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Halli Hallo,

seit kurzem sind wir ja auch Mitglieder des Forums. Nun haben wir uns gedacht, dass wir unsere Erlebnisse, die wir aufgezeichnet haben auch mal ins Netz stellen könnten. Vorher stelle ich uns vielleicht noch einmal mal kurz vor: Hinter Angel & Star verstecken sich Martina & Frank. Zusammen 86 Jahre Wir leben sehr ländlich in Steinhagen und haben unser Herz an Norwegen verloren. Mit unseren Herzen sind auch die unserer 3 Sprößlinge (fast 18, 13 und fast 10) dort geblieben. Es vergeht kein Tag an dem das Wort NORWEGEN nicht durch den Raum huscht. In den nachfolgenden Zeilen möchten wir Euch an der Entstehungsgeschichte dieser Liebe teilhaben lassen. Ich hoffe Ihr habt Spaß dabei:

Urlaub in Norwegen

Wir schreiben das Jahr 2006. Es ist Dezember, Urlaubsgedanken stehen im Raum. Der letzte Sommerurlaub in Dänemark hat bleibende Spuren hinterlassen. Schöne Spuren. Ein paar Dorsche ruhen noch in der Truhe und warten darauf, vom Chefkoch der Familie auf köstliche Art und Weise zubereitet zu werden. Jeder Bissen schmeckt nach Urlaub. Weist Du noch, und dann da und dort und überhaupt. Und das Boot... Ach jaaaa...... Und nächstes Jahr? Also ich möchte gerne nach Norwegen.
Eigentlich wollten wir ja im Sommer schon dort hin, leider scheiterte das Unterfangen an der zeitlich nicht mehr einzuhaltenden Tollwutimpfung unseres Hundes. Aber im nächsten Sommer klappt das, denn der Hund ist geimpft und mit allen notwendigen Formalien ausgestattet, die ihm eine Einreise ins gelobte Angelland gestatten. Der Entschluss steht: NORWEGEN!! Schnell wird mit dem Chef die Urlaubsplanung für das kommende Jahr in trockene Tücher gebracht. Die ersten Träumereien fangen an. Aber jetzt kommt erst Weihnachten. Keine Zeit und Muße für weitere Planungen. Nur für kleine Gedankenspiele.... Seufz...

