Norwegen Angelfreunde

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Reisender, der du nach Feda willst

Bewertung:  / 2
SchwachSuper 

 

 

 

4.2.  Ein Urlaub für Angler in Feda  (von Ernie&Bert)

 

Tag 1
Nachdem ich eigentlich am Freitag  Abend um so um 20.00 Uhr ins Bettchen wollte und extra 2 Schlaftabletten in Form von zwei Bierchen zu mir genommen hatte, wurde es schließlich 21.30 Uhr. An Schlaf war irgendwie gar nicht zu denken und um 0.30 Uhr klingelte auch schon der Wecker. Au weia dachte ich noch, höchstens 1Std.
gepennt, das fängt ja gut an. Aber egal der Gedanke das es endlich los geht ins gelobte Land verdrängt ja doch alles andere. Um 2.00 Uhr ging es dann nach auflesen von den drei anderen Verrückten auf die A1 Richtung Norge. Die Fahrt verlief reibungslos und um 9.30 Uhr standen wir dann am Fähranleger in Hirtshals. Da auch im Auto auf der fahrt an Schlaf nicht zu denken war, (Gequatsche vom riesen Leng und ein kribbeln im Bauch welches ich nur von meiner ersten großen Liebe kannte, ließen dies nicht zu) wurden es lange Stunden bis die Super Speed um 11.30 Uhr endlich ablegte. Auf der Fähre war es dann so weit. Leichte Wahrnehmungsschwierigkeiten machten es klar, Schlaf muss her. Aber wie es so im Leben ist und da das Ablegen vom Aussendeck beobachtet werden musste hieß es : Wer zu spät kommt den bestraft das Leben. Außer im Selbstbedienungsrestaurant war kein Plätzchen mehr frei. Und im selbigen wurden wir freundlich aber energisch darauf hin gewiesen : No Sleeping here. Na gut dann eben mit Hilfe von Drogen. Ein Kaffee nach dem anderen und eine halbe Schachtel Zigaretten ließen auch die 3 Std.Überfahrt vergehen. Dann ging es auch schon weiter. Ab auf die grüne Spur. hatten ja schließlich höchstens ein paar Bierchen zu viel mit. Das sah auch der Zöllner schon von weitem und winkte uns freundlich durch. Die fahrt auf der E39 nach Feda verlief recht flott. Voller Müdigkeit wurden doch einige markante Punkte am Wegesrand wiedererkannt. Um 17.30 Uhr dann der erste Blick von der neuen Fedabrücke auf "unseren" Fjord. Ententeich und Sonnenschein ließen es geschehen. Von Müdigkeit war keine Rede mehr. Im Gegenteil einstimmig hieß es : Wir müssen heute noch raus. Dorschpapas Zweitwohnung war schnell gefunden und nach der Begrüßung durch Sissel wurde in Windeseile ausgepackt und Quartier bezogen. Der erste Blick vom Balkon der Ferienwohnung verzögerte die Bootseinweisung noch mal. Ein Anblick der das Herz laut hörbar Schlagen ließ. Selbst von hier oben(Luftlinie ca.200m)waren im glasklaren Wasser die Steine zu erkennen und die Forellen sprangen im Fedariver. Der Blick über Feda auf den Fjord einfach nur ein Traum. "Dorschpapa wir verstehen jetzt deine Liebe zu diesem Haus." Um 19.00 Uhr dann die Bootseinweisung durch Glenn die mich als Skipper doch arg erschreckte. Eine über mehrere hundert Meter nur 1,5m breite und teilweise nur 60cm tiefe Fahrrinne. Wow. Nun ging es aber raus auf den Fjord. Ab zum Foren-Tip Nr.1  Vor der Felsnase ging dann auch gleich die Post ab. Vier Pilker sausten in die Tiefe. Zwei mal 80g mit Heringspaternoster und zwei mal 25g blank. In allen vier Ruten rumpste es. Zwei mal Full House mit Makrele und zwei Polack von ca.50cm.Fisch versorgt und weiter gings.

