühlte. Unsere Vermieterin hatte auch schon den Kamin entzündet, so dass wir von einer molligen Wärme empfangen wurden. Nach dem Einräumen wurde von uns der Bootsanleger, der ca. 150m von der Hütte entfernt war in Augenschein genommen. In der Hütte lag ein Zettel auf dem Stand, sie können sich ein Boot aussuchen. Am Bootsanleger lagen zwei normale kleine Boote mit jeweils einem 5 PS Motor. Beide Boote waren aufgrund des langanhaltenden Regens mit 20cm Wasser gefüllt. Um es an dieser Stelle kurz zu halten, wir entschieden uns für ein Boot schöpften das Wasser aus und starteten den Motor. Der Motor sprang nicht an. Das gleiche versuchten wir auch mit dem zweiten Boot, auch hier ohne Erfolg. Verschwitzt vom Schöpfen und durchnässt gingen wir zu unserer molligen Hütte zurück. Aufgrund der beginnenden Dämmerung sahen wir drei Rothirsche die neben unserer Hütte, auf einer Wiese, ihre Mahlzeit zu sich nahmen. Man konnte ihre großen Geweihe sehr gut erkennen. Als wir uns in unserer Hütte umgezogen und den Grill angeworfen hatten, hielt ein Auto vor der Hütte. Unsere Vermieterin kam, um uns zu empfangen. Sie war sehr nett, sprach sowohl deutsch als auch englisch. Das Problem mit den Booten versprach sie durch ihren Mann zu beheben. Nachdem wir uns ca. 1 Stunde unterhalten und gegrillt hatten, gingen wir schalfen, um am nächsten Morgen sehr früh anglen zu gehen.

3. Tag in Norge 
Am nächsten Morgen fuhren wir mit dem Auto direkt zum Bootsanleger um unsere Ausrüstung, Fishfinder, Ruten, etc. auf ein Boot zu bringen. Natürlich regnete es. Der Mann unserer Vermieterin empfing uns dort. Er war gerade damit beschäftigt, einen Motor zu reparieren. Da noch kein Boot startbereit war, packten wir zuerst unsrere Spinnruten aus, um unser Glück auf dem Steg oberhalb einer abfallenden Kante zu probieren. Ein Blick in das klare Fjord Wasser zeigte eine Vielzahl an kleinen Fischen, Fischschwärmen und Seesternen. Meine Frau fing sofort beim ersten Auswurf einen 71cm langen Pollack. Bei meinem zweiten Auswurf hatte ich auch Glück. Ich konnte einen ca. 63cm langen Pollack landen. Wir angelten ca. 1 Stunde weiter vom Steg aus und konnten fast bei jedem zweiten Auswurf einen Biß verzeichnen. Wir benutzen aufgrund der dunklen Witterung einen schwarzen Effzett Meerforellen Blinker 28gr. an einer 35er monofilen Schnurr. Nachdem der Mann unserer Vermieterien nach einer Stunde den ersten Motor reparieren konnte, verluden wir unsere Angelausrüstung auf das Boot. Ich sollte am Heck, meine Frau am Bug sitzen. Unsere Hund blieb in der Hütte. Wir hatten uns vom Angelwebshop eine Karte für dieses Revier besorgt. Unser Plan war zuerst ein paar Köderfische zu besorgen, da wir dieses Jahr den Schwerpunkt bei der Naturködermontage legen wollten. Hier stellte sich auch schon das erste Problem. Der Geberstange unseres Fischfinders, Sea Finder 480DF, hielt bei Fahrt nicht an der Bordwand. Egal, ob man es hinten oder seitlich probierte, die Stange war zu instabil. So versuchten wir auf gut Glück ein paar Makrelen zu landen. Wir fuhren über zwei Stunden über den Fjord und konnten nicht eine Makrele finden. Um nicht zu entäuscht zu sein, fuhren wir einen Wegpunkt, mittels eines Lowrance iFinder Go, auf der zuvor erwähnten Karte an. Dort nutzten wir unsere zwei Pilkruten, die mit einem 150gr. und mit einem 300gr. schweren normalen silbernen Pilker bestückt waren. Wenn wir nur von der Drift bewegt wurden, konnten wir unseren Fischfinder nutzen. So auch hier. Wir angelten, an einer Kante in ca. 63m bis 95m Tiefe. Die Drift war gut, da gerade die Ebbe einsetzte. Meine Frau fing einen kleinen Knurrhahn, sowie einen schönen 59cm langen Flügelbutt. Ich ging leer aus. Da es schon Mittag war und wir unserem Hund gerecht werden wollten, beendeten wir das Angeln und fuhren zur Hütte zurück, nachdem natürlich ich die Fische ausgenommen hatte. Den Nachmittag verbrachten wir mit einem sehr langen Spaziergang, den kleinen Berg, hinter der Hütte hinauf. Gegen Abend fuhren wir dann noch einmal zum Bootsanleger um unser Glück zu probieren. Es regnete immer noch und der Wind war recht stark geworden. Wir entschieden uns dazu, erneut vom Steg zu angeln. Wir fingen wieder mit der gleichen Ausrüstung einige Pollacks sowie einen kleinen Dorsch. Wir brachen nach ca. 1 Stunde das Angeln ab, da der Wind sich zu einem kleinen Sturm entwickelt hatte. Den Abend verbrachten wir bei einigen Bierchen und einer Vielzahl an "Wer wird Millionär" Runden auf der Playstation. Natürlich haben wir den größten Pollack mit Zitrone, Knoblauch, Zwiebeln und den üblichen Gewürzen verspeist.

