Norwegen Angelfreunde

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Südnorwegen-Reise 2004

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 Südnorwegen-Reise 2004

 

Teilnehmer:
Meine Frau, Tochter, Sohn, Neffe, Freundin (von Tochter), Oma, Opa, Dingo und ich.

Abfahrt aus Süddeutschland um 5.00 Uhr! Wir sind insgesamt 8 Personen. Unseren Sohn haben wir bereits ein paar Tage vorab nach München mit dem Zug bringen lassen und er hat bei meiner Schwester und den Großeltern ein paar Tage Großstadt genossen. Oma, Opa, Sohn und Neffe sind bereits am 10.08.04 mit dem Autozug bis Hamburg gefahren, wegen der langen Fahrt. Treffpunkt war in einer Pension nähe Flensburg. Wir Autofahrer (inklusiv Hund) haben die ca. 900 km ohne große Probleme abgefahren und kamen um 14.30 Uhr an der Pension an, welche die anderen bereits viel früher erreicht hatten. Ein großes Hallo mit einer gemütlichen Runde schaffte sofort eine gewisse Urlaubsstimmung. Unseren Hund mussten wir gleich zum Tierarzt bringen – nicht wg. der Autofahrt, sondern er hatte sich wohl Milben eingefangen. Ein langer und ausgeprägter Spaziergang und sein Fressen machte dann alles halb so schlimm.

Am Donnerstag, 12.08.04 sind wir dann um 7.00 Uhr aufgebrochen und waren pünktlich um 10.30 Uhr in Hirtshals – Abfahrt 11.30 Uhr. Das Wetter und die See waren so angenehm, dass wir bereits um 14.00 Uhr in Kristiansand eingelaufen sind. Mit dem Hund durch den Zoll (man braucht wirklich einige Papiere mit so einem Gesellen!) sind wir dann Richtung Avik, dass wir so gegen 16.00 Uhr erreicht haben. Dort am Parkplatz trafen wir einen sehr netten und aufgeschlossen Bert, einen Zimmerer, der wohl dort arbeitet. Er wollte gleich M. suchen gehen – vorher hielten wir einen kleinen Plausch, bei dem er uns einige Infos mitgeteilt hat, für die wir ihm später noch dankbar waren. M. und ? hatten im Moment wohl keine Zeit für und uns und so wies uns Bert in unsere Ferienwohnung ein. Im Übrigen eine sehr angenehme Hütte für drei Generationen. Nach der Bootseinführung (kein Tropfen Benzin im Tank) kam die Zimmerverteilung usw. Meine Frau und ich sind dann nach Vigeland und haben erstmal die beiden Tanks randvoll gemacht und noch etwas Brot gekauft. Wir sind dann um 18.30 Uhr zurückgekommen. Das Wetter war sehr warm und wir Männer wollten zumindest mit dem Boot noch eine kleine Runde drehen. Gegen 19.15 Uhr bestiegen wir unser „Gelbes Boot“ mit geringfügiger Ausrüstung (3 Angeln und ein paar Haken). Es war traumhaft wieder diese Luft, diese Landschaften genießen zu können und Opa (der schon die ganze Welt bereist hat) war tief beeindruckt. „Dürfen wir mal probieren?“. Obgleich es mich selbst gejuckt hatte, machte ich für die anderen die Angeln klar (zwei mit Makrelenvorfächer und eine mit kleinen Oktopussen). Die Kinder haben ja schon etwas Erfahrung und Opa wurde entsprechend eingewiesen. Die Einweisung dauerte nur einige Minuten und mein Sohn meldete Makrelen! Als wir um 21.15 Uhr zurückführen hatten wir uns eine Menge Arbeit mitgebracht. Gegen 23.00 Uhr speisten wir unseren ersten stolzen Fang. Schöne Filets mussten ebenso in die Kühltruhe verpackt werden.
Am Freitag, den 13.08.04 fuhr mein Sohn und ich um kurz vor 5.00 Uhr raus. Am beeindruckensten war der erste Sonnenaufgang, den wir zwischen den Schären und auf See erleben durften. Das warme Wetter machte Lust auf Urlaub. Der erste Fang war ein schöner Pollak – mit Pilker (hatte sich in seinem Kopf verfangen - ups). Ähnlich wurde der Leng hoch gepumpt. Zwei stolze Fische – kein Biss. Dann wurden die Makrelen wieder wach und wir kamen so gegen 9.00 wieder zurück. Unser Mittagsessen war reichhaltig aus dem Meere und wir genossen es in vollen Zügen. Ein leichter erster Sonnenbrand zeigte sich auf den ungeschützten Stellen, denn der Sommer mit seinen besten Seiten wurde auch in vollen Zügen ausgenützt. Bei einer ausgedehnten Bootstour wurden die Fjorde erkundet und die Jungen wurden am Strand abgesetzt von dem wir sie am Abend dann mit dem Auto wieder holten. Besuch einer Schwester von meiner Frau kündigte sich für Samstag an.
Samstag, 14.08.04 Ausfahrt mit dem Kutter Blusfin um 6.00 Uhr mit allen 8 Personen. Ich weis nicht was wir falsch gemacht haben, auf alle Fälle haben wir einige Pilker verloren. Makrelenkönigin wurde die Freundin meiner Tochter, die zum ersten mal angelte (einige Makrelen und einen Pollak), Opa und Neffe je einen Pollak. Ich selbst habe neben viel Handling auf den Boot einen kleinen Dorsch, der wieder zurückkam. Der Kapitän, der uns im Anschluss noch sein Ferienhaus und seine Hummerplätze zeigte brachte uns (zumindest vom Fischfang etwas enttäuscht) wieder zurück.