 

Alle Ruten auf 25g blank umgestellt und der Spaß kannte keine Grenzen. Lippfische, Köhler, Polack, Makrelen und als Krönung noch ne 45er Mefo. Dann noch ein Versuch unter der Brücke, welcher uns noch Köhler bescherte. Der Blick auf die Uhr und das Magenknurren ließ uns dann aber abbrechen und rein fahren. Zwei Mann versorgten die Fische und zwei Mann grillten noch schnell. Mit ein paar Bierchen wurde der neue Tag begrüßt. Unglaublich nun war es schon 2.00 Uhr. Egal morgen erst mal ausschlafen. Todmüde aber überglücklich vielen wir schließlich ins Bett.

 

Tag 2
Der Tag begann mit einem vibrieren der gesamten Wohnung und einem ratterndem Geräusch. Ein Blick auf die Uhr 7.10 Zimmertür auf und in vier müde Gesichter geblickt. Auf die Frage ob Sie einen Knall hätten und was das wohl gewesen wäre folgte nur ein müdes Schulterzucken. Na ja egal. Sind ja alle
ü 30 und im alter braucht man ja nicht mehr so viel Schlaf. Außerdem wollen wir ja Fischen und nicht ausschlafen. Beim Frühstück dann das gleiche vibrieren und das selbe Geräusch. Dann ein abfahrendes Auto und die Erleuchtung. "Der berüchtigte Garagentorantrieb" Nach dem Frühstück Duschen und auftragen einer dicken Schicht Sonnenmilch ging es auch schon raus auf den Fjord. Das heißt erst mal durch den Fedariver, welches ca.15min und höchste Konzentration in Anspruch nimmt. Als erstes wieder zur Felsnase,(Wenn man aus dem Fluss kommt genau gegen über auf 2 Uhr) was 4 gute Polack brachte. Langsam bis zur Brücke driften lassen und hierbei mit 25g Zockern 35 Makrelen von über 40cm Länge gefangen. Die größte maß unglaubliche 47cm und das Anfang Juni. Unter der Brücke dann mit Heringspaternoster und 150g Pilker gefischt. Vereinzelt kleinere Köhler. Also Vorfächer ab und Speedpilken. Unglaublich mit welcher wucht schon Köhler um die 50cm da einsteigen. Einfach nur geil. Fünf Köhlerüber 50cm durften mit ins Boot. Die anderen durften weiter wachsen. Nun wollten wir mal das Ende vom Fjord abfischen und erwischten dort auf einem nur 12m tiefen Berg wunderschöne Tangdorsche. Da wir noch ein bischen Fußball schauen wollten, beschlossen wir zurück zu fahren. Die Rückfahrt wurde natürlich genutzt. Wir schleppten langsam an den Fjordufern zurück. Dieses brachte auch sofort heftige Bisse. Aber bis auf einen Hornhecht waren es immer Makrelen und keine Mefos oder gar Lachse. Wieder angelegt wurden schnell die Fische versorgt. Vier Makrelen landeten im Tischräucherofen und ein Teil der Köhler wurde zu Kibbeling nach H.Wittlings Rezept verarbeitet. Fußball mit Kibbeling als Fingerfood und Bierchen statt Chips. Man war das lecker. Nach dem Fußball noch ein paar Obstler auf den Sieg und Lagebesprechung für den nächsten Tag. Große Fische möglichst über 2m sollten her. Also alles klar, morgen geht es raus aus dem Fjord. Eidsfjord, Listaplateau oder eine von den anderen Stellen um Hidra sollten das Ziel sein. Noch ein gute Nacht Bierchen und ab ins Bett. Im Bett dann noch die Idee das ich ja Ohrenstöpsel mit hatte. Wegen der Schnarcher und so. Also rein damit und hoffen das man wenn man das Geräusch des Garagentorantriebes nicht hört durch das Vibrieren nicht wach wird.