4. Tag in Norge 
Am 4. Tag wurden wir von unsrer Vermieterin geweckt, die uns mitteilte, dass ein Orkan kommt und ihr Mann deshalb die Boote aus dem Wasser holen muss. Somit fiel an diesem Tag das Angeln aus.
Wir fuhren deshalb mit dem Auto nach Aussevik, um uns dort die Felsmalereien anzuschauen. Anschließend machten wir dort wieder einen langen Spaziergang mit unserem Doggy.
Gegen Abend bekamen wir unerwartet Besuch von zwei Arbeitskollegen, die zur gleichen Zeit wie wir, mit dem Motorrad durch Norge fuhren. Gegen Abend wollten wir uns gemeinsam das Schauspiel des Orkans auf dem Fjord ansehen. Es war unbeschreiblich. Der Wind war so stark, dass man gegen den Wind kaum atmen konnte. Das Betreten des Bootsanlegers war überhaupt nicht möglich, da dieser durch die Kraft der Wellen 1m hoch und 1m ab geschleudert wurde. Man konnte nur ca. 300Meter weit schauen, da sich viel zu viel Wasser in der Luft befand. Das gegenüberliegende Ufer war nicht mehr zu erkennen. Auf dem Fjord bauten sich richtige Wasserberge zu ca. 2m hohen Wellen auf. Die Geräuschkulisse, das Pfeifen des Windes und das Klatschen der Wellen unterband eine Unterhaltung. Wir standen zu viert am Fjord Ufer und waren von diesen Naturgewalten völlig beeindruckt. Man konnte es sich kaum vorstellen, dass man am gestrigen Tage noch auf dem Fjord geangelt hatte. Nachdem wir einige Fotos gemacht hatten, gingen wir völlig durchnässt zur Hütte zurück. Dort haben wir dann zu viel Bier getrunken.

5. Tag in Norge 
Der Orkan war vorbei. Es war absolut windstill. Es regnete nur noch in Bindfäden. Unser Besuch wollte diese Ruhe nutzen, um mit dem Motorrad ihren Reiseweg fortzusetzen. Da wir es ja schon gewohnt waren nass zu werden und wir endlich richtig angeln wollten, fuhren wir gut eingepackt mit dem Boot auf den Fjord. Das Boot war bereits wieder von unserem Vermieter an den Anleger verbracht worden. Der Fjord verhielt sich entgegen der letzten Nacht wie ein Ententeich. Es war alles völlig ruhig. Nur die Vielzahl an Treibgut verriet noch, dass es gestern gestürmt hatte. Wir hatten einige Pollacks vom Vortag als Köderfische vorbereitet. Wir fuhren nun zu den Kanten, die uns sowohl von unserer Vermieterin, als auch von der angelfreunde-Karte als fängig genannt worden waren. Ausgerüstet mit einer 30er Tufline, einem selbstleuchtenden 500gr. Blei, sowie einer Balzer Naturködermontage versuchten wir unser Glück. Der Fishfinder zeigte eine Tiefe zwischen 90m und 156m an. An dieser Kante fingen dann auch endlich unsere ersten Lengs und einen Lumb. Diese waren alle zwischen 65cm und 73cm lang. Es waren also keine großen aber dafür sehr schöne Fische. Der Höhepunkt dieses Tages war, als drei kleine Wale an unserem Boot vorbei schwammen und sie aus ihrem Atemloch Wasser spuckten. Der Abend wurde wie die Abende zuvor mit Gesellschaftsspielen und Bier verbracht.

