Norwegen Angelfreunde

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2009 Knarrlagsund

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2009 Knarrlagsund

 

Lange hatte ich überlegt ob ich mich einer Gemeinschaftsreise anschließen soll, denn

normalerweise sind Gruppenreisen nicht so mein Ding – aber um es vorweg zu nehmen ich

habe es nicht bereut.

Am Ostermontag ging es dann nach langer Zeit des Wartens endlich los, von Bremen aus wo

ich mich mit Heinz (Zitterhaar), Markus (kein Member) und Sven (Piing) traf ging’s los

Richtung Kiel. Noch schnell Stefan (Angelandi) aufgesammelt und ab auf die Fähre.

Im Irish Pup trafen wir dann Herbert mit Moni, so verging die Überfahrt bei Bier und

Fachsimpelei wie im Fluge. Am nächsten Morgen runter von der Fähre durch den Zoll und im

Konvoi mit drei Autos Richtung Helge. Am frühen Abend waren wir dann endlich da, die

Mods begrüßten uns und kündigten für den nächsten Abend ein Grillfest an, dann Aufteilung

auf die Häuser und Bootsübergabe und Einweisung durch Helge.

An dieser Stelle möchte ich kurz die einzigen Kritikpunkte erwähnen die bei mir hängen

geblieben sind, welche aber den positiven Gesamteindruck nicht zerstören.

- Ich fand es schade das die Mods außerhalb des Camps untergebracht waren,

nicht weil es Probleme gab die ihnen durchgegangen wären, sondern im Sinne

der Veranstaltung wären mehr Gelegenheiten zum „Schwätzen“ besser gewesen.

 

- Unsere Gruppe bestand aus 5 Mann, da keiner alleine mit dem Boot unterwegs

sein sollte bestand eine Besatzung logischerweise aus drei Mann.

Grundsätzlich kein Problem, aber bei 2 Leuten „Ü – 100“, wäre ein Boot mit

einem stärkeren Motor angebracht gewesen. 18 Fuß mit 30 PS waren ein bisschen wenig.

Aber genug rumgeheult: Am nächsten Morgen dann so ein Wetter.

 

 

Schnell aufs Boot und raus zum Angeln, jeder aus unserem Boots (Sven, Stefan und ich),

hatten sich ein Ziel gesetzt, zumindest was die Angelei betraf. Sven wollte einen vernünftigen

Leng, Stefan wollte einen vernünftigen Leng und ich wollte einen vernünftigen Fisch

(möglichst über 1 Meter). Also war die Strategie klar, raus ins Tiefe. Aber am ersten Tag war

erst einmal Orientieren und Köderbeschaffung angesagt.

 

 

Fisch war jede Menge vor Ort und bald wanderten die ersten schönen Dorsche und

kleine Seelachse (Naturköder) in die Kisten.

Das Highlight des Tages war Svens erster Leng (Grins)

 

 

Am Abend gab’s dann Würstchen von Grill, von den Mods einschließlich eines netten Schwatzes.

 

 

Da es das Wetter gut mit uns meinte sind wir in den nächsten Tagen konsequent raus ins

Tiefe gefahren um unseren Zielfisch zu beangeln. Am Anfang lief es noch etwas schleppend,

Haie und Lumb waren unsere Hauptbeute. Sven verlor einen großen Leng, wir hätten ihn

gern gesehen, aber nach ca. 90 m stieg er aus. (Shit happens)

 

 

aber es wurde Tag für Tag besser, bis jeder sein Ziel erreicht hatte. (Leng 7,5 kg, Länge 1,10 m)

 

 

(Leng 14,5 kg, Länge 1,24 m; 7 kg bei 1,08 m)

 

 

Für die letzten Tage verbannten wir dann das schwere Geschirr vom Boot und wollten noch

ein paar anständige Dorsche und Pollacks erwischen. Da für den nächsten Tag wenig

Wind gemeldet war, beschlossen wir zur Dorschwiese zwischen Krågvåg und Storfosna zu fahren.

Es war optimal, jede Menge guter Dorsche kamen ins Boot, bis auf einmal die Beisszeit abrupt

zu Ende war.

Wir dachten es würde an die Schweinswalen liegen, welche in mehren Gruppen unser Boot

umkreisten, bis Sven Hang vermeldete. Seine leichte Sea Spin verbeugte sich artig gegen die

Wasseroberfläche, als er meinte irgendetwas „Schweres“ würde an seinem Gummifisch hängen.

Stefan und ich tippten auf Tang mit Muscheln und Steinen dran, aber Sven zog und zog bis dieser

Kamerad an die Oberfläche kam.

 

 

Es war wirklich seltsam, keine Flucht, kein Getobe, nichts außer Gewicht- als wenn der Butt im

Tiefschlaf gewesen wäre. Erst als wir ihn im Boot hatten (der Freudenschrei von Sven

war bestimmt bis zum Sund zu hören) ging der Tanz los. Wir hatten wirklich Mühe den Fisch

ruhig zu stellen, unser Boot sah hinterher aus als wenn wir eine Horde Schweine

geschlachtet hätten, aber das Ergebnis konnte sich sehen lassen.

 

 

Viola, Svens Butt, 14 kg, Länge 1,18 m

 

 

Die großen Köhlerschwärme waren zwar noch nicht vor Ort, aber trotzdem kamen in den

letzten Tagen einige große Brocken an Land. Deshalb schleppten wir am letzten Tag mit

Wobblern auf die Schwarzjacken um den einen oder anderen der Vorhut zu erwischen.

Für mich war das Schleppfischen eine neue Erfahrung, eigentlich eher langweilig, aber

wenn ein Köhler einsteigt ist’s der absolute Wahnsinn.

 

(Köhler 12 kg bei 1,13 m)

 

(Köhler 7 kg)

 

Der Montag war dann fürs Packen und Einräumen reserviert und am Dienstag ging’s dann

gegen 2 Uhr in der Früh Richtung Oslo. Auf der Fähre noch ein Paar nette Stunden beim

Bier über die tolle Zeit gequatscht und dann waren sie endgültig vorbei, 2 tollen Wochen

am Knarrlagsung bei Helge.

Mein Fazit fällt ausgesprochen positiv aus:

- tolles Angelrevier

- bestes Wetter

- gute Fische

- nette Leute kennen gelernt, besonders mit Stefan und Sven hat es auf dem Boot einen

riesen Spaß gemacht.

 

Das war mit Sicherheit nicht mein letzter Ausflug zum Knarrlagsund

 

 

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