Wir schreiben das Jahr 2007. Es ist Januar, Urlaubsplanung steht im Raum. Der Rechner wird angeschmissen und es wird gesurft was die Tasten halten. Von hier nach da, von dort nach hier, rauf, runter, Seite für Seite wird angeklickt. Ein Ah und Oh jagt das Andere. Stellt sich nur die Frage: Wohin fahren wir eigentlich? Norden, Süden, Westen, Küste, Fjord, welcher Fjord oder vielleicht eine Insel? Wir entdecken eine Seite, Borks.de, traumhafte Häuser, traumhafte Lage, super Boote, gute Preise. Problem: Ausgebucht, der Hund oder doch um einiges über unserem Limit. Trotzdem. Nach einigem Klicken sind einige wundervolle Objekte der Begierde gefunden. Aber, es ist wie mit Schuhe kaufen in der Stadt. Im ersten Laden gibt es ein paar richtig gute. Aber vielleicht gibt es in einem anderen Laden ja noch bessere?
Die Jagd beginnt. Ebenso bei uns. Ein Anbieter nach dem anderen wird aus dem Netz gefischt und jedes Haus wird untersucht und gecheckt. Belegt, zu teuer, kein Boot, kein Hund, ungünstige Lage, traurige Einrichtung, keine Kühltruhe u.u.u. Tagelang, Abend für Abend, verbringen wir vor dem Rechner. Manche Häuser kennt man schon auswendig, weil sie immer und überall wieder auftauchten. Und wieder eine neue Seite. Manchmal kriegten wir uns fast in die Haare, (Er) du klickst zu schnell, ich war noch nicht fertig mit lesen... (Sie) ich wollte dir doch nur was zeigen... (brummel brummel) Dann ein kleiner Lichtblick. Wir kaufen eine Anglerzeitschrift. Und noch eine. Thema: Angelurlaub in Norwegen. Endlich hat man mal eine Vorstellung, welche Gegend für unsere Vorstellungen die Richtige ist und wo es sich besonders lohnen könnte bezüglich Angeln und Fisch. Unsere Kinder schauen uns in diesen Tagen doch immer wieder mit viel Skepsis an . Die Spannungen sind manchmal spürbar . Aber zum Glück: Die Angelzeitschrift.
Nach intensivem mehrfachen Studium der bunten Lektüre steht die grobe Richtung: Die Fjorde: Am liebsten der Sognefjord (Sie) oder der Björnafjord (Sie) oder aber der Hardangerfjord (Er). Aber auf jeden Fall Fjord. Jetzt geht das Suchen wieder von vorne los. Sag mal, auf welcher Seite war noch mal das Haus, na du weißt schon, das mit dem tollen Boot? Grübel, Such, Denk.... Unter Favoriten abgespeichert? Ich habe keine Ahnung. Und wieder Suchen. Weg! Egal. Weißt du was, ganz zu Anfang, da waren wir doch auf dieser Seite, weißt du noch, die mit den tollen Häusern und den tollen Booten. Na klar, Borks. Und es ist wie mit dem Schuhe kaufen. Eigentlich hätte man diese Schuhe äh sorry dieses Haus auch gleich schon am Anfang buchen können.... Aber was wäre einem da alles entgangen.... Der Entschluss steht fast fest. Morgen ruf ich da mal an (Sie). Die haben doch da sicher andere Möglichkeiten nach freien Häuser zu schauen. Gesagt getan.
Ein Herr Bork ist am anderen Ende der Leitung. Ich erkläre ihm kurz die Sachlage (na ja, was bei mir halt so kurz ist) Also, wir suchen: ein Haus für 5 Personen und einen kleinen Hund, mit Boot für 5 Angler, mit Gefriertruhe, schön gelegen, in der und der Gegend. Er schlägt mir sofort 5 Häuser vor, die auf unsere Wünsche passen. Na, das eine da, das kenn ich doch!? Es sind genau die Häuser dabei, die wir uns in tagelanger, mühevoller Sucharbeit aus dem Internet gepult haben. Er ist super nett und freundlich, selbst als ich darauf hinweise, dass das empfohlene Haus, das wir uns auch schon ziemlich intensiv ausgeguckt hatten, auf dem Foto nicht wirklich gut zu erkennen ist... Ups, wer hats wohl fotografiert? Genau: Herr Bork persönlich. Egal, der Mann hat Humor . Nach einigem netten Gedankenaustausch und Fragen beschließe ich das langerkämpfte Haus Nr. 112/2 bis morgen zu reservieren. Dann haben wir noch einmal Zeit uns zu beratschlagen, ob vielleicht eins der anderen 4 nicht doch besser wäre. Herr Bork meint wir sollen ihm vertrauen und das Haus nehmen. Wir würden nicht enttäuscht. Schon fast überzeugt. Abends dann wieder einmal vor den Rechner. Wieder wird die Norwegenkarte auf dem Tisch ausgebreitet und die unaussprechlichen, klitzeklein geschriebenen Namen gesucht. Ach wo war das jetzt noch mal, haben wir das nicht schon gehabt, ich glaube da hab ich einen Punkt gemacht, oder nicht? Jetzt ein Kilo Möhren für die Augen.... Also ohne Brille geht da gar nix. Aber, wir finden sie alle. Jetzt, wo alle entdeckt und angeschaut wurden.