 

Tag 3
Heute hatte Glenn der Vermieter wohl frei. Das Garagentor ratterte nicht und wir konnten bis 9.00 Uhr schlafen. Yippie. der erste Kaffe mit Zigarette auf dem Balkon machte eins deutlich. Es war bestimmt 10 Grad kälter geworden und der Wind frischte auf. Auf dem Fjord wehte uns schon ein recht ordentliches Lüftchen entgegen.
Etwa Mitte Fjord dann Schaumkronen auf den Wellen. Erst mal ab in eine windgeschützte Bucht und Kriegsrat gehalten. Einstimmig waren wir der Meinung das die Wellen, so wie der Wind stand, vorne am Fjordausgang bestimmt noch höher sein werden. Also die Kanten entlang zurück driften lassen. Unglaublich aber wahr, dies brachte bis auf Makrele keine nennenswerten Fänge. Nun ja irgendwann kamen wir wieder an unsere Felsnase. Trotz der nun sehr starken Drift wieder mit 25g Zockern gefischt. Also Zocker runter und nach Grundberührung zügig hochgekurbelt. Etwa zehn Umdrehungen und es riss mir fast die Rute aus der Hand. Jetzt bewährte sich mal wieder die sehr fein justierbare Bremse meiner Shimano. Nach einiger Gegenwehr konnte dann ein Polack von 74cm gelandet werden. Wir ließen uns weiter die Kante entlang Richtung Brücke treiben. Dies brachte immer wieder sehr große Makrelen und einen schönen Anschauungsunterricht da auch Fische gefangen wurden die noch nicht alle oder keiner im Boot live gesehen hatte. So gab es Schelfisch, Knurrhan und ein wunderschön gezeichnetes Petermännchen. Die mittlerweile sehr starke Drift trieb uns nun sehr schnell. einige Versuche unter der Brücke brachten wieder Köhler. Gute Küchenfische aber keinen von 2m. Dann bestückte Frank sein Heringspaternoster mit Makrelenfetzen und siehe da, auch Leng steht unter der Brücke. Nennenswert wäre auch noch der Vater aller Heringe den er dort fing. Solch einen Hering habe ich noch nicht gesehen. Den Rest des Tages verbrachten wir am Fjordende. hier war es schön Windgeschützt und obendrein gab es noch Scholle. Die Fischkiste wahr nun fast voll und so beschlossen wir den Heimweg anzutreten. Zwei Mann filetierten wieder und zwei Mann bereiteten das Abendbrot zu. Vor unserer Haustür auf der Terrasse hockten unsere Nachbarn und staunten über unsere Filets. Wie macht Ihr das? Wir fangen nur Makrele. Also die Jungs schnell aufgeklärt und Ungläubigkeit geerntet. Speedpilken? 25g Zocker? Ja aber wir angeln schon immer so, mit dicken Pilkern und haben immer Fische gefangen. Na Ihr könnt ja auch so weiter Fischen, zwingt Euch ja keiner. Dann gab´s erstmal lecker Makrele frisch gebraten und paar Bierchen. So das war Tag 3. Tag 4 sollte für uns ein besonderer werden, das schon mal vorweg.

 

