Reisender, der du nach Feda willst

Bewertung:  / 2
SchwachSuper 

 

 

Feda

 

 

(- eine Hommage an meinen geliebten Urlaubsort - entstanden

mit der tatkräftigen Hilfe von Membern des Angelfreunde-Forums)

 

 

 

 

 

Eine  typische Kleinstadt in Südnorwegen

 

 

 

 

1.  Die Geschichte von Feda                              S. 2

 

 

         2.  Sagen und Legenden                                    S. 3

 

3.  Feda heute                                                    S. 4

 

 

4.  Besucherberichte aus der „Neuzeit“     S. 5  ff

 

 

5.  Fotosammlung                                          S. 9 ff

 

 

 

 

 

 

Ein Dankeschön allen Mitwirkenden aus dem Norwegen-Angelfreunde-Forum an dieser Dokumentation. Stellvertretend für die fleißigen Helfer seien hier Hoddel für den historischen Teil, sowie Dingo und Bezet für das umfangreiche Bildmaterial genannt

 

 

 


 

 

 

 

1.  Die Geschichte von Feda

 

 

 

Schon in der Steinzeit wurde diese Gegend besiedelt.

 

Die Blütezeit von Feda war um 1700. Zu dieser Zeit zogen hier viele besser gestellte Kapitäne mit ihren Familien hin. Denn der Hafen ist sehr geschützt und bot den damaligen Segelschonern viel Platz.
Dazu kam noch, dass hier in einigen Werkstätten Fassdauben hergestellt wurden, die nach Egersund und Haugesund verkauft wurden. Der Seeweg war derzeit nicht nur der schnellste, sondern auch der sicherste Weg. So gegen 1810 kam der Heringsfang in Sörland in "Mode". Da man zu der Zeit Fisch mit Salz haltbar gemacht hatte, boomte natürlich auch die Produktion der Fassherstellung. Diese Fassbindereien siedelten sich am Fluss entlang an, da man die Endprodukte dann gleich per Schiff verladen konnte. Zu dieser Zeit befanden sich rund 12 Fassbindereien in Feda. Jeder dieser Kleinbetriebe beschäftigte zwischen 3 und 6 Personen. Bevor die Herstellung industrialisiert wurde, konnte ein Mann ein Fass innerhalb einer Stunde fertigen. Ein Lehrling beherrschte erst dann das Handwerk, wenn er wenigstens 50 Fässer hergestellt hatte.

Erst nach dem 2. Weltkrieg ging die Zahl der Fassbindereien auf 5 Betriebe zurück. 1976 wurde der letzte Betrieb geschlossen.
Die Firma ASVO KVINESDAL AS erkannte aber in letzter Zeit, dass im Fassbinden heute noch Potential vorhanden ist und richtete eine der alten Betriebe wieder her, wo auch altes Fachpersonal ihr Wissen an die Jugend weiter gibt, damit das Handwerk nicht ausstirbt.

Was heute hergestellt wird, sind keine einfachen Fässer mehr, es sind Sitzmöbel, Tische und Truhen, die in abgewandelter Form den Fässern ähnlich sind. Beschäftigt werden hier viele behinderte Menschen.

Besichtigen kann man die Fassbinderei
Montags bis Freitags von
8.00 bis 15.00 Uhr. Tel. +47 91320856

 

In Feda werden heute einige Ferienhäuser vermietet.

Text mit freundlicher Genehmigung von der Seite: http://www.suednorwegen.org

Ein Dankeschön an dieser Stelle an unseren Fischmetz, der uns die folgende Bilderserie aus der Geschichte von Feda zur Verfügung gestellt hat. Die Kommentierungen liegen derzeit aber nur in norwegisch vor.

 

AltesFeda001
AltesFeda001
AltesFeda002
AltesFeda002
AltesFeda003
AltesFeda003
AltesFeda004
AltesFeda004
AltesFeda005
AltesFeda005
AltesFeda006
AltesFeda006
AltesFeda007
AltesFeda007
AltesFeda008
AltesFeda008
AltesFeda009
AltesFeda009
AltesFeda010
AltesFeda010
AltesFeda011
AltesFeda011
AltesFeda012
AltesFeda012
AltesFeda013
AltesFeda013
AltesFeda014
AltesFeda014
AltesFeda015
AltesFeda015
AltesFeda016
AltesFeda016
AltesFeda017
AltesFeda017
AltesFeda018
AltesFeda018
AltesFeda019
AltesFeda019
AltesFeda020
AltesFeda020
AltesFeda021
AltesFeda021
AltesFeda022
AltesFeda022
AltesFeda023
AltesFeda023
AltesFeda024
AltesFeda024
AltesFeda025
AltesFeda025
AltesFeda026
AltesFeda026
AltesFeda027
AltesFeda027
AltesFeda028
AltesFeda028
AltesFeda029
AltesFeda029
AltesFeda030
AltesFeda030
AltesFeda031
AltesFeda031
AltesFeda032
AltesFeda032
AltesFeda033
AltesFeda033
AltesFeda034
AltesFeda034
AltesFeda035
AltesFeda035
AltesFeda036
AltesFeda036
AltesFeda037
AltesFeda037
AltesFeda038
AltesFeda038
AltesFeda039
AltesFeda039
AltesFeda040
AltesFeda040
AltesFeda041
AltesFeda041
AltesFeda042
AltesFeda042
AltesFeda043
AltesFeda043
AltesFeda044
AltesFeda044

 

 


 

 

2. Sagen und Legenden

 

   

 

Der „Skomakertip“ – ein Gottesurteil

von Bezet

 

Ein Schuhmacher war wegen irgendeiner Sache angeklagt und sollte zum Beweis seiner Unschuld ein Paar Schuhe nähen – sitzend auf dem Rand einer Klippe.

 

Beim letzten Stich fiel ihm die Nadel aus der Hand – und als er danach greifen wollte, stürzte er in die Tiefe. Daher rührt der bis heute erhaltene Name „Skomakertip“.

 

   

 

 


 

    

 

              

3.  Feda heute 

 

  

Feda in Flammen 2009

 

Ein freundliches Hallo aus Feda,
Danke noch mal an alle für die vielen Tipps zur Tour an den Lysfjord.
Diese Tour haben wir nun hinter uns, und ich muss sagen, das muss man gesehen haben, kann man mit Worten auch gar nicht beschreiben. Vielleicht nur soviel, fantastisch !!! Auch die Kids fanden es super spannend.


Gestern Abend waren wir dann abends noch mal raus auf den Fjord und hatten da ein nicht so schönes Erlebnis. Von weitem war ein kleines, flackerndes Licht und Rauchentwicklung zu sehen. Wir sind natürlich sofort hin und unsere Befürchtung wurde Realität.