Phase 2. Die Entscheidung. Als erstes werden alle Häuser fein säuberlich auf einem Zettel notiert. Lage, Größe, Boot und der Preis. Dann wird per Routenplaner die Entfernung gesucht, incl. der vermutlich entstehenden Kosten für Benzin und Maut. Ups, da war doch noch was: Die Fähre! Was kostet denn so eine Fähre? Ohlala... Da legst die nieder! Ich glaube das Thema verschieben wir noch etwas. Na ja, so einen ungefähren Wert haben wir ermittelt. Und rauf auf den Zettel. Alles zusammen gerechnet und da stehen Sie. Die Finalisten. Fünf an der Zahl. Die Jury beginnt zu selektieren . Hauptkriterium: Die Lage. Der erste Kandidat muss das Feld räumen. Zu nah an der Küste, zu windig. Auch der Zweite fliegt gleich hinterher. Da waren´s nur noch drei. Oh, so spät, ich muss die Jungs vom Sport holen . Bin gleich wieder da. Während der Autofahrt: Also eigentlich, ich möchte gerne in Haus 112/2. Da passt einfach alles. Ok, das andere ist größer und hat einen Kamin, aber dafür ist es ein Reihenhaus und liegt umgeben von viel Beton und so... Und das dritte, na ja, das Boot ist schön groß aber das Haus liegt irgendwie nicht so schön wie das erste. Also, ich möchte Haus 112/2. Wieder zurück vom Mama-Taxidienst, ran an den Rechner. Er, du ich hab mich entschieden, Sie, du ich mich auf der Fahrt auch. Wolln doch mal sehen ob wir in das gleiche Haus möchten. Du zuerst. (Er) also ich möchte an das Haus mit der Brücke daneben. (Sie) das trifft sich exzellent. Ich auch!! Na also dann. 112/2, wir kommen!!! Unsere Kinder sind schwer begeistert.
In Gedanken fangen sie schon die dollsten Fisch. Unser Großer wünscht sich sehnlichst eine wunderschöne Meerforelle. So wie die auf der Angelzeitung. Das wärs! Der Mittlere begnügt sich da mit einem 1,50 cm Leng . Zwerg Nase ist über all die Sucherei schon eingeschlafen und kann seinen Angelwunsch gar nicht mehr kund tun. Er und Sie sind im Augenblick noch nicht bereit für Angelwünsche. Die letzten Tage waren mächtig nerven zehrend. Aber Erfolgreich.
Ein wohliges Gefühl macht sich im Bauch breit (liegt hoffentlich nicht an dem Enzian den wir nach dem Verzehr der Matjes und Sahneheringe getrunken haben). Die Würfel sind gefallen. Nun tritt Phase 3 in Kraft. Organisation. Angelkataloge werden bestellt, sogar nach einem portablen Echolot wird mal so nebenbei im Netz geschaut. Aber das hat alles noch Zeit. Spätestens bis Morgen. Heute Abend wird erst mal die Planung abgeschlossen. Lediglich noch ein bisschen Ausschau gehalten, ob irgendwo im Netz noch ein paar Tipps betreffend das Angeln im Fjord zu finden sind. Ja und Nein. Einige irre witzige Beiträge in einem Angelforum finden wir. Aber es ist auch schon wieder irre spät. Morgen Früh wird dann Herr Bork angerufen und gesagt: Bescheid!!! Buchen!!! Hi Hi!


Das Unmögliche ist geschafft. Unter Mioooonen von Häusern haben wir uns unser Feriendomizil rausgeangelt. Herr Bork wird angerufen. Und schwupp, gebucht ist das gute Stück. Er ist der Überzeugung, wir werden es nicht bereuen. Noch ein wenig Gedankenaustausch über Land und Leute, über die Entscheidungsfindung und dann steht es endgültig fest. Wir fahren nach Norwegen!! Jippije!!!

Der erste Abend nach der Entscheidung verläuft eher unspektakulär. Der Rechner wird wieder angeworfen und hier und da ein bisschen nachgesehen. Einige Borks-Reisende haben sich in verschiedenen Foren verewigt. Und nur positiv. Und, wat en Tofall, unser Haus ist auch mit von der Partie.... Ich glaube, das wird ein Treffer. Wenn das Wetter noch mitspielt und die Fische nicht alle vor uns weglaufen... äh schwimmen natürlich, dann wird das Ganze Granate Renate... Der Versuch, etwas über das Angelgebiet herauszufinden ist nicht von wirklichem Erfolg gekrönt. Einzig in den Foren finden wir ein wenig Infos die uns interessieren. Für uns heißt es jetzt warten, bis die ersten Unterlagen eintrudeln und das Ganze diesen typischen handfesten Charakter bekommt. Wie wir ja nun mal sind, glauben wir alles erst, wenn wir es in den Händen halten. Man weiß ja nie.... Und Angelinfos, die kriegen wir auch noch. Spätestens vor Ort.

etzt ging die Party los. Rein in den Angelshop und ran an den Speck. Anschauen, ausprobieren, weglegen, wiedernehmen, nochmal ausprobieren, beraten lasssen, nachdenken, oh Herr... das Ende vom Lied: kaufen, kaufen, kaufen. Dinge die man braucht, die man vielleicht braucht und auch die, die man nicht braucht. So geht das Spiel ein ums andere Mal. Verschiedene Große und kleine Angelläden werden heimgesucht und terrorisiert. Die Ausbeute ist enorm. Sehr zur Freude der Besitzer... . So vergehen die Monate, Wochen und Tage wie im Flug. Und ehe wir uns versehen ist es soweit: Achtung Norwegen: Wir rücken an!!!


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