6. Tag in Norge 
Unsere Vermieterin kam morgens vorbei und erklärte, dass sie noch nie einen solchen Sturm, wie den Sturm von vor zwei Tagen, auf dem Fjord erlebt habe. Als Entschädigung dass wir die das Boot nicht nutzen konnten, überreichte sie uns ein Hirschgeweih, einen 6 Ender, welches sie im Wald bei unserer Hütte im letzten Frühjahr gefunden hatte. Auf unser Fragen hin erklärte sie, dass wir in den Abendstunden unser Glück auf Makrelen am Ende der Fjordbucht bei Sandvik probieren sollten. Dort reicht die kleine Hafenmole um die ganze Bucht, so dass man mit der Angel in die Bucht weit hineinwerfen könne.
Den Tag verbrachten wir wieder im Regen auf dem Boot auf dem Wasser. Unsere Vermieterin erklärte uns auch noch, dass wir unser Glück in der Strömung vor dem dortigen kleinen Leuchturm versuchen sollten. Als wir nach einer Anfahrt mit dem kleinen 5Ps Motor von ca. 25Minuten dort eintrafen wurden wir böse überrascht. Da die Strömung hier wirklich recht stark war, wollte ich mittels des Motors eine kleine Positionskorrektur vornehmen. Der Motor sprang an aber das Boot bewegt sich nicht. Als sich ein weinig Unruhe breit machte, stellte ich fest, dass die Schraube des Motors nicht mehr vorhanden war. Die Schraube hatte sich gelöst und war von der Halterung gefallen. Da die Strömung uns immer weiter abtrieb, griff ich zu den Riemen. Um es kurz zu machen, wir sind aus der Strömung herausgekommen und haben ca. 1 Stunde bis zum Bootsanleger gebraucht. Als wir dort angekommen sind, war ich völlig fertig und hätte fast gekotzt. Wir haben dann umgehend die Vermieterin angerufen und sie über die fehlende Schraube in Kenntnis gesetzt. Sie entschuldigte sich sofort für den schlechten Zustand der Boote und versprach bis zum nächsten Tag das Problem zu lösen.
Gegen Abend, bei mäßigem Regen und schwachen Wind, sind wir dann mit Spinn- und Brandungsruten ausgerüstet zur Hafenmole gefahren. Der Mann unser Vermieterin war auch schon da und hatte bereits einige Makrellen, Dorsche, Köhler und Pollacks aus dem Wasser geholt. Wir bauten die Brandungsruten auf und warfen zusätzlich die Ruten mit Makrellenpaternostern und Meerforellenblinkern aus. Sofort ging das Spiel los. Wir fingen an den Paternostern Makrellen, Köhler und Pollacks gleichzeitig. Meistens hatten wir zwei oder drei Fische gleichzeitig an der Rute. Die Makrellen bissen sofort nach dem Auswerfen, während die Köhler und Pollacks unmittelbar vor der Mole zuschnappten. Die Drills, die uns hier geboten wurden, haben vor allem meiner Frau große Freude bereitet. Es muß aber an dieser Stelle gesagt werden, dass uns bei diesem Angeln in den folgenden Tagen zwei Spinnruten durchgebrochen sind. Es sei hinzugefügt, dass die Ruten nicht bei Hängern, sondern während des Drills von mehreren Fischen gleichzeitig gebrochen sind. Die Brandungsruten hatten wir dann mit Makrelenstücken ausgeworfen. Hier konnten wir einen wunderschönen Lippfisch, sowie einige kleinere Platte auf die Schuppen legen. Den Lippfisch haben wir wieder in den Fjord gesetzt. Der Fisch war einfach zu schön, um in der Gefriertruhe zu verschwinden.
Der Abend klang dann wie schon des öfteren erwähnt aus.