Tag 4
Der Morgen begann mit einem Kaffee auf dem Balkon und der Erkenntnis das es heute wohl keine Ausfahrt geben wird.6 Grad, Regen und Sturmböen. Die Norweger waren glücklich, hatte es doch seid 9 Wochen im Süden nicht geregnet. Zu enttäuscht waren wir aber nicht. Wollten wir der
Kvina und den Lachsen sowie so mal auf den Zahn fühlen. Also erst mal gefrühstückt und ab nach Kvinesdal zum X-Sport. Dort trafen wir auf einen super netten Angestellten der auch noch hervorragend Deutsch sprach. Den haben wir dann auch richtig ausgequetscht. Doch Lachsmäßig nahm er uns erst mal den Wind aus den Segeln.9 Wochen kein Regen, da steigt bei den ersten Schauern noch nichts auf.  Vielleicht in ein oder zwei Tagen, aber Ihr könnt es ja versuchen meinte Er. Ok, dann eben auf Bachforelle. Der nette Angestellte war auch hier bestens informiert. Um große Forellen zu fangen müssten wir schon ein Stück oberhalb fischen. Er zeigte uns alles genau auf einer Karte. Ruten, Watstiefel usw. waren schon im Wagen und es konnte sofort losgehen. Es folgte eine ca.60 km lange, stetig hinaufführende Fahrt auf der 465.Es ging durch solch unglaublich schönes Gebiet wie ich es in Südnorwegen weder kannte noch vermutete. Ich/Wir werden noch lange von diesen Eindrücken zehren. Alleine die Kvinaänderte ständig ihr Aussehen. Wasserfälle, reißende Stromschnellen, Rieselstrecken und dazwischen immer wieder große natürlich angestaute Becken. An manchen Stellen fehlte nur noch der Braunbär mit einem Lachs in den Klauen. In Storekvina im Coop dann die Tageskarte gekauft und nicht schlecht gestaunt. 30 Kronen für einen ca.50km langen Abschnitt. Wow, das nennt man Preisgünstig. Weiter ging die Fahrt bergauf. Unser Ziel war Netland. Doch so weit hielten wir es nicht aus. An einer herrlichen Stelle mussten wir einfach anhalten und die Ruten rausholen. Leider machte der hier oben noch viel heftigere Wind ein Fischen mit der Fliegenrute unmöglich. Kleiner Abstieg zur Kvina und schon ging es in einer kaum zu beschreibenden Landschaft los. Thomas fing sofort eine wunderschön gezeichnete Bachforelle von 40cm. Wir trennten uns dann, zwei gingen flussauf und zwei flussab. An einem großen gestauten Becken im sumpfigem Uferbereich sahen wir Elchspuren und von (wir vermuten) Bibern gefällte Birken. Einfach nur herrlich. Nach ca. drei Stunden trafen wir uns am Auto wieder. Frank und ich hatten bis auf ein paar Nachläufer nichts. Um so größer war die Überraschung das unser Anfänger Ernst einen wunderschönen Saiblingüberlisten konnte. Nun fuhren wir rauf bis nach Netland. Es wurde ein sehr ertragreiches Fischen. Unzählige Forellen konnten wir keschern. Die größten gar über 40cm.Die Fische waren so herrlich gezeichnet und viele von Ihnen so strahlend gelbbäuchig wie wir es nur von dänischen Wiesenbächen kennen. Und so durften auch die meisten von Ihnen ihre Freiheit weiterhin genießen. Um ca. 20.00 Uhr traten wir dann die Rückfahrt an. Ach ja von den entnommenen Forellen gab es natürlich 3+1 Saibling in Butter gebraten zum Abendbrot. Die restlichen vier landeten im Räucherofen.

 