 

Ein Holzboot hatte Feuer gefangen. Als wir am besagten Boot ankamen, stand das Boot schon komplett in Flammen. Zuerst sah es so aus, als ob die Besatzung im Fjord schwimmen würde, was sich zum Glück aber nicht bewahrheitete. Eine kleine Nussschale war vor uns da, und hatte die Besatzung an Bord genommen. Dann kurze Nachfrage ob alles okay sei, was der Bootsführer dann bestätigte.

 

Später kamen dann noch einige Boote dazu. Was da genau passiert ist, oder den Brand ausgelöst hat können wir leider nicht sagen. Der Bootsführer meinte nur : " He had Trouble whith the Engine ". Später hat die Polizei das Boot (oder was davon übrig geblieben ist) dann in den Hafen von Feda geschleppt.

LG aus Feda
Andreas und Schwiegerpapa

  

 

  

 

 

 


 

 

 

 

4.  Besucherberichte

 

aus der "Neuzeit"

 

      

          - Urlaub für jeden Geschmack

 

 

 

4.1.  Wie es bei mir mit der Feda-Liebe begann

  

Verführt von Freunden, die Norwegen durch eine sehr schöne Reise mit den Hurtig-Ruten kennengelernt hatten, begaben wir uns im Mai 2004 zur ersten Reise das erste mal gen Norden – ungeahnt, mit welch emotionaler Wucht uns dieses Land treffen würde, ja sogar unser Leben verändern würde.

 

Abgelegt an einem tristen Berliner Alltag, nach mühevollem Beladen unseres treuen Gefährts – hatten wir nun alles???: Klamotten, Ausweise, Reiseproviant, Essen und Trinken für ´ne Woche (muß man ja alles mitnehmen, denn Norwegen soll ja so sauteuer sein), und vor allen Dingen das komplette Angelzeug – es zeigte sich später, dass man keine Ausrüstung für weiße Haie braucht, wenn man ´ne Makrele am Haken haben möchte.

 

Heute lache ich selbst über mich/ uns - und die Vorstellungen von Norwegen.

 

Dann die vielen inzwischen bestens bekannten Kilometer bis Hirtshals abgespult – durch ein herrliches Norddeutschland (mit dreimal Verfahren) - aber dank der sehr großzügig geplanten Reisezeit doch noch pünktlich in Norddänemark gelandet. Unzählige Meter flachen Landes hinter uns lassend, erinnerten wir uns auf der Fahrt an unsere bisherigen schönen Österreich-Urlaube?!

 

Das sollte jetzt was Besonderes werden - na ja !!!

In Hirtshals noch auf die Schnelle ein Bierchen gezischt und dann kam sie – die „Christian IV“, eine Fähre, wie ich sie von der Größenordnung noch nicht kannte (bin halt ´ne Landratte). Rauf mit dem Auto, Kabine aufgesucht und belegt, und dann das Schiff besichtigt.

 

Hat schon ´ne ganze Weile gedauert, so dass wir die Kabine eigentlich nur die halbe Zeit gebraucht hätten – was solls, ein paar Momente haben wir dann auch geschlafen (was heißt eigentlich „wir“) – meiner Frau hat die Schaukelei nicht so recht gefallen, zumindest nicht fürs Schlafen.

 

Der nächste Morgen war dann der Anfang vom Hammer: die Einfahrt nach Kristiansand mit Kulleraugen an Deck beobachtet – bin halt noch nie auf dem großen Wasser gewesen, na und.

Dann runter von der Fähre und auf der E39 los in Richtung Flekkefjord. He Leute, dass wir da ohne Unfall angekommen sind, grenzte schon an ein Wunder:

 

Eine Landschaft … - Entschuldige Österreich, aber da haben wir dich vergessen - … Berge auf der einen Seite, Seen oder Fjorde auf der anderen – und nach der nächsten Kurve genau andersherum – Natur pur, eine unbeschreibliche Schönheit dieses Landes. Schon da stand fest, dass dies nicht eine einmalige Sache wird.

 

Und dann kamen wir nach ewig langer Fahrt -  ich glaube, die Norweger verfluchen uns noch heute für unsere damalige Eigenschaft, Verkehrshindernis Nr.1 in Norwegen gewesen zu sein (man musste ja mal gucken)/ bei uns sagt man „Hutfahrer“ dazu) - in Skranefjell in der Nähe von Kvinesdal an.

 

Super Hütte, super Gastgeber, super Begrüßung – trotz gerade noch abzuschließender Bauarbeiten an der direkten Hüttenzufahrt und der erforderlichen kurzen, ca. dreistündigen Wartezeit bis zur Beseitigung der Gesteinsreste von der notwendigen Sprengung, kam uns alles sehr entspannt vor.

 

Diese Ruhe und Gelassenheit, die den eigentlichen Urlaubseffekt verursacht, haben wir auf unseren späteren Trips gen Norge immer wieder erlebt – und dies schätze ich.

 

Dann Besichtigung der Hütte, Einweisung ins Terrain, Aufsuchen des Bootes und entsprechende „Schulung“ – und es konnte losgehen mit dem Angeln und dem Urlaub.

 

Neben dem Angeln, was sehr viel Freude machte und einige Fischgrößen zutage zauberte, die ich von Old Germany nicht gewohnt war, nutzten wir die Zeit zu Wanderungen und Ausflügen. Traurig war dabei nur, dass wir den ersten Elch erst auf der Rückfahrt zu sehen bekamen.

 

Ausgerechnet dann!!! Er stand mitten auf der Straße und dachte erst einmal nicht im Geringsten daran, an diesem Zustand etwas zu ändern – wir aber wollten pünktlich an der Fähre sein!?  Aber wie die Norweger nun mal sind: höflich hatte er ein Einsehen und stakste (sehr) langsam von dannen – unsere Fähre haben wir übrigens erreicht. Heute würde ich sagen: „Schade, wäre ein Grund gewesen, gleich da zu bleiben.“

 

Nun ja, dann ging es wieder gen Berlin.

 

Die erste Woche in einem traumhaften Land hinter uns gelassen, unfähig, alle Eindrücke und Erlebnisse in Worte zu kleiden – „da bleibt Dir einfach die Spucke weg“.

 

Inzwischen waren wir neun mal schon „da oben“ (immer Südnorwegen, immer in der Ecke von Feda) - inzwischen unser zweites Zuhause.

 

Wir lieben Norwegen, das Land, die Leute und ein wenig auch das Angeln.