7. Tag in Norge 
Nach dem Aufstehen, stellten wir mal wieder fest, dass es regnete. Wir gingen zum Bootsanleger. Unser Boot hatte immer noch keine neue Schraube. Ein Blick auf den Fjord verriet uns, dass es auf dem offenen Meer wohl stürmte, den die Wellen waren recht hoch, so dass eine Ausfahrt mit dem Boot sowieso zu gefährlich war.
Wir entschieden uns nach Florö zu fahren und Inselhopping um die umliegenden Inseln zu machen. Die Fahrt dorthin dauerte 40 Minuten. In der dortigen Tourist Info haben wir dann von der sehr hübschen Angestellten die Fahrzeiten genannt bekommen. Wir fuhren mit einer kleinen Katamaran-Fähre durch den Schärengürtel vor Florö zu den einzelnen Inseln. Das Meer war sehr bewegt, so dass die Fahrt sich recht spannend gestaltete. Es ist besonders hervorzuheben, dass es auf den einzelnen Inseln wunderschöne Leuchtürme gibt, die denen an unserer Küste in nichts nachstehen. Nach ca. 1,5 Stunden Fahrt kamen wir dann wieder in Florö an. In Florö haben wir uns dann einen riesen Burger mit 400gr. Fleisch gegönnt. Meiner Frau war danach schlecht.
Als wir am späten Nachmittag an unserer Hütte ankamen, haben wir direkt die Angeln eingepackt und sind dann wieder zur Mole gefahren. Der Wind war immer noch so stark, so dass wir nur mit den Spinnangeln und schweren Blinkern unser Glück versuchten. Wir fingen wieder direkt vor der Mole einige große Pollacks, um die 70cm und einen großen Seelachs ebenfalls um die 73cm. Mittelerweile ein wenig gefrustet von dem ständig anhaltenden Regen und dem schlechten Wetter sind wir völlig durchnässt zurück zur Hütte gefahren. Am Kamin war schon eine Viezahl von Anziehsachen und Schuhen zum trocknen ausgebreitet worden. Wir haben uns dann entschlossen, einige Bierdöschen einzupacken und zurück zu einer Wiese zu gehen, um von dort bei Einbruch der Dämmerung die großen Rothirsche die aus dem Dickicht kommen zu beobeachten. Nach ca. 2 Döschen pro Nase kamen dann auch die Hirsche. Wir konnten insgesamt 6 Rothirsche aus ca. 30m Entfernung beim Äsen beobachten. Der Anblick war wirklich wunderschön. Als dann unser Hund anfing zu bellen, flüchtetetn die Rothirsche wieder. Immer noch durchnässt sind wir zurück zur Hütte und haben es uns am Kamin gemütlich gemacht.

8. Tag in Norge 
Wir stellten fest, dass es heute nicht regnete. Sofort ohne groß zu frühstücken ging es mit dem mitlerweile reparierten Boot auf dem Fjord. Wir hatten nun endlich unseren Ententeich. Überall an den umliegenden Bergen hingen die Wolken. Kein Windhauch und es regnete nicht. Wir sind dann sofort zu der bereits fängigen Kante gefahren. Wir hatten uns dazu entschlossen, eine Rute mit einer ganzen Makrelle zu bestücken, nach dem Motto alles oder nichts und die andere Rute wieder mit Makrellenflatterfielets auszustatten. Der Fischfinder zeigte eine Vielzahl an Fischsicheln an und wir warteten auf die Dinge die passieren würden. Um es nicht so spannend zu gestalten, komme ich zu unserem heutigen Fang. Auf den Flatterfilets fingen wir wieder 70cm lange Lengs und einen Lumb und auf der ganzen Makrele konnten wir nur einen Hänger verzeichnen. Das Angeln am heutigen Tage hatte richtig Spaß gemacht, da es wirklich so war, wie wir es uns vorgestellt und gewünscht hatten. Auf dem Boot kam dann auch eine SMS von meinem Angelpartner "Hamdi" an. "Sind schon losgefahren, in Südnorge ist super Wetter". Die Aussichten noch eine Woche in Norge, auf der Inseln Risholmen, bei gutem Wetter zu verbringen tröstete uns darüber hinweg, dass wir am morgigen Tage Sandvik verlassen mussten.
Nach dem Angeln auf dem Boot fuhren wir zurück zur Hütte und begannen mit dem Aufräumen und dem Packen. Gegen 19:00h kam unsere Vermieterin vorbei. Sie sagte, dass es dieses Jahr fast nur schlechtes Wetter gab und das der Herbst in Westnorge eben schon früher begonnen habe. Wir haben dann noch für jeden Tag an dem wir den Motor genutzt haben 50kr. bezahlt. Unsere Vermieterin verabschiedete sich und sagte dass sie hofft, dass wir noch einmal wiederkommen, obwohl das Wetter so schlecht war und es einige Probleme mit den Botten gab.
Nachdem sie gegangen war, sind meine Frau unser Hund und ich hinter die Hütte den dortigen Berg hochgestiegen. Von dort hat man einen Blick über den Fjord bis zum offenen Meer und auf die umliegenden Berge. Der rote Sonnenuntergang, der die Berge in einen brennenden Schein verwandelte war unglaublich. Bei einigen Döschen Bier wurden wir durch dieses Naturschauspiel für das schlechte Wetter der letzten Tage entschädigt.