So gegen Mittag kam dann die Verwandtschaft (die bereits 8 Tage in der Nähe von Farsund verbracht hatten und auf dem Weg nach Risör waren) mit drei kleinen Kindern – es waren jetzt 13 Leute und ein Hund im Haus, ein großes Hallo und die ersten Erfahrungen wurden ausgetauscht. Mein Schwager und Schwägerin wollten gerne mal mit dem gelben Boot aus Meer um zu angeln – so führen wir zwei Paare mal los! Die großen Kinder musste die Kleinen nehmen....
So nun hatte ich wieder zwei absolute Neulinge und meine Frau an Bord. Das schöne für mich war die Begeisterung aller, da wir einiges gefangen hatten. Es waren wieder es die Neulinge, die die meisten Fische gefangen hatten – natürlich auch meine Frau! Nach der Rückkehr wurden die Fische verarbeitet und fertig gemacht für die Mitnahme am nächsten Tag nach Risör. Den Abend ließen wir gemütlich (nachdem die kleinen im Bett waren) ausklingen.

Sonntag, 15.08.04 gab es ein großen Geburtstagsessen. Eine mitgebrachte und eingelegte Lammkeule. Nachdem die einen nach Risör weiter sind, sind wir noch aus Schalen - Festival nach Mandal. Doch leider (wir ahnten es) war das Fest schon am abklingen, so dass wir nicht mehr viel mitbekommen haben. Wir wollten eigentlich am Tag vorher hin (aber der Besuch...). Dann haben wir Mandal durchlaufen und angesehen. Wir spürten auch, dass die Temperaturen sich ändern...am Abend Makrelenfang und gleichnamiges essen. Gott sei Dank lieben wir alle diesen Fisch!

Ab hier werde ich keinen täglich chronologischen Ablauf mehr beschreiben – vielleicht noch den Dienstag, 17.8.04 Meine Frau hat mir versprochen, dass Sie in der Früh mit nach draußen geht. Wir sind kurz vor 4.00 Uhr aufgestanden, die Buben geweckt und so gegen 4.40 Uhr waren wir auf dem Boot Richtung Meer. Ein drückendes und sehr finsteres Wetter – aber noch trocken. Der Kurs Richtung offenes Meer wurde neu gewählt. Mein Sohn und Neffe wollte Fisch fangen und er meldete auch gleich Makrelen. Meine Frau und ich wollten Dorsch. Ich richtete einen selbstgebauten (bei ebay ersteigerten) 400 g Pilker mit Beifang her. Während meine Frau den Pilker runter ließ richtete ich mein Zeug her. Oh je da zappelte was! Die Angel bog sich und meine Liebe holte den ersten wirklich schönen Dorsch (2 x über 1 kg Filet) nach oben. Als er endlich im Boot war und ich mich auf meinen ersten Ablass freute fing es an zu Blitzen und zu Donnern. Ansonsten war es recht dunkel um uns. Alle Angeln rauf und einpacken war das eindeutige Kommando. Bis alles an seinem Platz war, fing es an zu tropfen und zu stürmen – Motor an und los! Eine Minute später duschte es aus allen Wolken – nach 15 Minuten waren wir am Bootsplatz – und es war nichts mehr trocken. Meine Frau legte sich zufrieden wieder ins Bett (nur sie wusste, dass es der größte Dorsch im Urlaub war und bleiben wird), die Buben und ich spielten Schafkopf, was Wetter wurde nicht viel besser.

Auch aufgrund der immer schwierigeren Wetterverhältnisse haben wir natürlich den Leuchtturm besucht. Meine Frau und ich kannten ihn schon und wir gingen den dortigen Rundwanderweg, der wirklich angenehm war und ich auf alle Fälle empfehlen kann. Dem kleinen See an dem wir vorbei sind, konnte unser Dingo nicht wiederstehen. Ebenso (aber auf dem Rückweg) zwei Norwegerinnen. Ca. an der Halbzeit konnten wir prima die andere Seite von Lindesnes sehen, wo wir früher schon mal verweilten. Wir saßen da, genossen die Ruhe zu Dritt und freuten uns über Stimmung und Landschaft.

Meinen größter Stolz war am Tag als wir auf „Platte“ gingen. Noch nie vorher haben wir mit Naturköder geangelt. Nachdem ich mich schlau gemacht hatte, haben wir entsprechende Montagen an Land vorbereitet und sind mit Makrele am Sandstrand auf speziellen Fisch gegangen. Die Buben, die an meine Vision glauben waren zunächst vorsichtig gelangweilt. Doch dann zuckte was....misst, noch mal....“ich hab was“ merkte mein Sohn an. Doch leider löste es sich wieder. Neuer Köder. Auch ich versuchte mein Glück. Es ist und war ein vollkommen anderes angeln. Es war Feingefühl gefragt und Spannung vorhanden. Ein Biss und diesmal war ich es, der seinen ersten Platten Fisch ins Boot holen durfte. Aus Theorie wurde Praxis und ich bekam den Stolz auch von den Buben gezeigt. Bald darauf holte mein Sohn einen Fisch an Bord – kein Plattfisch sondern einen wirklich netten Knurrhahn - sein bisher Größter. Es kam noch ein Dorschlein (wieder freilassen) und ein weiterer – noch größerer Knurrhahn an den Haken. Obgleich die Beute nicht allzu schwer war an diesem Tage kamen wir sehr stolz nach Hause und hatten eine prima Vorspeise daraus gemacht.

 

 

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