 

Euer

Dorschpapa

Harald aus Berlin

 

 

 


 

 

 

4.2.  Ein Urlaub für Angler in Feda  (von Ernie&Bert)

 

Tag 1
Nachdem ich eigentlich am Freitag  Abend um so um 20.00 Uhr ins Bettchen wollte und extra 2 Schlaftabletten in Form von zwei Bierchen zu mir genommen hatte, wurde es schließlich 21.30 Uhr. An Schlaf war irgendwie gar nicht zu denken und um 0.30 Uhr klingelte auch schon der Wecker. Au weia dachte ich noch, höchstens 1Std.
gepennt, das fängt ja gut an. Aber egal der Gedanke das es endlich los geht ins gelobte Land verdrängt ja doch alles andere. Um 2.00 Uhr ging es dann nach auflesen von den drei anderen Verrückten auf die A1 Richtung Norge. Die Fahrt verlief reibungslos und um 9.30 Uhr standen wir dann am Fähranleger in Hirtshals. Da auch im Auto auf der fahrt an Schlaf nicht zu denken war, (Gequatsche vom riesen Leng und ein kribbeln im Bauch welches ich nur von meiner ersten großen Liebe kannte, ließen dies nicht zu) wurden es lange Stunden bis die Super Speed um 11.30 Uhr endlich ablegte. Auf der Fähre war es dann so weit. Leichte Wahrnehmungsschwierigkeiten machten es klar, Schlaf muss her. Aber wie es so im Leben ist und da das Ablegen vom Aussendeck beobachtet werden musste hieß es : Wer zu spät kommt den bestraft das Leben. Außer im Selbstbedienungsrestaurant war kein Plätzchen mehr frei. Und im selbigen wurden wir freundlich aber energisch darauf hin gewiesen : No Sleeping here. Na gut dann eben mit Hilfe von Drogen. Ein Kaffee nach dem anderen und eine halbe Schachtel Zigaretten ließen auch die 3 Std.Überfahrt vergehen. Dann ging es auch schon weiter. Ab auf die grüne Spur. hatten ja schließlich höchstens ein paar Bierchen zu viel mit. Das sah auch der Zöllner schon von weitem und winkte uns freundlich durch. Die fahrt auf der E39 nach Feda verlief recht flott. Voller Müdigkeit wurden doch einige markante Punkte am Wegesrand wiedererkannt. Um 17.30 Uhr dann der erste Blick von der neuen Fedabrücke auf "unseren" Fjord. Ententeich und Sonnenschein ließen es geschehen. Von Müdigkeit war keine Rede mehr. Im Gegenteil einstimmig hieß es : Wir müssen heute noch raus. Dorschpapas Zweitwohnung war schnell gefunden und nach der Begrüßung durch Sissel wurde in Windeseile ausgepackt und Quartier bezogen. Der erste Blick vom Balkon der Ferienwohnung verzögerte die Bootseinweisung noch mal. Ein Anblick der das Herz laut hörbar Schlagen ließ. Selbst von hier oben(Luftlinie ca.200m)waren im glasklaren Wasser die Steine zu erkennen und die Forellen sprangen im Fedariver. Der Blick über Feda auf den Fjord einfach nur ein Traum. "Dorschpapa wir verstehen jetzt deine Liebe zu diesem Haus." Um 19.00 Uhr dann die Bootseinweisung durch Glenn die mich als Skipper doch arg erschreckte. Eine über mehrere hundert Meter nur 1,5m breite und teilweise nur 60cm tiefe Fahrrinne. Wow. Nun ging es aber raus auf den Fjord. Ab zum Foren-Tip Nr.1  Vor der Felsnase ging dann auch gleich die Post ab. Vier Pilker sausten in die Tiefe. Zwei mal 80g mit Heringspaternoster und zwei mal 25g blank. In allen vier Ruten rumpste es. Zwei mal Full House mit Makrele und zwei Polack von ca.50cm.Fisch versorgt und weiter gings.

 

Alle Ruten auf 25g blank umgestellt und der Spaß kannte keine Grenzen. Lippfische, Köhler, Polack, Makrelen und als Krönung noch ne 45er Mefo. Dann noch ein Versuch unter der Brücke, welcher uns noch Köhler bescherte. Der Blick auf die Uhr und das Magenknurren ließ uns dann aber abbrechen und rein fahren. Zwei Mann versorgten die Fische und zwei Mann grillten noch schnell. Mit ein paar Bierchen wurde der neue Tag begrüßt. Unglaublich nun war es schon 2.00 Uhr. Egal morgen erst mal ausschlafen. Todmüde aber überglücklich vielen wir schließlich ins Bett.

 

Tag 2
Der Tag begann mit einem vibrieren der gesamten Wohnung und einem ratterndem Geräusch. Ein Blick auf die Uhr 7.10 Zimmertür auf und in vier müde Gesichter geblickt. Auf die Frage ob Sie einen Knall hätten und was das wohl gewesen wäre folgte nur ein müdes Schulterzucken. Na ja egal. Sind ja alle
ü 30 und im alter braucht man ja nicht mehr so viel Schlaf. Außerdem wollen wir ja Fischen und nicht ausschlafen. Beim Frühstück dann das gleiche vibrieren und das selbe Geräusch. Dann ein abfahrendes Auto und die Erleuchtung. "Der berüchtigte Garagentorantrieb" Nach dem Frühstück Duschen und auftragen einer dicken Schicht Sonnenmilch ging es auch schon raus auf den Fjord. Das heißt erst mal durch den Fedariver, welches ca.15min und höchste Konzentration in Anspruch nimmt. Als erstes wieder zur Felsnase,(Wenn man aus dem Fluss kommt genau gegen über auf 2 Uhr) was 4 gute Polack brachte. Langsam bis zur Brücke driften lassen und hierbei mit 25g Zockern 35 Makrelen von über 40cm Länge gefangen. Die größte maß unglaubliche 47cm und das Anfang Juni. Unter der Brücke dann mit Heringspaternoster und 150g Pilker gefischt. Vereinzelt kleinere Köhler. Also Vorfächer ab und Speedpilken. Unglaublich mit welcher wucht schon Köhler um die 50cm da einsteigen. Einfach nur geil. Fünf Köhlerüber 50cm durften mit ins Boot. Die anderen durften weiter wachsen. Nun wollten wir mal das Ende vom Fjord abfischen und erwischten dort auf einem nur 12m tiefen Berg wunderschöne Tangdorsche. Da wir noch ein bischen Fußball schauen wollten, beschlossen wir zurück zu fahren. Die Rückfahrt wurde natürlich genutzt. Wir schleppten langsam an den Fjordufern zurück. Dieses brachte auch sofort heftige Bisse. Aber bis auf einen Hornhecht waren es immer Makrelen und keine Mefos oder gar Lachse. Wieder angelegt wurden schnell die Fische versorgt. Vier Makrelen landeten im Tischräucherofen und ein Teil der Köhler wurde zu Kibbeling nach H.Wittlings Rezept verarbeitet. Fußball mit Kibbeling als Fingerfood und Bierchen statt Chips. Man war das lecker. Nach dem Fußball noch ein paar Obstler auf den Sieg und Lagebesprechung für den nächsten Tag. Große Fische möglichst über 2m sollten her. Also alles klar, morgen geht es raus aus dem Fjord. Eidsfjord, Listaplateau oder eine von den anderen Stellen um Hidra sollten das Ziel sein. Noch ein gute Nacht Bierchen und ab ins Bett. Im Bett dann noch die Idee das ich ja Ohrenstöpsel mit hatte. Wegen der Schnarcher und so. Also rein damit und hoffen das man wenn man das Geräusch des Garagentorantriebes nicht hört durch das Vibrieren nicht wach wird.