9. Tag in Norge 
Die Sonne schien und es war blauer Himmel zu sehen. Wir konnten unser Gepäck ohne naß zu werden im Auto verstauen. Unser Ziel hieß Risholmen. Wir hatten ca. 750km vor uns. Wir fuhren zuerst nach Eikfjord um dort die geschriebenen Postkarten einzuwerfen und fuhren bei sonnigem Wetter dem Süden entgegen. Wir freuten uns schon darauf, eine zweite Woche, mit einem gutem Boot, mit meinem Angelpartner "Hamdi" und seiner Frau in Norge zu verbringen.


So, wer sich bis hierhin durch meinen Bericht gekämpft hat, kann noch mein Fazit lesen:
Die Landschaft und die Natur sind wunderschön und atemberaubend. Die Hütte liegt idyllisch und ist mit allem sehr gemütlich eingerichtet, was man so braucht (Ausnahme kein SAT TV). In unmittelbarer Nähe zur Hütte befindet sich noch eine zweite, ältere Hütte, die ebenfalls gemietet werden kann. Diese Hütten liegen recht einsam. Der nächste Nachbar befindet sich ca. 2km entfernt.
Von den Hütten bieten sich wunderschöne Tagestouren zu den Felsmalereien, dem Gletscher Jostedalsbreen, Florö, den umliegenden Inseln, dem Westkap, Bergen oder Alesund an. Wer gerne wandert kommt hier auch voll auf seine Kosten. Die Vermieterin ist sehr nett und immer bemüht den Aufenthalt für die Touristen so schön wie möglich zu gestalten (Für schlechtes Wetter und Sturm ist sie ja nicht verantwortlich).
Die Boote sind recht alt und auf keinem Fall zuverlässig. Wenn man nur im Fjord angelt reichen die Boote völlig aus, sofern die Motoren durchhalten. Man sollte deshalb immer daran denken, den gefahrenen Weg auch zurück paddeln zu müssen.
Der Angelfreund der sich ständig in Norge aufhält ist natürlich anglerisch sehr verwöhnt. Vom Bootsanleger und der Hafenmole sind sehr gute Fänge in Bezug auf Pollack und Seelachs möglich. Es kann hier auch die volle Bandbreite des Nordatlantiks gefischt werden. Ich kann hier Meerforellenblinker in schwarz und silberne Spinner mit roten Stofffetzen empfehlen. Vom Boot aus hatten wir nicht so viel Zeit und nicht so viele Möglichkeiten alles auszuprobieren. Aber die Fänge mit Naturködern, hier Leng und Lumb sowie die Fänge mit dem blosen Pilker, hier insbesondere der Flügelbutt, lassen vermuten, dass wir noch nicht einmal die Spitze des Eisberges kennenlernen durften. Das besondere dieses Fjordes ist auch, dass er recht unberührt ist und dass es hier nur eine geringe bis keine Fischerei gibt.
Ich glaube, da es viele Kanten gibt und der Fjord dort auch einige Unterwassergebierge sowie Rinnen bis 400m Tiefe unmittelbar am Bootsanleger bietet, dass dieses Angelrevier noch ganz große Überraschungen für noch kommende Angelfreunde bereit hält.


Noch einmal Dank an alle Angelfreunde, die mich mit Infos versorgt haben
Niklas

PS-
Ich möchte auch meiner Frau danken, die tapfer, bei schlechtem Wetter sich hat ständig nass regnen lassen und nicht einmal gemault sondern immer auf ihren großen Fisch gewartet hat.
 
 

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