Tag 5
Der Morgen begann mit dem obligatorischem Kaffee und Zigarette auf dem Balkon. 6Grad,keine Sturmböen mehr aber noch genug Wind. Bewölkt mit großen sonnigen Abschnitten. Also ganz piano. Erst mal Frühstück mit geräucherter Forelle und schön Duschen. Auf dem Fjord waren wir dann auch etwas später als sonst. An eine Fahrt auf das offene Meer war leider wieder nicht zu denken. An der Felsnase zeigte das Echolot zwar wieder Fisch ohne Ende auf 50-100m,aber es herrschte eine enorme Drift. Das fischen mit den geliebten 25g Zockern war nur in Form von blinkern möglich. Das heißt auswerfen, absacken lassen und Bügel rum, mehr brauchte man nicht zu tun. Den Rest erledigte die Drift. Da hierbei nicht wirklich auf Tiefe gefischt wurde gab es auch nur einen Beutefisch in Form von Makrelen. In den etwas windgeschützten Buchten wurde auch mit Naturköder gefischt. Vereinzelte Schellfische waren die Beute. Unter der Fedabrücke war die Drift so stark, dass wir den Motor mit Rückwärtsgang auf Standgas laufen ließen. Nur so war mit 150g Grundberührung möglich. Alle gefangenen Fische vor, unter und hinter der Brücke bissen ausschließlich auf Speedpilken. Gegen 20.00 Uhr machten wir uns vom Fjordende auf der Rückweg. Der Wind legte sich immer mehr und hinter der Brücke dann plötzlich Windstille und Ententeich. Alle vier dachten wir das gleiche. jetzt könnte man wohl auf das Meer raus. Aber drei Dinge sprachen dagegen. Wir hatten keinen Reservekanister dabei und nur noch ca.5 Liter im Tank, die Fische mussten noch filetiert werden und im dunklen wollte ich nicht den Fedariver zum Bootshaus hoch fahren. Bis jetzt hatte die Schraube noch keinen Kratzer und das sollte nach Möglichkeit auch so bleiben. Also ab zum filetieren und was essen. Es gab
übrigens wieder lecker frischen Fisch. Auf der Terrasse vorm Haus saßen unsere Nachbarn mit Ihren Frauen und luden uns zu einem Schnäpschen ein. Nach dem Essen schnappten wir uns eine Flasche Kümmerling und folgten der nachbarlichen Einladung. Es wurde ein langer lustiger Abend. Die Nachbarn stellten sich als äußerst trinkfeste Norddeutsche aus Stade heraus. Echte Schmuggler waren Sie auch noch. Obstler in 0,33l Wasserflaschen.Nachdem zwei Wasserflaschen, der Kümmerling und unser Restbestand an Bierdosen vernichtet war, schafften wir es so gerade eben noch Unfallfrei ins Bett. Ach ja, für die Angeltipps haben Sie sich auch noch bedankt. Würde super funktionieren mit dem Speedpilken und es wurden auch mal Fische über 50cm erbeutet.

 

Tag 6
Der Morgen begann mal nicht mit Kaffe und Zigarette, sondern mit Aspirin. Da wir alle vier einen Mega Brummschädel hatten, lag die Vermutung nahe das des Nachbarn sein Obstler wohl schlecht war. Obstler gehört ja auch nicht in Wasserflaschen.
Nach einem ausgiebigen Frühstück und dem nachlegen einer weiteren Aspirin ging es uns schon etwas besser. Da uns ein Teil an Lebensmitteln fehlte (Bier) und wir uns unbedingt mal die Hauptstadt der SNB anschauen wollten, beschlossen wir nach Flekkefjord zu fahren. Flekkefjord ist ein wunderschönes, schnuckliges Städtchen das zum verweilen einlädt. Nach unserer Bummeltour durch die Gassen, wir wissen jetzt sogar wo das Maritim ist, ging es in den Rema 1000.Vorräte aufgefüllt und die Rekertruhe geplündert. Übrigens 0,5l Tuborg 2,50E.Ist doch O.K. oder? Es war nun schon Nachmittag und da wir noch Lust zum fischen hatten fuhren wir wieder nach Feda. Ach ja, coole Wasserskianlage haben die da kurz vor Flekke. War auch in Betrieb und die Jungs haben paar klasse Sprünge gezeigt. Gefischt haben wir dann auch noch ein wenig. Köhler auf Speedpilken. Der größte immerhin knapp 70cm. Fußball haben wir Gott sei Dank nicht gesehen, da die Mehrheit entschied das weiter geangelt wird. Die spätere Zusammenfassung reichte völlig. 2:1 für Kroatien. Zum Abendbrot gab es dann lecker Reker und Kibbeling. Man waren die Reker lecker. Mit vier Mann haben wir knapp 2kg verdrückt. danach ging auch wieder ein Bierchen. Wir gingen dann mit gemischten Gefühlen ins Bett. Morgen war schon unser letzter Tag in Norge.