 

Tag 3
Heute hatte Glenn der Vermieter wohl frei. Das Garagentor ratterte nicht und wir konnten bis 9.00 Uhr schlafen. Yippie. der erste Kaffe mit Zigarette auf dem Balkon machte eins deutlich. Es war bestimmt 10 Grad kälter geworden und der Wind frischte auf. Auf dem Fjord wehte uns schon ein recht ordentliches Lüftchen entgegen.
Etwa Mitte Fjord dann Schaumkronen auf den Wellen. Erst mal ab in eine windgeschützte Bucht und Kriegsrat gehalten. Einstimmig waren wir der Meinung das die Wellen, so wie der Wind stand, vorne am Fjordausgang bestimmt noch höher sein werden. Also die Kanten entlang zurück driften lassen. Unglaublich aber wahr, dies brachte bis auf Makrele keine nennenswerten Fänge. Nun ja irgendwann kamen wir wieder an unsere Felsnase. Trotz der nun sehr starken Drift wieder mit 25g Zockern gefischt. Also Zocker runter und nach Grundberührung zügig hochgekurbelt. Etwa zehn Umdrehungen und es riss mir fast die Rute aus der Hand. Jetzt bewährte sich mal wieder die sehr fein justierbare Bremse meiner Shimano. Nach einiger Gegenwehr konnte dann ein Polack von 74cm gelandet werden. Wir ließen uns weiter die Kante entlang Richtung Brücke treiben. Dies brachte immer wieder sehr große Makrelen und einen schönen Anschauungsunterricht da auch Fische gefangen wurden die noch nicht alle oder keiner im Boot live gesehen hatte. So gab es Schelfisch, Knurrhan und ein wunderschön gezeichnetes Petermännchen. Die mittlerweile sehr starke Drift trieb uns nun sehr schnell. einige Versuche unter der Brücke brachten wieder Köhler. Gute Küchenfische aber keinen von 2m. Dann bestückte Frank sein Heringspaternoster mit Makrelenfetzen und siehe da, auch Leng steht unter der Brücke. Nennenswert wäre auch noch der Vater aller Heringe den er dort fing. Solch einen Hering habe ich noch nicht gesehen. Den Rest des Tages verbrachten wir am Fjordende. hier war es schön Windgeschützt und obendrein gab es noch Scholle. Die Fischkiste wahr nun fast voll und so beschlossen wir den Heimweg anzutreten. Zwei Mann filetierten wieder und zwei Mann bereiteten das Abendbrot zu. Vor unserer Haustür auf der Terrasse hockten unsere Nachbarn und staunten über unsere Filets. Wie macht Ihr das? Wir fangen nur Makrele. Also die Jungs schnell aufgeklärt und Ungläubigkeit geerntet. Speedpilken? 25g Zocker? Ja aber wir angeln schon immer so, mit dicken Pilkern und haben immer Fische gefangen. Na Ihr könnt ja auch so weiter Fischen, zwingt Euch ja keiner. Dann gab´s erstmal lecker Makrele frisch gebraten und paar Bierchen. So das war Tag 3. Tag 4 sollte für uns ein besonderer werden, das schon mal vorweg.

 

Tag 4
Der Morgen begann mit einem Kaffee auf dem Balkon und der Erkenntnis das es heute wohl keine Ausfahrt geben wird.6 Grad, Regen und Sturmböen. Die Norweger waren glücklich, hatte es doch seid 9 Wochen im Süden nicht geregnet. Zu enttäuscht waren wir aber nicht. Wollten wir der
Kvina und den Lachsen sowie so mal auf den Zahn fühlen. Also erst mal gefrühstückt und ab nach Kvinesdal zum X-Sport. Dort trafen wir auf einen super netten Angestellten der auch noch hervorragend Deutsch sprach. Den haben wir dann auch richtig ausgequetscht. Doch Lachsmäßig nahm er uns erst mal den Wind aus den Segeln.9 Wochen kein Regen, da steigt bei den ersten Schauern noch nichts auf.  Vielleicht in ein oder zwei Tagen, aber Ihr könnt es ja versuchen meinte Er. Ok, dann eben auf Bachforelle. Der nette Angestellte war auch hier bestens informiert. Um große Forellen zu fangen müssten wir schon ein Stück oberhalb fischen. Er zeigte uns alles genau auf einer Karte. Ruten, Watstiefel usw. waren schon im Wagen und es konnte sofort losgehen. Es folgte eine ca.60 km lange, stetig hinaufführende Fahrt auf der 465.Es ging durch solch unglaublich schönes Gebiet wie ich es in Südnorwegen weder kannte noch vermutete. Ich/Wir werden noch lange von diesen Eindrücken zehren. Alleine die Kvinaänderte ständig ihr Aussehen. Wasserfälle, reißende Stromschnellen, Rieselstrecken und dazwischen immer wieder große natürlich angestaute Becken. An manchen Stellen fehlte nur noch der Braunbär mit einem Lachs in den Klauen. In Storekvina im Coop dann die Tageskarte gekauft und nicht schlecht gestaunt. 30 Kronen für einen ca.50km langen Abschnitt. Wow, das nennt man Preisgünstig. Weiter ging die Fahrt bergauf. Unser Ziel war Netland. Doch so weit hielten wir es nicht aus. An einer herrlichen Stelle mussten wir einfach anhalten und die Ruten rausholen. Leider machte der hier oben noch viel heftigere Wind ein Fischen mit der Fliegenrute unmöglich. Kleiner Abstieg zur Kvina und schon ging es in einer kaum zu beschreibenden Landschaft los. Thomas fing sofort eine wunderschön gezeichnete Bachforelle von 40cm. Wir trennten uns dann, zwei gingen flussauf und zwei flussab. An einem großen gestauten Becken im sumpfigem Uferbereich sahen wir Elchspuren und von (wir vermuten) Bibern gefällte Birken. Einfach nur herrlich. Nach ca. drei Stunden trafen wir uns am Auto wieder. Frank und ich hatten bis auf ein paar Nachläufer nichts. Um so größer war die Überraschung das unser Anfänger Ernst einen wunderschönen Saiblingüberlisten konnte. Nun fuhren wir rauf bis nach Netland. Es wurde ein sehr ertragreiches Fischen. Unzählige Forellen konnten wir keschern. Die größten gar über 40cm.Die Fische waren so herrlich gezeichnet und viele von Ihnen so strahlend gelbbäuchig wie wir es nur von dänischen Wiesenbächen kennen. Und so durften auch die meisten von Ihnen ihre Freiheit weiterhin genießen. Um ca. 20.00 Uhr traten wir dann die Rückfahrt an. Ach ja von den entnommenen Forellen gab es natürlich 3+1 Saibling in Butter gebraten zum Abendbrot. Die restlichen vier landeten im Räucherofen.

 

Tag 5
Der Morgen begann mit dem obligatorischem Kaffee und Zigarette auf dem Balkon. 6Grad,keine Sturmböen mehr aber noch genug Wind. Bewölkt mit großen sonnigen Abschnitten. Also ganz piano. Erst mal Frühstück mit geräucherter Forelle und schön Duschen. Auf dem Fjord waren wir dann auch etwas später als sonst. An eine Fahrt auf das offene Meer war leider wieder nicht zu denken. An der Felsnase zeigte das Echolot zwar wieder Fisch ohne Ende auf 50-100m,aber es herrschte eine enorme Drift. Das fischen mit den geliebten 25g Zockern war nur in Form von blinkern möglich. Das heißt auswerfen, absacken lassen und Bügel rum, mehr brauchte man nicht zu tun. Den Rest erledigte die Drift. Da hierbei nicht wirklich auf Tiefe gefischt wurde gab es auch nur einen Beutefisch in Form von Makrelen. In den etwas windgeschützten Buchten wurde auch mit Naturköder gefischt. Vereinzelte Schellfische waren die Beute. Unter der Fedabrücke war die Drift so stark, dass wir den Motor mit Rückwärtsgang auf Standgas laufen ließen. Nur so war mit 150g Grundberührung möglich. Alle gefangenen Fische vor, unter und hinter der Brücke bissen ausschließlich auf Speedpilken. Gegen 20.00 Uhr machten wir uns vom Fjordende auf der Rückweg. Der Wind legte sich immer mehr und hinter der Brücke dann plötzlich Windstille und Ententeich. Alle vier dachten wir das gleiche. jetzt könnte man wohl auf das Meer raus. Aber drei Dinge sprachen dagegen. Wir hatten keinen Reservekanister dabei und nur noch ca.5 Liter im Tank, die Fische mussten noch filetiert werden und im dunklen wollte ich nicht den Fedariver zum Bootshaus hoch fahren. Bis jetzt hatte die Schraube noch keinen Kratzer und das sollte nach Möglichkeit auch so bleiben. Also ab zum filetieren und was essen. Es gab
übrigens wieder lecker frischen Fisch. Auf der Terrasse vorm Haus saßen unsere Nachbarn mit Ihren Frauen und luden uns zu einem Schnäpschen ein. Nach dem Essen schnappten wir uns eine Flasche Kümmerling und folgten der nachbarlichen Einladung. Es wurde ein langer lustiger Abend. Die Nachbarn stellten sich als äußerst trinkfeste Norddeutsche aus Stade heraus. Echte Schmuggler waren Sie auch noch. Obstler in 0,33l Wasserflaschen.Nachdem zwei Wasserflaschen, der Kümmerling und unser Restbestand an Bierdosen vernichtet war, schafften wir es so gerade eben noch Unfallfrei ins Bett. Ach ja, für die Angeltipps haben Sie sich auch noch bedankt. Würde super funktionieren mit dem Speedpilken und es wurden auch mal Fische über 50cm erbeutet.

 

Tag 6
Der Morgen begann mal nicht mit Kaffe und Zigarette, sondern mit Aspirin. Da wir alle vier einen Mega Brummschädel hatten, lag die Vermutung nahe das des Nachbarn sein Obstler wohl schlecht war. Obstler gehört ja auch nicht in Wasserflaschen.
Nach einem ausgiebigen Frühstück und dem nachlegen einer weiteren Aspirin ging es uns schon etwas besser. Da uns ein Teil an Lebensmitteln fehlte (Bier) und wir uns unbedingt mal die Hauptstadt der SNB anschauen wollten, beschlossen wir nach Flekkefjord zu fahren. Flekkefjord ist ein wunderschönes, schnuckliges Städtchen das zum verweilen einlädt. Nach unserer Bummeltour durch die Gassen, wir wissen jetzt sogar wo das Maritim ist, ging es in den Rema 1000.Vorräte aufgefüllt und die Rekertruhe geplündert. Übrigens 0,5l Tuborg 2,50E.Ist doch O.K. oder? Es war nun schon Nachmittag und da wir noch Lust zum fischen hatten fuhren wir wieder nach Feda. Ach ja, coole Wasserskianlage haben die da kurz vor Flekke. War auch in Betrieb und die Jungs haben paar klasse Sprünge gezeigt. Gefischt haben wir dann auch noch ein wenig. Köhler auf Speedpilken. Der größte immerhin knapp 70cm. Fußball haben wir Gott sei Dank nicht gesehen, da die Mehrheit entschied das weiter geangelt wird. Die spätere Zusammenfassung reichte völlig. 2:1 für Kroatien. Zum Abendbrot gab es dann lecker Reker und Kibbeling. Man waren die Reker lecker. Mit vier Mann haben wir knapp 2kg verdrückt. danach ging auch wieder ein Bierchen. Wir gingen dann mit gemischten Gefühlen ins Bett. Morgen war schon unser letzter Tag in Norge.