 

Tag 7
Irgendwie ist es ein komisches Frühstück, am letzten Tag. Etwas ruhiger als all die anderen Tage. Wir beschließen beim Frühstück bis Mittags noch mal raus zu fahren. Wir wollen die fängigen Stellen noch mal abklappern und Ihnen tschüß sagen.
Vielleicht gibt es ja noch einen Trophäenfisch. Am Bootshaus oder dem was es mal werden soll, war Glenn der Vermieter schon schwer am schaffen. Er hatte auch leider eine schlechte Nachricht für uns. Geräucherte Lachsseiten bekommt Er leider nicht. So ein Mist, aber ich hatte ja im Forum nachgefragt und unter anderem die Beschreibung nach Alo bekommen. Dort wollten wir auch nach dem fischen hinfahren. Wir klapperten alle unsere Stellen ab und fingen auch noch Köhler, Polack und Makrele. Da aber kein Trophäenfisch dabei war und wir nicht mehr filetieren wollten, durften alle wieder schwimmen. Zuletzt fischten wir am Fjordende. Es war ca.13.00 Uhr als ich sagte: Jungs wenn wir noch Lachs kaufen wollen sollte wir jetzt Schluss machen. Unglaublich und kein Anglerlatein, nun kam er der Trophäenfisch.Ca.10m vor unserem Boot sprang ein auf ca.80-90cm geschätzter Lachs in voller Länger aus dem Wasser. Wir staunten uns mit offenem Mund an. Flugs waren die Pilker ab und durch Löffel usw. ersetzt.1Std. durchpflügten wir mit allen vorhandenen Kunstködern das Wasser. Dann ahnten wir das der Lachs uns nur tschüß und kommt mal wieder sagen wollte. Wir stellten das fischen ein und fuhren zurück. Jetzt wurde es auch höchste Zeit nach Alo zu fahren. Auch dies gestaltete sich als kleines Abenteuer. Wir dachten es wäre kurz vor Mandal, aber es lag kurz vor Kristiansand. Dort angekommen fanden wir keinerlei Anzeichen für eine Räucherei. Wir hatten schon gewendet und wollten enttäuscht zurück fahren, da sah ich einen Mann aus einem Haus am Straßenrand kommen. Ich fragte Ihn: Sorry, were can we buy smoke Lachs? Und Er antwortete in allerbestem Deutsch, das kannst Du bei mir tun. Nun wir kauften jeder drei Seiten Lachs, Meerforelle hatte er leider nicht mehr. Den Rest kennt Ihr ja alle selbst. Boot und Angelausrüstung schruppen. Alles zusammenraffen und Auto packen. Die Sicherheitsration (falls wir nichts fangen) weggrillen und Restbier leeren. Die Rückfahrt verlief bis auf die Vollsperrung der A1 bei Osnabrück-Hafen auch problemlos. Jetzt noch ganz dickes Danke an meine Mitreisenden Thomas, Ernst und Frank (Bert) Es war super mit Euch. Jeder Zeit wieder!! Danke an Euch * für die vielen Tipps im Vorfeld. Noch ein letztes Fazit. Norwegen wird mich wieder sehen, egal ob Süd, West oder Nord.1Woche ist viel zu kurz. Feda ist ein schöner Ort doch Flekkefjord ist noch viel schöner. Wir hatten eine super schöne Wohnung mit super Ausblick und spitzen Boot. Aber das mit dem Garagentorantrieb geht ja gar nicht. Entweder muss der Vermieter paar Kronen mehr investieren und was leises ohne Vibration kaufen. Oder die Dinger, wenn die Wohnung darüber vermietet ist, per Hand öffnen.

 

 

 

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