 

Tag 7
Irgendwie ist es ein komisches Frühstück, am letzten Tag. Etwas ruhiger als all die anderen Tage. Wir beschließen beim Frühstück bis Mittags noch mal raus zu fahren. Wir wollen die fängigen Stellen noch mal abklappern und Ihnen tschüß sagen.
Vielleicht gibt es ja noch einen Trophäenfisch. Am Bootshaus oder dem was es mal werden soll, war Glenn der Vermieter schon schwer am schaffen. Er hatte auch leider eine schlechte Nachricht für uns. Geräucherte Lachsseiten bekommt Er leider nicht. So ein Mist, aber ich hatte ja im Forum nachgefragt und unter anderem die Beschreibung nach Alo bekommen. Dort wollten wir auch nach dem fischen hinfahren. Wir klapperten alle unsere Stellen ab und fingen auch noch Köhler, Polack und Makrele. Da aber kein Trophäenfisch dabei war und wir nicht mehr filetieren wollten, durften alle wieder schwimmen. Zuletzt fischten wir am Fjordende. Es war ca.13.00 Uhr als ich sagte: Jungs wenn wir noch Lachs kaufen wollen sollte wir jetzt Schluss machen. Unglaublich und kein Anglerlatein, nun kam er der Trophäenfisch.Ca.10m vor unserem Boot sprang ein auf ca.80-90cm geschätzter Lachs in voller Länger aus dem Wasser. Wir staunten uns mit offenem Mund an. Flugs waren die Pilker ab und durch Löffel usw. ersetzt.1Std. durchpflügten wir mit allen vorhandenen Kunstködern das Wasser. Dann ahnten wir das der Lachs uns nur tschüß und kommt mal wieder sagen wollte. Wir stellten das fischen ein und fuhren zurück. Jetzt wurde es auch höchste Zeit nach Alo zu fahren. Auch dies gestaltete sich als kleines Abenteuer. Wir dachten es wäre kurz vor Mandal, aber es lag kurz vor Kristiansand. Dort angekommen fanden wir keinerlei Anzeichen für eine Räucherei. Wir hatten schon gewendet und wollten enttäuscht zurück fahren, da sah ich einen Mann aus einem Haus am Straßenrand kommen. Ich fragte Ihn: Sorry, were can we buy smoke Lachs? Und Er antwortete in allerbestem Deutsch, das kannst Du bei mir tun. Nun wir kauften jeder drei Seiten Lachs, Meerforelle hatte er leider nicht mehr. Den Rest kennt Ihr ja alle selbst. Boot und Angelausrüstung schruppen. Alles zusammenraffen und Auto packen. Die Sicherheitsration (falls wir nichts fangen) weggrillen und Restbier leeren. Die Rückfahrt verlief bis auf die Vollsperrung der A1 bei Osnabrück-Hafen auch problemlos. Jetzt noch ganz dickes Danke an meine Mitreisenden Thomas, Ernst und Frank (Bert) Es war super mit Euch. Jeder Zeit wieder!! Danke an Euch * für die vielen Tipps im Vorfeld. Noch ein letztes Fazit. Norwegen wird mich wieder sehen, egal ob Süd, West oder Nord.1Woche ist viel zu kurz. Feda ist ein schöner Ort doch Flekkefjord ist noch viel schöner. Wir hatten eine super schöne Wohnung mit super Ausblick und spitzen Boot. Aber das mit dem Garagentorantrieb geht ja gar nicht. Entweder muss der Vermieter paar Kronen mehr investieren und was leises ohne Vibration kaufen. Oder die Dinger, wenn die Wohnung darüber vermietet ist, per Hand öffnen.

 

 


 

 

  

4.3.  Ein Urlaub mit Wanderungen in Feda 

         (von Bezet)

 

Ein erstes Lebenszeichen aus Feda.
Abfahrt zu Hause gestern. wir wollten in Hirtshals das Nordseemuseum besichtigen, übernachten und heute mit CL nach Kristiansand.
Früher Start zu Hause, bei Braunschweig auf der Autobahn ging erst das Radio aus - na ja, es geht auch ohne - dann das Navi - ich finde den Weg eigentlich auch so, keine Kontrollleuchte an - aber komisch doch - nächster Parkplatz, das war es dann, Batterie leer, Lichtmaschine ausgefallen ,(wieso geht da eigentlich keine Kontrollleuchte an?) ADAC, Werkstatt, neue Lima, dann reibungslos bis Hirtshals, Ankunft dort allerdings erst 20:00, Museum zu, müde ....
Heute Mittag mit der Superspeed 1 nach Kristiansand, reibungslos bis Feda.
Allerdings hier Regen und Wind, es soll aber besser werden.

 

 

 

19.08.2009

Vormittage war ich in Kvinesdal – Maut nachlöhnen, weil der Automat defekt war – ein merkwürdiger Zeitgenosse hatte mit falschen Münzen den Schlitz blockiert.

Man drückt dann auf „Utsatt“ und bekommt einen Zettel statt Quittung: Damit kann man dann an der Statoil -Tankstelle in Kvinesdal nachlöhnen.

In der Poststelle bei UCA in Kvinesdal habe ich dann noch die Fiskeriavgift bezahlt – Forellen stehen noch auf dem Programm. Im Radhuset Kvinesdal habe ich mir noch eine

Karte der Fischgewässer Kvinesdal u. Flekkefjord geholt, da sind auch Gewässer aufgeführt, dabei, für die keine extra Angelkarte (Fiskekort) gekauft werden muss.

Mittags dann Ausfahrt in den Fjord, über Feda ein Seeadler – den habe ich hier noch nicht gesehen. Aufmerksam wurden wir durch die Möven, die mit lautem Schreien auf den ungebetenen Gast hassten.

Es war Ententeichwetter, bewölkt, etwas Sonne zwischendurch. Im Fjord Makrele und Kleinköhler als Köderfische gefangen – jetzt aber raus. Noch ein paar Bilder vom Fjord Austernfischer mit Nachwuchs und Bonsai-Wacholder an einer Steilwand mit Erikagarnierung geschossen.

Ach so, der Reiher an der Steilwand rechts bei der Ausfahrt aus Feda darf nicht fehlen:

Auf in den Stolsfjord zum Naturköderangeln auf Lumb, Leng und Schellfisch!!!

Wie auf dem Bild schon zu sehen ist, war an der Einmündung zum Stolsfjord Schluß mit Ententeich, ein Stückchen weiter Schaumkämme auf den Wellen und teuflische Drift. An

vernünftiges Angeln war nicht zu denken. Also sind wir zurück in den Fedafjord, haben dort mit 45 g Pilker Pollaks geärgert (4 à 45-55 cm, 1 Köhler 55 cm) und statt Platten 10 Kuckuckslippfische und 3 Franzosendorsche gefangen.

Summa summarum im Fjord schönes Wetter, draußen problematisch, insgesamt doch viel erlebt und zufrieden.

 

 

 

20.08.09

Heute war ein Tag der Extreme – wettermäßig. Mittags in Kvinesdal 26 Grad.

Aber im Detail. Gestern hat ich die Fischereiabgabe erledigt und heute wollte ich es mal an einem freien Gewässer probieren. Der Rödlandsvatnet an der alten E39 war das am bequemsten zu erreichende Ziel – also hin. Mepps Aglia Nr. 2 mit roten Punkten, halbe Stunde, 3 Bachforellen, keine kapitalen aber immerhin. Ich wusste eigentlich überhaupt nicht mehr, wie sie aussehen.

Da ich keine Gummistiefel mithatte, wurde das Unterfangen abgebrochen, da das Ufer zu weich war. Unterwegs noch von Utsikten aus das vielgeknipste Pflichtmotiv und ein Zoom in den

Fedafjord.

Der nächste Tagesordnungspunkt: Pilze und Waldbeeren.

An der Fedaelva stromauf ist unterhalb des Kongevollvatnet bei Krossli ein sehr bequemer Wanderweg. Rechts und links Pilze Waldbeeren etc. Es lohnt sich. Nachdem unsere Finger und Zähne blau waren, ging es weiter. Dann kamen die Pilze und ein Wolkenbruch erster Klasse mit Blitz und Donner.

Wir sind aber halbwegs unbeschadet in unser Quartier zurückgekommen und zum Abendbrot gab es Pilze.

Heute Abend sind es draußen immer noch 20 Grad, allerdings rauschen hier im halbstündlichen Abstand wahre Sintfluten vom Himmel.

Was soll´s, es war ein schöner Tag und wir haben Urlaub. Mal sehen, was morgen kommt.

 

 

 

21.08.09

Heute war ich früh raus, Köderfische fangen. Es war Ententeichwetter, eine herrliche Morgenstimmung bei der Ausfahrt aus Feda. Es hat dann auch geklappt, ein paar kleine Köhler und ein Küchenpollack.

Nach dem Frühstück dann Ausfahrt nach Hidra. Obwohl kaum Wind war, waren da draußen an der Südseite Wellen bis 2 m und strahlende Sonne. Zum Angeln war das recht ungemütlich, vor allem, weil das Inventar im Boot anfing , durcheinander  zu fallen.

Beim Herausnehmen der Montage stieg noch ein Leng von 73 cm und 1800 g ein – aber trotzdem, wir wollten es nicht darauf ankommen lassen und zogen uns in den Sandfjord zurück. Ich weiß nicht, hier muss es in 100 m Tiefe Piranhas oder so etwas geben- wiederholt die Montage vom Köder befreit, ohne dass ein Biss zu bemerken war. Ein 55-er Leng schaffte

es aber dennoch ins Boot.

Beim letzten Herausnehmen der Angel stieg dann unterwegs noch eine Makrele ein, so dass die Köderfrage für morgen auch geklärt sein dürfte. Nur wissen wir noch nicht, ob morgen geangelt oder die geplante Tour zum Dyreknuten realisiert wird. Aber keinen Stress, wir haben ja Urlaub.

 

 

 

22.08.09

Heute früh Hochnebel und Windstille. Das war ein ganz beeindruckender Anblick – plötzlich keine Berge mehr.

Jedenfalls war ich nach dem Frühstück zur Tankstelle, Diesel holen . Danach wollten meine Frau und ich den Dyreknuten besteigen. Leider machte uns das Wetter mit erneuten

Starkregenepisoden einen Strich durch die Rechnung.

Da unser Boot einen regendichten Aufbau hat, sind wir dann noch etwas auf dem inneren Fedafjord herumgeschippert. Auf dem Echolot kaum Fisch, Aprilwetter mit Regen - Sonnenschein, Windstille und plötzlichen Böen.

Dabei aber ein schöner Regenbogen.

Am Fjordende mehrere Uferangler: Nun ja, angelmäßig war es nicht so doll, auf die leichte Naturköderangel 1 ganz guter Wittling und wieder einmal 2 Kuckuckslippfische, Pilker mit Beifänger ein 45-er Köhler. Minipilker, Schleppangelei etc. erfolglos. Unter der großen Brücke war eine Drift von 1,8 kn – da macht Angeln keine reine Freude mehr, wenn man ständig umsetzen muss. Mal sehen , was morgen so ist.

 

 

 

24.08.09

Es ist wechselnd sonnig und wolkig, kein Regen heute gelegentlich Windböen. Wandern ist angesagt, der Dyreknuten ruft. Von der alten E39 führt ein Traktorweg das erste Stück

Bergauf. Rechts und links vom Weg gibt es viel zu sehen, wir lassen uns Zeit.

Dann ein Schild:

Wir verlassen den Traktorweg und begeben uns auf den eigentlichen Aufstiegspfad. Durch die hohe Vegetation ist nur ab und zu ein Ausblick möglich –mit einem Blick über die Fedabucht auf den Orresteinen.

Trotz der ergiebigen Niederschläge der letzten Tage ist der Pfad recht gut passabel. Am Wegesrand sind immer irgendwelche Hingucker: Eine Trollhöhle, die letzten Sommerblumen, Pilze an einem Baumstumpf, ein von Flechten überzogener alter Wacholder wirkt beinahe etwas gespenstisch – gut, dass

die Sonne scheint.

Weiter geht es aufwärts - nur nicht den Pfad verlieren.

Noch einmal ein Blick durch die Bäume auf die Fedabucht .

Es ist zu sehen, dass wir an Höhe gewonnen haben.

Hier kommt noch ein Wanderweg von rechts dazu. Bis dahin war der Weg eigentlich ohne größere Schwierigkeiten, der Aufstieg gegenüber zum Orresteinen ist anstrengender, dafür kürzer.

Ein erster Blick auf den „Gipfel“. Der Kasten mit dem Gipfelbuch, wo sich jeder Besucher einträgt und ein kurzer Schreck – das letzte Stück am Strick nach oben ?

Aber da ist zum Glück eine Leiter. 291 m über dem Fjord mit einem herrlichen Ausblick.

Auf der Bergspitze haben wir dann noch ein Picknick gemacht und die Aussicht genossen, als plötzlich hinter uns ein Norweger, so Ende 60, nur mit Turnhose und Turnschuhen

bekleidet, auftauchte, der diese Tour zum fit halten öfter macht. Sicher ist das eine bessere Methode, als sich zu Hause in der guten Stube auf irgend so einem Fitnessgerät abzutoben.

Für die Tour haben wir in gemächlichem Tempo – mit Picknick etc. – etwa dreieinhalb Stunden gebraucht.

Am Nachmittag habe ich mir dann noch eine Bachforelle geangelt.

 

 

 

25.08.09

Am Vormittag waren wir in Flekkefjord, Einkaufsbummel. Dabei zwischendurch Regengüsse erster Klasse wie gehabt. Danach sind wir noch zum Fähranleger der Hidrafähre gefahren und

haben einen Abstecher nach Fjellsa gemacht , um uns das Treiben an der BBB mal anzusehen. Es waren nur 3 Boote da.

Am späten Nachmittag sind wir, es hatte inzwischen aufgeklart, noch einmal raus zur leichten Natürköderangelei mit Makrelenfetzen und Reker. Schon bei der Ausfahrt wurden wir beargwöhnt.

Gleich rechts in der Fedabucht schlugen die ersten Fische zu (grauer Knurrhahn). Und so ging es weiter.

Schmuck sehen sie ja aus, aber etwas nervig können sie auch sein, die Kuckuckslippfische. Nun, ein paar Wittlinge in brauchbarer Größe waren auch dabei und noch die Makrelen zum Schluß auf Paternoster.

 

 

 

26.08.09

Heute sind wir viel herumgefahren, wir waren bis ans Ende des Stolsfjordes, durch den Strandsfjord rund um Andalbeloy und haben alles mögliche ausprobiert, es lief nicht so recht.

Ergebnis: 2 Pollacks, ein Leng, 1 Kuckuckslippfisch.

Trotz optimaler Strömungs- und Driftbedingungen absolute Flaute, sowohl im flachen wie im tiefen Bereich. Nachmittags frischte dann der Wind wieder auf – also Rückkehr.

Aber die Landschaft war schön – ist doch auch etwas . Nur gut, daß wir uns nicht unter Erfolgsdruck setzten.

 

 

 

27.08.09

Tiefhängende Wolken, Regen ... Wenigstens war kein Wind. Also bin ich noch einmal raus in den Fjord. Nur gut, dass das Boot eine Persenning hat, unter der genügend Platz ist.

Unter der Brücke war nichts, Also habe ich an der Ostseite des Fjordes an der Steilwand etwas geschleppt. 2 Fehlbisse, 1 verloren dann der erste Pollack, von außen gehakt, wenig

später wieder ein Pollack – von außen gehakt – Da war sicher der Drilling zu groß – also habe ich einen kleineren montiert und dann ging es. Eine klein Makrele und noch 3Pollacks

bestätigten den Verdacht. Die Makrele wurde zu Fetzenköder und an der leichten Grundangel in 30 m präsentiert.

Prompt biß noch ein 53-er Pollack und ein Wittling, dann kamen die Lippfische – Platzwechsel. Dann habe ich es mit Posenangeln versucht, an der Methode muß ich noch arbeiten, das lief technisch nicht so recht. Ich habe mir dann noch zwei Pollaks geschleppt, dann war Schluss. Bei Dauerregen und

schlechter Sicht war das Umfeld doch nicht so erhebend.

Auf der Rückfahrt noch ein auslaufender Frachter, im Hintergrund ein stehender Angler in einem kleinen Boot. Etwas leichtsinnig, finde ich. Wenn man die Bugwelle sieht , dürfte die

Heckwelle das Boot ganz schön ins Schaukeln bringen.

Und noch ein Blick zum Orresteinen der gestern noch ganz anders aussah.

.

28.08.09

Letzter Tag, morgen ist Abreise. Unser Gastgeber, Vidar, hat die ganze Woche geschuftet wie ein Berserker, er hat sich die obere Etage seines Bootshauses zur Wohnung umgebaut und

will nun einziehen. Er hat mit die Wohnung gezeigt, traumhaft schön ist sie geworden.

Wie das so am letzen Tag ist – Wohnung aufräumen, Boot zur Übergabe klarmachen usw. Wir sind dann noch einmal kurz nach Flekkefjord gefahren und haben eine Kleinigkeit als

Einzugsgeschenk für Vidar besorgt, zu dem wir bei unseren nun fünften Urlaub bei Ihm ein herzliches Verhältnis aufgebaut haben.

Abends saßen wie dann noch ein Stündchen mit Vidar und seinen Brüdern zusammen und haben über Gott und die Welt geklönt. Das war ein gemütlicher Ausklang. Sven Borks war

auch da und sorgte für Grillwürstchen. So kamen wir dann auch noch mit dem Reiseveranstalter ins Gespräch.

Zur Rückreise am 29.8. verabschiedete uns noch ein Regenbogen über Kristiansand.

Und unterwegs kam uns noch die „Konkurrenz“ in Form der MS Bergensfjord auf dem Wege nach Stavanger und Bergen entgegen. Die Rückreise durch Dänemark war durch 3 Staus und in halbstündlichem Abstand wolkenbruchartige Niederschläge, zum Teil mit Hagel, etwas ungemütlich, aber

immer noch besser als die Panne mit der Lichtmaschine auf der Hinfahrt.

Insgesamt gesehen war es ein etwas problematischer Urlaub, alle Pannen habe ich nicht erwähnt – neue Angelrolle verabschiedet sich beim ersten Einsatz – dabei war es kein

Billigprodukt – eine Stationärrolle – war schon betagt – hat den Geist aufgegeben – und bei meiner Penn Multi spinnt die Bremse.

 

 

 Trotzdem geht es im April wieder nach Feda !!!

 

 

 


 

 

 

 4.4.  Familienurlaub in Feda

 

Hier könnte Dein Reisebericht stehen ...

Zuschriften sind gern gesehen

 

 

 


 

 

5.  Fotosammlung

 

         

       - eine Auswahl verschiedener Themen

  

 

5.1.  Ortsansichten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

  

 

 

 


 

 

 

 

5.2.  Wanderungen und Aussichten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Und nun noch einige "Dyreknuten-Bilder" von Bezet

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

5.3.  Natur rund um Feda

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

Schlusswort (ein wenig spaßig)

 

 

 

Reisender, der Du südnorwegisches Land betrittst,

denke daran, Du kommst ins Paradies.

 

Bedenke aber auf jeden Fall, Dich nie mit dem fürchterlichsten aller Trolle , dem Südnorwegen-Troll Hoddel anzulegen.

 

Laß die Natur so, wie Du sie vorfindest – und drehe auf keinen Fall einen Stein um – der Troll wird’s Dir auf seine Weise danken.

 

Er gibt Dir Tipps und Hilfen, aber wehe, Du hälst Dich nicht an diese Regeln – er straft´s mit schlechtem Wetter und miesen Angelergebnissen.

 

Und solltest Du mal einen kleinen Fehler gemacht haben – spende auf sein Wohl eine Tasse Kaffee – das besänftigt ihn wieder. Übertreibe es aber nicht.

 

 

Achte einfach Land und Leute und fühle Dich wie zu Hause - Benimm Dich bitte aber nicht so.

 

 

                                              Dorschpapa Harald/ Berlin NNO

 

 

www.norwegen-angelfreunde.de

 

 

 

  Mit Hilfe Eurer Zulieferungen ergänze ich dieses Projekt sehr gern.

                                Es wird also "nie so richtig fertig"